Der Tiefstapler – alles rund um den Subwoofer

Der Subwoofer ist so etwas wie ein Sonderling unter den Lautsprechern. Er ist meist deutlich größer als andere Lautsprecher, hat eine besondere Aufgabe und steht häufig auf dem Boden – doch er ist nur scheinbar einer, der aus der Reihe tanzt.

Vergleichsweise jung und erfolgreich

Subwoofer sind für Bässe da, oder anders ausgedrückt: für Töne mit niedriger Frequenz. Sobald Frequenzen einen bestimmten Bereich unterschreiten, werden sie an den Sub und nicht an die anderen Lautsprecher weitergeleitet. Diese Grenze schwankt abhängig von der Konfiguration der Anlage. In der Regel übernimmt der Subwoofer unterhalb einer Frequenz von etwa 100 Hz. Bei diesem Schwellenwert spricht man auch von der oberen Grenzfrequenz, während die untere Grenzfrequenz die niedrigsten Frequenzen bezeichnet, die ein Subwoofer wiedergeben kann. Auch hierbei gibt es modellabhängige Unterschiede. Gute Subs erreichen 30 oder sogar 25 Hz.

Subwoofer sind eine vergleichsweise junge Erscheinung. Wer die Hi-Fi-Hochzeit der achtziger Jahre mitbekommen hat, kann sicherlich bestätigen, dass eigenständige Bassboxen damals selten waren. Das änderte sich recht schnell in den neunziger Jahren, was vor allem an den gesunkenen Produktionskosten lag. Klanglich haben eigenständige Subwoofer in bestimmten Einsatzbereichen ohnehin schlagende Argumente für sich – dazu später mehr.

Warum überhaupt eigenständige Subwoofer?

Bis hierhin haben wir erklärt, was Subwoofer machen. Wir wissen aber noch nicht, warum es eigenständige Lautsprecher für tieffrequente Schallwellen gibt. Der Grund dafür ist die Wellenlänge von Bässen. Je tiefer die Frequenz ist, desto länger sind die Schallwellen, die sich im Raum ausbreiten. Bei 50 Hz beispielsweise beträgt die Wellenlänge 6,8 m; bei 1.000 Hz sind es nur rund 34 cm. Für die Wiedergabe von Bässen bedeutet dies, dass im Tieftonbereich ein weitaus größeres Luftvolumen zum Schwingen gebracht werden muss, was mit einer großen Membranfläche deutlich besser geht als mit einer kleinen. Deswegen sind Subwoofer deutlich größer als Mittel- und Hochtöner.

Muss ein Subwoofer überhaupt sein?

Auch Anlagen ohne eigenständigen Subwoofer können Bässe wiedergeben. So findest du auch im Gehäuse von 3- oder 2-Wege-Lautsprechern Tieftöner oder Tiefmitteltöner. Der Unterschied ist, dass sie im Vergleich zu Subwoofern keine so tiefe Grenzfrequenz erreichen und auch weniger wuchtig sind. Ein Subwoofer ist also dann sinnvoll, wenn die Bässe im Klangbild wichtig sind.

In klassischen Stereo-Anlagen beispielsweise ist ein eigenständiger Subwoofer nicht vorgesehen. Viele Rock-Fans, Jazzer oder Klassikhörer würden auch bestätigen, dass sie einen solchen Sub gar nicht brauchen. Dieser Verzicht ist nicht ganz unberechtigt: Bässe sind bei den genannten Musikgenres häufig weniger wichtig, und den Bassbereich können auch Mehrwege-Lautsprecher gut abdecken. Wobei es auch dabei auf die Musik ankommt. Eine E-Bass-Saite kann schon mal mit 40 Hz und langsamer schwingen (40-mal pro Sekunde). Pop und vor allem Hip-Hop sind deutlich basslastiger, und das hat sich in den letzten Jahren nochmals verstärkt. Trap-Beats sind hier das Stichwort.

Stereo-Sound für Liebhaber

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Typischerweise kommen Subwoofer aber in Heimkinoanlagen zum Einsatz. In Filmtonspuren werden Bässe gezielt eingesetzt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. So kommt es, dass eine Verfolgungsjagd mit ordentlich Wumms einen im wahrsten Sinne des Wortes durchschütteln kann. Heimkino bekommt mit einem kräftigen Bass eine neue Dimension. Wir nehmen ihn mit dem ganzen Körper war, können tatsächlich spüren, wie die Schallwellen auf uns wirken.

Downfire-Sub, Bassreflex, Aktiv-Sub – Subwoofer-Varianten

Grafik des T 10 Subwoofers in verschiedenen Betriebsmodi
Der Subwoofer hat den Dreh raus – er lässt sich wahlweilse als Front- oder Down-Firing-Sub einsetzen

Im Kontext von Subwoofern triffst du auf unterschiedliche Begriffe. Damit sind meist Bauarten und unterschiedliche akustische Verfahren gemeint.

  • Geschlossen oder Bassreflex: Hierbei handelt es sich um Gehäusebauarten. Bassreflex-Boxen verfügen über eine zusätzliche Öffnung und sollen den Bass in bestimmten Frequenzbereichen verstärken. Das akustische Prinzip dahinter heißt Helmholtz-Resonator.
  • Downfire- oder Frontfire-Subs: Hierbei geht es um die Abstrahlrichtung der Membran. Man kann sich anhand der Begriffe schon denken, dass bei Downfire die Membran zum Boden abstrahlt und bei Frontfire zur Seite. Der Downfire Sub eröffnet unter anderem beim Aufstellen neue Möglichkeiten – zum Beispiel passt er unters Sofa.
  • Aktiv oder passiv: Weil Subwoofer ohnehin größer sind, lassen sich in ihnen verschiedene Komponenten unterbringen. Bei Aktiv-Subwoofern ist der Verstärker für den Sub im Gehäuse untergebracht – ebenso in Aktiv-Lautsprechern. Das hat unter anderem den Vorteil, dass er vom Receiver kabellos angesteuert werden kann.

Bass, der dich durchpustet – Teufel Subwoofer

Schwarzer Subwoofer mit Schutzgitter.
High-End-Sub mit rauscharmer und verzerrungsarmer Endstufe.
  • Aktiv-Subwoofer S 6000: Da, wo dieser Sub wummert, bleibt kein Stein auf dem anderen. Er gibt Bässe bis 25 Hz sagenhaft wuchtig und präzise wieder. Das THX-Zertifikat ist also mehr als verdient. Zudem ist er als Aktiv-Subwoofer konzipiert und kann vom A/V-Receiver kabellos angesteuert werden, und zwar mit dem Wireless Set für Subwoofer.
  • CM 2014 SW im Concept E 450 Digital: Dieser Sub ist die Antwort auf so ziemlich alle digitalen Soundherausforderungen. Dank Soundkarte, Bluetooth und integriertem Verstärker kannst du das Concept E 450 unter anderem über PC, Mac und Smartphone ansteuern. Ach ja, mit einer unteren Grenzfrequenz von 32 Hz und einem maximalen Schalldruckpegel von 112 dB bringt er auch stattliche Bässe.

Bass satt im Heimkino

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Was du zu Subwoofern wissen solltest

  • Subwoofer geben tieffrequente Töne in Mehrkanalanlagen wieder.
  • Für den Tieftonbereich sind Subwoofer mit großer Membran besonders sinnvoll, weil in diesem Bereich besonders große Luftvolumina bewegt werden müssen.
  • Typischerweise kommen Subwoofer in Heimkinoanlagen zum Einsatz.
  • Wichtige Subwoofer-Varianten sind geschlossene Gehäuse und Bassreflexgehäuse mit einer Öffnung.
Der Tiefstapler – alles rund um den Subwoofer
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  1. Marc Lenhart
    23. Feb. 2019, 13:10

    Warum gibt es denn (noch) keine Anschlussmöglichkeit eines Subs an die Multiroom-Anlagen?
    Das geht ja aktuell „nur“ über den Connector. Ich habe immer nur entweder die Vorteile der Streaming-Anlage mit zig möglichen Quellen (insb. NAS) _oder_ den eines Subs, aber nicht beides.
    Connector finde ich hier als Ergänzung nicht so schön, da ich dann ja auch keine Bedienmöglichkeit an den Boxen habe und ein Zusatzgerät, was eigtl. gar nicht nötig wäre.
    Oder übersehe ich hier was?
    Ist sowas vielleicht geplant? ;) Ich schätze den Aufwand für so einen Zusatzanschluss an den Stereo-M oder L vergleichsweise gering ein.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      25. Feb. 2019, 10:58

      Hallo Marc, danke für deinen Produktwunsch, leiten wir gerne weiter.

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