Bei konventionellen Heimkino-Anlagen, aber auch bei den meisten Soundbars, ist der Subwoofer für den Bass zuständig. Ein aktiver Subwoofer wird im Gegenteil zu den Satelliten nicht über Lautsprecherkabel, sondern mit einem sogenannten Cinchkabel verbunden. Alternativ wird bei kabellosen Subwoofern die Verbindung zur Anlage via Bluetooth oder Funk aufgebaut. Wir fassen in diesem Beitrag zusammen, wie du einen Subwoofer richtig anschließen, aufstellen und einstellen kannst.
Teufel Tutorial mit Lisa auf YouTube
Im Video erklärt Lisa, welche Aufgabe ein Subwoofer hat und was man bei der Inbetriebnahme beachten sollte. Außerdem erfährst du, welches Kabel wo eingesteckt werden muss und wie man einen Subwoofer an seinen Receiver anschließt. Wenn du also erst einmal nur die Basic-Informationen zur Subwoofer-Installation wissen willst, ist dieses YouTube-Tutorial ideal für dich. Anschließend gehen wir im Beitrag auf die einzelnen Aspekte auch nochmal genauer ein. Viel Spaß dabei!
Kurzanleitung zum Video: Subwoofer anschließen
Du willst es ganz genau wissen? Dann lies einfach weiter und wir erklären dir detailliert, worauf es beim Anschließen des Subwoofers ankommt. Für alle, die es eilig haben, die wichtigsten Schritte aus dem Video-Tutorial als Kurzanleitung:
- Stromverbindung
Subwoofer mit Strom verbinden.
- Anschluss an den Receiver
Subwoofer über Cinch-Kabel an Receiver anschließen (Anschluss „Sub-out“ o. ä.). Bei Bluetooth- oder WLAN-Subwoofer ist kein Cinch-Kabel notwendig.
- Subwoofer an
Subwoofer am Gerät selbst einschalten.
- Subwoofer auf halbe Lautstärke
Lautstärke des Subwoofers auf etwa 40 bis 50 Prozent einstellen. Allgemeine Lautstärke regelst du später über den Receiver.
Was genau ist eigentlich ein Subwoofer?
Subwoofer sind für Bässe da oder anders ausgedrückt: für Töne mit niedriger Frequenz. Sobald Frequenzen einen bestimmten Bereich unterschreiten, werden diese an den Sub und nicht an die anderen Lautsprecher weitergeleitet. Diese Grenze schwankt abhängig von der Konfiguration der Anlage. Mehr dazu unter dem Punkt Subwoofer einstellen etwas später im Beitrag.
Subwoofer sind eine noch relativ junge Erscheinung in der Musikszene. Wer die HiFi-Hochzeit der achtziger Jahre mitbekommen hat, kann sicherlich bestätigen, dass eigenständige Bassboxen damals selten waren. Das änderte sich recht schnell in den neunziger Jahren, was auch an den gesunkenen Produktionskosten lag. Klanglich haben eigenständige Subwoofer in bestimmten Einsatzbereichen ohnehin schlagende Argumente für sich.
Aktiv- vs. Passiv-Subwoofer
Im Netz gibt es unzählige Beiträge und Diskussionen, ob nun ein aktiver oder passiver Subwoofer die richtige Wahl ist. Die kurze Antwort: Das hängt vom Anwendungsfall ab. Passive Subwoofer sind in den letzten Jahren auf dem Markt äußert selten geworden und oft nur noch als Komponente bei günstigen Komplettanlagen zu erhalten. Genauso selten sind mittlerweile auch Verstärker, die den Subwooferkanal selbst verstärken. Passive Woofer werden im Prinzip wie andere Boxen per zweikanaligem Lautsprecherkabel angeschlossen. Als Vorteil bei passiven Subwoofern kann man den Wegfall der Stromversorgung sehen.
Der Vorteil bei Aktiv-Subwoofern ist der bereits integrierte Verstärker, der im Sub-Gehäuse eingebaut ist. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Anschaffungskosten aus, sondern ermöglicht zudem auch eine kabellose Ansteuerung vom Receiver via Funk, und erweitert die Einstellungsmöglichkeiten des Sounds. Konkret geht es hierbei um die Feinjustierung der Trennfrequenz und des Lautstärkepegels.
Lesetipp: Der Tiefstapler – alles rund um den Subwoofer
Aktive Subwoofer an Verstärker oder Soundbar anschließen
Sofern du einen neueren AV-Receiver oder eine Soundbar nutzt, hat dieser in der Regel mindestens einen rückseitigen Anschluss für Subwoofer. Dieser ist oftmals mit „Sub out“ beschriftet und wird per Mono-Cinch-Kabel verbunden.

Das Subwoofer-Signal gelangt von dieser einkanaligen Cinch-Buchse über ein Mono-Cinch-Kabel direkt zum Subwoofer. Um einen Aktiv-Subwoofer anzuschließen, bedarf es neben seiner obligatorischen Verbindung zur Stromversorgung keine weitere Verkabelung.
Aktive Subwoofer per Bluetooth/Funk kabellos ansteuern
Aktuell im Trend liegt die kabellose Verbindung der Anlage mit dem Subwoofer. Die Verbindung wird statt Kabel per Funk oder per Bluetooth aufgebaut. Der große Vorteil dabei: Nie mehr Kabel, über die man stolpern kann. Außerdem sieht es ohne Kabel ja auch irgendwie schicker – weil cleaner – aus.
Sonderfall Passiv-Subwoofer
Passive Subwoofer sind in den letzten Jahren auf dem Markt äußert selten geworden und oft nur noch als Komponente bei günstigen Komplettanlagen zu erhalten. Genauso selten sind mittlerweile auch Verstärker, welche den Subwoofer-Kanal selbst verstärken. Passive Woofer werden im Prinzip wie andere Boxen per zweikanaligem Lautsprecherkabel angeschlossen. Als Vorteil bei passiven Subwoofern kann man den Wegfall der Stromversorgung sehen.
Passendes Zubehör von Teufel
Subwoofer richtig aufstellen
Wenn das neue Heimkino-Surround-System erst einmal angekommen ist, geht es für die meisten direkt ans Installieren und Ausprobieren. Doch einen Moment solltest du noch warten und dir genau überlegen, wie du deine neuen Lautsprecher – und insbesondere den Subwoofer – richtig aufstellen kannst, sodass du noch einmal mehr aus deinem Heimkinosystem rausholen kannst.
Lesetipp: Was es dabei zu beachten gibt, haben wir in dem gesonderten Beitrag Subwoofer aufstellen: Tipps für die perfekte Position ausführlich zusammengestellt.
Subwoofer einstellen – durch Ausprobieren zum besten Klang
Wenn der Subwoofer seinen Platz gefunden hat und die Verbindung zur Soundanlage herstellt ist, erfolgt im letzten Schritt das richtige Einstellen des Gerätes. Aktuelle AV-Receiver bieten oft ein automatisches Einmess-Programm, welches die angeschlossen Lautsprecher und deren Leistungsvermögen automatisch erkennt. Wer eine manuelle Einmessung nicht täglich durchführt, profitiert auf jeden Fall davon, die Automatik einmal für ein Grundsetup durchlaufen zu lassen. Anschließend kann das Klangbild feinjustiert werden.
Wichtige Parameter beim (manuellen) Einstellen des Basslautsprechers sind die Trennfrequenz sowie die Grundlautstärke.
Lautstärke des Subwoofer einstellen
Die meisten aktiven Woofer haben eine eigene Lautstärke-Regelung. Es ist empfehlenswert diese Geräte-Lautstärke zunächst auf etwa ein Drittel bis maximal 50% zu stellen und die gewünschte Gesamtlautstärke über den AV-Receiver zu wählen. Damit muss der interne Subwoofer-Verstärker nicht im Grenzbereich arbeiten, was wiederum den Stromverbrauch senken und die Lebensdauer erhöhen kann.
Trennfrequenz zum Subwoofer bestimmen
Die Trennfrequenz ist der im AV-Receiver einzustellende Wert, bei welchem der Verstärker das Signal in hohe und niedere Frequenzen aufteilt und diesen Signalanteil dann jeweils an die Satelliten (alles oberhalb der Trennfrequenz) oder an den Subwoofer (alles unterhalb) überträgt. Damit man also kein Frequenzloch hat, muss der Signalanteil dann von den Satelliten oder vom Subwoofer auch ausgegeben werden können. Der zu ermittelnde Wert ist vom technisch möglichen Frequenzbereich der einzelnen Boxen abzuleiten. Dafür ist ein Blick in die technischen Daten der Satelliten und des Subwoofers bei Frequenzbereich sinnvoll.
Da man den Subwoofer im Gesamtklangbild möglichst nicht orten will, ist die Trennfrequenz selten über 160 Hz. Eine Richtlinie ist etwa der THX-Heimkinostandard von 80 Hz, sofern die anderen Satelliten-Lautsprecher diese Frequenz auch ausgeben können. Trennfrequenzen von 80 Hz bis 140 Hz sind die häufigsten, da die Center- und Rear-Lautsprecher bauartbedingt nicht unter diesen Frequenzgang kommen.
Sonderfall Standlautsprecher: Film- vs. Musik-Fokus
Eine optimale Wiedergabe von Film und Musik mit Standlautsprechern ist nur unter der Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten möglich. Durch die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten, können die klanglichen Ergebnisse sehr variieren. Aktuelle AV-Receiver sind zwar mit Mikrofonen und entsprechenden Programmen ausgestattet. Dennoch arbeiten diese nicht immer präzise. Ergebnisse können durch äußere Faktoren beim Einmessen schnell verfälscht werden. Deshalb empfiehlt es sich, einige Testläufe zu absolvieren. So minimiert man etwaige raumakustische Effekte.
Einstellung A
Wenn der Standlautsprecher auf „small“ eingestellt ist, hat man die Möglichkeit, die Übergangsfrequenz („crossover frequency“) auf 100 Hz zu setzen. Dies entspricht der unteren Grenzfrequenz der meisten Center- und Rear-Lautsprecher, wodurch die einzelnen Komponenten gut miteinander harmonieren. Die Flankensteilheit des Filters im Receiver reicht allerdings nicht immer aus, den Pegel des Basses der großen Standlautsprecher unterhalb der Übergangsfrequenz schlagartig zu verringern.
Dadurch sind die Lautsprecher nicht komplett abgeregelt und geben trotzdem noch Frequenzen unterhalb von 100 Hz (wenn auch vermindert) wieder. Auf diese Weise hat man folglich ein Zusammenspiel von Subwoofer und Standlautsprecher im niederfrequenten Bereich. Dies erzeugt bei Filmen zwar ein schönes Ergebnis, bei der Musikwiedergabe könnte es allerdings weniger vorteilhaft sein.

Einstellung B
Bei dieser Einstellung wird die Performance des Subwoofers an die Standlautsprecher angepasst. Auch hier wählt man den Parameter „small“, allerdings setzt man die Übergangsfrequenz auf 40 Hz. Abhängig vom Standort des Subwoofers müsste der Pegel nochmals nach- oder abgeregelt werden. Fast das gesamte Frequenzspektrum ist in dieser Kombination abgedeckt. Dadurch empfiehlt sich diese Einstellung bei der Musikwiedergabe. Bei der Filmwiedergabe wird allerdings ein „Frequenzloch“ bei Center- und Rear-Speakern erzeugt, da diese die untere Grenzfrequenz von 40 Hz nicht erreichen. Daher sollte diese Einstellung nur im Stereo-Betrieb verwendet werden.
Einstellung C
Die Standlautsprecher müssen hier auf den Parameter „large“ eingestellt werden, so dass diese den gesamten Frequenzbereich der Signalquelle wiedergeben. Die Übergangsfrequenz für die restlichen Lautsprecher setzt man auf 100 Hz. Somit wird das reine LFE-Signal („Low Frequency Effects“) und auch die Tieftonanteile des Centers und der Rear-Lautsprecher über den Subwoofer ausgegeben. Diese Einstellung eignet sich sowohl für Musik als auch Film. Bei einer Musikwiedergabe werden nur die Standlautsprecher angesteuert.
Das gesamte Frequenzspektrum reicht nicht ganz so tief wie in Einstellung A oder B, allerdings treten bei der Musikwiedergabe, im Gegensatz zum Film, sehr selten derartige tieffrequente Schallanteile auf. Die beste Option, die sich hier bietet, ist mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu experimentieren, um das möglichst beste Ergebnis zu erzielen.
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