„Der Weltraum – unendliche Weiten …“ Echte Trekkies dürften schon bei der ikonischen Einleitung von Raumschiff Enterprise (Original: Star Trek; später auch Star Trek: The Original Series, Abkürzung TOS) ein gewisses Kribbeln verspüren. Die epischen Weltraum-Abenteuer von Captain Kirk und seiner Crew ziehen seit dem 8. September 1966 Millionen von Zuschauern in ihren Bann. Wie du Star Trek in der korrekten Reihenfolge schaust und was du sonst noch über die Weltraum-Saga wissen solltest, erfährst du hier.
Eine schwere Geburt – mit eindrucksvoller Entwicklung
Niedrige Einschaltquoten, Überlänge, explodierende Produktionskosten: Als im Jahr 1966 die allererste, dreiviertelstündige Star Trek-Episode „Das Letzte seiner Art“ über den Äther ging, dürften nur die kühnsten Optimisten beim Fernsehsender NBC erahnt haben, welche Erfolgsstory sich aus der Serie entwickeln sollte. Im Jahr 1969 wurde die Serie um das Raumschiff Enterprise sogar – Fanprotesten zum Trotz – bis auf Weiteres eingestellt, da sich der Sender mit den Quoten weiterhin nicht zufrieden zeigte.
Das Timing sollte sich als ungünstig erweisen, denn im selben Jahr entfachte die erste Mondlandung einen nie dagewesenen Hype um den Weltraum. Das führte in den 1970er Jahren zu einem stark wachsenden Interesse an der ursprünglichen Star Trek-Serie, die seinerzeit quasi in Dauerschleife ausgestrahlt wurde. Die Folge: Paramount plante in den 1970er Jahren mit Star Trek: Phase II eine weitere Realserie. Das Projekt wurde jedoch nicht umgesetzt. Stattdessen kehrte Star Trek schließlich mit Star Trek: Der Film auf die Kinoleinwand zurück.
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Stattdessen lief ab 1973 zunächst eine 22-teilige Zeichentrickserie namens Die Enterprise, bevor Captain Kirk und seine Crew in Star Trek: Der Film erstmals die Kinoleinwände eroberten. Der Streifen war zwar ein finanzieller Erfolg, die Resonanz des Feuilletons war aber eher durchwachsen. Dennoch kamen in den darauffolgenden Jahren regelmäßig neue Star Trek-Filme in die Kinos. Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982), Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984) und Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) ließen die Kinokassen klingeln und sorgten endlich auch bei den Kritikern für wohlwollendere Töne.

Star Trek punktet mit progressiven Themen
Kein Zweifel: Die Geschichten von Captain James T. Kirk, der mit Dr. McCoy, Mr. Spock und anderen Mitstreitern im Raumschiff Enterprise durchs weite All reist und die unterschiedlichsten Abenteuer besteht, haben längst Kultstatus erreicht. Mittlerweile sind satte 13 Kinofilme und zwölf Star Trek-Serien erschienen und die Macher konnten sich bereits dutzende Auszeichnungen ans Revers heften. Zudem gibt es seit Jahrzehnten eine riesige, weltweite Fan-Community, die sich bei regelmäßigen Star Trek-Conventions trifft.
Dass die Franchise eine derartige Popularität besitzt, hängt nicht nur mit den tiefgründigen Handlungen und den liebenswerten Figuren, sondern vor allem auch mit dem progressiven Charakter der Storys zusammen: Mit der Kommunikationsoffizierin Lieutenant Nyota Uhura (gespielt von Nichelle Nichols) zählte etwa eine schwarze Frau zu den Tonangebern der Raumschiffbesatzung der ersten Star Trek-Serie. Eine Kussszene mit Captain Kirk in der Episode „Platons Stiefkinder“, ausgestrahlt 1968, sorgte zusätzlich für Furore und gilt bis heute als einer der bekanntesten frühen interracialen Küsse im US-Fernsehen.
Generell hatte Star Trek schon immer ein gewisses Talent darin, seiner Zeit voraus zu sein. Schöpfer Gene Roddenberry verpackte in den Episoden regelmäßig Kritik an gesellschaftlichen Missständen, etwa der Rassendiskriminierung und gewaltsamen Konflikten wie dem Vietnam-Krieg. Roddenberry, ein passionierter Verfechter sozialer Gleichheit, konnte durch Raumschiff Enterprise seine persönlichen Vorstellungen von einer gerechten Welt für ein breites Publikum visualisieren.
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Alle Serien und Filme von Star Trek in chronologischer Reihenfolge: Eine Übersicht
Längst nicht alle Star Trek-Serien und -Filme bauen auf dem jeweils zuvor erschienenen Werk auf; vielmehr handelt es sich bei vielen Serien um Spin-offs und Prequels. Wer die Abenteuer um Captain Kirk und seine Crew in einer chronologischen Reihenfolge genießen möchte, der sollte sich an die folgende Auflistung halten, um nicht den Überblick zu verlieren.
| Titel des Films bzw. der Serie | Spielt im Jahr bzw. in den Jahren … | Erscheinungsjahr |
|---|---|---|
| Star Trek: Enterprise | 2151–2155 | 2001–2005 |
| Star Trek: Discovery | 2256–2258 | 2017–2024 |
| Star Trek: Strange New Worlds | ab 2259 | seit 2022 |
| Raumschiff Enterprise | 2265–2269 | 1966–1969 |
| Die Enterprise | 2269/2270 | 1973/1974 |
| Star Trek: Der Film | 2273 | 1979 |
| Star Trek II: Der Zorn des Khan | 2285 | 1982 |
| Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock | 2285 | 1984 |
| Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart | 2286 | 1986 |
| Star Trek V: Am Rande des Universums | 2287 | 1989 |
| Star Trek VI: Das unentdeckte Land | 2293 | 1991 |
| Star Trek: Section 31 | 2324 | 2025 |
| Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert | 2364–2370 | 1987–1994 |
| Star Trek: Deep Space Nine | 2369–2375 | 1993–1999 |
| Star Trek: Treffen der Generationen | 2371 | 1994 |
| Star Trek: Raumschiff Voyager | 2371–2378 | 1995–2001 |
| Star Trek: Der erste Kontakt | 2373 | 1996 |
| Star Trek: Der Aufstand | 2375 | 1998 |
| Star Trek: Nemesis | 2379 | 2002 |
| Star Trek: Lower Decks | ab 2380 | 2020–2024 |
| Star Trek: Prodigy | 2383–2385 | 2021–2024 |
| Star Trek: Picard | 2399–2401 | 2020–2024 |
| Star Trek: Starfleet Academy | ab 3195 | seit 2026 |
Die drei Kinofilme Star Trek (erschienen 2009; spielt in den Jahren 2233–2258), Star Trek Into Darkness (2013; 2259–2260) und Star Trek: Beyond (2016; 2263) bewegen sich in einer eigenen, alternativen Zeitschiene im Universum von Star Trek und lassen sich daher unabhängig von der obigen Reihenfolge schauen.
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Du möchtest alle Star Trek-Serien und -Filme per Stream genießen? Dann brauchst du auf jeden Fall mehrere Abos. beispielsweise Star Trek: Discovery, Star Trek: Lower Decks, Star Trek: Strange New Worlds, Star Trek: Section 31 und Star Trek: Starfleet Academy im Programm hat, ist Star Trek: Prodigy bei Netflix verfügbar.
Ausblick: Star Trek-Filme und -Serien
2026 feiert Star Trek sein 60-jähriges Jubiläum – und für Nachschub ist weiterhin gesorgt. Seit Januar ist Star Trek: Starfleet Academy auf Paramount+ verfügbar. Am 23. Juli 2026 startete außerdem die vierte Staffel von Star Trek: Strange New Worlds.
Fans können sich demnächst auf folgendes freuen:
- Star Trek: Strange New Worlds – Staffel 5: als fünfte und letzte Staffel bestätigt, Starttermin noch offen
- Star Trek: Starfleet Academy – Staffel 2: als zweite und letzte Staffel bestätigt, Starttermin noch offen
- Neuer Star-Trek-Kinofilm: bei Paramount in Entwicklung, bislang ohne Starttermin
Die lange geplante Fortsetzung der Kelvin-Filme mit Chris Pine wird dagegen derzeit nicht weiterverfolgt. Das neue Kinoprojekt soll keine Fortsetzung der bisherigen drei Reboot-Filme werden.
8. September: Star Trek Day
Am 8. September feiern Fans weltweit den Star Trek Day.Im neuen Tab öffnen Anlass ist die Erstausstrahlung der ersten Star-Trek-Folge im Jahr 1966. Seit mittlerweile sechs Jahrzehnten inspiriert das Franchise mit seiner optimistischen Zukunftsvision, technologischem Fortschritt und dem unermüdlichen Drang, unbekannte Welten zu erforschen.
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Hättest du’s gewusst? Fun Facts aus dem Star-Trek-Universum
- Echte Trekkies feiern jedes Jahr am 26. März den internationalen Live Long and Prosper Day (zu Deutsch „Lebe-lang-und-in-Frieden-Tag“, wenn man von der gängigen Synchro-Übersetzung ausgeht).
- Jährlich am 8. September findet zudem der weltweite Star Trek Day statt. Anlass ist die Erstausstrahlung der ersten Star-Trek-Folge im Jahr 1966.
- Die charakteristische Handbewegung, die Teil des vulkanischen Grußes ist, geht auf eine Kindheitserinnerung von Leonard Nimoy zurück. Es handelt sich dabei um eine Segensgeste, die im orthodoxen Judentum Anwendung findet.
- Der US-Schauspieler Mark Lenard hatte gleich drei verschiedene Rollen in Star Trek. Dabei spielte er je einmal einen Romulaner (Raumschiff Enterprise, 1966), einen Vulkanier (u. a. Raumschiff Enterprise, 1967) und einen Klingonen (Star Trek: Der Film, 1979).
- Gene Roddenberry, seine Frau Majel Barrett Roddenberry sowie die Star Trek-Darsteller James Doohan, DeForest Kelley und Nichelle Nichols sind Teil einer besonderen Weltraummission: Am 8. Januar 2024 starteten Gedenkkapseln mit Überresten beziehungsweise DNA an Bord der sogenannten Enterprise Flight ins All. Die Mission befindet sich auf einer dauerhaften Reise durch den interplanetaren Raum.
Lesetipps: Du kriegst nicht genug von Weltraum-Abenteuern, fiktionalen Technologien und packenden Spezialeffekten? Wir verraten dir, welche die fünf besten Science-Fiction-Filme sind, die du per Streaming sehen kannst. Außerdem liest du bei uns im Blog mehr über Film-Fantasiesprachen wie Klingonisch.
Häufige Fragen zu Star Trek in der richtigen Reihenfolge
Star Trek lässt sich entweder nach Veröffentlichungsdatum oder grob nach der internen Chronologie schauen. Da sich mehrere Serien zeitlich überschneiden und Discovery später ins 32. Jahrhundert springt, gibt es keine völlig lineare Reihenfolge für alle Episoden.
Die offizielle aktuelle Star-Trek-Übersicht führt zwölf reguläre Serien – von The Original Series bis Starfleet Academy. Kurzformate wie Short Treks werden dabei nicht als eigene reguläre Serie mitgezählt.
Viele Star-Trek-Serien und -Filme sind in Deutschland bei Paramount+ verfügbar. Star Trek: Prodigy wird dagegen bei Netflix angeboten.
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