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Bluetooth macht der drahtlosen Audioübertragung Beine

Bluetooth ist mittlerweile der Standard, wenn es darum geht, mobile oder portable Geräte direkt drahtlos zu verbinden. Es ist die schnelle und zuverlässige Lösung gegen Kabelsalat. Dank der Technologie kommunizieren Computer, Smartphone und Tablet sowie Peripheriegeräten wie Tastatur und Maus drahtlos. In den vergangenen Jahren setzten auch Audio-Hersteller den Funkstandard immer häufiger ein, um kabellos portable Lautsprecher und Kopfhörer mit Audiosignalen zu versorgen.

Auch Teufel hat mittlerweile sowohl Bluetooth Lautsprecher als auch Bluetooth Kopfhörer im Angebot!

Vieles deutet darauf hin, dass sich an der dominierenden Stellung dieses Funkstandards so schnell nichts ändern wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Neuerungen gibt, wie wir im Folgenden erläutern.

Das Bluetooth-Projekt – Ein Standard für alle Hersteller

Vorangetrieben wurde die Entwicklung der Funktechnologie bereits Ende der 1990er-Jahre von der Bluetooth Special Interest Group (Bluetooth SIG), um einen herstellerübergreifenden Funkstandard zu etablieren. Ihr Ziel hatte die Initiative innerhalb weniger Jahre erreicht, heute sind über 8.000 Unternehmen Mitglied in der SIG. Damit ist Bluetooth neben WLAN der bedeutendste drahtlose Funkstandard. Die Gründungsmitglieder der SIG im Jahr 1998 waren Ericsson, IBM, Intel, Nokia und Toshiba.

Einer der größten Vorteile von Bluetooth ist die sehr stabile Verbindung zwischen stationären und mobilen Geräten. Welche Reichweite ein Gerät zu einem anderen überbrücken kann, hängt von deren jeweiliger Klassifizierung ab. Geräte der Klasse 1 (bei 100 mW Sendeleistung) können eine Verbindung über eine Distanz von 100 Metern herstellen. Gehört ein Gerät der Klasse 2 an, beträgt die Reichweite etwa 10 Meter. Laut Wikipedia werden die maximal möglichen Funkstrecken aber deutlich eingeschränkt, denn „die tatsächlich erzielbare Reichweite hängt neben der Sendeleistung von einer Vielzahl Parameter ab.“

Bluetooth-Datenraten steigen mit jeder Version rapide

Bezüglich der Datenraten waren die Anfänge von Bluetooth überschaubar. Doch mit jeder neuen Generation wurde auch die Datenrate deutlich höher. Bereits mit Bluetooth 2.0 kann eine ähnliche Rate erzielt werden wie es über WLAN der Fall ist. Mit der jüngsten Version Bluetooth 4.0 hat die SIG in erster Linie auf die Anforderungen von Wearables wie Smartwatches sowie auf das sogenannte „Internet der Dinge“ reagiert.

Die Vorzüge von Bluetooth beim Audiostreaming

Das Logo zeigt die nordischen Runen für H und B

Dass Bluetooth und Audiostreaming gut zusammen passen, ist sicher jedem bekannt, welcher schon einmal sein Smartphone via Bluetooth mit einem Kopfhörer verbunden hat. Zusätzlich ist das Angebot an Bluetooth-Audiogeräten gerade in den letzten Jahren nochmals deutlich größer geworden. Das hat zum einen mit den grundsätzlichen Stärken des Standards und zum anderen mit einer wichtigen technologischen Neuerung zu tun.

Zunächst zu den allgemeinen Stärken: Neben der Verbindungsstabilität und der vergleichsweise hohen Übertragungsgeschwindigkeit arbeitet Bluetooth sehr stromsparend. Das ist vor allem für den Bau mobiler Wiedergabegeräte mit Akku vorteilhaft. Zudem bedarf es eines geringen Aufwands, um eine Bluetooth-Verbindung herzustellen. Anders als bei WLAN ist kein zusätzliches Netzwerkgerät (Router) notwendig. Es genügt, wenn Bluetooth-Empfänger und -Sender bei den Geräten vorhanden sind.

Bluetooth und die Audiokomprimierung

Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Bluetooth-Profile eingesetzt. Ein Drucker benötigt beispielsweise ein anderes Profil als ein schnurloses Telefon. So ist auch für die Übertragung von Audiodaten ein eigenes Profil mit der Bezeichnung A2DP spezifiziert. Grundsätzlich wäre es zwar möglich, Audio-Dateien als MP3 oder AAC über das Profil zu verschicken, aber im Sinne einer schnellen Übertragung werden die Dateien für die Übertragung mit einem Codec komprimiert.

Lange Zeit wurde dafür der Codec SBC verwendet. Da es sich dabei um ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren handelt, führt dies zu Qualitätseinbußen, was besonders für audiophile Hörer ein wichtiges Argument gegen Bluetooth-Übertragung dargestellt hat. Mit aptX ist in den vergangenen Jahren allerdings neben SBC ein anderer Codec immer wichtiger geworden, und dieser macht Bluetooth auch für Hi-Fi-Enthusiasten interessanter.

Diesem Codec liegt ein anderes Komprimierungsverfahren zu Grunde, das mit deutlichen geringeren Datenverlusten einhergeht. Unter den verschiedenen Varianten des Codecs ist aptX Lossless mit einer Abtastrate von 96kHz und einer Auflösung von 24 Bit die hochauflösendste. Dabei ist aptX weniger eine Neuentwicklung als vielmehr eine Wiederentdeckung. Das Verfahren wurde bereits in den 80er und 90er Jahren entwickelt und vor allem im Bereich der ISDN-Telefonie eingesetzt, um eine bessere Sprachqualität zu gewährleisten. Damit aptX wirklich zum Zuge kommt, müssen sowohl der Sender als auch der Empfänger den Codec unterstützen. Wenn das gegeben ist, steht Hi-Fi-Qualität mit Bluetooth-Lautsprechern nichts im Wege.

Teufels Portfolio an Bluetooth-unterstützenden Geräten wächst

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Teufel Airy – Kabellose Bluetooth Kopfhörer

Teufel bietet eine stetig wachsende Anzahl an Bluetooth-Geräte in vielen Kategorien an. So kann man die Bluetooth-Unterstütung bei portablen Lautsprechern, bei 2.1 PC Systemen aber auch bei  komplette Stereoanlagen finden.  Diese Teufel-Systeme lassen sich schnell mit einem Smartphone, Netbook, Tablet via Bluetooth verbinden und ermöglichen dann besten Hörgenuss ohne Verkabelung. Mittlerweile bietet Teufel mit dem AIRY auch einen Bluetooth-Kopfhörer an. Zukünftig wird der Bereich auch an Bedeutung gewinnen.

Hier geht es zu der Produktübersicht aller Bluetooth-Lautsprecher von Teufel.

Bluetooth nachrüsten – so gehts

Auf den Komfort der drahtlosen Audioübertragung braucht man auch bei bestehenden Anlagen nicht zu verzichten, denn die Funktion ist jederzeit nachrüstbar mit einem

Dieser Adapter wird einfach via Mini-Klinke oder Stereo-Cinch-Kabel an einen freien Eingang angeschlossen. Nach dem Pairing mit einem beliebigen Zuspieler wird nun das Tonsignal auf der Anlage ausgegeben.

Weitere interessante Bluetooth-Produkte:

Statt einem Fazit

Am Ende bleibt nur die Frage: Woher kommt eigentlich der Name „Bluetooth“? Nun, es ist den Quellen nach eine Reminiszenz an König Harald Blaatand (deutsch „Blauzahn“), dem es im 10. Jahrhundert gelang, die verfeindeten Königreiche Norwegen und Dänemark zu vereinigen. Damit ist Bluetooth wie wir finden ein durchaus passender Name für einen Standard, auf den sich viele Hersteller zur Freude der Nutzer tatsächlich einmal einigen konnten.

Titelbild: ©Bluetooth, Wort-Bild-Marke Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Wikimedia
Bil1: ©Bluetooth, Logo Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Wikimedia

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Teufel Blog Redaktion

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