Virtual Surround Sound – die Fakten

Virtual Surround Technologien erzeugen Raumklang, auch wenn keine echte Surround-Sound-Anlage im Raum aufgestellt ist. Das klingt erst mal unglaublich, weil damit ein eigentlich unverrückbarer Grundsatz der Akustik ignoriert wird, welcher aussagt, dass man kann ein Klangereignis nur dann räumlich klar verorten kann, wenn dort auch die tatsächliche Klangquelle positioniert ist. Genau das lässt sich aber durch bestimmte akustische Kniffe aushebeln.

Man muss aber auch ehrlicherweise hinzufügen, dass es bisher keine Simulation gibt, die echte Rear-Speaker zu 100% ersetzen kann. Wer echten Kino-Sound will, sollte zu einem echten 5.1-Surround-Sound-Set mit mindestens 6 einzelnen Speakern inkl. Subwoofer greifen. Viele Rear-Speaker lassen sich kabellos mit unserer RearStation betreiben.

Die Grundlagen für virtuellen Raumklang

Man könnte meinen, zum Richtungshören gehört nicht viel dazu. Eine Person vor uns klatscht in die Hände, und wir wissen auch mit geschlossenen Augen, wo sie ungefähr steht. Wenn die Person ein paar Meter weiter nach links wandert und klatscht, kann uns unser Gehör recht zuverlässig sagen, wohin sich die Person bewegt. Das klingt selbstverständlich und leicht, für unser Gehirn bedeutet es aber einigen Aufwand.

Denn es nimmt nicht die Richtung des Schalls als solche war, sondern „berechnet“ sie aus einer Reihe verschiedener Informationen. Im Wesentlichen sind das diese drei Faktoren:

  • ➀ Der Zeitunterschied (Laufzeitunterschiede), mit dem eine Schallwelle auf das linke und rechte Ohr trifft. Eine von rechts ausgesendete Schallwelle erreicht erst das rechte, dann das linke Ohr. Unser Gehör registriert selbst kleine Verschiebungen der Schallquelle nach links und rechts.
  • ➁ Unterschiede des wahrgenommenen Schalldrucks erlauben ebenfalls Rückschlüsse auf die Richtung. Beim Ohr, das der Schallquelle abgewandt ist, kommt ein geringer Schalldruck an als beim zugewandten Ohr. Schalldruck- und Laufzeitunterschiede allein genügen allerdings nicht, um alle Richtungen im Raum zu erfassen. So können wir darüber keine Schallwellen lokalisieren, die gerade vor oder hinter uns abgestrahlt werden.
  • ➂ Unser Gehör nimmt auch durch die Klangfarbe die Richtung von Schallwellen wahr. Abhängig davon, in welchem Winkel Schallwellen auf die Ohrmuschel treffen, werden sie durch deren spezifische Struktur (linear) verzerrt. Darüber hinaus tragen auch die Form des Kopfes und des Rumpfes zur Modulation der Schallquellen bei.

Virtual Surround Sound in der Praxis

Schallwellen lassen sich heute sehr präzise modulieren. Das erlaubt es, die drei aufgezählten Faktoren so einzusetzen, dass unserem Gehör im wahrsten Sinne des Wortes vorgespielt wird, dass ein Klangereignis aus einer Quelle kommt, wo gar keine Boxen positioniert sind. Über die in Punkt drei angesprochen linearen Verzerrungen lassen sich sogar Klangquellen simulieren, die sich hinter dem Hörer befinden.

Um virtuellen Raumklang zu erzeugen, müssen Audio-Codecs Pegel- und Laufzeitunterschiede sowie die Tonfarbe so nachbilden, als käme das Klangereignis aus einer bestimmten Richtung. Das klingt nicht nur kompliziert, es ist es auch in der Umsetzung. Die Audiosignale werden bei Virtual-Surround-Verfahren für zwei Kanäle aufbereitet – ein Kanal für jedes Ohr. Virtual Surround Sound kann sowohl auf Stereo-Anlagen und Soundbars als auch auf Kopfhörern wiedergegeben werden.

High-End-Treiber und Dolby ermöglichen Virtual-Surround-Sound aus nur einem Klangriegel

Der wohl am weitesten verbreitete Virtual Surround-Codec ist Virtual Speaker von Dolby. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Virtual-Surround-Standards wie 3D Sonic Emotion, DTS Surround Sensation und virtuelle Raumklang-Standards für Kopfhörer oder Headset wie dem CAGE.

Wellenfeld Technologie exklusiv bei Teufel

Teufel setzt beim Soundbar Streaming und beim Sounddeck Streaming auf seine Eigenentwicklung Wellenfeld Technologie basierend auf Erkenntnissen aus der Wellenfeld-Synthese . Die Wellenfeld Technologie vergrößert virtuell den optimalen Hörbereich und erzeugt so ein breiteres Klangbild.

Virtual Surround durch Wellenfeld Technologie
Die einzelnen Töner der Teufel Soundbar Streaming im Aufbau

Auswahl Teufel Produkte mit Virtual Surround Technologien

  • Cinebar 52: Der Soundbar mit (THX-)Lizenz für Virtual Surround-Sound. Das 2-Wege-System mit insgesamt 6 Speakern erzeugt einen differenzierten, natürlichen und räumlichen Klang. Und wenn die tiefen Töne gefragt sind, übernimmt der bärenstarke 250-Watt-Subwoofer das Kommando.
  • ▶ Teufel Soundbar Streaming: Einhüllender Klang dank Wellenfeld Technologie. Du kannst die 9 integrierten Tönerund den  Subwoofer über die Raumfeld App oder Chromecast built-in bequem ansteuern.
  • CAGE Gaming Headset: Zwischen Kopfhörer-Gehäuse und Trommelfell passt ein ganzer Raum – zumindest dann, wenn du den CAGE trägst. Der Gaming-Kopfhörer mit Headset erzeugt dank ausgeklügelter Schallwellen-Modulation immersiven Sound.

Mehr Teufel Produkte mit Virtual Surround Sound:

Fazit: Virtual Surround-Sound – echt wie nie

  • Formate für Virtual Surround-Sound simulieren Raumklang auch ohne den Einsatz einer klassischen Surround-Sound-Anlage (5.1 oder mehr).
  • Dabei wird unser Richtungshören durch Bearbeitung von Laufzeit, Schalldruckpegel und Tonfarbe ausgetrickst.
  • Soundbars, Kopfhörer und Stereo-Anlagen, die Virtual Surround-Sound wiedergeben können, bilden Schallwellen so nach, als würden sie aus einer bestimmten Richtung und einem bestimmten Winkel auf unser Ohr treffen.
  • Neben Dolby Virtual Speaker gibt es eine Reihe weiterer virtueller Surround-Formate

 

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Teufel Blog Redaktion

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