Mittendrin statt nur davor: Surround-Sound muss sein

Surround-Klang muss sein, da sind sich Heimkino-Enthusiasten einig. Denn zum gestochen scharfen Bild gehört ein mindestens genauso detailreicher Sound aus möglichst vielen Richtungen. Man stelle sich den neuesten Action-Streifen ohne Kanonenhagel und aufheulende Motoren oder den Lieblings-Horrorfilm ohne angsteinflößendes Flüstern aus dem Dunkeln vor. Das wäre schlichtweg langweilig und das Filmerlebnis zu Hause würde nur halb so viel Spaß machen. Denn als Zuschauer möchte man ja mitfiebern, mitfühlen, eben einfach „mittendrin“ sein.

Emotionen werden dabei nicht nur über die visuelle, sondern insbesondere auch die auditive Ebene vermittelt. Dass Stereo-Sound hier nicht ganz ausreicht liegt auf der Hand. „Surround“ ist das Zauberwort. Doch bedarf es für mitreißenden Filmgenuss unbedingt eines großen Lautsprecher-Systems mit diskreten Rück- oder sogar Decken-Lautsprechern? Kompakte Soundbars versprechen heutzutage gut simulierten Raumklang und ein täuschend echtes Mittendrin-Gefühl. Bleibt die Frage, ob man sich mit dieser Täuschung zufrieden geben möchte.

Soundbars und die Simulation von Surround-Lautsprechern

Teufel Cinebar Trios
Teufel Cinebar Trios

Sie sind kompakt und binnen weniger Sekunden einsatzbereit: Soundbars. Stromzufuhr und eine Verkabelung mit dem Fernseher genügen bereits, um den dünnen Klang des flachen Fernsehers in pegelstarkes Bassgewitter zu verwandeln. Rundumgeräusche erzeugt ein Soundbarlediglich als Simulation, die Surround-Effekte bleiben „virtuell“.

Nüchtern betrachtet wird uns also ein Boxen-Arrangement „vorgegaukelt“, während alle Tonsignale aus einer einzigen Quelle unmittelbar vor uns kommen, in deren Innern schlaue Technik entsprechende Signale aufpoliert.  In der Praxis funktioniert das bereits überraschend gut. Der Sound scheint tatsächlich weit über die Maße der Bars hinauszugehen und man kann durchaus von Raumklang sprechen. Wer jedoch Effekte neben oder gar hinter der Sitzposition erwartet, sollte sich keine falschen Hoffnungen machen. Diskrete Rück-Lautsprecher kann eine Soundbar nicht ersetzen.

Das Upgrade: Wireless Surround-Lautsprecher

Teufel Cinesystem Trios
Teufel Cinesystem Trios

Die goldene Mitte zwischen Soundbar-Lösung und Surround-Setup bieten 5.1-Kompaktsysteme mit Wireless Rück-Lautsprechern, wie beispielsweise das neue Teufel Cinesystem Trios.  So gesellen sich zu Bar und (optionalem) Wireless Subwoofer noch zwei weitere Lautsprecher-Boxen für links und rechts hinten hinzu.

Auf diese Weise bleibt die Verkabelung erspart und echte Surround-Klänge werden Realität. Die einzelnen Komponenten treten einfach über Funk miteinander in Kontakt. Jetzt saust das Rennauto tatsächlich um uns herum, ganz ohne zusätzlich erforderliches Vorstellungsvermögen oder räumliche Täuschungen.

Der Klassiker: die 5.1 oder 7.1 – Surround-Anlage

Teufel Theater 500
Teufel Theater 500

Das klassische 5.1-Set umfasst ein Frontlautsprecher-Paar und das entsprechende Pendant für den hinteren Raumabschnitt, einen Center für die meisten Dialoge sowie einen leistungsstarken Subwoofer. Jede Einheit ist sozusagen für bestimmte Aufgaben zuständig, was eine weitaus größere Bandbreite an Effekten zulässt, als die Soundbar-Solokünstler. Außerdem profitieren wir dank einzelner Komponenten von Flexibilität bei der Aufstellung und einer präziseren Ortbarkeit.

Je nach individuellem Hörempfinden lassen sich die Lautsprecher exakt auf die Sitzposition ausrichten und nachjustieren. Das Film-Erlebnis gewinnt an Natürlichkeit und Dramatik. Die Signale empfangen alle sechs Elemente von einem externen Mehrkanal AV-Receiver, der zentralen Steuereinheit im Heimkino.
Zwei zusätzliche Lautsprecher im hinteren Teil des Raums, die Back Surround-Kanäle, sorgen für ein noch intensiveres, lückenloses Surround-Erlebnis. Das kommt vor allem in großen Räumen gut zur Geltung. Auch wenn der Ton auf vielen Blu-rays in 5.1 abgemischt ist, errechnet schließlich die Verstärkerzentrale die Verteilung im Raum.

Heimkino Deluxe: das Dolby Atmos Surround-Set

Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos
Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos

Je mehr Lautsprecher, desto immersiver das Erlebnis? Grundsätzlich ja, und dabei haben sich bisher alle Möglichkeiten in einer zweidimensionalen Ebene abgespielt. Doch wir Menschen hören ja nicht nur zwei- sondern dreidimensional. Wer sich also keineswegs mit Soundeffekten von vorne, hinten und der Seite begnügen möchte, greift zur Dolby Atmos– beziehungsweise DTS:X-Heimkinolösung als 5.1.2- oder 7.1.4-Sets. Die letzte Ziffer gibt Auskunft über die Anzahl der zusätzlichen Höhenlautsprecher. Dann wandert der Klang in die Höhen und zaubert eine echt dreidimensionale Atmosphäre.

Man muss sich vorstellen, dass Regisseure und Tonmeister bestimmte Klangobjekte in eine Art Koordinaten-System mit X-, Y- und Z-Achse platziert haben und diese schließlich exakt an der dafür vorgesehen Stelle als Schallquelle zu orten sind, unabhängig von der Anzahl der einzelnen Boxen oder Beschaffenheit des Raums. Der Zuschauer kann auf diese Weise noch intensiver am Geschehen teilnehmen – in den eigenen vier Wänden. Auch Teufel spielt bereits in der Atmos-Liga mit und präsentiert mit den Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos ein 5.1.4 Heimkinosystem der Extrklasse.

Upfiring Speaker für Dolby Atmos
Upfiring Speaker für Dolby Atmos

Fazit: Das Original lässt sich schlecht ersetzen

Für ein mitreißendes Surround-Erlebnis wie im Kino kann man auf diskrete Lautsprecher im hinteren Raumabschnitt also kaum verzichten. Das menschliche Ohr nimmt eine gute Täuschung zwar hin, findet aber viel zu schnell Gefallen am Original. Steht weniger Platz oder Budget zur Verfügung, bieten Soundbars dennoch eine großartige Alternative für Jedermanns Wohnzimmer.

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