Subwoofer aufstellen: Tipps für die perfekte Position

Subwoofer aufstellen: Was sollte man dabei beachten? – Klar, dass wenn das neue Heimkino-Surround-System erst einmal angekommen ist, es direkt ans Installieren und Ausprobieren gehen soll. Doch einen Moment solltest du noch warten und dir genau überlegen, wie du deine neuen Lautsprecher und insbesondere den Subwoofer richtig aufstellen kannst, sodass du noch einmal mehr aus deinem Heimkinosystem rausholen kannst. Die Anleitung hilft. Weil aber doch jeder Raum individuell ist, haben wir weitere Tipps für dich, die wir in diesem Artikel zusammenfassen.

Aufstellungstipps: Von Stereo auf Surround – Mehr Boxen, mehr Varietät

Bei einer Sache sind wir uns zunächst einig: Genau, wie ein großes 5.1 Soundsystem sehr viel kräftigeren Sound als eine kleine 2-Box-Stereoanlage macht, so gibt es auch mehr Optionen, als nur zwei Boxen hinzustellen und mit der Basis zu verkabeln. Beim 7.1 Soundsystem ist noch mehr drin. Diese Lautsprecher versprechen hochkarätigen Surround-Sound, aber nur, wenn man sie auch entsprechend aufstellt. Der Sound kommt von allen Seiten. Am besten also, du machst dir einen kurzen Plan, wie du deine Musikboxen und den Subwoofer aufstellen und positionieren kannst und möchtest, bevor du mit dem Setup beginnst. Dabei kommt es auf einige Dinge an.

MONO SUBWOOFER US 2106/1 SW
Kann man einen Subwoofer wie diesen überall hinstellen?

Sound unabhängig von der Subwoofer-Position?

In Kreisen der Heimkino- und somit Subwoofer-Besitzer hat sich mittlerweile die Meinung festgesetzt, dass der Bass-Sound nicht sonderlich dadurch beeinflusst wird, wo der Subwoofer steht. Links, rechts, hinten, vorne – ist das wirklich egal? Es kann einfach sein, aber auch kompliziert: Denn eigentlich ist der Subwoofer akustisch nicht an die anderen Lautsprecher des 5.1- oder 7.1-Soundsystems gebunden und kann also tatsächlich irgendwo hingestellt werden. Andererseits wird die Position des Subwoofers in den meisten Bedienungsanleitungen an der Front mittig zwischen dem jeweils linken oder rechten Frontlautsprecher und dem Center-Lautsprecher vorgegeben. Es muss also doch etwas dran sein, ihn genau dort hinzustellen und nicht etwa hinters Sofa. So ist es auch, denn andere Stellplätze können dafür sorgen, dass der Subwoofer unangenehm dröhnt oder der Bass im Gesamtsound untergeht

Deshalb sagen wir: Habt ihr die Möglichkeit, die vorgegebene Position zwischen Center und Front-Rechts/Links einzuhalten, dann macht es! Müssen andere Positionen her, solltet ihr nicht einfach probieren, sondern einige Positionen schon einmal gezielt ausschließen und weitere Tipps zur Hilfe nehmen, zu denen wir jetzt kommen.

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Diese Orte eignen sich gar nicht für Subwoofer

Weil Subwoofer gewiss auch mal echte Kästen sein können, kommen viele auf die Idee, sie möglichst platzsparend in einer Ecke des Raums oder möglichst nah an der Wand zu platzieren. Das sind keine guten Ideen und warum, das erklären wir:

Das menschliche Ohr ist nicht in der Lage, die Herkunft des Bass-Sounds genau zu orten. Daher kommt auch der Fakt, den wir oben genannt haben. Theoretisch kannst du an egal welcher Stelle den Subwoofer aufstellen und er wird den Raum mit seinen Bassfrequenzen ausfüllen. Man muss aber die Raumakustik und auch andere Boxen beachten. Aus diesem Grund sind Raumecken und direkte Wandlagen keine gute Idee. Hier treffen die Schallwellen des Subwoofers, die kugelförmig abgegeben werden, auf zu nahes Hindernis und werden unverzüglich reflektiert. Steht der Subwoofer direkt in einer Ecke, werden die Schallwellen von zwei Wänden sofort reflektiert, bei einer Wand direkt hinter dem Subwoofer tritt der gleiche Effekt vermindert auf. Wie die Gegebenheiten dann akustisch wahrgenommen werden, bestimmt das Gesetz der Raummoden.

Abhängig von den stationären Eigenschaften der Soundquelle, des eigenen Standpunktes und den Raumgegebenheiten bezüglich Schallwellen, beschreiben diese die Wahrnehmung von Höreindrücken. Kurz gesagt, können Raummoden dafür sorgen, dass der Bass entweder perfekt ist, oder aber extrem dröhnt oder auch gar nicht zu hören ist, weil sich Schallwellen durch ungünstige Zusammenhänge gegenseitig auslöschen. Aus dieser Theorie heraus stammt nun auch die Empfehlung der Bedienungsanleitungen, die eine Position nicht nur mittig zwischen zwei Lautsprechern, sondern auch auf etwa einem Viertel bis Fünftel des Raumes vorsehen. Das kommt hin, wenn das gesamte System mittig ausgelegt wird. Die ausgesandten Schallwellen treffen bei dieser Positionierung zu so unterschiedlichen Zeitpunkten auf die Wände, dass die Reflektion kaum Nachteile für den Hörgenuss hat. Was die Aufstellung der anderen Lautsprecherboxen angeht, kannst du in diesem Ratgeber mehr finden.

Teufel Cinebar 52 Soundbar
Auch ein Soundbar-Klangbild ist das Zusammenspiel zwischen Bar und Subwoofer.

Subwoofer aufstellen bedeutet Detailarbeit

Wer sich damit noch nicht zufrieden gibt, kann sich beim Subwoofer-Aufstellen in noch mehr Details und Tests begeben, um die wirklich perfekte Subwoofer-Position zu finden. Wie bereits angedeutet, geben die meisten Wohnzimmer wohl keine allzu großen Möglichkeiten her, den Subwoofer besonders individuell aufzustellen. Jedoch eignen sich folgende Herangehensweisen, um doch noch etwas Höreffekt herauszuholen:

  • Kriechmethode: Ausgangspunkt ist, dass der Subwoofer genau dort aufgestellt ist, wo man später sitzt und hört – Lasse dann etwas laufen, wo durchgängig gut Bass zu hören ist. Während das läuft, kriechst du im Raum herum und suchst nach der Stelle, wo der Bass am besten klingt. Dort wird der Subwoofer dann aufgestellt und im Umkehrschluss ist an der Sitzposition der perfekte Sound. Das funktioniert meistens, aber nicht immer.
  • Verschiedene Stellen: Kurz gesagt geht es hierbei darum, den Subwoofer einfach an mehreren Stellen aufzustellen, wo er dauerhaft stehen könnte. Wo der Sub am besten klingt, lässt du ihn stehen. Es ist nur wichtig, dass bei jeder Position exakt die gleiche Songpassage etc. läuft.
  • Zwei Subwoofer: Tatsächlich kannst du auch zwei Subwoofer aufstellen, um die Bass-Schallwellen besser zu kontrollieren. Der Sinn dahinter ist nicht, dass mehr Bass läuft, sondern dass der Bass sich besser mit Raummoden arrangiert (zumindest in der Theorie).

Ein letzter Tipp außerdem: Habt ihr Nachbarn, tut denen einen Gefallen und legt zwischen den Subwoofer und den Boden Styropor oder Dämm-Material, damit sie nicht den vollen, durchdringenden Bass-Druck abbekommen, der vom Boden gerne übertragen wird.

An anderer Stelle haben wir weitere spannende Fakten und Tipps rund um Subwoofer zusammengefasst.

 

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Teufel Blog Redaktion

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