Spiel es laut – Darauf kommts bei Gaming-Lautsprechern an

Auf dem Bildschirm erscheinen bombastische, fotorealistische Welten, aber im Hintergrund dröhnen, rauschen und knistern die Brüllboxen mit flachem Sound – Gaming-Sound ist allzu oft sehr weit entfernt von HiFi-Qualität. Doch das lässt sich mit geringem Aufwand ändern. Aber welche besonderen Anforderungen gelten für Gaming-Lautsprecher? Wir klären auf über Systeme, Anschlüsse und Formate.

2.0, 2.1, 5.1 – gibt es die klassische Gaming-Aufstellung?

Typisch für Desktop-PCs ist ein 2.0-Set mit kleinen Boxen links und rechts des Monitors. Auch wenn es auf das jeweilige System ankommt – ein solches Set-up ohne Subwoofer bedeutet in den meisten Fällen, dass Bässe nicht wuchtig wiedergegeben werden und bei höheren Lautstärkepegeln dröhnen. Dabei zeichnen sich viele Spiele-Soundtracks und Sound-Effekte häufig durch einen hohen Bassanteil aus – und genau der macht das Spielerlebnis um ein Vielfaches eindrucksvoller.

Die nächst höhere Stufe ist das klassische Heimkino Set-up 5.1. Für Filme wie für Spiele gilt, dass Raumklang eine authentische Klangkulisse für das Geschehen auf dem Bildschirm schafft. Du kannst dich dann zumindest in der Theorie beim Spielen nicht nur auf deine Augen, sondern auch auf deine Ohren verlassen und Gefahren über Geräusche orten. In der Praxis hängt die Klangqualität davon ab, ob der Spielesound tatsächlich für sechs eigenständige Kanäle abgemischt ist. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Spielen, die in den Einstellungen einen 5.1-Modus vorsehen, zum Beispiel Counter Strike: Global Offensive (CS:GO). Ebenso unterstützen Xbox One und PlayStation 4 Gaming-Sound. Spätestens bei Mehrkanal-Systemen gilt es, auf den Anschluss der Gaming-Lautsprecher zu achten.

Schwarze Funkverbedienung der Gaming-Lautsprecher Concept E Digital
Funkfernbedienung der 5.1-Komplettanlage Concept E

Gaming-Lautsprecher anschließen – das gilt es zu beachten

Die nach wie vor am meisten genutzte Audio-Schnittstelle an Computer ist die 3,5-mm-Klinkenbuchse. Mit ihr lassen sich 2.0- und 2.1-Systeme mit Aktiv-Lautsprechern oder auch Kopfhörer ansteuern. Bei Surround-Systemen stößt der Klinkenstecker natürlich an seine Grenzen.

Bei passiven Lautsprechern kannst du den dazu gehörigen Receiver bzw. Verstärker häufig über TOSLINK-, Cinch- oder HDMI-Kabel ansteuern. Hier kommt es vor allem darauf an, welche Schnittstellen der Computer unterstützt und welche Buchsen frei sind. Einige Lautsprecher lassen sich außerdem mit der Multifunktionsschnittstelle USB mit dem Computer verbinden. Diese kommt häufig auch zum Einsatz, wenn der Computer mit einer externen Soundkarte verbunden werden soll.

Wann Gaming-Lautsprecher eine neue Soundkarte benötigen

Manche eigentlich hochwertigen Lautsprecher klingen am Computer mitunter erstaunlich schwach. Grund dafür ist meist die interne Soundkarte. Die Soundkarte und vor allem der darin verbaute D/A-Wandler bereiten die digitalen Audio-Daten für die Lautsprecher auf. Wenn die auf dem Mainboard verbaute Karte die digitalen Daten nicht in genaue analoge Signale umwandelt, können Gaming-Lautsprecher damit auch nicht viel anfangen.

Eine neue Soundkarte kannst du entweder intern (meist über den Standard-PCI-Express) oder extern anschließen. Solche externen Audio-Interfaces werden in der Regel über USB oder Firewire angeschlossen. Je nach Variante unterscheiden sich unter anderem die integrierten Ausgänge und die unterstützten Audioformate. Im Blog-Beitrag „Wie eine Soundkarte den Computer-Klang beeinflusst“ erläutern wir die Funktionen einer Soundkarte, und der Artikel zum Thema „Soundkarten: Digitale und analoge Anschlüsse“ erklärt Schnittstellen und Übertragungsverfahren.

Hinweis zu Surround-Sound-Aufpolierern: Auch wenn das Spiel keine Audiodaten für Surround-Sound liefern kann, gibt es eine Möglichkeit, Mehrkanalanlagen anzusteuern: Surround-Sound-Aufpolierer wie Dolby Digital oder DTS-Connect bereiten Stereo-Signale für Mehrkanal-Gaming-Soundsysteme auf. Xbox und PlayStation 4 unterstützen beispielsweise das Format Dolby Digital 5.1. Falls du sichergehen willst, dass über den Computer immer Surround-Sound läuft, achte darauf, dass deine Soundkarte einen Surround-Sound-Aufpolierer unterstützt.

Die Gaming-Lautsprecher

  • Das Mediadeck: In diesem Sounddeck steckt ein 2.1-System mit integriertem Downfire-Subwoofer. Dank der integrierten Soundkarte musst du dir keine Gedanken um die Qualität deines Onboard-Soundchips machen. Angeschlossen wird das Mediadeck einfach über USB. Platzsparend ist es dazu – du kannst es einfach unter deinem Monitor oder Laptopplatzieren.
  • 2.1-Mediadeck als Gaming-Lautsprecher
    1. USB-Soundkarte und USB-Hub // 2. Downfire-Subwoofer // 3. Stereo-System

  • Concept E 450: Fünf Gaming-Lautsprecher und ein Subwoofer vollgepackt mit digitaler Technik – das ergibt ein multifunktionales 5.1-System für präzisen und wuchtigen Sound. Im Sub sind eine 5.1-USB-Soundkarte, Dolby- und DTS-Decoder, ein Class-D-Verstärker und Bluetooth-aptX integriert. Damit liefert Concept E 450 Surround-Gaming-Sound für PC, Mac, Xbox One, PS4, Wii und natürlich TV.

Fazit: Gaming-Lautsprecher – Von 2.0 bis 5.1 ist alles möglich

  • Typischerweise werden Gaming-Lautsprecher in 2.0- oder 2.1-Stereo-Set-ups eingesetzt.
  • Der Anschluss erfolgt häufig über 3,5-mm-Klinkenstecker.
  • Für 5.1-Surround-Sound reicht häufig die integrierte Soundkarte nicht aus.
  • Externe Soundkarten kannst du in der Regel über USB oder Firewire anschließen.
  • Surround-Sound-Aufpolierer wie Dolby Digital können Stereo-Material für 5.1-Systeme aufbereiten
Spiel es laut – Darauf kommts bei Gaming-Lautsprechern an
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Teufel Blog Redaktion

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