Die Soundkarten: Digitale und analoge Anschlüsse (Teil 2)

Einige Grundlagen zu Soundkarten haben wir bereits im ersten Blog Post zum Thema Soundkarte und Computer-Klang erläutert: Soft- und Hardware bestimmen die Signalverarbeitung und damit die Klangqualität eines Computers. Deswegen können hochwertige Lautsprecher ohne adäquate Soundkarte ihre Qualitäten nicht ausspielen. Wichtige Eigenschaften einer Soundkarte sind die Bauweise (intern oder extern) und die Anzahl der Kanäle, die sie unterstützt. In diesem Beitrag gehen wir detaillierter auf analoge und digitale Anschlüsse ein und erläutern, welche Bedeutung der Rauschabstand für Soundkarten hat.

Soundkarte anschließen: Klinke dominiert auf Soundkarten

Angeboten werden interne und externe Ausführungen, die im Gehäuse über PCI-Express und extern meistens über USB, seltener über Firewire, angeschlossen werden. Nur wie sieht der Anschluss zur Anlage aus? Als Anschlüsse dominieren auf Soundkarten aus Platzgründen vor allem Klinkenbuchsen.

 

Zwei Klinken-Stecker
Klinken-Stecker begegnen dir vermutlich am häufigsten, wenn du eine Soundkarte anschließt.

Ein Klinkenausgang kann Daten für Stereo (zwei Kanäle) liefern. Der Anschluss von Stereoquellen gestaltet sich auch sehr einfach. Alles was hier benötigt wird, ist ein passender Y-Adapter (Klinke-Cinch), mit dem die Tonquelle an die Eingänge für »Front left« und »Front right« angeschlossen wird. Besitzt das anzuschließende Gerät bereits einen Stereo-Cinchausgang, dann genügt natürlich auch eine Direktverbindung per Cinchkabel.

Auf einer Soundkarte, die eine 5.1-Konfiguration unterstützt, erfolgt die Übertragung häufig über 3 Klinkenausgänge (3,5 mm):

  • 1 Ausgang für die beiden Front-Speaker
  • 1 Ausgang für die beiden Surround-Speaker
  • 1 Ausgang für Center und Subwoofer

Die genaue Belegung der Ausgänge bei deiner Soundkarte kannst du dem Handbuch entnehmen. Analoge Cinch-Kabel werden bei 5.1-Systemen ebenfalls über Y-Adapter an den Klinkenausgängen angeschlossen. Darüber hinaus sind an Soundkarten je nach Ausführung auch digitale Schnittstellen zu finden. TOSLINK mit optischer Übertragung ist dabei häufiger vertreten als digitale Koax-Schnittstellen.

Guter Sound beim Gaming mit diesen Produkten

Bei der Übertragung digitaler Daten bleibt die Soundkarte außen vor

Digital übertragene Daten nutzen das Potenzial der Soundkarte nicht aus. Gerade der Digital-Analog-Wandler, der entscheidend für einen guten Klang ist, kommt nicht zum Einsatz. Wenn die Audiodaten digital über eine S/PDIF-Schnittstelle oder HDMI verschickt werden, erfolgt die Umwandlung in den (Aktiv-)Lautsprechern oder einem anderen Empfangsgerät. Auch bei Lautsprechern und Kopfhörern, die über USB an den Computer angeschlossen werden, liegt eine Soundkarte brach. In diesen Geräten ist ein kleiner interner Wandler für den Betrieb integriert. Nicht weiter problematisch ist „das Übergehen“ des Wandlers der Soundkarte, wenn Lautsprecher und Kopfhörer an einen Verstärker mit gutem Digital-Analog-Wandler angeschlossen sind.

Im Übrigen kannst du mit einer Soundkarte auch passive Lautsprecher ohne Verstärker betreiben. Voraussetzung dafür ist, dass in der Soundkarte ein Verstärker integriert ist. Solche externen Soundkarten kosten entsprechend mehr.

In diesem Video werden die Unterschiede zwischen einer Onboard-Soundkarte und einer separaten Soundkarte für den internen Einbau erläutert:

Rauschabstand: Wie rein ist das Signal?

Soundkarten-Hersteller verweisen häufig auf den Rauschabstand als wichtiges Qualitätsmerkmal im Vergleich zu Onboard-Chips. Damit wird das Verhältnis der Leistung des Audiosignals (Nutzsignal), das tatsächlich für den Betrieb der Lautsprecher relevant ist, zur Leistung von Störsignalen bezeichnet. Störsignale wie Netzbrummen sind bei analog übertragenen Daten immer vorhanden. Entscheidend ist, wie gut sich das Audiosignal von den unerwünschten Signalen abhebt (Rauschabstand). Angegeben wird der Rauschabstand ebenso wie der wahrgenommene Schalldruck in der Maßeinheit Dezibel (dB). Gute Soundkarten erreichen einen Wert von über 115 dB. Onboard-Soundchips liegen teils deutlicher unter 100 dB.

Teufel Concept E 450 als externe Soundkarte

Teufel Anlage Concept E 450 Subwoofer und Lautsprecher
Die Anlage Teufel Concept E 450 sorgt für besten Sound beim zocken.

Mit dem Teufel Concept E 450 erhälst du eine leistungsstarke externe Soundkarte für 5.1-Systeme dazu.

    • ▶ Im Subwoofer sind ein Cirrus-Chipsatz mit hochauflösender Signalverarbeitung (24 Bit) und ein hochwertiger Digital-Analog-Wandler verbaut.
    • ▶ Die Lautsprecher werden mit einem Klasse-D-Verstärker betrieben.
    • ▶ Für verlustfreies Streaming ist Bluetooth aptX an Bord und mit einer komfortablen Funkfernbedienung steuerst du die Anlage, die deine Games – ob auf dem PC oder der Konsole – mit bestem Sound zum Leben erweckt.

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Fazit: Soundkarte nur bei analoger Übertragung sinnvoll

      • Klinkenausgänge werden häufig bei der Übertragung analoger Datenströme eingesetzt.
      • Für den Betrieb von Passiv-Lautsprechern werden externe Soundkarten mit Verstärker angeboten.
      • Werden Audiodaten über einen Digitalausgang übertragen, bleibt der Digital-Analog-Wandler ungenutzt.
      • Der Rauschabstand gibt an, wie gut sich das Nutzsignal vom Hintergrundrauschen abhebt. Je größer der Abstand, desto „reiner“ ist das Signal.
Bild 1: ©nickfrom bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: pixabay

Neueste Beiträge

  1. Dennis Behne
    02. Okt. 2018, 17:22

    Hallo,
    in Ihrem Artikel gehen sie auf die Zusammenarbeit von PC und dem „Teufel Concept E 450“ ein und bewerben dieses als „externe USB-Soundkarte“. Ich stelle mir das Erstellen eines analogen Audiosignals ganz grob so vor: Eingangs(-roh)daten → Verarbeitung zu digitalem Signal → D/A-Wandlung → Verstärkung. Gibt es einen Unterschied bei der D/A-Wandlung zu Hifi Systemen, die Ihre Daten über Toslink erhalten? Da mich die (zusätzliche) Anschaffung eines Teufel Hifi Stereo (mit Verstärker) Systems für meinen PC reizt (Filme, Musik und auch Spiele) und ich eventuell meine uralte X-Fi Fatality… entsorgen könnte, interessiert es mich gerade im Bereich der Spiele,
    1) ob es nicht doch irgendwelche Unterschiede bei der Vorbereitung der digital übertragenen Daten bzgl. Onboard vs. Soundkarte gibt; außer, dass dem Prozessor etwas Arbeit abgenommen wird. Kommen bei Toslink die gleichen Daten an?
    2) ob es Unterschiede bei der Verarbeitung des digitalen Signals bei hochwertiger Soundkarte (intern/extern USB) vs. Hifi-Verstärker (Toslink) gibt.
    3) bis zu welchem Mehrkanalsystem eine Toslink Übertragung noch sinnvoll ist und USB die bessere Wahl darstellt.

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Teufel Blog Redaktion

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