Bluetooth-Kopfhörer Klinke und Bluetooth als Kopfhöreranschluss

Konkurrenz für die Klinke als Kopfhöreranschluss

Jahrzehntelang war die gute alte Klinke der einzige relevante Kopfhöreranschluss. In den vergangenen Jahren haben sich allerdings alternative Verbindungsarten dazugesellt. Wir klären über die am weitesten verbreiteten Kopfhörer-Anschlüsse auf und verraten wie wahrscheinlich das Ende des Klinkensteckers ist.

Der Klassiker unter den Kopfhöreranschlüssen: Klinke

Der bekannteste und wohl noch immer am häufigsten genutzte Kopfhöreranschluss ist der Klinkenstecker bzw. die -buchse. Die ersten Steckerverbindungen dieser Art wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts in den Telefonzentralen verwendet – damit zählen Klinkenstecker zu den ältesten Steckerverbindungen überhaupt! Der Klinkenstecker wurde kontinuierlich weiterentwickelt, sodass in den 1980er-Jahren der dreipolige Stereo-Klinkenstecker der Standard auf dem Markt wurde – besonders für tragbare Geräte hatte sich dabei die Variante mit 3,5 mm Durchmesser durchgesetzt. Die zusätzlichen Kontakte werden zur Nutzung weiterer Funktionen verwendet – zum Beispiel für ein Mikrofon bei Headsets oder das „Noise Cancelling“ bei hochwertigen Geräten. Heutzutage sind auch vier- und fünfpolige Stecker noch recht weit verbreitet. Im Beitrag zur Klinkenstecker-Belegung erläutern wir die verschiedenen Bauarten ausführlicher.

Für Nutzer ist außerdem die Durchmesserangabe wichtig: Tragbare Geräte wie MP3-Player oder Smartphones erfordern in der Regel einen 3,5-mm-Klinkenstecker. In Studiotechnik, Mischpulten, Gitarrenverstärkern und Effektgeräten ist meist ein Klinkenstecker mit 6,35 mm Durchmesser anzutreffen. Mit entsprechenden Adaptern lassen sich die Steckergrößen der rein elektrischen Stecker aber nachträglich leicht zueinander übersetzen.

Die Vorteile des Klinkensteckers im Überblick:

  • Weit verbreitet: Klinkenstecker befinden sich nahezu an jedem Gerät, das Audioinformationen wiedergibt.
  • Die Verbindung erfolgt schnell und ist sofort nach dem Anstöpseln hergestellt.
  • Kopfhörer mit diesem Kopfhöreranschluss sind meist vergleichsweise günstig.

Die Nachteile des Klinkensteckers im Überblick:

  • Die Kabelverbindung ist anfällig für Defekte, etwa Wackelkontakte.
  • Es kann zu Einschränkungen im Tragekomfort kommen, weil eine Kabelverbindung besteht (z. B. beim Laufen oder Aufsteigen aufs Rad).
  • Der Kopfhörer kann im Normalfall immer nur mit einem Gerät verbunden sein.
  • Für 5.1-Sound wird eine zusätzliche Soundkarte benötigt.

Hat USB-C das Zeug zum neuen Standard?

Kopfhöreranschlüsse, die auf USB-C setzen
Stecker für USB-C in der Nahaufnahme

Obwohl der Klinkenstecker über Jahrzehnte treue Dienste geleistet hat, prognostizieren viele Experten das baldige Ende dieses Kopfhöreranschlusses. Eine Mitschuld daran trägt unter anderem der neue USB-C-Stecker. Dessen Audio-Spezifikationen (USB ADC 3.0) wurden 2016 freigegeben. Ein wesentlicher Unterschied und Vorteil des USB-C-Anschlusses gegenüber der Klinke: Das ausgegebene Signal bei diesem Kopfhöreranschluss ist in der Regel digital, während der Klinkenstecker ein analoges Signal überträgt. Störgeräusche sind bei der digitalen Informationsübertragung passé, und zwar selbst bei langen Kabeln. Wenn Kopfhörer per Klinkenstecker an ein digitales Gerät angeschlossen werden, muss außerdem erst die Umwandlung der digitalen Daten in analoge Signale erfolgen, zum Beispiel direkt im Smartphone. Dank der digitalen Audioübertragung via USB-C ist künftig wahrscheinlich auch eine noch bessere Klangqualität möglich.

Ein weiterer Vorteil ist, dass USB-C weitaus mehr als nur Audiodaten übertragen kann. Der Standard eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen einzelnen Komponenten. Es ist beispielsweise denkbar, dass weitere Funktionen wie individuelle Soundprofile und Equalizer-Presets direkt im Kopfhörer gespeichert werden. Die vielleicht wichtigste Zusatzfunktion: Über USB-C lassen sich Akkus aufladen.Insbesondere Herstellern von Smartphones und Tablets ermöglicht das, weniger kabelgebundene Schnittstellen zu integrieren und damit noch schmalere Geräte zu bauen. So war Apple mit dem iPhone 7 einer der ersten Hersteller, die bei Smartphones keine Klinkenbuchse mehr verbauten. Es wurde lediglich ein Adapter von USB-C auf Klinke mitgeliefert. Gerade bei Handys ist heute absehbar, dass Klinkenstecker in Zukunft einen schweren Stand haben werden. Weitere Hersteller haben nämlich einen ähnlichen Weg wie Apple eingeschlagen.

Die Vorteile von USB-C im Überblick

  • Digitale Audio-Ausgabe führt zu weniger Störsignalen und Störquellen.
  • Surround-Sound ist bei unterstützenden Kopfhörern möglich.

Die Nachteile von USB-C im Überblick

  • Kopfhörer sind kabelgebunden, daher kann es zu Einschränkungen beim Tragekomfort kommen.
  • Bislang gibt es nur wenig Geräte, die auf diesen Kopfhöreranschluss setzen, daher sind (zumindest in der Übergangsphase) oft Adapterlösungen erforderlich.
  • Wenn der USB-C-Steckplatz für Anwendungen wie das Laden genutzt wird, kannst du keinen Kopfhörer anschließen.

Keine Kabel, keine Probleme? Kopfhörer mit Bluetooth-Übertragung

Bluetooth als Kopfhöreranschluss
Der AIRY ist ein leichter und gleichzeitig gut sitzender On-Ear-Kopfhörer

Dass Kopfhöreranschlüsse nicht grundsätzlich ein Kabel benötigen, verdeutlichen jene Geräte, die auf die drahtlose Bluetooth-Funktechnologie setzen. Ein Trend, der nicht zuletzt durch Apple und den Verzicht eines Klinkenanschlusses am iPhone 7 weiter vorangetrieben wurde. Während bei den ersten Bluetooth-Kopfhörern noch spürbare Unterschiede in der Sound-Qualität zu hören waren, haben Verbesserungen der Technik und Codecs wie beispielsweise Bluetooth aptX dazu geführt, dass die Audiodaten inzwischen nahezu verlustfrei übertragen werden. Zwar gibt es noch immer feine Unterschiede, doch die sind höchstens dann zu hören, wenn du deine Dateien in verlustfreien Formaten wie FLAC oder ALAC abspielst. Für Streaming-Dienste und die eigene Musikbibliothek ist die gebotene Klangqualität daher meist mehr als zufriedenstellend.

Bluetooth-Lautsprecher bei Teufel


Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass nahezu alle Bluetooth-Kopfhörer zusätzlich über einen herkömmlichen Klinkenanschluss verfügen, wie es etwa auch bei unseren Teufel MUTE BT der Fall ist. Wenn der Akku mal leer ist oder der Kopfhörer an ein Gerät ohne Bluetooth-Kompatibilität angeschlossen werden soll (z. B. ein Mischpult), ist das also meist kein Problem. Diese Modelle kombinieren somit die Vorteile verschiedener Kopfhöreranschlüsse in einem Gerät.

Weitere Infos zu diesem Thema und welche Kopfhörerarten bei Teufel angeboten werden, kann man auf der Seite Bluetooth-Kopfhörer auf unserer Homepage nachlesen.

Die Vorteile von Bluetooth-Kopfhörern im Überblick

  • Sie bedeuten maximalen Komfort, weil sie ohne Kabel auskommen.
  • Größere Reichweite (10 m und mehr) als bei kabelgebundenen Hörern. Sie lassen sich beispielsweise problemlos in der ganzen Wohnung nutzen.
  • Mehrere Audioquellen können mit denselben Kopfhörern gekoppelt sein.

Die Nachteile von Bluetooth-Kopfhörern im Überblick

  • Sie sind akkubetrieben und müssen auch aufgeladen werden.
  • Das Koppeln der Geräte kann manchmal umständlich sein oder Probleme machen.

Modelle mit verschiedenen Kopfhöreranschlüssen bei Teufel

Real Blue NC von Teufel mit Bluetooth
Bluetooth-Kopfhörer wie der Real Blue NC benötigen einen TV mit Bluetooth-Sendefunktion zum Empfang des TV-Tons.

Ganz gleich, auf welchen Kopfhöreranschluss du setzt, Teufel bietet das passende Modell mit hohem Tragekomfort und Top-Sound. Unsere Kopfhörer MUTE beispielsweise gibt’s sowohl mit Kabel als auch mit Bluetooth-Funk:

Noch mehr Bluetooth-Kopfhörer von Teufel

Fazit zu Kopfhöreranschlüssen

Jeder Nutzer hat andere Bedürfnisse und Schwerpunkte bei der Wahl seiner Kopfhörer. Daher solltest du dir vor dem Kauf im Klaren sein, welcher Kopfhöreranschluss für dich der passende ist. Da die Geräte mit Bluetooth allerdings meist auch einen Klinkenanschluss bieten, kannst du damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  • Für unterwegs oder beim Sport bieten kabellose Modelle den höchsten Tragekomfort.
  • Für Audiophile und HiFi-Nerds ist der Bluetooth Codec aptX wegen der nahezu verlustfreien Übertragung interessant.
  • Bei den Smartphone- und Tablet-Herstellern scheint der Trend weg von Klinke und hin zu USB-C und/oder Bluetooth zu gehen.
  • Adapter sind zwar nicht die eleganteste Lösung, sorgen aber für Kompatibilität.
  • Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“ – welcher Kopfhörer der richtige ist, hängt stets von der individuellen Schwerpunktsetzung ab.

Bild1: ©denvit bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Pixabay

Konkurrenz für die Klinke als Kopfhöreranschluss
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  1. Paul Stanger
    27. Dez. 2017, 11:32

    Wie kann ich den Kopfhöhrer Real Blue NC mit meinem CD-Spieler (Ausgang Klinkenstecker) per Bluetooth betreiben?
    Gibt es dazu einen Adapter?

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      08. Jan. 2018, 14:06

      Hallo Paul, im Fachhandel findets du sogenannte Bluetooth Transmitter, welche ein Signal per Bluetooth senden können. Dies benötigst du für deinen Zweck.

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Teufel Blog Redaktion

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