HDMI 2.1 – Darum wird der neue Standard dynamisch

Die nächste Entwicklungsstufe des Übertragungsstandards HDMI steht in den Startlöchern. Für Januar 2017 hat die HDMI Licensing Administrator Inc. – die Organisation zur Entwicklung und Lizenzierung des Standards – in einer Pressemitteilung „bedeutende Änderungen“ angekündigt. Wie diese genau aussehen werden, ist bisher nicht bekannt. Die Bezeichnung wird aller Voraussicht nach HDMI 2.1 lauten. Vieles spricht dafür, dass im Bereich der High Dynamic Range (HDR) Neuerungen auf die Nutzer zukommen. Als Entwarnung vorweg: Zur Übertragung des neuen Standards sollen keine neuen Kabel und Stecker nötig sein.

Bilder bestehen nicht nur aus Pixeln

Wenn es um die Qualität der Bildübertragung geht, ist vor allem von Pixeln und Auflösung die Rede. HDMI 2.0 unterstützt bereits die Ultra-HD-Auflösung und ist damit für die Zukunft gerüstet. In Sachen HDR gibt es allerdings Nachholbedarf und HDMI 2.1 könnte diese Lücke schließen. Mit HDR wird auf Displays die Darstellung besonders starker Kontraste bezeichnet. Eine Taschenlampe, die Farbe einer Blume und Sterne am Nachthimmel strahlen mit HDR deutlich heller als auf bisherigen Bildschirmen. Herkömmliche Bilder werden als Standard Dynamic Range (SDR) bezeichnet.

Wie HDMI 2.1 die HDR-Darstellung verbessern könnte

Ein einheitlicher HDR-Standard fehlt bisher. Deswegen weichen die angelieferten Daten und die maximale Helligkeit, die ein Fernseher darstellen kann, erheblich voneinander ab. Die HDR-Bildinformationen werden auf Blu-rays häufig mit einer Leuchtdichte von 1.000 Nit bereitgestellt – ein Wert, den die meisten Fernseher allerdings nicht wiedergeben können. Echtes HDR soll in Zukunft mit bis zu 10.000 Nit erstrahlen. Als HDR-Übertragungsstandards sind bisher HDR-10 und Dolby Vision eingeführt worden, wobei HDR-10 deutlich verbreiteter ist.

Die unterschiedlichen Leuchtdichte-Werte stellen die Übertragung und Darstellung vor Herausforderungen. Denn die Daten müssen im Fernseher auf die Voraussetzungen des vorhandenen Geräts heruntergerechnet werden. Das erfolgt bisher statisch. Auf einer Blu-ray-Disc in HDR-10 gespeicherte Metadaten werden einmalig an den Fernseher übertragen und auf die gesamte Videodatei angewandt. Das Ergebnis ist nicht immer befriedigend – Bildbereiche können zu hell oder zu dunkel ausfallen. Die bessere Lösung ist eine dynamische Auslieferung der Metadaten. Zur Berechnung der idealen Helligkeitswerte werden dabei Bild für Bild Werte für die einzelnen Bildbereiche bereitgestellt. Einer solchen dynamischen Auslieferung stand bisher HDMI im Wege. Deswegen wäre es nur folgerichtig, wenn die Funktion bei HDMI 2.1 an Bord wäre.

Zumal die HDMI-Standard-Auffrischung auch die Übertragung des HDR-Formats Hybrid Log Gamma unterstützen dürfte. Dieses enthält sowohl Daten für HDR- als auch für SDR-Bilder. Das Format soll vor allem bei der Verarbeitung von Fernsehsignalen relevant werden.

Teufel-Soundbars – Klang, der jedes Bild erstrahlen lässt

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Fazit: HDMI 2.1 – der nächste Schritt in Richtung HDR

  • Die HDMI Licensing Administrator Inc. wird am 4. Januar die Neuerungen des HDMI-Übertragungsstandards offiziell vorstellen.
  • Sehr wahrscheinlich werden diese eine neue Funktion für die Übertragung von HDR-Bildern umfassen.
  • HDR-Bilder erreichen deutlich höhere Kontrastwerte als bisherige Standards.
  • HDMI 2.1 könnte die Auslieferung dynamischer HDR-Metadaten unterstützen. HDMI 2.0 überträgt die Metadaten bisher dagegen nur statisch.

Bild1: ©D-Kuru, „a male HDMI Connector“ Bestimmte Rechte vorbehalten.

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