ALAC – Apples Alternative zu FLAC

Verlustfreie Audioformate haben wir ja schon mehrmals behandelt. Meistens ging dabei um die recht populäre FLAC-Datei. Heute aber wollen wir uns der ALAC-Datei widmen. ALAC steht für Apple Lossless Audio Codec – es handelt sich also um Apples eigenes Lossless-Format. Zwar ist die FLAC etwas weiter verbreitet, allerdings haben ALACs einen entscheidenden Vorteil für Apple User: sowohl iTunes als auch Apples iPod/Pad/Phone können damit umgehen. Mit FLAC-Dateien können diese Geräte dagegen nicht umgehen, die Musikverwaltungssoftware iTunes auch nicht. Wer also eine Vorliebe für Produkte mit dem angebissenen Apfel hat und auf verlustfreie Formate schwört, sollte auf ALAC statt auf FLAC setzen.

Beide Formate unterscheiden sich rein technisch nur wenig: Sie sind verlustfrei und beanspruchen ähnlich viel Speicherplatz. Zwar ist das FLAC-Format um 0,8 % platzsparender, das aber sollte nun wirklich nicht ins Gewicht fallen. Klanglich sind ohnehin beide auf Augenhöhe, lediglich das Kompressions- und Dekompressionsverfahren ist bei FLAC-Dateien marginal besser umgesetzt. Heißt, im direkten Vergleich wird eine FLAC-Datei schneller als eine ALAC-Dateien dekomprimiert, um sie abzuspielen. Das aber sollte keinem Normalsterblichen auffallen.

Auch lassen sich FLAC-Dateien problemlos in ALAC-Dateien umwandeln. Lediglich eingefügte Albumcover und Titelnamen werden dabei nicht immer mit-konvertiert, der Klangqualität tut das aber keinen Abbruch. Passende Konvertierungssoftware dafür findet sich zuhauf im Internet – kostenlose wie kostenpflichtige.

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Auch ALAC ist inzwischen „Open-Source“

Wer übrigens im Netz nach „FLAC vs. ALAC“ recherchiert, stößt in der Regel auf die immer gleiche Aussage: Beide Formate seien nahezu ebenbürtig und das Einzige, was für FLAC spräche, sei der öffentlich zugängliche Code dieses Formats. Somit könnte er theoretisch von der Internetgemeinde stetig weiterentwickelt werden und obliegt nicht dem Willen eines Großkonzerns. Was viele aber nicht wissen: auch der ALAC-Code ist seit 2011 öffentlich zugänglich. Das heißt, selbst wenn Apple sich irgendwann entschließen würde, dieses Format nicht mehr zu pflegen, könnte es von freien Entwicklern immer noch bearbeitet werden.

ALAC macht den iPod zum Lossless-Player

ALAC_Bild1

Der aber wohl entscheidende Vorteil des ALAC-Formats ist die Kompatibilität mit Apples iPod. Es gibt natürlich auch etliche andere mobile Abspielgeräte, die beispielsweise das FLAC-Format unterstützen, doch so weit verbreitet wie Apples iPod ist sicherlich keiner. Vielleicht haben Sie ja zuhause noch einen alten iPod herumliegen? Alle Modelle unterstützen nämlich das ALAC-Format und gerade die älteren Modelle mit großer Festplatte eignen sich wunderbar, um die gesamte ALAC-Bibliothek in der Hosentasche dabei zu haben. Zudem findet man Geräte wie den iPod Classic mit viel Speicherplatz auch aktuell noch zu fairen Preise auf dem Gebrauchtmarkt. Nicht zu vergessen, dass ALACs natürlich auch mit Apples AirPlay-Schnittstelle funken.

 

Titelbild: © By OpenClips via Pixabay [CC0 1.0]

Bild 1: © Matthieu Riegler, Wikimedia Commons [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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Teufel Blog Redaktion

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