Der alt bekannte Kopfhöreranschluss mit Klinkenstecker

Konkurrenz für die Klinke: USB-C oder Bluetooth mit dem Kopfhörer nutzen

Ganz gleich ob die Audioquelle der gute alte Walkman, der Discman, ein MP3-Player oder das Smartphone ist: Damit du Musik, Podcasts und Hörbücher auch unterwegs problemlos hören kannst, ohne andere zu stören, musst du Kopfhörer nutzen. Während es dafür lange Zeit beinahe nur eine einzige Möglichkeit gab, nämlich den Klinkenstecker, haben sich in den letzten Jahren alternative Verbindungsarten dazugesellt. Wir klären über die am weitesten verbreiteten Kopfhöreranschlüsse auf.

Der Klassiker unter den Kopfhöreranschlüssen: Klinke

Der bekannteste und noch immer am häufigsten genutzte Kopfhöreranschluss ist der Klinkenstecker bzw. die -buchse. Die ersten Steckerverbindungen dieser Art wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts in den Telefonzentralen verwendet – damit zählen Klinkenstecker zu den ältesten Steckerverbindungen überhaupt. Der Klinkenstecker wurde kontinuierlich weiterentwickelt, sodass in den 1980er-Jahren der dreipolige Stereo-Klinkenstecker der Standard auf dem Markt wurde – besonders für tragbare Geräte hatte sich dabei die Variante mit 3,5 mm Durchmesser durchgesetzt. Heutzutage sind auch vier- und fünfpolige Stecker noch recht weitverbreitet. Die zusätzlichen Kontakte werden zur Nutzung weiterer Funktionen verwendet – wie zum Beispiel für ein Mikrofon bei Headsets oder das „Noise Cancelling“ bei hochwertigen Geräten.

Diese Art Kopfhöreranschluss unterscheidet man – wie bereits angedeutet – außerdem nach ihrer Bauform; dabei ist für Nutzer vor allem die Durchmesserangabe wichtig: Tragbare Geräte wie MP3-Player oder Smartphones erfordern in der Regel einen 3,5-mm-Klinkenstecker. In Studiotechnik, Mischpulten, Gitarrenverstärkern und Effektgeräten ist meist ein Klinkenstecker mit 6,35 mm Durchmesser anzutreffen. Mit entsprechenden Adaptern lassen sich die Steckergrößen der rein elektrischen Stecker aber nachträglich leicht zueinander übersetzen.

Die Vorteile des Klinkensteckers im Überblick:

  • Weitverbreitet: Klinkenstecker befinden sich nahezu an jedem Gerät, das Audioinformationen wiedergibt.
  • Die Verbindung erfolgt schnell und ist sofort nach dem Anstöpseln hergestellt.
  • Kopfhörer mit diesem Kopfhöreranschluss sind meist vergleichsweise günstig.

Die Nachteile des Klinkensteckers im Überblick:

  • Die Verbindung ist anfällig für Defekte, etwa Wackelkontakte.
  • Es kann zu Einschränkungen im Tragekomfort kommen, weil eine Kabelverbindung besteht (z. B. beim Laufen oder Aufsteigen aufs Rad).
  • Der Kopfhörer kann im Normalfall immer nur mit einem Gerät verbunden sein.
  • Für 5.1-Sound wird eine zusätzliche Soundkarte benötigt.

Ist „neu“ auch immer „besser“? Kopfhöreranschlüsse per USB-C

Kopfhöreranschlüsse, die auf USB-C setzen

Obwohl der Klinkenstecker über Jahrzehnte treue Dienste geleistet hat, prognostizieren viele Experten das baldige Ende dieses Kopfhöreranschlusses. Eine Mitschuld daran trägt unter anderem der neue USB-C-Stecker. Dessen Audio-Spezifikationen (USB ADC 3.0) wurden kürzlich freigegeben. Und damit kommen wir auch zum größten Unterschied und Vorteil des USB-C-Anschlusses gegenüber Klinke: Das ausgegebene Signal bei diesem Kopfhöreranschluss ist in der Regel digital, während der Klinkenstecker ein analoges Signal überträgt. Störgeräusche sind bei der digitalen Informationsübertragung passé, und zwar selbst bei langen Kabeln. Wenn Kopfhörer per Klinkenstecker an ein digitales Gerät angeschlossen werden, muss außerdem erst die Umwandlung der digitalen Daten in analoge Signale erfolgen, zum Beispiel direkt im Smartphone. Das ist eine zusätzliche Störquelle, etwa aufgrund der Nähe zum Empfangsmodul für den Mobilfunk. Dank der digitalen Audioübertragung via USB-C ist künftig wahrscheinlich auch eine noch bessere Klangqualität möglich.

Ein weiterer Vorteil ist, dass USB-C weitaus mehr als nur Audiodaten übertragen kann. Der Standard eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen einzelnen Komponenten. Es ist beispielsweise denkbar, dass weitere Funktionen wie individuelle Soundprofile und Equalizer-Presets direkt im Kopfhörer gespeichert werden.

Insbesondere die Hersteller von Smartphones und Tablets treiben diese Entwicklung voran, da sie durch den neuen Kopfhöreranschluss weniger Platz benötigen. In Zeiten, in denen die Geräte immer schmaler werden und jeder Quadratmillimeter gebraucht wird, ein wichtiger Innovationsfaktor.

Die Vorteile von USB-C im Überblick

  • Digitale Audio-Ausgabe führt zu weniger Störsignalen und Störquellen.
  • Surround-Sound ist bei entsprechenden Kopfhörern ohne Verwendung einer 5.1-Soundkarte im Ausgabegerät möglich.
  • Ein einfacher Wechsel bei der Audio-Ausgabe ist am Computer möglich: Umstecken von Boxen auf Kopfhörer ist nicht erforderlich, was den Sound ausgeben soll, wird einfach per Mausklick bestimmt.

Die Nachteile von USB-C im Überblick

  • Kopfhörer sind ebenfalls kabelgebunden, daher kann es zu Einschränkungen beim Tragekomfort kommen.
  • Bislang gibt es nur wenig Geräte, die auf diesen Kopfhöreranschluss setzen, daher sind (zumindest in der Übergangsphase) oft Adapterlösungen erforderlich.
  • Ein USB-C-Steckplatz wird belegt. Bei zu wenig freien Anschlüssen wird ein USB-Hub nötig.

Kein Kabel, keine Probleme? Kopfhörer mit Bluetooth-Übertragung

Bluetooth als Kopfhöreranschluss

Dass Kopfhöreranschlüsse nicht grundsätzlich ein Kabel benötigen, verdeutlichen jene Geräte, welche auf die drahtlose Bluetooth-Funktechnologie setzen. Ein Trend, der nicht zuletzt durch Apple und den Verzicht eines Klinkenanschlusses am iPhone 7 weiter vorangetrieben wurde. Während bei den ersten Bluetooth-Kopfhörern noch spürbare Unterschiede in der Sound-Qualität zu hören waren, haben Verbesserungen der Technik und Codecs wie beispielsweise aptX dazu geführt, dass die Audiodaten inzwischen nahezu verlustfrei übertragen werden. Zwar gibt es noch immer feine Unterschiede, doch die sind höchstens dann zu hören, wenn du deine Dateien in verlustfreien Formaten wie FLAC oder ALAC abspielst. Für Streaming-Dienste und die eigene Musikbibliothek ist die gebotene Klangqualität daher meist mehr als zufriedenstellend.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass nahezu alle Bluetooth-Kopfhörer zusätzlich über einen herkömmlichen Klinkenanschluss verfügen, wie es etwa auch bei unseren Teufel MUTE BT der Fall ist. Wenn der Akku mal leer ist oder der Kopfhörer an ein Gerät ohne Bluetooth-Kompatibilität angeschlossen werden soll (z. B. ein Mischpult), ist das also meist kein Problem. Diese Modelle kombinieren somit die Vorteile verschiedener Kopfhöreranschlüsse in einem Gerät.

Weitere Infos zu diesem Thema und welche Kopfhörerarten bei Teufel angeboten werden, kann man auf der Seite Bluetooth-Kopfhörer auf unserer Homepage nachlesen.

Die Vorteile von Bluetooth-Kopfhörern im Überblick

  • Sie bedeuten maximalen Komfort, weil sie ohne Kabel auskommen.
  • Größere Reichweite (10 m und mehr) als bei kabelgebundenen Hörern. Sie lassen sich beispielsweise problemlos in der ganzen Wohnung nutzen.
  • Mehrere Audioquellen können mit denselben Kopfhörern gekoppelt sein.

Die Nachteile von Bluetooth-Kopfhörern im Überblick

  • Sie kommen nicht ganz an die Soundqualität von Kopfhörern mit Klinkenstecker oder USB-C-Anschluss heran.
  • Sie benötigen eine eigene Stromquelle, sind also akkubetrieben.
  • Das Koppeln der Geräte kann manchmal umständlich oder mit Problemen verbunden sein.

Modelle mit verschiedenen Kopfhöreranschlüssen bei Teufel

Der MUTE BT von Teufel

Ganz gleich auf welchen Kopfhöreranschluss du setzt, Teufel bietet das passende Modell mit hohem Tragekomfort und Top-Sound. Unsere Kopfhörer MUTE beispielsweise gibt’s sowohl mit Kabel als auch mit Bluetooth-Funk:

Fazit zu Kopfhöreranschlüssen

Jeder Nutzer hat andere Bedürfnisse und Schwerpunkte bei der Wahl seiner Kopfhörer. Daher solltest du dir vor dem Kauf im Klaren sein, welcher Kopfhöreranschluss für dich der passende ist. Da die Geräte mit Bluetooth allerdings meist auch einen Klinkenanschluss bieten, kannst du damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  • Für unterwegs oder beim Sport bieten kabellose Modelle den höchsten Tragekomfort.
  • Für Audiophile und HiFi-Nerds führt aufgrund der besseren Klangqualität kein Weg an einem kabelgebundenen Kopfhöreranschluss vorbei.
  • Bei den Smartphone- und Tablet-Herstellern scheint der Trend weg von Klinke und hin zu USB-C und/oder Bluetooth zu gehen.
  • Adapter sind zwar nicht die eleganteste Lösung, sorgen aber für Kompatibilität.
  • Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“ – welcher Kopfhörer der richtige ist, hängt stets von der individuellen Schwerpunktsetzung ab.

Titelbild: ©qimono bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Pixabay
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Teufel Blog Redaktion

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