TEAC Plattenspieler mit Schutzhabe und Anschlüssen

Plattenspieler und Teufel Streaming Technologie verbinden

Selbst Medienexperten haben Magnetband-Kassetten und andere analoge Tonträger längst nur noch als Eintrag in Geschichtsbüchern vermutet, doch insbesondere Schallplatten erleben gerade eine Renaissance. Im Blog informieren wir Euch über Plattenspieler-Technik und Möglichkeiten, einem Plattenspieler mit einem Teufel Streaming System zu verbinden. Denn auch wenn Audiostreaming und Schallplatten aus zwei verschiedenen Zeiten zu stammen scheinen, kann man die Vorteile beider Welten nutzen.

Doch zunächst geht der Blick auf den Schallplattenspieler: Die Gründe für den unverhofft wieder erstarkten Markt für Schallplatten liegen bei näherer Betrachtung womöglich auf der Hand: MP3s und verlustbehaftete Audioformate waren wegen der teilweise starken Signalkomprimierung bei HiFi-Fans ohnehin nicht zwingend erste Wahl und CDs sind einfach nicht für die Ewigkeit gemacht. Eine Schallplatte dagegen hält ein Leben lang, vorausgesetzt man geht sorgsam mit ihr um. Zudem schwören Vinyl-Fans auf den Klang der Platten. Werden diese von einem hochwertigen Plattenspieler über hochwertige Anlagen wiedergegeben, so kommt dies der Meinung vieler nach dem perfekten HiFi-Erlebnis schon sehr nahe.

Genau deshalb sind Plattenspieler momentan so gefragt wie schon lange nicht mehr. Und der Spaß muss nicht einmal besonders teuer sein – bereits ab 50 Euro sind neue Plattenspieler zu haben. Doch Vorsicht, viele dieser sehr preiswerten Plattenspieler taugen nicht unbedingt dazu, Ihnen ein bestmögliches Klangergebnis zu bescheren. Wer wirklich von der hohen Qualität der Schallplatten profitieren möchte, muss etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Grund genug, uns dem Thema zu widmen.  HiFi-taugliche Plattenspieler können durchaus mehrere Hundert Euro kosten. Wie in jedem anderen Teilbereich der HiFi-Welt gibt es auch hier nach oben kaum Grenzen. So kosten beispielsweise die teuersten Geräte auch mal sechsstellige Summen. Im folgenden Video kann man sich die Produktion eines solchen High-End-Plattenspielers ansehen:

MC- vs. MM-Systeme

Man unterscheidet bei Plattenspielern vor allem zwischen den verschiedenen Tonabnehmersystemen. Das sogenannte MM-System arbeitet mit Magneten, daher auch der Name der MM-Systeme: „Moving Magnet“ (dt. „bewegter Magnet“). Sie sind vor allem im Einsteiger- und Mittelklassebereich zu finden und bilden die unkompliziertere Variante, Schallplatten zu hören. Denn MM-Systeme liefern eine relativ hohe Ausgangsspannung und können daher an fast jedem Verstärker mit Phono-Eingang betrieben werden. Die wechselbaren Nadelträger der MM-Systeme machen diese zwar flexibel, doch allerhöchste Präzision erreicht man nur mit den festverbauten Nadelträgern der MC-Systeme. MC steht für „Moving Coil“ (dt. „bewegte Spule“).

Plattenspieler mit MC-System sind in der Regel teurer als solche mit MM-System. Außerdem bieten sie eine sehr geringe Ausgangspannung und stellen damit recht hohe Anforderungen an den Verstärker. Daher ist in vielen Fällen ein zusätzlicher Entzerr-Vorverstärker notwendig, auch Phonoverstärker oder Phonovorverstärker genannt. Im Vergleich zu MM-Systemen sind die Geräte allerdings weniger störanfällig. Viele HiFi-Enthusiasten bescheinigen ihnen auch den besseren Klang – doch wie so oft gehen hier die Meinungen auseinander.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass MM-Systeme meist unkomplizierter und preiswerter sind, MC-Systeme dagegen teurer, aber oft auch hochwertiger. Hier abgebildet ist ein austauschbarer Elektromagnetischer Wandler, also ein MM-System.

Erfahre hier mehr zu Plattenspieler mit Lautsprecher.

MM-Tonabnehmer eines Plattenspielers
Der MM-Tonabnehmer des TN-300 in Großaufnahme

Riemenantrieb vs. Direktantrieb

Bevor Sie in der Lage sein sollten, den richtigen Plattenspieler für sich auszuwählen, muss noch die Frage des Antriebs geklärt werden. Damit sich die Scheibe dreht, muss der Plattenteller von einem Motor angetrieben werden. Der Riemenantrieb überträgt die Drehung – wie der Name schon vermuten lässt – mithilfe eines Riemens. Daher muss er auch nicht wie der Direktantrieb direkt unter dem Plattenteller verbaut werden, sondern kann theoretisch überall sitzen. Über den meist aus Gummi bestehenden Riemen können keinerlei Störgeräusche vom Motor übertragen werden. Aufgrund der hohen Laufruhe und des daraus resultierenden guten Klangs ist der Riemenantrieb wie geschaffen für den Heimgebrauch. Allerdings muss der Riemen alle paar Jahre ausgetauscht werden.

Für den professionellen Einsatz von Plattenspielern ist dieser Antrieb allerdings nicht geeignet. DJs setzen seit jeher auf den Direktantrieb. Damit sind manuelle Plattentellerbewegungen (bspw. beim „Scratchen“) möglich, ohne dass der Riemen abrutscht oder gar reißt. Zudem starten Plattenspieler mit Direktantrieb schneller, was für eine Tätigkeit als DJ essenziell ist. Sollte eine Platte leiern oder zu schnell laufen, ermöglicht ein Direktantrieb es, die Geschwindigkeit stufenlos zu regeln. Das ist auch wichtig, wenn ein DJ den Übergang zweier Lieder nahtlos gestalten will.

Wer allerdings keine DJ-Ambitionen hat, ist mit einem Riemenantrieb in der Regel besser beraten.

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So kann ein Plattenspieler mit Teufel Streaming streambar gemacht werden

Wer sich schon einmal mit der Teufel Streaming Technologie beschäftigt hat, wird sich an dieser Stelle womöglich verwundert die Augen reiben. Was haben das innovative, über eine Smartphone-App steuerbare Audiostreaming-System und Schallplatten gemeinsam? Es ist die Möglichkeit, Musik bestmöglich wiederzugeben. Denn diese zwei Welten passen nur auf den ersten Blick nicht zusammen. Teufel Streaming basiert zwar auf WLAN-Übertragung, eine Technologie, an die beim Erscheinen der ersten Schallplatten noch lange nicht zu denken war. Doch besitzt jedes Teufel Streaming-Gerät mit einem Stereo-Cinch-Eingang die notwendige Schnittstelle, um die analoge und die digitale Welt zu verbinden.

Ist der Plattenspieler daran angeschlossen, so wird das Audiosignal von Teufel Streaming Lautsprechern abgespielt. Mehr noch – das über Line-in eingespielte Signal wird vom integrierten Analog-Digital-Wandler digitalisiert und kann dann via Controller App in andere Räume gestreamt werden. So kannst du deine Vinyl-Schätzchen im ganzen Haus streamen. Schallplatte 2.0 oder mit Teufel Streaming „Zurück in die Zukunft“. Probiert es doch mal aus.

TEAC Plattenspieler für deine Teufel Anlage

Die Plattenspieler von TEAC sind die ideale Vinyl-Ergänzung deiner Anlage. Du kannst sie bequem in unserem Onlineshop bestellen.

  • TEAC TN-300: Erstklassiger MM-Abnehmer von Audio-Technica, mit integriertem Phono-Verstärker (mit Line-Phono-Schalter) und starker Verarbeitung mit vergoldeten Anschlüssen – dieses Schmuckstück lässt keine Vinyl-Wünsche unerfüllt. Über den USB-Ausgang kannst du außerdem deine Plattensammlung bequem digitalisieren.
  • TEAC TN-400 BT: Dieser Plattenspieler verbindet die gewohnt herausragenden Qualitäten eines TEAC-Plattenspielers mit Bluetooth-Funktionalität! Das ausbalancierte System schickt dank Bluetooth aptX Vinyl-Sound drahtlos an deine Lautsprecher.
Titelbild: © By Knipsermann (33 Umin) [CC BY 2.0 de], via Wikimedia Commons
Bild 1: © By Woody at de.wikipedia (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Plattenspieler und Teufel Streaming Technologie verbinden
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  1. Jonas
    01. Mrz. 2019, 22:36

    Sehr interessanter Beitrag! Mir war bis vor kurzem noch garnicht bewusst, dass Plattenspieler überhaupt noch verkauft werden :D Allerdings hat sich mein Schwager für kurzem so ein Gerät geholt und ich war direkt sehr fasziniert.

  2. Florian Frank
    23. Feb. 2019, 18:29

    Guten Tag,
    mein Technics SL-1210 MK2 ist über einen Phonvorverstärker von Project (Phono Box S) mit den Stereo M verbunden. Die Nadel des Tonabnehmers ist neu. Dennoch klingen die Platten dumpf und der Bass diffus, der Klang ist nicht gut. Die Qualität des Sounds ist deutlich schlechter als über Stream. Im Teufel Shop im Bikini klang der Sound der dortigen Stereo M über Platte auch deutlich schlechter als gestreamt. Ich befinde mich noch in der „Probezeit“ und denke darüber nach, die Boxen zurückzugeben, weil ich bisher keine Lösung gefunden habe. Könnt Ihr mir kurzfristig weiterhelfen? Danke und LG

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      25. Feb. 2019, 10:56

      Hallo Florian, Teufel Streaming bietet dir einen in App Equalizer, bitte versuche erstmal über diesen das Tonsignal auf deine Wünsche einzustellen.

  3. Rico
    27. Jul. 2018, 18:36

    Teufel ist echt ne gute Firma, habe ein Internetradio von Teufel.
    Das Teil hat einen Hammermäsigen sound…..

  4. Bob
    07. Okt. 2017, 12:46

    Geiler Beitrag, geht doch nichts über Teufel….

  5. Martin
    03. Jul. 2017, 1:05

    Sehr interessanter Beitrag! Gerade die Unterschiede zwischen Riemenantrieb und Direktantrieb werden vielen Hobby-Scratchern einiges erklären…

    Viele Grüße

  6. Alex
    26. Mai. 2017, 10:50

    Schöner Guide, der wird gleich mal geteilt. Ich bin echt super gespannt, wo die Reise mit den Plattenspielern und der ganzen Technik die uns heute zur Verfügung steht noch hingeht.

    VG
    Alex

  7. Peter
    25. Apr. 2017, 19:23

    Das ist ein sehr interessanter Beitrag.
    Perfekt wird das Ganze wenn der Stream, ich denke das ist Flac codiert, gespeichert werden könnte. Sozusagen Raumfeld als High Quality Ripper.
    Oder habe ich da etwas aus technischer Sicht falsch verstanden.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      26. Apr. 2017, 12:15

      Hallo Peter, danke für dein Feedback. Zum direkten Speichern von Inhalten ist Raumfeld allerdings technisch nicht in Lage und würde wohl auch den Funktionsumfang springen.

  8. Theo
    18. Mrz. 2017, 13:05

    Etwas, was oftmals nicht in Erwägung gezogen wird, ist die Verfassung der abzuspielenden Platten. Gibt es Schallplatten, die vorher mit einem Billig-Abspieler und hoher Auflagekraft abgepielt wurden, sind die Rillen derart angegriffen, dass sie eine höherwertige Nadel (Saphir) in Mitleidenschaft ziehen. Diese dann wiederum angegriffene Nadel zerstört weitere Platten. Es ist ein „Circulus Vitiosus“ wie bei der Maul- und Klauenseuche. Es gibt Apspielsysteme, die bis € 500,-kosten und eine Auflagekraft haben, die etwas über 0,5 gramm liegt. Jetzt braucht nan nicht viel Phantasie, was mit diesem Nadel-System geschieht, wenn eine Schallpltte aufgelegt wird, die vorher mit einem Reibeisen 3, 4, 5 Gramm behandelr wurde. Es gibt Puristen, die leihen keine Schallplatte aus, denn wenn sie zurückkommt, wird die Nadel angefressen und weitere Platten werden in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt Freaks die spielen wegen der Dämpfung ihre Platten nur nass (Isopropanol-Wasser-Gemisch) ab.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      20. Mrz. 2017, 11:13

      Hallo Theo, vielen Dank für dein Kommentar.

  9. Murat
    12. Mrz. 2017, 13:07

    Vielen Dank für den informativen Blogbeitrag. Als Vinyl-Veteran kann ich Ihre Ausführungen über den Antrieb jedoch nicht nachvollziehen. Gerade der Riemenantrieb ist die ungenaueste Art, einen Plattenteller zu bewegen. Die Schwungmasse eines schweren Tellers macht den perfekten Rundlauf aus. Der Gummiring verliert aber bereits nach kurzer Zeit die nötige Spannung und rutscht durch. Außerdem wird das Material spröde, der Ring reißt. Ein Auswechseln des Transmitters ist in der Regel mit Aufwand verbunden. Verdreht sich der Ring, ist ein runder Lauf des Tellers nicht gewährleistet – der Ton „eiert“. Von Laufruhe kann also beim Riemenantrieb nicht gesprochen werden und eignet sich aus meinen Erfahrungen auf keinen Fall für einen guten Klang. Aus dem Grund sind in den 1970er Jahren Direktantriebe für hochwertige HiFi Wiedergabe entwickelt worden, die keinerlei Störgeräusche an die empfindliche Elektronik weitergeben.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      20. Mrz. 2017, 11:36

      Hallo Murat, vielen Dank für deinen nachvollziehbaren Kommentar. Wir werden das Thema Direktantrieb bei Gelegenheit gerne nochmals aufgreifen.

  10. Jan Müller
    20. Feb. 2016, 18:50

    Ich habe einen Technics 1210 MK2 Plattenspieler an den Line-In des Connectors angeschlossen. Zudem habe ich die Line-In Verstärkung über die App um die vollen 12 dB angehoben. Leider kommt immer noch alles sehr leise und dumpf an. Um halbwegs was zu hören, muss ich die Lautstärke von 10 auf 20 anheben. Bitte helft mir!
    Der Connector ist über ein Optisches Kabel an meine Cinebar 52 THX angeschlossen.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      22. Feb. 2016, 16:09

      Hallo Jan, für Anfragen wie deine, haben wir unseren Support, der dir gern hilft. Bitte mal weiterleiten an service@teufel.de . Danke dir.

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Teufel Blog Redaktion

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