Stereofonie

Stereofonie – aller guten Dinge sind zwei

Im Audiobereich hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Eines ist geblieben: Wir hören Audioaufnahmen meist in Stereo. Das gilt für Radio, Fernsehen und Musik – unabhängig davon, auf welchem Datenträger sie gespeichert ist.

Warum überhaupt Stereofonie?

Bei der Stereotechnik wird mit mindestens zwei Schallquellen ein räumlicher Klangeindruck erzeugt. Stereofonie bedeutet also, dass Audioinformationen für zwei unterschiedliche Kanäle aufgenommen wurden und entsprechend über zwei Schallquellen abgespielt werden – ein Lautsprecher links und einer rechts. Pragmatiker könnten einwenden: Wozu der Aufwand? Würde nicht ein Lautsprecher, also Mono-Sound, ausreichen? Schließlich gibt es auch in natürlichen Hörsituationen nur eine Schallquelle für ein Schallereignis: eine Gitarre, eine Sängerin, ein Schlagzeug. Die Erklärung der Vorteile von Stereo-Sound führt uns zur sogenannten Psychoakustik.

Das Auftauchen des Stereophantoms

Wenn eine Stereoanlage richtig eingestellt ist, erkennt unser Gehör nicht, dass wir zwei Schallquellen hören. Wir nehmen beispielsweise die Gitarre so war, als ob der Klang nur aus einer Richtung kommt, und nicht einmal von links und einmal von rechts. Es klingt so, als ob der Schall irgendwo auf halbem Weg zwischen den beiden Lautsprechern entsteht. Diese sind also nicht direkt als Schallquellen wahrnehmbar. In Fachkreisen spricht man von einer Phantomschallquelle: Unser Gehör verortet die Schallquelle dort, wo es eigentlich keine gibt.

Genau dieser psychoakustische Effekt tut dem Sound gut. Denn die über Stereo erzeugte Phantomschallquelle klingt deutlich räumlicher und natürlicher als Mono-Sound. Die aufgenommene Stimme einer Person könnte man mit einem Monolautsprecher noch authentisch wiedergeben. Bei einem Orchester oder einer Band funktioniert das aber nicht mehr. Schließlich bilden diese auch in natura einen großen Klangkörper auf der Bühne. Über Mono-Sound lässt sich dieser nicht annähernd so authentisch wiedergeben. Erst Stereo-Sound und die damit einhergehenden psychoakustischen Effekte erzeugen für unser Gehör eine Klangbühne.

Wie klingt Stereo über Kopfhörer?

Das hängt davon ab, wie die Aufnahme abgemischt ist. Über Kopfhörer (die immer Zwei-Kanal-Ton wiedergeben) lassen sich Stereo-Effekte leichter und klarer wahrnehmen. So sind einzelne Instrumente in manchen Stücken unterschiedlich auf die beiden Kanäle verteilt oder Klänge „wandern“ von einer Seite zur andern. Sind beide Kanäle identisch oder sendet die Quelle ein Mono-Signal, erscheint der Klang stets mittig.

Hinweis zu Mehrkanal-Sound: Stereo ist das einfachste Setup für Mehrkanal-Sound. Für Surround-Sound im Heimkino ist ein 5.1-Setup mit entsprechend codierten Kanälen der Standard. 3D-Sound wird in Formaten wie Dolby Atmos über Höhenlautsprecher umgesetzt. Es kann sich dann um ein 5.1.2- oder sogar 7.1.2-Setup handeln.

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Die Anfänge der Stereofonie und der Stereo-Sound heute

Die technischen Grundlagen für die Aufzeichnung und Wiedergabe von zwei separaten Audiokanälen wurden in den 1930er-Jahren gelegt. Damals entwickelte der Erfinder Alan Blumlein ein Prägeverfahren für Vinylrillen, das auch heute noch zum Einsatz kommt. Die ersten marktreifen Stereo-Schallplatten wurden in den 1950ern gepresst. Das war die entscheidende Voraussetzung dafür, dass ab den 1960er-Jahren der Zwei-Kanal-Ton mehr und mehr Verbreitung fand und die Stereoanlage geboren wurde.

Die Vorläufer unserer modernen und platzsparenden Stereoanlagen waren die großen Musiktruhen der 1950er-Jahre. In einem Möbelstück wurden Radio, Plattenspieler und manchmal auch Fernseher miteinander kombiniert. Der Ton fand seinen Weg monofon an unser Ohr. In den letzten Jahren der 1950er waren erste Geräte erhältlich, die zweikanaligen Ton abspielten. Sie entwickelten sich gleichzeitig mit Stereo-Schallplatten. Radiosender konnte man etwas später, ab 1963, stereofon empfangen.

Stereoanlagen, die aus mehreren Komponenten bestehen, entwickelten sich in den frühen 1960er-Jahren. Die Lautsprecher waren nun separat im eigenen Gehäuse untergebracht und konnten unabhängig vom Rest der Anlage aufgestellt werden. Optisch unterschieden sie sich jedoch noch etwas von der heute typischen Anlage. In den späten 1960ern und frühen 1970ern waren Anlagen beliebt, die von oben bedient wurden und häufig mit einer Acrylhaube abgedeckt waren.

Runde Stereoanlage Vision 2000 von 1971 mit Abdeckhaube aus Acryl und Standfuß
Ein besonders ausgefallenes Modell ist der „Vision 2000“ von Designer Thilo Oerke und dem Hersteller Rosita Tonmöbel aus dem Jahr 1971.

Generell waren Stereoanlagen bis in die 1980er-Jahre hinein sehr groß und oft ein prominentes Einrichtungsstück. Da sie einiges kosteten, fungierten sie durchaus auch als eine Art Statussymbol für Musikliebhaber. Ab den 1980ern nahmen Stereoanlagen neue Formen an: Der HiFi-Turm entstand, der bis in die 1990er-Jahre hinein sehr beliebt war. Alle Komponenten einer Stereoanlage – Plattenspieler, Verstärker, Radio, Kassettendeck und CD-Spieler – konnten übereinander gestapelt und somit auch flexibel kombiniert werden.

Bei allen Innovationen in der Audiotechnik der vergangenen Jahrzehnte ist Stereo als Wiedergabeverfahren eine Konstante geblieben. So ist der Zweikanal-Sound trotz Digitalisierung nach wie vor verbreitet, zum Beispiel in Radio und Fernsehen. Auch bei Soundbars wird in der Regel nicht vom Stereoprinzip abgewichen: In den Klangriegeln wird grundsätzlich über zwei Kanäle eine Klangbühne erzeugt. Die Schallwandler im Inneren sind entsprechend angeordnet und aufeinander abgestimmt. Beim Ansehen von Blu-rays lauschen wir mittlerweile jedoch einem 5.1-Sound – sofern die entsprechende Anlage vorhanden ist. Und auch Streaming-Plattformen wie Netflix senden immer hochwertigeren Ton.

Lesetipp: Du kannst dich nicht zwischen einer Soundbar und einem 5.1-System entscheiden? In unserem Ratgeber erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile beider Systeme.

Stereo-Sound in der Praxis

Stereo Setup
Das Schema zur Aufstellung des Stereodreiecks

Damit Stereolautsprecher die beschriebene Klangqualität erreichen, musst du bestimmte Aspekte bei ihrer Aufstellung berücksichtigen. Der Stereo-Sound entfaltet sich nur dann ideal, wenn die Lautsprecher gleich weit vom Hörbereich entfernt stehen und mit einen Winkel von 60° auf ihn ausgerichtet sind – man spricht bei dieser Aufstellung vom sogenannten Stereodreieck. In unserem Ratgeber gibt es ausführliche Aufstellungstipps zum Stereodreieck und zum sogenannten Sweet Spot.

Die Komponenten einer Stereoanlage

Eine Stereoanlage zeichnet sich vor allem durch zwei Tonkanäle aus, jedoch auch dadurch, dass die einzelnen Komponenten getrennt voneinander aufgestellt werden. Grundsätzlich besteht eine Anlage aus mindestens einer Tonquelle, einem Verstärker und zwei Lautsprechern. Damit deckt eine Kompaktanlage alle Stationen der Tonwiedergabe ab: von der Entstehung bis zum Abspielen.

Die Quelle des Tons

Ob Schallplatte, Kassette, CD, Musik-Streaming oder Radio: Deine Anlage kann deine liebste Musik abspielen. Je nachdem, ob du ein Vinyl-Liebhaber bist, ständig das Radio laufen hast oder deine riesige CD-Sammlung rauf und runter hörst, sollte deine Stereoanlage die entsprechenden Quellkomponenten aufweisen.

Der Verstärker

Der Verstärker hat innerhalb der Anlage die Aufgabe, das Signal von der Tonquelle weiterzuleiten, und zwar an die Lautsprecherboxen und eventuell an den Subwoofer. Getreu seinem Namen verstärkt er dabei das Tonsignal. Receiver können ebenfalls die Vermittleraufgabe in der Stereoanlage übernehmen: Sie sind eine Kombination aus Verstärker und Tuner.

Die Lautsprecher

Die Lautsprecher sorgen dafür, dass du auch was auf die Ohren bekommst. Mindestens zwei sollten es in einer Anlage sein – für jeden Kanal einer. Bei Lautsprechern unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Vertretern. Die klassischen passiven Lautsprecher musst du an einen Verstärker anschließen, damit sie das Signal vom Quellgerät verstehen können. Ein Aktiv-Lautsprecher hat bereits einen eingebauten Verstärker und kann beispielsweise direkt mit dem Fernseher verbunden werden.

Bluetooth und DAB: Moderne Komponenten einer Stereoanlage

Der Wandel von analog zu digital ist bei der Stereoanlage schon lange vollzogen. Längst hörst du Musik nicht mehr nur von der CD, sondern suchst sie dir passend zur Stimmung online aus. Musik-Streaming ist für moderne Kompaktanlagen kein Problem. Sie verfügen über Bluetooth, über das du blitzschnell und kabellos Musik von deinem Smartphone abspielen kannst. Bluetooth kann jedoch noch eine weitere Funktion haben: Mittlerweile gibt es kabellose Anlagen, die entweder vollständig über Bluetooth kommunizieren oder beispielsweise einzelne Komponenten wie einen Subwoofer über Funk mit dem Rest der Anlage verbinden.

Noch eine technische Errungenschaft auf dem Stereoanlagen-Markt: DAB und der Nachfolger DAB+. Verfügt deine Anlage über diesen Übertragungsstandard, kannst du Digitalradio empfangen: Antenne ade. Eine Stereoanlage mit DAB+ liefert nicht nur eine verbesserte Tonqualität, sondern ermöglicht die Übertragung weiterer Zusatzinformationen, neben der reinen Tonspur.

Die alte Stereoanlage pimpen

Wenn du mit deiner liebgewonnen Anlage in den Genuss neuer Technologien kommen möchtest, gibt es ein paar Möglichkeiten, bestimmte Funktionen zu upgraden:

  • Verpass deiner alten Stereoanlage Bluetooth – über einen Bluetooth-Adapter. Einfach Adapter an die Anlage stecken, und schon kann sie Musik von deinem Smartphone empfangen.
  • WLAN-Streaming im ganzen Haus ist etwas, das auch mit alten Anlagen möglich ist. Der Teufel Streamer beispielsweise erlaubt dir, deine Stereoanlagen in das Streaming-Netzwerk zu Hause zu integrieren.
  • Genug Stereo – Lust aufs nächste Level? Mit den Teufel Ausbau-Sets kannst du einige alte Stereoanlagen erweitern und dir so 5.1-Heimkino-Sound zulegen.

Teufel Lautsprecher: Stereo aus Leidenschaft

Frau am Schreibtisch mit Handy in der Hand. Auf dem Tisch stehen ein Desktop und zwei Stereolautsprecher.
Stereanlagen wie die Stereo M 2 lassen sich per Bluetooth steuern und dank AirPlay 2 sogar in ein Multiroom-System integrieren.

▶ Unsere neuen STEREO M2 sind klassische Stereolautsprecher mit modernster Technik. So kannst du die WLAN-Lautsprecher in dein Mulitroom-System integrieren, denn sie verfügen über AirPlay 2 und Chromecast-build-in. Über die Teufel HOME App kannst du deine Lautsprecher bequem einrichten, TuneIn-Radiosender und Podcasts auswählen und vieles mehr.

Ultima 40: Diese Standlautsprecher stehen für beste Stereo-Tradition. Die Ultima 40 sind seit Jahren unsere beliebtesten Standlautsprecher. Genieße Musik und Filmsound in hoher Qualität. Bei Bedarf kannst du das Stereo-Set auch zu einer Heimkinoanlage erweitern. Die Ultima hört und sieht man mehr als nur gerne.

▶ Weitere Stereoanlagen findest du im Teufel Shop.

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Das Wichtigste zu Stereofonie zusammengefasst

  • Unter Stereofonie versteht man die Audiowiedergabe über zwei Kanäle bzw. Lautsprecher.
  • Durch psychoakustische Effekte ermöglicht Stereo-Sound ein räumlicheres und natürlicheres Klangbild als Mono-Sound.
  • Schon in den 1930er-Jahren wurde für Vinyl ein Verfahren zur Audiowiedergabe in Stereo entwickelt.
  • Mit Stereoanlagen kannst du Sound auf zwei Kanälen genießen – abgespielt von separat aufgestellten Lautsprechern.
  • Die ersten Stereoanlagen wurden ab den späten 50er-Jahren produziert.
  • Noch heute empfangen wir TV- und Radio-Sound in Stereo. Auch für Musikgenuss ist der Standard immer noch ideal. Lediglich im Heimkino vertreiben 5.1- und 7.1-Sound langsam die zwei Kanäle.
  • Auch bei digitalen Daten, im Radio und für TV liegen die Audioinformationen in der Regel in Stereo vor.

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Teufel Blog Redaktion

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