Chromecast built-in Sound-Streams

Chromecast built-in – Neue Wege für Sound-Streams

Mit einem Smartphone oder Tablet trägt heutzutage fast jeder auch ein schier unerschöpfliches Musikarchiv in der Hosentasche. Die lokal oder in der Cloud gespeicherten Soundfiles lassen sich über verschiedene Streaming-Verfahren auch über externe Lautsprecher abspielen. Google’s Chromecast-Technologie ist eine besonders einfache Methode, um die Musik zu streamen. Der Technologie-Riese aus Kalifornien hat sie im Web-Browser Chrome, in zahlreichen Apps und in die Chromecast-Adapter eingebaut. Außerdem kann der Standard auch direkt in Lautsprecher integriert (Chromecast built-in) werden. Wir erläutern, wie die Technologie genau arbeitet und wie sie sich umsetzen lässt.

Wie Chromecast funktioniert

Chromecast nutzt das Heimnetzwerk, um Bild-, Video- und Sounddaten von einem Sender zu einem Empfänger zu übertragen. Als Sender fungieren Endgeräte wie Smartphone, Tablets und PCs. Empfänger können je nach Anwendungsbereich Fernseher oder auch Lautsprecher sein. Voraussetzung ist immer, dass Empfänger und Sender ins selbe Heimnetz eingebunden sind und Google Cast als Streaming-Standard unterstützen. Chromecast ist auf den Stream von Sound-Dateien abgestimmt und kann entweder separat oder als Teil der allgemeinen Streaming-Architektur eingesetzt werden. Wie sieht nun die Integration von Chromecast als Chromecast built-in aus?

Die Streaming-Technologie in der Praxis

Der Standard lässt sich extern nachrüsten oder als Firmware in einen WLAN-Lautsprecher integrieren. Zunächst fand die Streaming-Architektur vor allem über Chromecast Verbreitung. Mit Chromecast Audio hat Google zudem einen Streaming-Adapter eigens für Soundstreams auf den Markt gebracht. Der TV-Adapter Chromecast wird über HDMI angeschlossen, Chromecast Audio dagegen über 3,5-mm-Klinke oder optisches TOSLINK-Kabel.

Darüber hinaus lässt sich Chromecast als Firmware in WLAN-Lautsprecher integrieren. Diese dann „eingebaute“ Möglichkeit wird zutreffend als Chromecast built-in bezeichnet. Mit einem ins Heimnetzwerk eingebundenen Endgerät lassen sich Lautsprecher so direkt ansteuern – ohne externen Adapter. Die Anwendung erinnert dabei an eine Bluetooth-Verbindung, wenngleich ganz unterschiedliche Funkstandards verwendet werden. In der Praxis entfällt das bluetooth-typische Pairing; das WLAN-basierte Streaming erreicht zudem eine größere Reichweite. Sie können sich mit dem Zuspieler frei im Haus bewegen, solange eine Verbindung zum Heimnetzwerk besteht. Während des Streams benötigt Chromecast nur wenig Energie. Der Smartphone-Akku wird also nicht übermäßig beansprucht.

 

Der Stream wird über die jeweilige Wiedergabesoftware gestartet. Dafür muss nur das Chromecast-Aktionssymbol angetippt werden. Neben dem Browser Chrome unterstützen etliche Apps wie YouTube, Spotify, TIDAL oder das Internetradio TuneIn Chromecast

Diese Formate streamt Chromecast

Googles Streaming-Architektur unterstützt eine Reihe von Audioformaten. Dazu gehören die verlustbehafteten komprimierten Formate AAC, MP3 und WAV sowie das verlustfreie FLAC-Format. Die Surround-Sound-Standards Dolby Digital und Dolby Digital Plus werden von Google Cast zu einem A/V-Receiver weitergeleitet (Audio passtrough). Dieser dekodiert die Formate für die Wiedergabe. Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den von Chromecast unterstützten Video-, Bild- und Audioformaten..

Chromecast mit Raumfeld

➥ Ab sofort unterstützen Teufel Raumfeld Lautsprecher die Streaming-Technologie Chromecast. Dazu gehören unter anderem das Raumfeld Sounddeck und die Regallautsprecher Stereo M. Das bedeutet für Sie: keine zusätzliche Hardware, keine Kabel, reines Streaming-Vergnügen. Neben den Raumfeld WLAN-Lautsprechern wird auch der Netzwerkplayer Raumfeld-Connector Chromecast unterstützen.

Fazit: Chromecast built-in

  • Chromecast ist eine Streaming-Architektur für Audiodaten im lokalen Netzwerk.
  • Als Sender können Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Laptops und Desktop-PCs dienen.
  • Empfangsgeräte sind vor allem WLAN-Lautsprecher und Netzwerkplayer.
  • Die Streaming-Technologie kann entweder direkt als Firmware in die Empfänger integriert (Chromecast built-in) oder als externer Adapter hinzugefügt werden.
  • Chromecast unterstützt unter anderem die Audioformate AAC, MP3, WAV und FLAC.
  • Als Surround-Formate können Dolby Digital und Dolby Digital+ durchgeschleift werden.
Chromecast built-in – Neue Wege für Sound-Streams
4.83 (96.67%) 6 votes

  1. Tim Lund
    23. Feb. 2017, 11:33

    Ergänzend ist Chromecast nicht nur eine Sender-Empfänger-Technologie zwischen Smartphone und WLAN-Lautsprecher, sondern bei Streaming-Diensten fungiert das Smartphone eher wie eine Fernbedienung: Per Smartphone wird der Stream gestartet, den sich der WLAN-Lautsprecher dann über Chromecast built-in direkt aus dem WAN ohne den Umweg Smartphone holt. Auch wenn man sein Smartphone dann ausschaltet, man mit Smartphone aus dem Haus geht oder zwischendurch telefoniert, läuft die Musik trotzdem weiter.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      24. Feb. 2017, 15:57

      Hallo tim, vollkommen richtig ergänzt, Danke.

  2. Huehn, Bernhard
    02. Feb. 2017, 21:04

    Hallo, habe die alten Raumfeld M. Kann man mit dem externen google cast audio auf den connector 2 streamen. Ist dies auch in den
    aux in am Verstärker möglich?

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      03. Feb. 2017, 12:22

      Hallo Bernhard, Du kannst einen externen Chromecast/Google Cast Dongle an den AUX des Stereo M anschließen und somit auf Stereo M streamen. Über die Google Home App kannst Du dann Stereo M(bzw. den Dongle) und Connector 2 gleichzeitig ansteuern. Auch über einben AUX eines Verstärkers sollte der Dongle funktionieren.

      Grüße aus Berlin

  3. Hans
    08. Jan. 2017, 16:51

    Hallo,

    ich habe auch noch Boxen mit externer WLAN Antenne, die jetzt leider kein Chromecast bekommen sollen. Bitte alle Möglichkeiten prüfen, ob das nicht doch geht. Lieber ein paar andere Dienste runterschmeißen und dafür Chromecast ermöglichen. Chromecast entwickelt sich ja gerade zum de-facto Standard bzw. kleinsten gemeinsamen Nenner, der von allen Diensten unterstützt wird. Da wäre es sehr ärgerlich, wenn genau das von Raumfeld Geräten nicht unterstützt wird.

    Danke!

    • Teufel Blog Redaktion

      Tom im TeufelBlog
      09. Jan. 2017, 11:07

      Hallo Hans, danke für deine Zeilen. Zu einer möglichen Chromecast Unterstützung für ältere Geräte wollen wir dir mitteilen, dass wir haben lange dafür gekämpft haben, dass die 1. Gen kompatibel bleibt – so auch für Spotify. Wir supporten als einer der wenigen Hersteller überhaupt auch Geräte, welche nicht mehr im Shop sind. Nun haben wir allerdings mit Chromecast das Maximum erreicht. Der aktuelle TechnikStand verlangt schlicht größere Rechenleistungen. Das ist natürlich bedauerlich. Es gibt als workariund die Möglichkeit, einen Chromecast Dongle(aus dem Fachhandel) über den Line In ihres Gerätes anzuschließen.

  4. Georgios Papazoglou
    03. Jan. 2017, 15:24

    Hallo,
    leider funktioniert Chromecast nicht bei Lautsprechern die noch eine Antenne haben (z.B. bei den Stereo S). Frage: gibt es einen bestimmten Grund, und wird sich dies ändern?
    Leider kann ich Deezer bislang nur über Chromecast nutzen, aber dann nicht mit den Stereo S.
    Außer ihr bringt Deezer analog Spotify als Musikdienst direkt unter.
    Grüße
    Gio

    • Teufel Blog Redaktion

      Tom im TeufelBlog
      05. Jan. 2017, 13:52

      Hallo Georgios, aufgrund von Prozessor-Ressourcenproblemen ist die erste Generation der Raumfeldgeräte nicht mehr kompatibel mit Chromecast. Die technische Entwicklung ist gerade in diesem Sektor so rasant, dass leider eine Abwärtskompatibilität nicht mehr möglich ist. Es gibt noch die Alternative, dass Du einen Chromecast Dongle (aus dem Fachhandel) per Line In am Stereo S anschließt.

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