Die Geschichte des Heimkinos – vom einfachen Schattentheater bis zum gewaltigen Surround-System

Wie stellen wir uns die Komponenten eines typischen Heimkinos heute vor? Ein großer Flatscreen oder eine Leinwand mit hochwertigem Beamer – und natürlich eine beeindruckende Soundkulisse aus Surround-Lautsprechern. Was heute für begeisternde Filmerlebnisse zu Hause sorgt, fing einst mit Schattentheatern im asiatischen Raum an und ist angesichts der modernen Heimkino-Technik heute kaum mehr vorstellbar, aber umso faszinierender. Komm mit auf unsere Zeitreise und tauch ein in die Geschichte des Heimkinos von damals bis heute.

Was sind überhaupt Heimkinos?

Bevor wir wirklich in die Geschichte des Heimkinos einsteigen, sollten wir einmal festhalten, was ein Heimkino-System eigentlich ist: laut Definition eine akustische und visuelle Nachbildung der Atmosphäre in Kinos. Es ist also nicht explizit von Flatscreens oder 5.1-Anlagen die Rede. Und das hat seinen Grund: Heimkinos müssen qualitativen Ansprüchen gerecht werden, die parallel zu den Weiterentwicklungen echter Kinos und entsprechender Geräte wachsen. In der Zukunft könnten Heimkinos also ganz anders aussehen als heute.

Somit wird auch klar, warum die frühen asiatischen Schattentheater als Vorläufer moderner Heimkinos gelten dürfen. Auch bei ihnen handelte es sich um Lichtspielhäuser – also um Räume, in denen mit Licht und Hindernissen ein Bild auf eine Fläche projiziert wurde. In modernen Kinos übernimmt ein Beamer die Projektion.

Übrigens: Mit Erfolgsformaten wie Shadowland werden Schattenspiele auch heute noch in modernen Varianten aufgeführt und begeistern Millionen von Zuschauern. Reinschauen lohnt sich!

Nach den Schattenspielen kommt die „magische Laterne“

Schattenspiele blieben lange Zeit in Asien und anderen Teilen der Welt beliebt. Um 1589 wurden sie zumindest in Europa durch die „magische Laterne“ abgelöst, wie sie im Volksmund genannt wurde. Diese Laterne bestand aus einem abgedunkelten Aufbau mit einer kleinen Öffnung, durch Licht von draußen drang durch die Öffnung ein und traf auf das, was in dem Raum war. Gegenüber befand sich eine Fläche, die das Licht zurückwarf und außerhalb an eine Wand brachte. Dort war dann der Inhalt des Aufbaus zu sehen. Man könnte es also auch als gespiegeltes oder auf jeden Fall deutlich komplizierteres Schattenspiel verstehen. Nur mit dem Unterschied, dass das generierte Bild auf dem Kopf stand. Daraus entwickelten sich mit der Zeit zunächst Spiegel (mit denen das Bild wieder richtig herum gedreht wurde) und später dann auch Linsen und Projektoren.

Entwicklung der Kinos und erster kommerzieller Filme

Diese Projektoren wurden laufend weiterentwickelt. Bereits 1895 konnte man mit ihnen die ersten öffentlichen Filmvorführungen in Kinos umsetzen. 1914 kam es dann zur Vorführung des ersten kommerziellen Kinofilms im Berliner Varieté-Theater Wintergarten.

Von der Geschichte des Kinos nun aber zur Geschichte des Heimkinos. Schon zur Zeit der ersten Kinofilme sehnten sich die Zuschauer danach, sie nicht nur auf der öffentlichen Leinwand, sondern auch zu Hause ansehen zu können. Und so entwickelte sich das Heimkino als Unterart des Kinos. Mit immer mehr sogenannten Schmalfilmen, viele von ihnen sogar schon professionell produziert, nahm der Trend bis in die 1930er-Jahre hinein immer weiter zu. Einen regelrechten Boom erlebten Heimkino-Systeme aber erst in den 1960er-Jahren, als eine Neuentwicklung des Schmalfilms (Super 8) erschien.

Viele Hollywood-Studios begannen daraufhin, alte wie neue Filme auf Super 8 zu vertreiben. Vor allem Disney spielte hier eine entscheidende Rolle, da man eigene Produktionen speziell als „Disney-Heimkino-Filme“ verkaufte. Der Boom der Schmalfilme endete spätestens 1982 mit der Einführung der Videokassette (VHS). Das Heimkino blieb dagegen weiter interessant.

Noch ein kleiner Fun Fact am Rande: Die Bezeichnung „Heimkino“ wurde in den 1960er-Jahren selbst für einfache Fernseher gebraucht.

Frau allein im Kinosaal
Du hast den Kinosaal am liebsten für dich allein? Dann richte dir ein Heimkino ein!

Das Heimkino wird digital

Dass ein Fernseher mittlerweile nicht mehr ausreicht, um von einem „Heimkino“ zu sprechen, wissen wir. Gerade das Aufkommen von immer mehr digitalen Geräten und Inhalten ab den mittleren bis späteren 1990er-Jahren veränderte Heimkino-Systeme komplett.

Im Anschluss an den Kassettenrekorder kamen DVD-Player und später Blu-ray-Player auf den Markt. Wo früher der Fernseher stand, hängt heute eine große Leinwand mit leistungsstarkem Beamer. Alternativ kommen große Flachbildfernseher von 55 Zoll und mehr in bester Auflösung zum Einsatz. Merkbar verändert hat sich aber natürlich auch der Heimkino-Sound, den Teufel seinerzeit mitentwickelt und beeinflusst hat.

Externe Lautsprecher im Mehrkanalsystem ersetzten zunächst den kratzenden Eigenton der Fernsehgeräte. Aus diesen entwickelten sich die wesentlich spektakuläreren Dolby-Digital– und DTS-Soundsysteme. Sie etablierten den heute geliebten waschechten Rundum-Sound, qualitativ immer weiter perfektioniert mit speziell entwickelten Surround-Systemen und beispielsweise dem THX-Zertifikat.

Übrigens: Die nächste Sound-Generation nennt sich Dolby Atmos und ersetzt in immer mehr Kinos die bisherigen Sound-Systeme. Wir haben dir hier eine Liste aller Kinos zusammengestellt, in denen du Atmos bereits erleben kannst. Auch fürs Heimkino führen wir bereits mehrere Dolby-Atmos-Systeme.

Heimkino-Anlagen von Teufel

System 6 THX

System 6 THX

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LT 4 – Set L

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Ultima 40 – 5.1

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Das Heimkino-System von heute

Wer hinsichtlich Bild und Ton seiner Heimkino-Anlage ein großes Qualitätsbewusstsein hat, ist immer auf der Suche nach den besten neuen Lösungen. Und von denen scheint es quasi täglich neue zu geben. Die Mindestausstattung sieht heute so aus:

  • Große Bildfläche in Form eines 4K-Flachbildfernsehers ab 55 Zoll oder einer Großbildleinwand inklusive leistungsstarkem Beamer
  • Druckvolles 5.1- oder 7.1-Surround-System, am besten basierend auf der ausgezeichneten THX- oder Dolby-Atmos-Technologie, die sowohl bei Filmen als auch bei Musik eine sehr beeindruckende Performance liefern
  • Entsprechende Mediageräte, etwa Blu-ray-Player oder neuere Spielkonsolen
  • Schneller Internetzugang für Streaming-Inhalte
  • Bequeme Möbel, abgedunkelte Fenster und gute Raumisolierung zur Soundoptimierung (und für ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn)

Lesetipp: Welches Sound-System ist das richtige für mich?

Ein Heimkino, das keine Wünsche offen lässt

LT 5 Heimkinoanlage Set für Dolby Atmos
Die Heimkinoanlage LT 5 für Dolby Atmos Set „5.1.4“ lässt Kinofeeling aufkommen

Mit diesem Set richtest du dir ein Heimkino der Spitzenklasse ein: Die Anlage LT 5 für Dolby Atmos „5.1.4-Set“ ist nicht nur formschön, sondern auch klangschön.

  • ▶ Die vier schlanken Säulenlautsprecher dominieren dein Heimkino klanglich und wirken dabei ganz unauffällig aus dem Hintergrund. Der Clou: Die Höhenlautsprecher sind bereits integriert, sodass du dir den Platz zum Aufstellen schon mal sparen kannst.
  • ▶ Der Subwoofer ist kabellos und bringt mit einem Bass bis auf 25 Hz die Bude zum Wackeln.
  • ▶ Der Center-Lautsprecher sorgt dafür, dass dir keine Nuance entgeht. Die Hoch- und Mitteltöner sind im Gehäuse übereinander angeordnet, damit dich der Sound überall einhüllt.

Weitere Sound-Wunder von Teufel

system-4-thx

System 4 THX

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cinebar 52 thx

Cinebar 52 THX

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Theater 500 5.1

zu weiteren Infos

Ausblick: Das Heimkino von morgen

Was wird sich in der Geschichte des Heimkinos noch tun? Wir wagen mal ein paar steile Thesen.

  • Sound: Besonders interessant in Sachen Sound ist in unseren Augen die sogenannte Graphen-Membran – die wohl flexibelste und dünnste Membran für Lautsprecher, die es je gegeben hat. Verbaut in entsprechend hochwertigen Lautsprecherboxen kann sie die Klangwelt eines Heimkinos mit großer Wahrscheinlichkeit nochmal revolutionieren.
  • Virtuelle Welten: VR-Brillen gehören bei vielen Gamern schon zur Standardausrüstung – und sie können dir auch ein Gefühl wie im Kino vermitteln. Es ist schon längst keine Zukunftsmusik mehr, über die VR-Brille auch Filme anzuschauen und sich dabei virtuell in einen Kinosaal versetzen zu lassen. Doch während der virtuelle Saal um dich herum aktuell noch sehr unrealistisch wirkt, wird sich das künftig ändern: Ein VR-Kinobesuch wird dann optisch kaum vom Original zu unterscheiden sein.
  • Ferne Galaxien: Ganz zum Schluss wagen wir noch einen Blick auf ein faszinierendes Phänomen aus den futuristischen „Tribute von Panem“-Filmen. Hier tauchen immer wieder Hologramme auf, also 3D-Bilder, die mitten in den Raum projiziert werden. Nach jetzigem Stand der Technik und Forschung ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Hologramme irgendwann wirklich marktfähig werden. Australische Forscher sind an dem Thema dran und orientieren sich an Modellen, für die ein gewisser Dennis Gábor bereits 1971 den Physiknobelpreis erhielt.
Titelbild: ©annca bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: pixabay
Bild 1: ©Karen Zhao bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Unsplash
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Teufel Blog Redaktion

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