Spektralanalyse

MP3-Qualität – zu komprimiert für HiFi-Sound?

Beim Thema „MP3 und Klangqualität“ begibt man sich auf vermintes Terrain. HiFi-Fundamentalisten behaupten, wegen MP3s wüssten viele Menschen gar nicht mehr, was guter Klang eigentlich ist. Ganz unbegründet ist der Vorwurf nicht, weil es sich bei MP3 um ein verlustbehaftetes Format handelt. Zu einfach sollte man es sich mit dem Urteil allerdings auch nicht machen. Einen einheitlichen Standard für MP3-Qualität gibt es schließlich nicht. Eine wichtige Frage ist außerdem: Wie steht es um die Soundqualität anderer Formate?

Was „verlustbehaftet“ für die Klangqualität einer MP3-Datei bedeutet

MP3 und andere verlustbehaftete Audioformate wie AAC wurden u. a. mit dem Ziel entwickelt, Speicherplatz zu sparen. Denn zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung war die Speicherkapazität von Festplatten deutlich begrenzter als heute, und auch die Download- und Uploadraten waren für große Datenmengen nicht ausreichend. Heutzutage sind die Bandbreite beim Streaming und bei der Funkübertragung per Bluetooth begrenzende Faktoren. Komprimierung muss also nach wie vor sein. Wie wird nun die Datenmenge im Vergleich zur Originalaufnahme verringert?

Zum einen durch Kompression und zum anderen durch das Weglassen bestimmter Klanginformationen. Denn nicht alles, was eine Aufnahme einfängt, gelangt auch in die komprimierte Datei. Um die Auswirkungen des Datenverlusts auf die MP3-Qualität zu begrenzen, werden aber nur Informationen ignoriert, die akustisch kaum von Bedeutung sind. Genauer gesagt: Es werden die Frequenzen besonders tiefer und besonders hoher Töne abgeschnitten. Denn extreme Höhen und Tiefen kann der Mensch nur eingeschränkt oder sogar gar nicht wahrnehmen.

So hoch ist die Qualität von MP3 wirklich

Kompliziert wird eine generelle Beurteilung der MP3-Soundqualität dadurch, dass es verschiedene Qualitätsstufen gibt. Sie ergeben sich aus der jeweiligen Bitrate (Datenrate, „bit rate“), angegeben in Kilobit pro Sekunde („Kbit/s“). 64 Kbit/s sind ebenso umsetzbar wie 128, 192, 256 oder 320 Kbit/s. Dabei gilt: Je höher der Wert, umso geringer ist der Datenverlust im Vergleich zum Ausgangsmaterial.

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Eine hin und wieder genannte Regel gibt an, dass ab einer Bitrate von 192 Kbit/s der Datenverlust für den Höreindruck nicht mehr ins Gewicht fällt. Das Dateiformat allein sagt also wenig über die Qualität des Audiosignals aus.

Eine klare Grenze gibt es aber nicht. Faktoren wie das Musikgenre, die Anlage und nicht zuletzt das individuelle Gehör spielen eine Rolle, wenn es darum geht, die Qualität einer MP3-Datei zu bewerten. Unterschiede bestehen auch zwischen den Audioformaten: Eine Datei, die in AAC mit 192 Kbit/s codiert wurde, liefert tendenziell ein besseres Hörerlebnis als eine Ogg-Vorbis-Datei mit der gleichen Datenrate.

Wie hoch ist die Soundqualität bei Spotify und anderen Musik-Streaming-Diensten?

MP3 ist gut 20 Jahre nach seiner Erfindung immer noch das am weitesten verbreitete Audioformat im Netz. Allerdings gibt es auch andere Formate, die heute für die Musikwiedergabe eine wichtige Rolle spielen. Beispiel dafür ist das eben erwähnte patentfreie Format Ogg Vorbis. Darauf setzt auch der Streaming-Gigant Spotify.

Weitere von Streaming-Diensten genutzte Audioformate sind:

  • Apple Music: AAC
  • Spotify: Ogg Vorbis
  • Google Play Music: MP3
  • Deezer HiFi: FLAC

Mit Angaben zu den jeweiligen Datenraten sind die Streaming-Anbieter eher zurückhaltend. Apple Music hat beim Start des Dienstes bekanntgegeben, dass Streams mit einer Bitrate von 256 Kbit/s übertragen werden. Bei Spotify sind es bei hoher Soundqualität 320 Kbit/s – ebenso bei Google Play Music. Bei niedrigeren Qualitätsstufen sinkt die Bitrate auf unter 200 Kbit/s. Diese Werte übertreffen jedoch Anbieter von verlustfreien Streams deutlich: Deezer beispielsweise wirbt bei seinem HiFi-Abo mit 1.411 Kbit/s. Gestreamt wird hier im verlustfreien FLAC-Format.

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  • Stereo L: Dieses Stereo-Set ist die große Lösung, und zwar in jeglicher Hinsicht: Es bietet eine stattliche Höhe, Spitzenverarbeitung und überragenden Sound. Technisch sind die Standlautsprecher mit allen Wassern gewaschen und unterstützen verlustfreies Musik-Streaming.

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Fazit: MP3-Qualität muss nicht immer schlecht sein

  • MP3 und einige andere Audioformate sind verlustbehaftet.
  • Darum können solche Dateien flach und eindimensional klingen.
  • Wesentlicher Faktor für die Qualität von Streaming-Formaten ist die Bitrate.
  • Diese ist bei den einzelnen Diensten je nach Kompressionsgrad unterschiedlich.
  • Verschiedene Audio-Codecs weisen auch bei gleicher Bitrate klangliche Qualitätsunterschiede auf.
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Teufel Blog Redaktion

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