Dolby Virtual Speaker – eine überzeugende Surround-Sound-Simulation

Im dritten Teil unserer Codec-Kunde geht es um ein Wiedergabeverfahren, das – wenn man so will – unserem Gehör etwas vorgaukelt. Denn Dolby Virtual Speaker (DVS) ermöglicht, dass auch Stereo-Systeme einen authentischen Raumklang wiedergeben können. Wir erklären, wie dieses Verfahren genau funktioniert und welche Teufel Produkte damit ausgestattet sind.

Die einfachste Art, Raumklang zu erzeugen

Stereo-Lautsprecher-Systeme, die Surround-Sound wiedergeben – das klingt zunächst nach einem Widerspruch. Denn lange Zeit galt, dass Surround-Sound nur aus Mehrkanal-Anlagen kommen kann – klassischerweise aus einer 5.1-Anlage mit zwei Frontlautsprechern, einem Center, einem Subwoofer und zwei Surround-Lautsprechern im hinteren Bereich. Das lässt sich jedoch nicht in jedem Raum umsetzen, da für die richtige Aufstellung eines Mehrkanalsystems eine bestimmte Raumgröße vorhanden sein sollte.

Seit der Einführung von Dolby Virtual Speaker zu Beginn der 2000er-Jahre ist eine 5.1-Anlage nicht mehr die einzige Lösung für Surround-Sound. DVS bereitet Mehrkanal-Audiodaten so auf, dass diese auch über Stereo-Lautsprecher einen räumlichen Klang erzeugen. Außer in Stereo-Anlagen wird der Codec auch in Soundbars, Blu-ray-Playern und PC-Soundkarten eingesetzt.

Das akustische Verfahren hinter Dolby Virtual Speaker

Surround-Sound aus der Stereo-Anlage – möglich wird eine solche Klangwirkung durch einen Trick bei der Aufbereitung der Audiodaten. Dieser hängt mit der Art zusammen, wie unser Gehör Schallquellen lokalisiert. Für die akustische Lokalisation sind vor allem die Laufzeitdifferenz und die Pegeldifferenz zwischen unseren Ohren entscheidend.

  • Laufzeitdifferenz: Wenn ein Ton vom Hörer aus gesehen von links abgestrahlt wird, treffen die Schallwellen des Tons auf das linke Ohr nach einer kürzeren Laufzeit als auf das rechte Ohr. Sie müssen einen unterschiedlich langen Weg zurücklegen, und dieser Laufzeitunterschied zwischen den beiden Ohren hilft unserem Gehör, zu ermitteln, von wo ein Ton abgestrahlt worden ist. Die Laufzeitdifferenz allein genügt allerdings nicht, um eine Schallquelle zu lokalisieren.
  • Pegeldifferenz: Nur ein Teil der Schallwellen erreicht unser Ohr auf direktem Weg von der Schallquelle. Andere Wellen werden einmal oder mehrmals von Wänden und Gegenständen reflektiert, bevor sie unsere Ohren erreichen. Solche Schallwellen weisen nicht nur eine andere Laufzeit als direkte Schallwellen auf, sondern auch einen anderen Schalldruckpegel. Die Pegeldifferenz zwischen den Ohren ist ein weiterer entscheidender Faktor bei der räumlichen Bestimmung der Schallquelle.

Welche der beiden Eigenschaften für die Lokalisation wichtiger ist, hängt vor allem vom Frequenzbereich des wahrgenommenen Tons ab. Wenn diese akustischen Eigenschaften, die Pegeldifferenz und die Laufzeitdifferenz, gezielt beeinflusst werden, ist es möglich, virtuelle Schallquellen zu simulieren.

Dolby Virtual Surround – Funktionsgrafik
Dolby Virtual Surround – Funktionsgrafik (Teufel)

Die Funktionen von Dolby Virtual Speaker

Dolby Virtual Speaker bereitet das Audiosignal für die einzelnen Lautsprecher so auf, dass im Raum virtuelle Schallquellen entstehen. Dabei ist nicht bloß die Modulation des akustischen Signals entscheidend, sondern auch die Trennung der von den Lautsprechern ausgegebenen Schallwellen. Der linke Lautsprecher soll also nur das linke Ohr beschallen, der rechte Lautsprecher das rechte Ohr. Eine klare Trennung gewährleistet Dolby Virtual Speaker durch ein sogenanntes Übersprechkompensationsverfahren. Vereinfacht gesagt wird dabei ein Kompensationssignal ausgestrahlt, das die unerwünschten übersprechenden Signale neutralisiert.

Die gezielte Bearbeitung und Trennung der Signale ermöglicht, dass die virtuellen Schallquellen eindrucksvoll präzise lokalisiert werden. Der Klang ist durch die detaillierte Modulation des akustischen Signals zudem sehr natürlich. Dolby Virtual Speaker kann nicht bloß Surround-Daten aufbereiten. In Verbindung mit dem Surround-Sound-Aufpolierer Dolby Pro Logic ist es sogar möglich, Stereo-Formate wie MP3s und CDs auf Stereo-Lautsprechern oder mit einer Soundbar als Raumklang zu hören.

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Dolby Virtual Speaker bietet zwei Wiedergabe-Modi: den „Reference Mode“ und den „Wide Mode“. Der Reference Mode simuliert eine 5.1-Lautsprecherkonfiguration. Auch im Wide Mode wird der Surround-Sound simuliert, dabei wirkt der Abstrahleffekt der Lautsprecherfront breiter. Dieser Modus soll vor allem dann eine bessere Klangwirkung erzielen, wenn die Lautsprecher nah beieinanderstehen. Mit diesen Eigenschaften ist Dolby Virtual Speaker eine echte Alternative für alle, die Surround-Sound hören wollen, aber sich kein Mehrkanalsystem anschaffen wollen.

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Cinebar 52 THX – ausgestattet mit DVS und einer der beliebtesten Soundbars bei Teufel
  • Cinebar 52 THX: Teufels Nonplusultra mit DVS-Technologie und der einzige Soundbar der Welt mit THX Speakerbar-Lizenz. Bedeutet: Du wirst dich wie im Kino fühlen! Der zugehörige Subwoofer feuert mit 250 Watt – da lädst du besser gleich die Nachbarn ein, bevor sie plötzlich zu dir kommen.
  • Cinebar 11 „2.1-Set“: Der Cinebar 11 eignet sich perfekt für dein Flat-TV. Der 8-Töner mitsamt drahtlosem Downfire-Subwoofer liefert dir beeindruckenden Film-Sound – dank Virtual Surround auch mit Raumklang.

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Fazit

  • Dolby Virtual Speaker bereitet akustische Signale so auf, dass sie vom menschlichen Ohr als Raumklänge lokalisiert werden können.
  • Der virtuell erzeugte Klang wirkt sehr natürlich, was DVS zu einer echten Alternative zu großen Surround-Anlagen macht.
  • In Verbindung mit Dolby Pro Logic kannst du auf deiner Stereoanlage sogar CDs und MP3s mit Raumklang wiedergeben.
Titelbild: Dolby
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Teufel Blog Redaktion

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