Unsere Auswahl der besten Soundtracks der Geschichte

Die besten Soundtracks – unsere Top 5

In dieser Woche haben wir für euch eine Top-5-Liste der besten Soundtracks der Filmgeschichte zusammengestellt. Jede Heimkinoanlage sollte diese Filmmelodien mindestens einmal abgespielt haben.

Platz 5 der besten Soundtracks: Hans Zimmer – Interstellar (2014)

Hans Zimmer ist einer der produktivsten und talentiertesten Filmkomponisten Hollywoods, entsprechend schwer ist es, sich auf einen seiner Soundtracks festzulegen. Wir haben uns für seine Kompositionen zu Christopher Nolans Interstellar entschieden. Der in Frankfurt geborene Zimmer präsentiert hier die ganze Bandbreite seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten: Er komponiert leise Töne für die Vater-Tochter-Geschichte und verleiht den kosmischen Katastrophen und Heldentaten eine gewaltige Wucht. Seine Arbeitsweise war bei diesem Film besonders unkonventionell. 2012, noch bevor die Dreharbeiten begannen, bekam Zimmer von Nolan ein Blatt Papier mit der Basishandlung. Mit diesen wenigen Informationen komponierte der Oscar-Preisträger das Hauptthema des Films. Besonders markant darin: die großartige Orgel. Hier findet ihr noch mal unser Porträt zu Hans Zimmer.

Platz 4 der besten Soundtracks: Cliff Martinez – Drive (2011)

Mit Drive hat der Däne Nicolas Winding Refn einen Film mit Kultpotenzial geschaffen. Für den großartigen Soundtrack zum Neo-Noir-Thriller zeichnet der Filmkomponist und kurzzeitig auch Drummer bei den Red Hot Chili Peppers Cliff Martinez verantwortlich. Er komponierte für die 80er-Neon-Ästhetik des Films samtige Synthie-Teppiche und eingängige Melodien. Zudem konnte Martinez die Chromatics und DJ Kavinsky für den Soundtrack gewinnen. Bei einem Soundtrack dieser Güte ist es fast schon begrüßenswert, dass der Held der Geschichte – gespielt von Ryan Gosling – ein eher schweigsamer Typ ist. Im Übrigen gibt es kaum einen besseren Soundtrack für nächtliche Autofahrten.

Platz 3 der besten Soundtracks: Bernard Herrmann – Psycho (1960)

Bernard Herrmann komponierte die Musik zu den wichtigsten Hitchcock-Filmen und hat deswegen einen Platz im Olymp der Filmmusiker auf ewig sicher. Eines seiner prägendsten Stilmittel war der Einsatz fulminanter Streicher. Sie sind es auch, die die Nerven der Zuschauer in der legendären Mordszene in Psycho so richtig aufreiben. Besonders kurios ist, dass Hitchcock Herrmann für die Filmmusik nur eine einzige Vorgabe gemacht haben soll: keine Musik für die Mordszene. Gut, dass Herrmann sich in dem Fall dem großen Meister widersetzte. Der Sohn jüdisch-russischer Einwanderer schrieb außerdem die Musik zu Orson Welles‘ Citizen Kane. Seine letzte musikalische Meisterleistung war die Filmmusik zu Scorseses Taxi Driver, die er kurz vor seinem Tod fertigstellte. Bernard Herrmann starb am 24. Dezember 1974.

Platz 2 der besten Soundtracks: Ennio Morricone – The Untouchables (1987)

Wann immer Filmmusik gewürdigt wird, darf Ennio Morricone nicht fehlen. Meilensteine der Filmmusik sind seine Stücke zu den Italowestern von Sergio Leone. Das Theme zu Spiel mir das Lied vom Tod ist legendär und wird wohl auf ewig mit Bob Dylans Blowin’ in the Wind um den Titel „Berühmteste Mundharmonika-Melodie aller Zeiten“ konkurrieren. Wir haben uns aber für Morricones Filmmusik zu The Untouchables von Regisseur Brian de Palma entschieden. Morricone hat für die Geschichte um Al Capone (Robert De Niro) und dessen Gegenspieler Eliot Ness (Kevin Costner) einen brillanten, mit Pathos geladenen Soundtrack komponiert. Besser als in der Hauptmelodie The Strength Of The Righteous hat sich die Jagd auf Al Capone nie angehört.

Platz 1 der besten Soundtracks: John Williams – Star Wars

Unserer Meinung nach hat John Williams den besten aller Soundtracks der Geschichte komponiert. Denn vielleicht wäre es ohne seinen musikalischen Beitrag (im wahrsten Sinne des Wortes) deutlich ruhiger um Luke Skywalker, Prinzessin Leia und Obi-Wan Kenobi geblieben. Kaum ein Musiker hat einen Film derart stark mitgeprägt wie John Williams die Star-Wars-Saga. Er setzte dafür ein Konzept konsequent um, das einzelnen Charakteren und Handlungssträngen wiederkehrende Motive zuordnet. Dieses Konzept ist in der Klassik weitverbreitet, war aber bis zum ersten Star-Wars-Film eher selten im Kino anzutreffen. Neben der Filmmusik zu Star Wars hat der gebürtige New Yorker u. a. auch Soundtracks für Indiana Jones, Schindlers Liste und Harry Potter komponiert. Schon bald können wir Williams‘ neuestes Werk genießen: Denn auch die Filmmusik zum neuen Teil Star Wars – The Force Awakens, der im Dezember 2015 in die Kinos kommen soll, stammt aus John Williams‘ Feder.

Titelbild ©Nic McPhee „End of an era“ Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr

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