Lautsprecher einmessen – Feintuning im Verstärker

Hinsichtlich der Antwort auf die Frage, was guten Klang ausmacht, scheiden sich die Geister. Mit einem Einmess-System kann man einer objektiven Antwort aber schon sehr nahekommen. Solche Systeme werten den Klang einer Anlage unter den jeweiligen raumakustischen Gegebenheiten aus und nehmen auf Grundlage der Ergebnisse Korrekturen an den Receiver-Einstellungen vor.

Was beim Einmessen der Lautsprecher passiert

Einmess-Systeme bestehen zum einen aus einem Messmikrofon und zum anderen aus einer Software mit integriertem Testprogramm. Die von den Lautsprechern wiedergegebenen Testtöne umfassen den gesamten für die Praxis relevanten Frequenzbereich. Über das Mikrofon wertet die Software die Klangeigenschaften aus. Es wird erfasst, welche Wirkung die Raumeigenschaften und die Positionen der einzelnen Lautsprecher auf den Gesamtklang haben.

Wichtige Messwerte sind beispielsweise die Laufzeitunterschiede zwischen einzelnen Kanälen, die nicht vorgesehene Pegelunterschiede zwischen Lautsprechern und das Reflexionsverhalten der Schallwellen im Raum. Auf Grundlage der Messergebnisse kann das Programm Korrekturen am Equalizer vornehmen und auch die Trennfrequenz zwischen den einzelnen Kanälen abstimmen.

Wer später Lautsprecher einmessen will, sollte darauf achten, dass der Verstärker bzw. AV-Receiver nach Möglichkeit bereits ein Einmess-System unterstützt. Ein Messmikrofon ist dann häufig auch schon im Lieferumfang enthalten. Ein vielfach bewährtes System ist MultEQ von Audyssey.

An welcher Position Lautsprecher einmessen?

Die Position des Mikrofons beeinflusst die Messergebnisse natürlich maßgeblich. Ziel ist es, dass die Equalizer-Einstellungen für einen konkreten Hörerplatz den besten Sound liefern. Dementsprechend sollte das Mikrofon sich möglichst auf Kopfhöhe dort befinden, wo man sich beim Musik- oder Filmgenuss am häufigsten im Raum aufhält, zum Beispiel auf der Couch. Nur dann werden die Laufzeiten und Pegel der Schallwellen so vom System erfasst, wie es auch das Gehör an dieser Stelle tun würde.

Weil man jedoch im Heimkino häufig nicht alleine sitzt, können Messungen an mehreren verschiedenen Punkten vorgenommen werden. Die jeweilige Software errechnet dann die bestmöglichen Einstellungen für den gesamten Hörbereich. Es lassen sich ggf. die einzelnen Sitzpositionen unterschiedlich gewichten, um beispielsweise die Einstellungen für die am häufigsten genutzte Position – z. B. in der Mitte des Sofas – zu priorisieren.

Die Hörerposition mit dem idealen Klang wird auch als Sweet Spot bezeichnet.

Von der Tropfsteinhöhle zum Kinosaal?

Ein Einmess-System kann korrigierend eingreifen, aber es kann keine zu groben Widrigkeiten bei der Aufstellung der Boxen kompensieren. Wenn beispielsweise die Symmetrie der Front- oder Rear-Lautsprecher deutlich gestört ist, kann auch das Einmessen der Lautsprecher dies nicht hinreichend kompensieren. Überbetonte Frequenzen – beispielsweise von einem zu nah an der Wand stehenden Lautsprecher – lassen sich dagegen häufig ausgleichen.

Hier erfährst du, wie du grundsätzlich den richtigen Platz für Lautsprecher findest.

Lautsprecher einmessen per App?

Raumakustik für Messung von dB und Hz, Lautsprecher einmessen nicht möglich
Screenshot der App Spectrum Analyzer

Smartphones verfügen heute über jede Menge Rechenleistung und ein Mikrofon – damit erfüllen sie die notwendigen Voraussetzungen, um auch mit ihnen die Raumakustik zu untersuchen.

Mit einer entsprechenden App kann man Faktoren wie die Nachhallzeit, den Schallpegel oder auch den Frequenzgang analysieren. Ein echtes Einmess-System mit Korrekturfunktion ersetzen solche Apps natürlich nicht. Beispiele für kostenlose Raumakustik-Apps sind ClapIR oder auch Spectrum Analyzer.

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Fazit: Mit einem Einmess-System das Optimum herauskitzeln

  • Einmess-Systeme erlauben es, die Verstärkereinstellungen optimal auf die Raumgegebenheiten abzustimmen.
  • Entscheidende Messwerte sind die Nachhallzeit, der Frequenzgang und die Laufzeit der einzelnen Kanäle.
  • Wer Lautsprecher später einmessen will, sollte beim Erwerb darauf achten, dass sein Verstärker ein solches System unterstützt.

Titelbild-Quelle: Shutterstock / Redpixl.pl

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Teufel Blog Redaktion

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