Der Plattenspieler TEAC TN-300 kann Schallplatten digitalisieren

Vinyl zu Bytes – Digitalisierung von Schallplatten

An Schallplatten nagt der Zahn der Zeit – oder genauer: Es kratzt die Nadel des Tonabnehmers. Das Digitalisieren von Schallplatten kann dabei helfen, Tonaufnahmen zu konservieren und die eigene Sammlung mobiler zu machen. Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren, um Vinyl-Platten in die digitale Welt zu überführen. Wir stellen zwei Arten vor.

Vorab sollte man wissen, dass die Digitalisierung vergleichsweise (zeit-)aufwendig ist. Dabei ist auch nicht garantiert, dass die digitale Kopie bis in die Details dem analogen Original entspricht. Wenn es also darum geht, Musik unterwegs zu hören, können Streaming-Dienste oder gekaufte Musik letztlich die einfachere Lösung sein.

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Digitalisieren mit USB-Plattenspielern

USB-Plattenspieler sind die einfachste Methode, Schallplatten zu digitalisieren. Die Geräte können über USB mit dem PC verbunden werden. Dabei sollte der Plattenspieler vom PC automatisch erkannt werden. Für die Digitalisierung wird die Schallplatte einmal abgespielt. Zusätzliche Hardware ist nicht notwendig, wenn der Plattenspieler mit einem Vorverstärker ausgestattet ist, was bei den USB-Geräten der Fall sein sollte.

Allerdings ist eine Software für die digitale Aufnahme Voraussetzung. Die wohl bekannteste heißt Audacity und ist kostenlos unter GNU-Lizenz im Netz verfügbar. Zur möglichen Bearbeitung der digitalisierten Schallplatte erklären wir später mehr. Zwischen den USB-Plattenspielern können Qualitätsunterschiede in Bezug auf die ausgegebenen Dateien bestehen. Ein Bittiefe von 16 Bit und eine Taktrate von 44,1 kHz sind empfehlenswert. Das entspricht CD-Qualität.

Mit dem PC Schallplatten digitalisieren

Vinyl-Platten lassen sich auch mit einem herkömmlichen Plattenspieler (mit Phono-Ausgang) digitalisieren. Dabei kann es sein, dass du eine Phono-Vorstufe als zusätzliche Hardware benötigst. Grundsätzlich kannst du auch die Vorstufe der vorhandenen Anlage verwenden und von dieser das Signal zum Eingang der PC-Soundkarte (Line-in) leiten. Die Signalkette eines klassischen Set-ups zur Schallplatten-Digitalisierung sieht so aus: ➊ Plattenspieler ➋ Phono-Vorstufe ➌ Line-in der Soundkarte des PCs.

  • ➊ Mindestens so wichtig wie Vorstufe und Wandler ist die Qualität des Plattenspielers. Ein schlecht eingestellter Tonabnehmer oder ein unzureichend entkoppelter Plattenspieler können die Qualität der Aufnahme stören. Zudem solltest du die Schallplatten vor dem Digitalisierungsdurchlauf unbedingt reinigen.
  • ➋ Die Phono-Vorstufe dient dazu, das vom Tonabnehmer erzeugte analoge Signal so zu verstärken, dass es im PC verarbeitet werden kann. Falls das nicht möglich ist, muss eine externe Vorstufe her. Achte darauf, dass diese zum Tonabnehmer (MM oder MC?) passt.
  • ➌ In der Regel drücken die A/D-Wandler integrierter Soundkarten bzw. -chips das Qualitätsniveau nach unten. Für höhere Ansprüche kann es sich lohnen, einen externen Wandler anzuschaffen. Dieser sollte eine Bittiefe von 24 Bit erreichen.

Für die Digitalisierung von Vinyl-Platten sind Kombigeräte aus Vorstufe und A/D-Wandler eine funktionale Lösung. Das erzeugte digitale Signal kann dann einfach über USB abgenommen werden.

Hinweis zur Haltbarkeit von Vinyl-Platten: Grundsätzlich nutzt Abspielen die Vinyl-Rillen schleichend ab. Das vollzieht sich aber so langsam, dass du es zunächst nicht mitbekommst. Man sagt, dass sich der Sound nach etwa 500 Durchläufen hörbar verschlechtert. Dieser Prozess kann sich natürlich beschleunigen, wenn der Plattenspieler nicht richtig eingestellt ist oder die Pflege der Platten vernachlässigt wird.

Aufnahme-Software für die digitalisierten Platten

Neben der erwähnten Software Audacity (Windows und macOS) stehen viele weitere Audio-Bearbeitungsprogramme zur Auswahl, beispielsweise das kostenlose Traverso DAW oder das kostenpflichtige Magix Audio Cleaning Lab. Mac-Nutzern steht außerdem kostenlos Garageband zur Verfügung. Verglichen mit anderen Sound-Editing-Programmen ist Audacity kein sonderlich umfangreiches Programm, bietet aber genügend Funktionen, um die digitalisierten Dateien „zu schneiden“ und in der weiteren Nachbearbeitung Soundverbesserungen zu erzielen.

Wer Platten mit den vorgestellten Verfahren digitalisiert, wird bei der digitalen Wiedergabe kaum den gleichen Klang erhalten wie auf dem Original. Vinyl-Liebhaber werden das sicherlich als subjektiven Nachteil erleben. Objektiv gesehen lässt sich aber die Klangqualität der digitalen Version durchaus verbessern, indem man Audio-Programme einsetzt. Die Bedienung eines Programms wie Audacity erfordert zwar etwas Einarbeitungszeit, ist grundsätzlich aber auch für Laien möglich. Audio-Dateien werden in einer Soundkurve visualisiert, in der man beispielsweise die Übergänge zwischen den Titeln gut erkennen kann. Es ist also möglich, diese direkt anzuwählen. Klickgeräusche und Rauschen lassen sich per Mausklick entfernen, weil die Software diese automatisch erkennt.

In diesem Video werden einige der grundlegenden Einstellungen bei der Digitalisierung von Schallplatten erläutert:

Kein Entweder-oder – Vinyl und digital

Ultima 40 Lautsprecher mit USB-Plattenspieler TEAC 300-TN
Mit Extra-Feature – Im Set ist auch die Funkfernbedienung Puck Control dabei.
  • TEAC TN-300: TEAC hat mit dem TN-300 einen hochwertigen Plattenspieler (Technica-Tonabnehmer) gebaut, der durch den integrierten Phono-Verstärker vielseitig einsetzbar ist. Das Signal lässt sich über den Analogausgang direkt zu einem herkömmlichen Vorverstärker leiten. Dazu kannst du mit dem TEAC TN-300 Schallplatten digitalisieren. Das digitalisierte Signal wird über den integrierten USB-Ausgang zum PC geleitet.
  • TEAC TN-300 und Ultima 40: Dieses Set-up hat alles, was Musikliebhaber brauchen. Du benötigst dank integrierter Vorstufe im TN-300 und verstärkten Ultima 40 keine zusätzliche Hardware. Deine Musik kannst du außerdem über Bluetooth aptX zu den Lautsprechern streamen.

Stereo-Sound für Liebhaber

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Fazit zur Digitalisierung von Schallplatten

  • Die Digitalisierung von Schallplatten kann dazu dienen, die Sammlung zu konservieren und mobil verfügbar zu machen.
  • USB-Plattenspieler mit integrierter Phono-Vorstufe stellen dazu eine einfache Methode ohne zusätzliche Hardware dar.
  • Herkömmliche Plattenspieler können über eine externe Phono-Vorstufe mit dem PC verbunden werden.
  • Voraussetzung für beide Methoden ist ein PC mit einer Aufnahme- und Bearbeitungssoftware wie Audacity.
Vinyl zu Bytes – Digitalisierung von Schallplatten
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  1. Christian Meter
    10. Okt. 2018, 15:51

    Klasse Artikel,super geschrieben!

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Teufel Blog Redaktion

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