Das Heimkino und die Beamer-Leinwand



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Wer sich ein Heimkino baut, denkt oft nur an den richtigen Beamer. Dabei spielt die Leinwand mindestens eine genauso große Rolle. Natürlich kannst du das Fernsehbild auch einfach an eine weiße Wand werfen, aber wenn du dir richtiges Kinofeeling wünschst, kommst du um eine gute Leinwand nicht herum. Wir sagen dir, was du beachten musst und wie du das passende Modell findest.

Eine weiße Wand ist keine gute Idee

Ein gutes Heimkino besteht nicht nur aus einer guten Heimkinoanlage, auch die Bildwiedergabe ist ein essenzieller Bestandteil des Home Cinemas. Für richtige Kino-Atmosphäre setzt man in der Regel auf einen Projektor – in Deutschland Beamer genannt. Sie sind inzwischen, genauso wie gute 5.1-Anlagen, in allen Preisklassen zu haben. Doch genau wie bei Lautsprechern gilt hier: Die richtige Aufstellung und Installation des Beamers ist für den optimalen Genuss unerlässlich.

Viel zu oft wird angenommen, eine weiße Wand sei völlig ausreichend.

Zwar funktioniert die Projektion auf selbige zunächst ganz gut, doch schränkt man seinen Beamer so in seinem Leistungsspektrum stark ein. Vor allem Raufasertapeten geben ein schlechtes Bild. Aber auch glatte Wände können nur einen geringen Teil der Leuchtkraft des Beamers ausschöpfen. Wandfarben und Tapeten verfügen zudem über UV-Aufheller, die wiederum die Farbwiedergabe des Beamers verfälschen.

Fazit: Wer sich also für das Heimkino einen Beamer samt Lautsprechersystem zulegt, sollte bei der Leinwand nicht sparen. Auch hier gibt es Einsteiger- und Profi-Modelle. Möglich ist auch ein Selbstbau, wobei Laien eher bei fertigen Beamer-Leinwänden fürs Heimkino zugreifen sollten.

Die herkömmliche und die akustisch transparente Leinwand

Bei der Beamer-Leinwand gibt es zwei Ansätze: Die einfachere und günstigere Variante ist im eigentlichen Sinne gar keine Lein-wand, besteht also nicht aus einem Stoff, sondern einem lichtundurchlässigen Kunststoff. Dieser reflektiert das Licht des Beamers weitaus stärker als eine weiße Wand. Wie hell das Bild auf der Leinwand tatsächliche wirkt, geben die Hersteller mit dem Gain-Faktor an. Eine Beamer-Leinwand im Heimkino sollte etwa einen Gain-Faktor von 0,8 bis 1,2 haben.

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In komplett abgedunkelten Räumen empfiehlt es sich, zu einer Leinwand mit niedrigerem Gain-Faktor zu greifen, da sonst die Schwarzwerte zu gering sein könnten. Eine Leinwand mit höherem Gain-Faktor ist dagegen überall dort zu empfehlen, wo noch Restlicht vorhanden ist. Vor allem wer über einen Projektor Fußball schauen möchte, ist mit einer Beamer-Leinwand mit einem höheren Gain-Faktor gut beraten. So lässt sich auch mit verhältnismäßig viel Restlicht noch alles gut erkennen.

Die zweite Variante ist eine akustisch transparente Leinwand, so wie man sie auch in den großen Kinos verwendet. Dort stehen die Front-Lautsprecher hinter der Leinwand. Das soll laut Versuchen mit Hirnstrommessungen zu einem entspannteren Kinoerlebnis führen. Denn die Quelle von Ton und Bild widerspricht sich nicht mehr – das Gehirn hat es leichter. Außerdem kann es für manche auch ein ästhetischer Gewinn sein, wenn man die Lautsprecher nicht mehr sieht.

Lesetipp: 8 Dinge für einen gemütlichen Heimkinoabend.

Sorgen um die Beeinträchtigung der Klangqualität muss man sich dabei eigentlich nicht machen, denn auch Lautsprecher werden des Öfteren mit Akustikstoff bespannt. Eine akustisch transparente Leinwand für den Beamer im Heimkino ist da nichts anderes, vorausgesetzt man greift zu einem Exemplar mit ordentlichem Material. Der Haken an akustisch transparenten Leinwänden ist nämlich, dass sie preislich eher in der Oberklasse spielen.

Dazukommt, dass man bei der Installation eine Menge beachten muss. So sollte alles, was sich hinter der Leinwand befindet, kein Licht reflektieren und am besten matt-schwarz sein. Das betrifft sowohl den Raum dahinter an sich als auch die Lautsprecher.

Rollo-Leinwand
Eine Leinwand zum Ausrollen.

Die Rollo-Leinwand und die elektrische Leinwand

Wer das Wohnzimmer als Heimkino verwendet, hat aber vielleicht gar kein Interesse, eine Leinwand im sichtbaren Bereich zu platzieren. Eine akustisch transparente Leinwand muss aber meist fest installiert werden und lässt sich nicht mal eben so verstauen. Eine lichtundurchlässige Beamer-Leinwand gibt es auch als Rollo und sogar mit Standfuß als transportable bzw. mobile Leinwand.

Wer seine Leinwand nicht jedes Mal neu aufbauen und justieren will, könnte mit einer elektrischen Leinwand glücklich werden. Sie funktioniert im Prinzip wie eine Rollo-Leinwand, nur eben mit eingebautem Motor. So lässt sie sich komfortabel auf Knopfdruck ein- und ausfahren und kann fest an der Wand oder Zimmerdecke montiert werden.

Preislich liegen Rollo-Leinwände eher im unteren Bereich, auch elektrische Leinwände sind schon für relativ wenig Geld zu haben. Zu sehr aufs Budget achten sollte man aber auch nicht, denn der Motor zum Ein- und Ausfahren der Leinwand ist ein Verschleißteil, das bei günstigeren Vertretern schnell den Geist aufgibt. Bei einer elektrischen Leinwand sollte man eher auf Qualität setzen.

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Die DIY-Leinwand

Die Do-it-yourself-Lösung ist bei Leinwänden zwar naheliegend, mit einem weißen Bettlaken ist es aber nicht getan. Selbstbau ist definitiv eine Lösung, sollte dann aber professionell angegangen werden. Hierfür gibt es bei Fachhändlern Leinwandstoff als Meterware. Auch hochwertige akustisch transparente Leinwandstoffe können als Meterware gekauft werden.

Anschließend fehlt nur noch ein bisschen handwerkliches Geschick, denn so eine Leinwand muss natürlich faltenfrei und stabil installiert werden. Ein Vorteil des Eigenbaus: Du kannst deine Heimkino-Beamer-Leinwand voll und ganz an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Heimkino Leinwand
Diese vier Wände haben das Prädikat „Heimkino“ verdient.

Maskierung nicht vergessen

Die meisten fertigen Beamer-Leinwände kommen bereits mit einer sogenannten Maskierung. Dabei handelt es sich um eine schwarze Umrandung, die die helle Leinwand vom Hintergrund abhebt. Solche klaren Linien am Bildrand erleichtern dem menschlichen Auge das Zusehen und tragen somit wesentlich zum Filmgenuss bei. Ebenso erscheinen Farben kräftiger, als es bei einer komplett weißen Fläche der Fall wäre. Bei der DIY-Leinwand sollte darauf natürlich geachtet werden.

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Fazit: Erst mit der Leinwand wird das Heimkino zum Erlebnis

  • Für welche Art von Beamer-Leinwand du dich für dein Heimkino entscheidet, hängt von deinen Vorstellungen und deinem Budget ab.
  • Eine akustisch transparente Leinwand ist für den Cineasten eine wunderbare Lösung.
  • Fußballfans werden mit einer Beamer-Leinwand mit hohem Gain-Faktor glücklich.
  • Wer das Heimkino lieber unauffällig im Wohnzimmer unterbringen möchte, ist mit (elektrischen) Rollo-Leinwänden gut beraten.

Titelbild: OpenClipartVectors, Quelle: Pixabay.com Lizenz: Pixabay License.
Bild 1: donfla „Finale Deutschland : Spanien“, Quelle: Flickr.com Lizenz: CC BY 2.0.
Bild 2: OpenClipartVectors, Quelle: Pixabay.com Lizenz: Pixabay License.
Bild 3: Stephen Bowler „Fish-eye Home Theatre“, Quelle: Flickr.com Lizenz: CC BY 2.0.

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  1. Max
    04. Aug. 2020, 23:14

    Sehr guter Blog-Artikel!

  2. Andy
    03. Nov. 2017, 0:51

    Sehr interessanter Beitrag. Ich selbst schreibe auch über Beamerleinwände und bin gerade dabei mir mein privates Heimkino einzurichten :)
    Ich baue grade selbst eine Rahmenleinwand, da diese meiner Meinung nach unerlässlich sind im Kino/Heimkino. Wenn ich damit fertig bin, kommt dann noch eine Hifi-Anlage 5.1 in den Keller :-)

    Jedenfalls cooler Artikel.

    Lieben Gruß
    Andy

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Autor

Teufel Blog Redaktion

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