HDMI eARC: Höhere Bandbreite für neue Soundoptionen

Der Audio Return Channel (ARC) vereinfacht den Anschluss einer Heimkinoanlage ans TV-Gerät, indem dieses das Tonsignal ohne zusätzliches Kabel an den AV-Receiver leitet. Einzige Voraussetzung dafür ist ein HDMI-Kabel – dieses sendet sowohl Bild und Ton zum Fernseher als auch Ton zurück zum Receiver. Das Audiosignal kann daraufhin auf die angeschlossenen Lautsprecher verteilt werden. Die Weiterentwicklung dieser Technologie heißt HDMI eARC. Wir erklären dir, welche Vorteile das mit sich bringt und was du dafür brauchst.

HDMI 2.1 macht’s möglich

Ein HDMI-Kabel ist im digitalen Heimkino unverzichtbar. Seit 2017 gibt es den aktuellen HDMI-Standard 2.1. HDMI 2.1 brachte diverse Verbesserungen mit sich, unter anderem eine deutlich höhere Übertragungsrate und die Unterstützung von Dynamic HDR. Doch auch bei der Audioübertragung gab es eine entscheidende Neuerung: den Enhanced Audio Return Channel (eARC).

ARC macht ein separates optisches Audiokabel überflüssig, da das Tonsignal einfach über dasselbe HDMI-Kabel zurück zum Receiver, zur Soundbar oder zum Verstärker gesendet werden kann. Durch die neue Version HDMI 2.1 (bzw. 2.0 mit Update) wird nun eARC ermöglicht. Die Erweiterung erlaubt eine deutlich höhere Bandbreite, wodurch sich Bild- und Audioqualität verbessern. Und das Beste: Mit HDMI eARC ist es möglich, hochauflösende Surround-Toninformationen von Auro-3D, Dolby Atmos und DTS:X Inhalten z. B. vom TV-Gerät an deine Heimkino-Anlage zu leiten.

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Technische Details von eARC

Da mit HDMI eARC keine Komprimierung des Audiosignals mehr nötig ist, können deutlich mehr Kanäle – theoretisch bis zu 32 – verlustfrei angesteuert werden. 5.1- und 7.1-Anlagen lassen sich also problemlos per unkomprimiertem Signal ansprechen – ein wesentlicher Unterschied zu HDMI ARC. Die maximale Audio-Bandbreite beträgt bei eARC 37 Mbit/s (bei ARC noch 1 Mbit/s), es sind eine Auflösung von 24 Bit und eine Samplingrate von 192 kHz drin. Das schafft auch optimale Bedingungen für die Übertragung von objektbasierten Audioformaten, die 3D-Sound ermöglichen.

Besonders praktisch: Über eARC teilt der Receiver dem TV-Gerät mit, welche Soundformate er unterstützt – der Fernseher gibt dann automatisch das bestmögliche Signal zurück.

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FAQ: Voraussetzungen für HDMI eARC

Welches HDMI-Kabel braucht es für eARC?

Um eARC zu nutzen, brauchst du ein HDMI-High-Speed- oder -Ultra-High-Speed-Kabel. Du musst also kein neues Kabel kaufen, wenn du bereits ein High-Speed-Kabel (wichtig: mit Ethernet) hast. Auch mit HDMI-2.0-Kabeln lässt sich eARC nutzen.

Welche Geräte sind eARC-kompatibel?

Grundsätzlich sind alle Geräte mit HDMI-2.1-Anschlussbuchsen auch mit eARC kompatibel. Das Angebot an entsprechenden Fernsehern, Receivern und Soundbars wächst. Ältere Geräte mit HDMI 2.0 lassen sich eARC-fähig machen.

Funktioniert eARC auch ohne HDMI 2.1?

Ja, das geht – sofern dein TV-Gerät bzw. deine Soundbar vom Hersteller durch ein Firmware-Update eARC-fähig gemacht wurde. Dann reicht auch ein HDMI-2.0-Kabel.

Müssen alle Geräte eARC unterstützen?

Ja. Sobald eines der per HDMI angeschlossenen Geräte nur ARC unterstützt, wird das Audiosignal komprimiert und es ist kein 3D-Sound möglich.

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Fazit: Mit HDMI eARC in die Zukunft

  • eARC ist die in HDMI 2.1 enthaltene Weiterentwicklung von ARC. Der Standard erlaubt eine wesentlich höhere Bandbreite bei der Audio-Übertragung per HDMI-Kabel.
  • Das schafft neue Möglichkeiten in Richtung objektbasiertem Klang – und ist die Voraussetzung für Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D auf Heimkinoanlagen.
  • Perspektivisch wird damit auch Streaming mit 3D-Sound möglich. Das Angebot an Dolby-Atmos-Filmen bei Netflix & Co. ist jedoch noch begrenzt; erste Musik-Streaming-Dienste wie TIDAL bieten HiFi-Abos mit Dolby-Atmos-Streaming an.

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Titelbild: redstallion / iStock

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