Stereofonie

Stereofonie – aller guten Dinge sind zwei

Im Audiobereich hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Eines ist geblieben: Wir hören Audioaufnahmen meist in Stereo. Das gilt für Radio, Fernsehen und allgemein für Musik – unabhängig davon, auf welchem Datenträger sie gespeichert ist.

Warum überhaupt Stereofonie?

Auf Wikipedia ist zu lesen, dass mit Stereofonie Techniken zur Aufnahme und Wiedergabe von Tonsignalen bezeichnet werden, die mit Hilfe von zwei oder mehr Schallquellen einen räumlichen Schalleindruck beim natürlichen Hören erzeugen.

Stereofonie bedeutet also, dass Audioinformationen für zwei unterschiedliche Kanäle aufgenommen wurden und entsprechend über zwei Schallquellen abgespielt werden – ein Lautsprecher links und einer rechts. Pragmatiker könnten einwenden: Wozu der Aufwand? Würde nicht ein Lautsprecher, also Mono-Sound, ausreichen? Schließlich gibt es auch in natürlichen Hörsituationen nur eine Schallquelle für ein Schallereignis: eine Gitarre, eine Sängerin, ein Schlagzeug. Die Erklärung der Vorteile von Stereo-Sound führt uns zur sogenannten Psychoakustik.

Das Auftauchen des Stereophantoms

Wenn eine Stereoanlage richtig eingestellt ist, erkennt unser Gehör nicht, dass wir zwei Schallquellen hören. Wir nehmen beispielsweise die Gitarre so war, als ob der Klang nur aus einer Richtung kommt, und nicht einmal von links und einmal von rechts. Es klingt so, als ob der Schall irgendwo auf halbem Weg zwischen den beiden Lautsprechern entsteht. Diese sind also nicht direkt als Schallquellen wahrnehmbar. In Fachkreisen spricht man von einer Phantomschallquelle: Unser Gehör verortet die Schallquelle dort, wo es eigentlich keine gibt.

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Genau dieser psychoakustische Effekt tut dem Sound gut. Denn die über Stereo erzeugte Phantomschallquelle klingt deutlich räumlicher und natürlicher als Mono-Sound. Die aufgenommene Stimme einer Person könnte man mit einem Monolautsprecher noch authentisch wiedergeben. Bei einem Orchester oder einer Band funktioniert das aber nicht mehr. Schließlich bilden diese auch in natura einen großen Klangkörper auf der Bühne. Über Mono-Sound lässt sich dieser nicht annähernd so authentisch wiedergeben. Erst Stereo-Sound und die damit einhergehenden psychoakustischen Effekte erzeugen für unser Gehör eine Klangbühne.

Hinweis zu Mehrkanal-Sound: Stereo ist das einfachste Set-up für Mehrkanal-Sound. Für Surround-Sound im Heimkino ist ein 5.1-Set-up mit entsprechend codierten Kanälen der Standard. 3D-Sound wird in Formaten wie Dolby Atmos über Höhenlautsprecher umgesetzt. Es kann sich dann um ein 5.1.2-Set-up handeln.

Die Anfänge der Stereofonie und Stereosound heute

Die technischen Grundlagen für die Aufzeichnung und Wiedergabe von zwei separaten Audiokanälen wurden in den 1930er-Jahren gelegt. Damals hatte der Erfinder Alan Blumlein ein Prägeverfahren für Vinylrillen entwickelt, das auch heute noch zum Einsatz kommt. Die ersten marktreifen Stereo-Schallplatten wurden in den 1950ern gepresst. Das war die entscheidende Voraussetzung dafür, dass ab den 1960er-Jahren der Zwei-Kanal-Ton mehr und mehr Verbreitung fand.

Bei allen Innovationen in der Audiotechnik der vergangenen Jahrzehnte ist Stereo als Wiedergabeverfahren eine Konstante geblieben. So ist der Zweikanal-Sound trotz Digitalisierung nach wie vor verbreitet, zum Beispiel in Radio und Fernsehen. Auch bei Soundbars wird in der Regel nicht vom Stereoprinzip abgewichen: In den Klangriegeln wird grundsätzlich über zwei Kanäle eine Klangbühne erzeugt. Die Schallwandler im Inneren sind entsprechend angeordnet und aufeinander abgestimmt.

Stereo in der Praxis

Stereo Setup
Das Schema zur Aufstellung des Stereodreiecks

Damit Stereolautsprecher die beschriebene Klangqualität erreichen, musst du bestimmte Aspekte bei ihrer Aufstellung berücksichtigen. Der Stereo-Sound entfaltet sich nur dann ideal, wenn die Lautsprecher gleich weit vom Hörbereich entfernt stehen und mit einen Winkel von 60° auf ihn ausgerichtet sind – man spricht bei dieser Aufstellung vom sogenannten Stereodreieck. Hier gibt es ausführliche Aufstellungstipps zum Stereodreieck und zum sogenannten Sweet Spot.

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Das Wichtigste zu Stereofonie zusammengefasst

  • Unter Stereofonie versteht man die Audiowiedergabe über zwei Kanäle bzw. Lautsprecher.
  • Durch psychoakustische Effekte ermöglicht Stereo-Sound ein räumlicheres und natürlicheres Klangbild als Mono-Sound.
  • Schon in den 1930er-Jahren wurde für Vinyl ein Verfahren zur Audiowiedergabe in Stereo entwickelt.
  • Auch bei digitalen Daten, im Radio und für TV liegen die Audioinformationen in der Regel in Stereo vor.
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Teufel Blog Redaktion

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