WLAN oder Bluetooth – Streaming? Zwei Wege zum gestreamten Sound

Ob Musik nun mit WLAN oder mit Bluetooth gestreamt wird – bestehen da wirklich große Unterschiede? Ja, das tun sie, und bevor man sich für eine Variante entscheidet, sollte man wissen, was die eine von der anderen unterscheidet. Die Unterschiede betreffen die Reichweite, die Steuerung und die unterstützten Formate. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu WLAN- und Bluetooth-Streaming.

Die Streaming-Technologien – Was streamt wie?

Die Ausgangsposition ist beim Audio-Streaming immer die gleiche: Die Musikdaten müssen von einem Speicherort – meist ein internetbasierter Server (Cloud) eines Musikdienstes wie TIDAL oder Google Play Music aber auch die lokale Festplatte – zum Lautsprecher. Ohne Kabelverbindung versteht sich. Sowohl Bluetooth als auch WLAN erledigen das über lizenzfreie Funkfrequenzbänder. Was den Aufbau und die Verbindung des Daten-Streams angeht, bestehen zwischen beiden Verfahren jedoch erhebliche Unterschiede:

Bei Bluetooth-Lautsprechern erfolgt der Datenaustausch immer direkt zwischen Sender und Empfänger. Beide müssen mit einem entsprechenden Chipsatz ausgestattet sein, der mit einer individuellen Seriennummer zur Identifikation versehen ist. Die Kopplung von Sender und Empfänger wird durch das Pairing innerhalb weniger Sekunden vollzogen. Beide Geräte senden und empfangen also über eine permanente direkte Datenverbindung, die nur zwischen diesen beiden Geräten besteht. Der Akku-Verbrauch des Smartgerätes steigt damit natürlich etwas an, besonders wenn das Smartgerät zeitgleich über mobiles Internet mit dem Cloud-Server verbunden ist, um die Musik dann an den Abspieler zu senden.

Beim WLAN-Streaming erfolgt die Verbindung zwischen Speicherort und Lautsprecher immer über das Heimnetzwerk. Damit Lautsprecher und Zuspieler sich in ein solches einwählen können, muss also ein WLAN vorhanden sein. Das Smartgerät steuert lediglich die Verbindung. Der Akku wird gegenüber der permaneten Bluetooth-Verbindung weniger beansprucht.

WLAN und Bluetooth im Vergleich

✔ Reichweite: Hier ist WLAN gegenüber Bluetooth im Vorteil. Solange die Streaming-Geräte mit dem Heimnetzwerk verbunden sind, funktioniert die Datenübertragung. In der Regel ist damit die Verbindung im gesamten Wohnbereich gewährleistet. Also auch dann, wenn sich Zuspielgerät und Lautsprecher nicht im selben Raum befinden. Bluetooth stößt bei der Reichweite schneller an seine Grenzen. Der Standard überträgt Signale zwar ebenfalls durch Wände hindurch. Die maximale Reichweite für einen stabilen Audiokanal liegt aber bei 10 Metern.

Raumfeld Stereo Cubes mit Smartphone
Raumfeld Stereo Cubes

 

✔ Steuerung: Wenn die Bluetooth-Verbindung steht, erfolgt die Steuerung wie gewohnt über den Zuspieler. Um das Pairing zu beginnen, muss zunächst am Lautsprecher in der Regel ein Knopf am Lautsprecher betätigt werden. Es sei denn, dieser ist mit NFC ausgestattet; dann genügt es, das Smartphone oder Tablet auf die markierte Fläche aufzulegen, um den Verbindungsaufbau einzuleiten. Der Audio-Stream zwischen Geräten im Heimnetzwerk muss über eine Streaming-Architektur geregelt werden. Beispiele für derartige Technologien sind natürlich Teufels eigenes System Raumfeld, Google Cast oder Apple AirPlay. Die Bedienung der Netzwerklautsprecher erfolgt meist über eine App.

WLAN und Bluetooth im Vergleich

✔ Formate: Bluetooth bietet für Streams nur eine eingeschränkte Bandbreite. Deswegen werden Audiodateien für die Übertragung in den verlustbehafteten Codec SDC umgewandelt. Dies geht zu Lasten der Klangqualität. Wer über Bluetooth mit besserer Qualität streamen will, sollte darauf achten, dass das Format aptX unterstützt wird. Dieses überträgt je nach Version den Audio-Stream mit geringen oder sogar ohne Datenverluste. Wichtig ist, dass sowohl Lautsprecher als auch Abspielgerät Bluetooth aptX unterstützen. Weil WLAN eine wesentlich höhere Bandbreite als Bluetooth erreicht, können im Heimnetzwerk auch Formate mit hohem Datenaufkommen übertragen werden. Wer verlustfreie oder Surround-Formate übertragen will, muss vor allem darauf achten, dass die Hardware und Streaming-Protokolle diese unterstützen.

Akkuverbrauch: Bedingt durch die permanent notwendige Direktverbindung bei Bluetooth wird auch der Akku des Smartgerätes stärker belastet. Bei WLAN-Streaming steuert das Smartgerät lediglich. Hat man also mit dem Streamen eines Albums begonnen, kann das Smartgerät in den Stand by gehen und der Akku wird geschont.

✔ Benutzerfreundlichkeit: Während man beim WLAN-Streaming nebenbei auch Telefonieren kann, ist dies bei Bluetooth-Streaming möglicherweise nur eingeschränkt möglich. Multiroom ist eigentlich auch nur beim WLAN-Streaming sinnvoll umsetzbar.

WLAN und Bluetooth: Welcher Standard passt zu welchem Einsatzbereich?

Die Antwort auf die Frage, ob sich WLAN oder Bluetooth besser für Audio-Streaming eignet, lautet: „Sag mir erst, wo und wie du streamen willst!“ Wer seine Lautsprecher an den See, zu Freunden oder in den Garten mitnehmen will, für den ist Bluetooth die ideale Lösung. Smartphone und Lautsprecher sind alles, was eingepackt werden muss. Zudem ist beim Bluetooth-Betrieb der Energieverbrauch doch gering genug, dass Lautsprecher mit Akku ohne Weiteres 8 Stunden und mehr die Soundversorgung sicherstellen.

Wer dagegen zu Hause Musik kabellos an die Lautsprecher übertragen will, sollte über eine WLAN-Lösung nachdenken. Das Heimnetzwerk als Streaming-Infrastruktur ist in nahezu allen Haushalten schon vorhanden. Dieses erlaubt dank der großen Reichweite und Bandbreite komfortable Streaming-Lösungen über große Entfernungen. Mit AirPlay und Google Cast stehen außerdem bewährte Streaming-Protokolle und Steuerungs-Apps zu Verfügung. Ein Netzwerkplayer erlaubt es sogar, eine HiFi-Anlage, die bisher offline war, in das Streaming-System einzubinden

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Fazit: WLAN und Bluetooth – Streaming für zu Hause und unterwegs

  • Beim Bluetooth-Streaming wird die Verbindung direkt zwischen den Geräten hergestellt.
  • WLAN-Streaming nutzt das Heimnetzwerk zur Datenübertragung vom Zuspieler zum Lautsprecher.
  • Bluetooth-Lautsprecher und Zuspieler lassen sich unabhängig von einem Netzwerk mobil einsetzen.
  • WLAN ist dank größerer Reichweite und höherer Daten in der eigenen Wohnung eine vielseitige Streaming-Methode.

Bild1: ©Vortexionic, Streamingsymbol bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Pixabay
Bild2: ©Mediengestalter, Bluetooth-Symbol bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Pixabay

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Teufel Blog Redaktion

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