Audiokabel – wissen, was wohin gehört

Wenn die Rede von Audiokabeln ist, fallen häufig die Begriffe Klinke, Koaxial und Cinch. Allerdings sorgen sie häufig eher für Verwirrung, als Klarheit zu schaffen. Denn die Begriffe bezeichnen zunächst nur den Aufbau von Kabeln bzw. Steckverbindungen, nicht aber bestimmte Typen von Audiokabeln. Wir entwirren den Kabelsalat.

3 Grundbegriffe der Kabelkunde

Klinke: Die Größe und Belegung von Klinkensteckern unterscheidet sich je nach Ausführung – erkennbar an der unterschiedlichen Anzahl von Kunststoffringen am Schaft der Steckverbindung. Über die Kabel werden in der Regel analoge Mono- und Stereosignale von Zuspielern zu Lautsprechern oder Kopfhörern übertragen. So gut wie jeder hat schon einmal die 3,5-mm-Klinke seiner Kopfhörer in den entsprechenden Ausgang an Smartphone, Notebook oder Anlage gesteckt. Die Steckverbindung kann aber auch für die Übertragung optischer Signale (TOSLINK-Klinke) eingesetzt werden.

Cinch: Cinch- bzw. RCA-Stecker sind ebenfalls eine weit verbreitete Art der Steckverbindung bei Audiokabeln. Im Gegensatz zu Klinkensteckern werden analoge Signale über zwei Cinch-Kabel bzw. ein Y-Cinch-Kabel mit zwei Steckverbindungen übertragen. Der rechte Kanal ist weiß, der linke rot markiert. Cinch-Stecker können auch digitale Signale übertragen. Sowohl analoge als auch digitale Cinch-Stecker kommen in Verbindung mit Koaxialkabeln zum Einsatz.

Audiokabel mit Cinch-Steckverbindung für Stereosignale
Stereo-Cinch-Kabel mit 0,5 m Länge

Koaxial-Kabel: Cinch-Stecker bilden im Audiobereich die Verbindung von Kabeln mit Koaxial-Architektur. „Koaxial“ bedeutet, dass ein Kabel aus voneinander isolierten Innen- und Außenleitern besteht. Das analoge bzw. digitale Signal fließt durch den innenliegenden Leiter. Entscheidender Unterschied zwischen Koaxialkabeln für analoge und digitale Signale ist die sogenannte Impedanz (Widerstand). Digitalsignale benötigen einen Widerstand von 75 Ohm. Analog-Koax-Kabel arbeiten dagegen meist mit 50 Ohm.

Die wichtigsten Audiokabel in der Übersicht

  • 3,5-mm-Klinkenkabel: Klinkenkabel – meist mit 3,5-mm-Steckern – übertragen im Heimaudiobereich analoge Mono- oder Stereo-Signale. Klinkenkabel können auch Mikrofonsignale und andere externe Signale weiterleiten. Die entsprechenden Eingänge zur Soundkarte heißen in der Regel Line-in, die Buchsen für Kopfhörer Line-out.
  • Analog-Koax-Kabel (RCA): Die Kabel dienen vorrangig der Übertragung analoger Stereo-Signale. Es ist auch möglich, eine 5.1-Anlage mit einem analogen 5.1-Cinch-Kabel-Set anzusteuern. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn du einen älteren AV-Receiver ohne HDMI-Schnittstellen mit einem Blu-ray-Player verbinden willst.
  • Digital-Koax-Kabel: Ein digitales Koaxial-Kabel kann digitale Stereo- und Mehrkanal-Signale vom Zuspieler zum Verstärker leiten. Es funktioniert in Verbindung mit der sogenannten SPDIF-Schnittstelle. Ein Nachteil: Für hochauflösende bzw. unkomprimierte Audioformate wie Dolby True HD reicht die Übertragungsrate nicht aus.
  • Digitales Koaxial-Kabel mit 1,5 m Länge

  • TOSLINK: TOSLINK-Kabel setzen wie digitale Koax-Kabel auf der Schnittstelle SPDIF auf. Allerdings wird das Signal nicht über Strom, sondern über Lichtsignale übermittelt. Deswegen unterscheiden sich diese Audiokabel in Aufbau und Steckverbindung von Koax-Kabeln. Großer Vorteil der optischen Übertragung: Das Signal ist nahezu resistent gegen Störungen.
  • XLR-Kabel: XLR-Kabel sind im Heimkino-Bereich zwar selten zu finden, dafür aber in der Studio-Technik umso weiter verbreitet, beispielsweise bei Studiomikrofonen. Analoge Signale werden meist über eine 3-polige Steckverbindung übertragen.
  • HDMI: Die Audio/Video-Schnittstelle ist das Maß aller Dinge im modernen Heimkino. Ihre Vorteile: hohe Bandbreite, geringes Kabelaufkommen und geringe Störanfälligkeit. Ob es auch ganz ohne Kabel geht, erläutern wir im Beitrag zu Wireless HDMI.

Hier findest du ausführliche Informationen zum Anschließen von Lautsprecherkabeln.

Kuppelkünstler – Audiokabel von Teufel

  • Stereo-Kabelset: Hier ist alles dabei, was du brauchst, um die Lautsprecher zum Schwingen zu bringen. Es beinhaltet neben einem 2.0-Lautsprecherkabel auch Bananenstecker und Spikes zur optimalen Lautsprecher-Entkopplung.
  • Das 5.1-PC-Kabel-Set: Mit diesem Set bringst du Audiosignale sicher vom Computer zu deiner Anlage. Das Set besteht aus drei Cinch-Klinke-Adaptern, drei Stereo-Cinch-Kabeln und einem Lautsprecherkabel.

 

banana plugs

Bananenstecker


zu weiteren Infos

Satellite spikes

Satelliten Spikes


zu weiteren Infos

Fazit: Mit drei Grundbegriffen den Durchblick bei Audiokabeln

  • Während Klinke und Cinch Steckverbindungen bezeichnen, ist mit Koaxial ein bestimmter Kabelaufbau gemeint.
  • Koaxial-Kabel mit Cinch-Verbindung können sowohl analoge als auch digitale Audiosignale übertragen.
  • Kabel mit Klinkenstecker kommen bei tragbaren Geräten (Smartphone) und beim Ein- und Ausgang von Soundkarten zum Einsatz.
  • Sowohl optische TOSLINK-Kabel als auch analoge Koaxialkabel arbeiten in Verbindung mit der SPDIF-Schnittstelle.
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Teufel Blog Redaktion

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