Musik-Streaming – wie Streamingdienste funktionieren

Musik-Streaming ist auf dem Vormarsch. Die Vorteile der Musik aus der Cloud liegen auf der Hand: ortsunabhängiger Zugang, riesige Auswahl auf verschiedenen Geräten und kein Platzaufwand. In diesem Artikel beschäftigen wir uns eingehend mit dem Thema Musik-Streaming und beleuchten auch mögliche Nachteile.

Das Konzept hinter Musik-Streaming

Musik-Streaming kann man sich wie den Zugriff auf eine schier unerschöpfliche digitale Bibliothek vorstellen. Streaming-Dienste halten für ihre Kunden Musik auf Servern verfügbar, aber auch Hörbücher und Podcasts. Spotify und Co. bieten dabei eine so große und vielfältige Auswahl, dass jeder Musikgeschmack bedient wird. Für die Weitergabe der Audioinhalte bezahlen die Streaming-Anbieter Lizenzgebühren an Plattenfirmen.

Auf der anderen Seite nehmen die Dienste Geld über Werbung und Abo-Gebühren ein. Der geringe Preis für die Nutzer (manche Angebote sind sogar kostenlos) ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Musik-Streaming. Die Gebühr für die jeweilige Bezahlversion liegt in der Regel bei 10 Euro, das ist im Vergleich zu den rund 15 Euro für ein einziges Album als CD im Jewelcase oder 25 Euro für Vinyl natürlich unschlagbar günstig. Im Gegensatz zu den Songs auf physischen Datenträgern oder Downloads ist gestreamte Musik allerdings nur geliehen. Du hast nur innerhalb der Apps Zugriff und nur so lange, wie du einen Account beim Anbieter besitzt.
Infografik: Amazon Music in Deutschland vor Spotify | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

In diesem Beitrag diskutieren wir, wie und wo du heute noch Musik kaufen kannst.

Kostenlose vs. kostenpflichtige Streaming-Dienste

Kostenloses Musik-Streaming bieten u. a. Marktführer Spotify und der Konkurrent Deezer im Basis-Modell. Wer sich dafür entscheidet, muss Audio-Werbeeinblendungen in Kauf nehmen. Die Werbung erklingt im Durchschnitt nach jedem dritten Song.

Die Werbespots verstummen aber, wenn du dich für ein Premium-Konto entscheidest. Dieses bietet außerdem zusätzliche Funktionen. Bei Spotify beispielsweise die Möglichkeit, ausgewählte Musik auch offline zu hören – für Vielhörer fast unverzichtbar, da Audio-Streaming das mobile Datenvolumen belastet. Ein weiteres Premium-Feature ist die einstellbare Streaming-Qualität.

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Musik-Streaming aus Sicht der Künstler

Die Seite der Nutzer hätten wir beleuchtet, wie sieht es aber für Musiker und die Musikindustrie aus? Eine wesentliche Frage ist dabei: Wie werden Künstler für ihre Arbeit entlohnt?

Für die Vergütung gilt: Was häufiger geklickt wird, bringt mehr Geld. Wie viel ein einzelner Stream eines seiner Lieder dem Künstler einbringt, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen, da offizielle Zahlen fehlen. Bei Spotify sollen es im Schnitt pro Stream 0,0044 US-Dollar (0,5 Euro-Cent) sein. Um auf 100 Dollar zu kommen, sind also etwa 23.000 Streams notwendig. Eine Studie für den französischen Markt hat außerdem ermittelt, dass von den 10 Euro Abo-Gebühr gut 2 Euro bei den Künstlern landen. Bei anderen Anbietern für Musik-Streaming bewegt sich die Bezahlung in ähnlichen Dimensionen – darunter Amazon, Deezer und Google. Apple Music und vor allem Tidal sollen dagegen deutlich höhere Prämien pro Stream ausschütten.

So ist es nur verständlich, dass Künstler das Geschäftsmodell von Streaming-Anbietern häufig kritisieren. Allerdings sollte man bei der Bewertung berücksichtigen, dass die Plattenfirmen auch ein Wörtchen mitreden. Sie sind die Rechteinhaber, schließen Lizenzverträge mit den Diensten und bekommen häufig einen erheblichen Teil der Einnahmen ab.

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Vorteile und Nachteile von Musik-Streaming im Überblick

Abschließend ist zu sagen, dass das Musik-Streaming bis auf wenige Nachteile eigentlich nur Vorteile mit sich bringt. Zunächst die Vorteile:

  • ortsunabhängige Verfügbarkeit und riesige Auswahl
  • verschiedene Musik-Streaming-Dienste zur Auswahl
  • niedriger Abo-Preis weitaus günstiger als Kauf von CDs oder Downloads
  • tolle Funktionalität mit Playlists, Offline-Modus und personalisierten Musikvorschlägen
  • einfache Integration ins heimische Entertainment-System – Stichwort „Multiroom “)

Die Nachteile von Musik-Streaming:

  • Abhängigkeit vom Anbieter und einer (schnellen) Internetverbindung
  • verlustfreie Dateiformate nur eingeschränkt verfügbar
  • ausgesprochen niedrige Vergütung für viele Künstler
Musik-Streaming – wie Streamingdienste funktionieren
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Teufel Blog Redaktion

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