VR-Brille mit Sensorikhandschuhen

Die VR-Brille – Nur ein Hype oder die Zukunft?

Ein Trend, über den in den letzten Jahren sehr viel diskutiert wurde, ist die VR-Brille. Doch was bedeutet überhaupt „VR“ und was können diese Brillen, bzw. was können sie nicht. Es gibt bereits viele Hersteller und ebenso viele verschiedene Designs und Techniken, die hinter der VR-Brille stecken.  In diesem Blogpost versuchen wir ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Virtual Reality Brille

Ganz simpel ausgedrückt ist die VR-Brille ein Display, das eine Rundumdarstellung animierter Bilder darstellt. Aufgrund der Tatsache, dass die Brille komplett die Augen bedeckt und somit keine Umgebungsreize auftreten können, ist man komplett in der virtuellen Realität (engl.  virtual reality, kurz VR) versunken. Ein Spiel mit einer VR-Brille zu spielen ist somit ein ganz anderes Erlebnis als am Monitor oder am Fernseher. Man kann sich durch die gesamte Spielwelt bewegen und fühlt sich wie in einer anderen Welt. Jede Bewegung des Kopfes wird virtuell übertragen. Während man sich fliegend, schwimmend oder rennend in der virtuellen Welt fortbewegt, sitzt man gleichzeitig gemütlich auf der Couch – ein bisschen erinnert das an den Film Matrix. Genau dieser Effekt kann bei manchen Leuten jedoch zum Verhängnis werden und zum sog. „motion sickness“ führen. Dazu aber später mehr.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Kategorien von VR-Brillen auf dem Markt:

  1. VR-Brillen mit Display (Standalone)

Hier ist die VR-Brille bereits ein komplettes Set, welches direkt an eine Konsole oder den Computer angeschlossen werden kann. Bei den meisten Brillen ist im Lieferumfang alles Nötige dafür enthalten.

  1. VR-Brillen Headsets für Smartphones (Smartphone benötigt)

Bei den VR-Brillen für die Smartphones wird, wie der Name schon sagt, ein Smartphone benötigt, um die Brille überhaupt verwenden zu können. Das Display der VR-Brille stellt nämlich das eigene Smartphone dar. Dafür gibt es bereits zahlreiche VR-Apps, die Spiele, Filme, oder sogar Achterbahnfahrten simulieren.
Nachfolgend zeigen wir die bekanntesten VR-Brillen aus beiden Kategorien

Standalone-VR-Brillen

NameAuflösung (pixel)Sichtfeld (Grad)Framerate (fps)BesonderheitenPreis (€)
Oculus Rift
2160x1200110°60• Xbox One Controller im Lieferumfang
• Brille sowohl PC als auch Xbox One kompatibel
589,00
HTC Vive
VR-Brille HTC Vive
2160x1200110°90• Technisch fortschrittlichste VR Brille 2016
• Viel Zubehör enthalten, die für den Aufbau notwendig sind
--> Aufbau ist zeitaufwendig und komplex
1.290,00
Playstation VR
Playstation VR
1920x1080100°120• Nur Brille und benötigte Kabel im Lieferumfang
• Kein Controller
• Keine Kamera
399,00

Smartphone-VR-Brillen

NameSichtfeld (Grad)BesonderheitenPreis (€)
Samsung Gear VR
VR-Brille Samsung Gear VR
96°• Nur mit eigenen Smartphone der Galaxy S6/S7 und Note 7-Reihe kompatibel64,99
Google Daydream

VR-Brille Google Daydream
101°• Nur mit einigen ausgewählten Smartphones kompatibel
• Enthält eine Fernbedienung zum steuern des Smartphones, aber nicht für die Inhalte
97,98
Zeiss VR One
VR-Brille Zeiss VR One
100°• Nur mit Smartphones mit 4,7 - 5,2 Inch Display kompatibel
• Sehr gute Belüftung
107,00

Worauf muss ich beim Kauf einer VR-Brille achten?

Generell dienen VR-Brillen bisher nur einem Zweck: Entertainment. Diese Unterhaltung fokussiert sich bisher auf die Bereiche Filme/Videos und Spiele. Wer sich eine VR-Brille kaufen möchte, muss sich vorher überlegen, ob es nur ein erster Einstieg, oder doch eine langfristige Nutzung sein soll. Je nachdem kann man sich dann für eine Standalone- oder Smartphonevariante entscheiden.

Besondere Sorgfalt müssen Brillenträger walten lassen, denn manche Brillen lassen sich nicht gut, oder gar nicht mit einer Brille tragen. Einige haben jedoch eine eigene Dioptrenanpassung, wobei dann die Brille vorher auf jeden Fall getestet werden sollte.

VR-Brillen für Smartphones

Wer in diese Thematik erstmal langsam einsteigen möchte, ist wahrscheinlich mit einer VR-Brille für Smartphones gut beraten. Der vergleichbar niedrigere Preis erlaubt es mit einem Smartphone einen ersten Einblick in die virtuelle Welt zu erlangen. Wer sich sowieso überlegt eine neues Smartphone anzuschaffen, sollte auf gute Technik setzen. Ein hochauflösendes Display, VR-Sensorik und mindestens 4GB Arbeitsspeicher sollte das Smartphone besitzen. Hat man diese Anforderungen erfüllt kann man mit der Smartphone-VR-Brille die eigenen 360-Grad-Videos ansehen, diverse Simulationen (Achterbahn, Weltraumfahrten, etc.) erleben, Filme anschauen oder einfache Spiele spielen. Ohne einen zusätzlichen Controller wird das Ganze aber sehr mühselig und allgemein bieten die Spiele auf dem Smartphone noch keinen großen dreidimensionalen Mehrwert. Besonders Filme sind mit ca. 15-20€ noch nicht wirklich günstig. Beim Kauf einer VR-Brille sollte man zusätzlich darauf achten, ob das jeweilige Smartphone auch kompatibel ist. Hier gibt es nämlich auch Anbieter, die z.B. aufgrund ihrer Form, nur mit bestimmten Smartphones funktionieren.

VR-Brillen für Konsolen (Standalone)

Wer bereit ist, finanziell tiefer in die Tasche zu greifen, der kann sich die Standalone-Varianten der VR-Brillen anschauen. Hierbei sollte man sich jedoch vorher gut überlegen wie man die VR-Brille nutzen möchte. Ist man z.B. bereits im Besitz einer Playstation 4, empfiehlt es sich auch die Playstation VR zu erwerben. Dort kann man im Gegensatz zu den Smartphone-Varianten bereits anspruchsvollere Spiele spielen und auch Filme in besserer Qualität genießen. Nachteil dabei ist, dass dieses Gerät nur mit der Playstation 4 nutzbar ist. Sie muss zudem verkabelt werden und ist somit auch nicht auf größere Entfernungen nutzbar. Sony bietet bereits eine Vielfalt an Games für die VR-Brille an, die auch jederzeit ohne Brille spielbar sind. Bei der Playstation VR kann man den ohnehin vorhandenen PS4 Controller nutzen, für manche Spiele sind jedoch Move Controller zu empfehlen. Sollte man zudem noch keine Playstation Kamera besitzen, muss diese ebenfalls zusätzlich erworben werden, damit die VR-Brille genutzt werden kann.

VR-Brillen für Computer (Standalone)

Hat man keine Konsole aber einen leistungsstarken PC ist man mit der Oculus Rift oder dem HTC Vive an der richtigen Adresse. Hier liegt die Betonung jedoch auf leistungsstark. Möchte man hier Games spielen und Filme gucken sind folgende Angaben ein Minimum, um halbwegs gute Ergebnisse zu erhalten:

  • Prozessor: Intel i5-4590
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Grafikkarte: Geforce GTX 970

Bei der PC-Variante wird die VR-Brille über USB (zur Stromversorgung) und HDMI (für das Videosignal) angeschlossen. Für die Spiele kann man weiterhin die Tastatur und die Maus, oder extern angeschlossene Gamepads nutzen. So ist bei einigen Anbietern sogar das Eye-Tracking möglich, wodurch man das Spiel nur mit den Augen steuert. Diese Funktion klingt zwar sehr gut und futuristisch, ist jedoch noch merkbar im Anfangsstadium.
Die Oculus Rift kann zudem auch für die Xbox One genutzt werden, wodurch diese Brille ein größeres Anwendungsgebiet hat.

Der richtige Sound für die virtuelle Realität

Neben der Optik ist für ein optimales VR-Erlebnis auch der passende Sound sehr wichtig. Viele Leute denken bei dem Thema VR-Brillen nicht an die klanglichen Aspekte dieses Erlebnisses. Es ist jedoch ein vergleichbarer Unterschied, so wie Kino und Heimfernseher. Man kann das visuelle Erlebnis um ein Vielfaches verbessern, wenn man gute Kopfhörer mit HiFi-Sound nutzt. Bei allen VR-Brillen werden meist einfache In-Ear-Kopfhörer mitgeliefert. Wie aber auch bei den meisten mitgelieferten Kopfhörern bei Smartphones ist auch bei VR-Brillen die Qualität dieser Kopfhörer eher auf einem einfachen Niveau. Ein echtes 3D-Erlebnis, sowohl visuell, als auch akustisch, benötigt bessere Kopfhörer. Sehr gut eignen sich hier Over-Ear-Kopfhörer, die das gesamte Ohr umschließen, um Außengeräusche zu verhindern und somit komplett in die virtuelle Welt eintauchen zu können. Der Teufel Mute BT passt hierfür perfekt, da er nicht nur per Bluetooth genutzt werden kann, sondern zusätzlich noch Active-Noise-Cancelling unterstützt, wodurch die Außengeräusche nahezu komplett ausgeblendet werden. Dank des Bluetooth kann die lästige Kabellage vermieden werden und zu einer flexiblen Nutzung und Bewegungsfreiheit beitragen.

Teufel Mute BT Kopfhörer
Teufel Mute BT – Noise-Cancelling Bluetooth Kopfhörer

Desweiteren wird in Zukunft der Gamingbereich bei Teufel erweitert. Neben dem jetzt bereits vorhandenen Mediadeck, einem 2.1 Multimedia-Sounddeck und den Concept E Produkten wird es ein Gaming Headset geben. Dieser wird die perfekte Ergänzung für das ultimative VR-Erlebnis. Seid gespannt!

Hier findest du alle Gamingsound-Produkte von Teufel!

Einsteiger sollten häufiger Pausen einlegen

Wer eine VR-Brille das erste Mal bzw. die ersten paar Male nutzt, sollte sie nicht mehr als 30 Minuten am Stück tragen, ohne eine kleine Pause von 10-15 Minuten einzulegen. Wer das ignoriert, bekommt nicht nur eine Warnmeldung im Spiel, auch der eigene Magen könnte sich melden, da es zum sogenannten Motion Sickness kommen kann. Dadurch, dass die Brille das komplette Sichtfeld der Augen bedeckt, werden Umgebungsreize verhindert und man ist in der virtuellen Realität versunken. Bei der gewöhnlichen VR-Brillen-Nutzung sitzt oder steht man auf der Stelle (mit kleinem Bewegungsradius). Während die Augen auf dem Display eine Bewegung wahrnehmen, merken die Gleichgewichtsorgane im Innenohr jedoch keine Bewegung und es kommt zum Sinneskonflikt. Das gleiche Phänomen tritt auch häufig bei der See- bzw. Reisekrankheit auf. Dauert dieser Zustand einige Minuten an, wird uns schnell übel. Hierbei sollte man schnell eine Pause einlegen und frische Luft atmen, um wieder den Normalzustand zu erreichen. Mit ein wenig Übung, kann man sich jedoch an diesen Sinneskonflikt gewöhnen und die Spielzeit somit verlängern.

Passende Produkte zu diesem Thema:

Was bringt die Zukunft?

VR-Brillen sind von der Technik und von den Möglichkeiten her noch ganz am Anfang. Grafik und Ton sind noch auf einem einfachen Niveau und der Spielmehrwert kann definitiv auch noch eine Schippe drauflegen. Dennoch ist es eine nette Abwechslung zu herkömmlichen Displays. Noch sind auch die meisten VR-Brillen recht groß und verkabelt. Erwartungsgemäß werden die Geräte in Zukunft immer Kompakter bei gleichzeitigem Technikzuwachs – Man denke nur mal an die ersten Computer, die ein ganzes Zimmer füllten im Vergleich zu heutigen Laptops. Auch die Kabellosigkeit wird in Zukunft eine größere Rolle spielen, denn nur so wird die volle Bewegungsfreiheit gewährleistet.

Was man mit dieser Technik noch so anstellen kann, zeigt übrigens dieses Video, wo bereits ein ganzer Virtual-Reality-Anzug getragen wird, bei dem man Berührungen oder beispielsweise Treffer eines Schusses oder sogar den Regen spüren soll. Diese Technik könnte jedoch auch für Therapeutische Zwecke genutzt werden, oder sogar Berührungen über das Internet „senden und empfangen“. Man kann sich also auf die Zukunft dieser Technologie freuen und viele neue Überraschungen in den kommenden Jahren erwarten.

 

Die VR-Brille – Nur ein Hype oder die Zukunft?
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  1. VR-Nerd
    18. Jul. 2017, 12:40

    Virtual Reality wird in naher Zukunft sich durchsetzen – und das nicht nur im Gamingbereich. Braucht halt noch etwas Zeit.

  2. Peter
    26. Apr. 2017, 16:10

    Ich denke VR-Technologie wird derzeit in vielen Bereichen noch stark unterschätzt und bekommt nicht die Aufmerksamkeit, die es eigentlich verdient hätte. VR-Brillen können wirklich in sehr vielen Situationen und Bereichen zum Einsatz kömmen, wobei wir uns einige Bereiche davon vermutlich noch gar nicht vorstellen können. Dennoch bin ich auch der Ansicht, dass VR-Brillen sich langfristig durchsetzen werden und fundamentale Veränderungen und neue Möglichkeiten in einer Vielzahl von Bereichen bewirken werden.

  3. Chris
    26. Apr. 2017, 15:06

    Ich denke schon, dass VR Brillen die Zukunft sind. Vor allem in der Gamingbranche. Leider ist die Auswahl der Spiele, die eine VR Brille unterstützen, recht begrenzt. Deswegen gelang wahrscheinlich auch noch nicht der große Durchbruch.
    Man stelle sich aber zum Beispiel vor, das neue GTA führt diesen Modus ein. Dann kann ich mir eine regelrechte Explosion der VR Brillen vorstellen. Denn welcher GTA Spieler wollte nicht schon mal “wirklich” in das GTA Universum eintauchen?

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Author

Mate Horvath

Mate Horvath

Hört am liebsten Metal über den Rockster.