Was ist ein Router oder der verkannte Motor des Musikstreamings

In fast jeder Wohnung fristet eine kleine, hektisch blinkende Plastik-Box ihr liebloses Dasein in irgendeiner Ecke, oft nahe der Eingangstür gleich neben dem Schuhschrank. Weil hier auch der Telefonanschluss ist. Doch was genau macht diese Plastik-Box eigentlich? Es ist der Router, der die Wohnung mit dem Internet verbindet und ein WLAN spannt, auf das alle Smartgeräte zurückgreifen. Doch weil der Router auch eine zentrale jedoch oft verkannte Rolle beim Musikstreaming hat, wird es Zeit, den Router aus der Schmuddelecke zu holen – zumindest virtuell.

Die Aufgaben eines Routers beim Musikstreaming

Eine wesentliche Aufgabe eines Routers lautet: eine Verbindung ins Internet herstellen. Er fungiert für Notebooks, PCs und WLAN-Boxen als Verbindungs- und Koordinationsstelle (Accesspoint) zum Internet. Da ist mittlerweile bekannt.

Der Router ist aber auch für die „Datenbrücke“ zwischen Internet und Netzwerkgeräten wie die WLAN-Boxen von Streamingssystemen zuständig. Über diese Verbindung wird nämlich ein Musikstream geschickt, bevor überhaupt eine Signalausgabe erfolgen kann. Ist die „Datenbrücke“ sehr lang und/oder verbaut durch Möbel, Türen oder Pflanzen wird die Verbindung instabil und kommt es zu einer schleppenden Performance beim Musikstreaming. Anfragen von Kunden wie „Der Musikstream bricht ständig ab“ oder „Das dauert aber ewig, bis die Musik abspielt“ werden so oft zu unrecht den WLAN-Boxen angelastet. Dagegen ist der Stellplatz des Routers nahe der Eingangstür zwar ein auf den ersten Blick wegen der Nähe zum Telefonanschluss sinnvoll, doch für das WLAN denkbar ungünstig.

Raumfeld läuft am besten, wenn der Router aktuell ist und in der Nähe steht.

 

In jedem Raumfeldgerät steckt ein autark arbeitender Mini-Computer, der ohne Datenverbindung nicht funktionieren kann. Die Datenverbindungen wiederum stellen nicht die Streamingssysteme von Teufel, sondern der Router. Wenn die heimischen WLAN-Lautsprecher mit dem Router verbunden sind, dann bilden diese ein Netzwerk, erzeugt, verwaltet und kontrolliert vom Router als „Motor des Netzwerkes“. Die Leistungsfähigkeit und Performance beim Datendurchsatz des Routers haben direkte Auswirkungen auf das Musikstreaming. Der Router sollte für bestes Musikstreaming also möglichst aktuell sein.

Das sind die wesentlichen Aufgaben und Funktionen eines Routers

  • ✔ Ein Router ordnet Datenpakete, die aus einem externen Netzwerk eintreffen, dem entsprechenden Gerät (Client) innerhalb des Heimnetzwerks zu.
  • ✔ Auf umgekehrtem Weg ermöglicht es ein Router, Daten an Zielnetzwerke oder Zielgeräte zu verschicken.
  • ✔ Digitale Daten werden über verschiedene Übertragungsprotokolle verschickt. Router unterstützen unterschiedliche Protokolle, beispielswiese SMTP (E-Mail) und HTTPS (WWW).
  • ✔ Router mit WLAN-Modul verschicken Datenpakete über Funk an die vorgesehene Stelle im Netzwerk.

Der letzte Punkt ist entscheidend für performantes Musik- oder auch Video-Streaming. Denn per drahtloser Datenübertragung wird Musik aus dem Internet oder aus der lokal gespeicherten Sammlung innerhalb des lokalen Netzwerks auf WLAN-fähige Lautsprecher gestreamt.

Was ist ein Router? Hier ist eine WLAN-Router von AVM mit seinen Anschlüssen zu sehen.
Die Anschlüsse auf der Rückseite einer Fritz!Box.

Worauf kommt es bei einem Router für Musikstreaming an?

Wer Audio-Streams über sein WLAN verschicken will, sollte vor der Installation auch mal seinen Router überprüfen. Ist der Router technisch noch auf der Höhe der Zeit oder läuft der schon seit den Tagen, als Musikstreaming gerade entwickelt wurde? Denn in den vergangenen Jahren haben sich die maximalen Übertragungsraten kontinuierlich erhöht. Der jeweilige Standard wird nach folgendem Muster angegeben: 802.11 b/g/n/ac. Der b-Standard ist der älteste noch verwendete und erlaubt eine maximale Geschwindigkeit von 11 Mbit pro Sekunde. Neuere Standards sind dagegen n und ac. Je nach Kanalbreite erreicht diese eine Übertragungsgeschwindigkeit von 800 Mbit/s und mehr. Das ist fast das Hundertfache(!) mehr Datendurchsatz.

Abhängig vom Standard unterscheiden sich auch die Frequenzbänder, über die ein Router funkt. Die älteren Standards nutzen das 2.4-GHz, n kann sowohl auf 2.4 als auch 5 GHz funken und ac funktioniert ausschließlich mit 5 GHz. Zwar lässt sich für einen Router einstellen, welcher Standard aktiviert werden soll, in der Praxis hat sich aber die automatische Einstellung am besten bewährt. Dann sucht der Router abhängig vom jeweiligen Gerät den besten Sendermodus aus.

Wie sich eine private Cloud aufbauen lässt, erklären wir im Blog zum NAS-Server

Dem Stau auf der Funkautobahn entgehen

WLAN ist im Normalfall ein sehr stabiles Funkverfahren mit vergleichsweise hoher Reichweite. Dennoch kann es vorkommen, dass gestreamte Musik stockt oder abbricht. Eine mögliche Ursache dafür sind Interferenzen mit anderen WLAN-Signalen. Ein Hinweis darauf besteht generell dann, wenn ein Datenstream trotz hoher Signalstärke abbricht. Das Risiko für Interferenzen ist vor allem in Mehrfamilienhäusern gegeben, wenn in der Umgebung viele Netzwerke verfügbar sind. Gefährdet sind außerdem Verbindungen, die über das verbreitete 2.4-GHz-Frequenzband hergestellt werden.

Häufig hilft es in einem solchen Fall, den WLAN-Kanal zu wechseln. Im 2,4-GHz-Frequenzband stehen 13 bzw. 14 Kanäle zur Verfügung. Die Kanalwahl kannst du über die Nutzereinstellung deines Routers vornehmen; die Benutzeroberfläche lässt sich einfach im Browser aufrufen. Die Adresse ist dabei vom Gerät und Hersteller abhängig. In den Benutzereinstellungen (bei Fritz!Boxen unter „Funkumgebung“) kannst du nachvollziehen, wie viele Router einen Kanal nutzen.

Wenn sich die Auslastung auf einen Kanal konzentriert, solltest du versuchen, auf einen anderen zu wechseln. Weil auch angrenzende WLAN-Kanäle Interferenzen verursachen können, solltest du nach Möglichkeit so viel Abstand wie möglich zwischen deinen und den ausgelasteten Kanal bringen.

Tipps gegen schwaches WLAN-Signal

Eine weitere häufige Ursache für ein schwaches Signal sind Hindernisse oder eine zu große Entfernung zwischen Abspielgerät und Router. Besonders Wände können mitunter die Signalstärke einschränken. Die Entfernung des Abspielgeräts bzw. WLAN-Lautsprechers zum Router sollte nicht allzu groß sein. Meist steht dieser direkt bei der Telefonbuchse. Aber auch wenn bei dieser Position keine längeren Kabel verlegt werden müssen, ist das nicht zwangsläufig die beste Position für ein gutes Signal. Hier einige Hinweise zur Position des Routers:

  • ✔ Der Router sollte möglichst zentral in der Wohnung stehen.
  • ✔ Türbereiche sind besser geeignet als Ecken.
  • ✔ Massive Hindernisse sollten nicht in unmittelbarer Nähe die Sicht auf den Router verstellen.

Weitere Tipps gegen schwaches WLAN gibt es auch im Raumfeld Online Handbuch. 

Der Router stellt die Infrastruktur, Raumfeld erledigt den Rest

Wenn der Stream abbricht, liegt es oft am Router

Wenn du einen aktuellen WLAN-Router besitzt, ist das schon mal eine gute Voraussetzung für bequemes Audio-Streaming. Raumfeld bietet mit WLAN-Lautsprechern und der kostenlosen Raumfeld Controller App alles, was darüber hinaus für Musik-Streaming notwendig ist.

Der Teufel Streaming Tipp: Wenn mehr als ein Raumfeld-Gerät genutzt wird, hat es sich bewährt, wenn das als Host arbeitende Raumfeld-Gerät per LAN-Kabel am Router hängt. Das Hostgerät kann selber festgelegt werden. Automatisch ist es das zuerst eingerichtetete Gerät.

  • Raumfeld Stereo L: Die Fakten sprechen für diese High-End-Standlautsprecher: integrierter 400-Wattverstärker, feinabgestimmtes 3-Wege-System und Chromecast built-in. Für eine schnelle Verbindung zum WLAN-Router unterstützen die Stereo L 802.11b/g/n.
  • Raumfeld Sounddeck: Smarter Sound für Smart TV – auf dem Sounddeck lassen sich TV-Geräte bequem abstellen. Im Gehäuse sind 8 Lautsprecher (6 Breitbandlautsprecher und 2 Subwoofer) für räumlichen und wuchtigen HiFi-Sound integriert. Wie alle Raumfeld-Lautsprecher lässt sich das Sounddeck auch problemlos mit Apple-Geräten verbinden.
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Fazit: Was ist ein Router? Drehkreuz für den digitalen Datenverkehr

  • Router koordinieren und steuern den Datenverkehr zwischen Heimnetzwerk und Internet sowie innerhalb des lokalen Netzwerks.
  • WLAN-Router unterstützen die kabellose Übertragung von Daten.
  • Entscheidend für die Übertragungsgeschwindigkeit über WLAN ist der unterstützte WLAN-Standard. Um Musik zu streamen, sollte der Router 802.11 n unterstützen.
  • Durch den Wegfall des „Routerzwanges“ kann jeder Haushalt den Router selber auswählen
  • Durch Wechsel des WLAN-Kanals in den Router-Einstellungen kann man bei Überlastung des Kanals die Übertragungsqualität verbessern.

Titelbild: ©andibreit, unter CC0 Public Domain veröffentlicht. Quelle: Pixabay
Bild1: ©Bruno Aleixo, Fritz!Box FON WLAN 7270, bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Wikimedia.

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Teufel Blog Redaktion

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