Hinweis: Dieser nicht mehr aktuelle Beitrag ist aus unserem Blog Archiv und wird nicht mehr upgedatet. Erwähnte Produkte sind deswegen teilweise nicht mehr erhältlich, beschriebene Technologien veraltet und vorgestellte Kooperationen oder Aktionen abgelaufen. Der Beitrag ist aber Teil unserer Geschichte und bleibt deswegen online. Wir bitten um Verständnis. Und jetzt viel Spaß bei einem Blick zurück.

Vinyl-Single: Die kleine Schwester der LP ist mit Ü-70 noch immer hip

Intensives Schwarz mit zarten Rillen: Das zeichnet eine Schallplatte aus. Heute genauso wie vor über 70 Jahren, als das erste Mal eine Plattenspieler-Nadel sanft über eine Vinyl-Single kratzte. Auch wenn es heute zahlreiche Alternativen gibt, hängen Musikfans nach wie vor an der Schallplatte. Nach einem starken Rückgang der Verkaufszahlen boomte der Vinyl-Markt plötzlich wieder – und die Erfolgswelle hält noch immer an. Wir blicken zurück auf über 70 Jahre mit dem vertrauten Knistern.

Musik konservieren: Die Geschichte der gerillten Scheiben

Wir können Musik hören, wann immer wir wollen. Rauf und runter in Dauerschleife. Dass Musik einmal etwas Flüchtiges war und nur in dem Moment existierte, in dem sie gespielt oder gesungen wurde, können wir uns heute kaum noch vorstellen. Doch die Möglichkeit, Töne festzuhalten, aufzunehmen und wieder beliebig abzuspielen war eine große Erfindung. Ein kurzer Blick auf die Schallplatte und ihre bewegte Geschichte:

  • „Hello“ war das erste Wort, das Thomas Alva Edison 1877 auf einem mit Paraffin überzogenen Papierstreifen mithilfe einer Nadelspitze festhielt. Mithilfe der neu entdeckten Technik ließ er einen Phonographen mit Zinnfolie und Stahlwalze bauen.
  • Nach einer Übergangsphase mit Platten aus Hartgummi kamen 1897 die ersten Schellack-Schallplatten auf den Markt. Sie bestanden unter anderem aus Schellack, Gesteinsmehl und Pflanzenfasern. Für die bis heute so charakteristische schwarze Farbe sorgte etwas beigemischter Ruß.
  • Den teuren Spaß konnten sich nur wenige leisten – die Produktion mit nur einmal verwendbaren Wachsgussformen war sehr aufwendig. Erst als 1926 Schallwellen mittels elektrischer Signale auf den Schellack gebannt werden konnten, wurden Schallplatten erschwinglicher.
  • Massentauglich wurde die Schallplatte aber erst 1948 dank Polyvinylchlorid, besser bekannt als PVC – und im Zusammenhang mit den runden Tonträgern kurz „Vinyl“ genannt.
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Die Ära Vinyl

Einfacher und günstiger zu produzieren, widerstandsfähiger sowie bessere Tonqualität: Es gab einige Argumente dafür, Musik ab 1948 auf Vinyl-Schallplatten zu pressen. Die LP mit stattlichen 30 Zentimetern (12 Zoll) Durchmesser brachte zuerst Columbia Records auf den Markt, nach einer Erfindung des Physikers Peter Carl Goldmark. Doch die Langspielplatte bekam bereits ein Jahr später eine kleine Schwester.

Die Vinyl-Single erblickte am 31. März 1949 das Licht der Welt – zu verdanken haben wir das dem Unternehmen RCA Victor, das bereits 1930 eine Vinyl-Schallplatte herausbrachte, die sich zum damaligen Zeitpunkt jedoch nicht durchsetzen konnte. Anders die Single: Mit den kleineren 17,5 Zentimetern (7 Zoll) Durchmesser machte sie Interpreten einzelner Songs zu Stars. Auf der A-Seite fand meist die Single-Auskopplung eines Albums einen prominenten Platz, während auf der B-Seite beispielsweise eine Live-Aufnahme zu hören war oder ein Stück, das auf dem Album keinen Platz gefunden hatte.

Die Vinyl-Single war ein Konkurrenzprodukt zur LP – und zunächst gab es sogar Kompatibilitätsprobleme. Denn das mittige Loch der Single-Platte war größer als das der LP. Zum Glück gab es jedoch bereits damals Adapter, damit die Scheiben auf jedem Schallplattenspieler erklingen konnten.

Der Untergang der Schellack-Platte war mit dem Aufkommen von Vinyl besiegelt: Bis 1958 hielt der Vorgänger zwar noch durch; dann wurde die Produktion von Schellackplatten jedoch eingestellt.

Spielen liebend gern Musik von Schallplatten

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Wie Phönix aus der Asche: Vinyl auf der zweiten Erfolgswelle

Neue Technologien sorgten dafür, dass die Vinyl-Schallplatte selbst bald weitgehend vom Musikmarkt verdrängt wurde. Kassetten, CDs, MP3-Player und das Internet samt Streaming-Diensten boten und bieten zahlreiche handlichere Alternativen, um Musik zu hören – ohne vorsichtiges Aufsetzen der Nadel, Wechseln der Seite sowie Knistern und Rauschen beim Abspielen. Der schleichende Niedergang der Schallplatte schien unaufhaltsam.

Doch einige Jahre nach dem Jahrtausendwechsel stiegen die Verkaufszahlen wieder an. War es die Sehnsucht nach der guten alten Zeit? Der Wunsch, Musik wieder haptisch erleben zu können? Was es auch war: Schallplatten und die dazugehörigen Plattenspieler erlebten einen Retro-Boom und waren wieder überall präsent. 2016 gingen in Deutschland wieder mehr als 3 Millionen Platten über die Ladentheke – nach einem Tief von 300.000 noch 10 Jahre zuvor.

Die Zukunft der Schallplatte

Wie lange der erneute Höhenflug des Vinyls – ob als Single oder LP – noch anhalten wird, kann wohl niemand voraussagen. Doch es gibt zumindest einige Bestrebungen, Schallplatten zu modernisieren. Vor allem der Wunsch nach Verzicht auf Plastik – und PVC ist nun mal ein Kunststoff – sowie nach einer effizienteren und umweltfreundlicheren Produktion sorgt für Veränderungen. Neue Materialmischungen mit mehr pflanzlichen Komponenten sowie eine schadstoffärmere Herstellung könnten die Produktion von Schallplatten künftig verändern.

Weit fortgeschritten sind auch die Pläne zur HD-Vinyl. Nach einigen Jahren Entwicklungszeit will die österreichische Firma Rebeat die ersten HD-Vinyl-Schallplatten noch 2019 auf den Markt bringen.

Stilvoll Platten hören mit Teufel

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Für Hi-Fi-Fans ist der Plattenspieler noch immer das beste Übertragungsmittel für analoge Musik und Originale. Liebhaber und audiophile Stereo-Fans wählen eben bevorzugt die gerillten Tonträger. Vinyl-Platten haben viele andere Medien wie Kassetten oder Audio CDs überlebt und alte Originale oder besondere Editionen gehen zu teils enorm hohen Preisen über die Ladentheke. Das Vinyl-Stereo-Feeling bekommst du selbstverständlich auch bei uns. Dank unserer Kooperation mit dem namhaften Hersteller DUAL können wir auch Komplett-Lösungen von Stereoanlagen (inkl. Bluetooth und DAB+) kombiniert mit Schallplattenspielern für Liebhaber der schwarzen Scheiben anbieten. Freue dich auf Sound mit Format. 

Alle Player unserer Kooperation sind passend für sämtliche Teufel Komplettanlagen

  • Der spielfertige DUAL DT 250 USB mit hochwertigem Magnet-Tonabnehmer AT 3600L von Audio-Technica kommt mit praktischen Extras wie einem integrierten Phono-Vorverstärker sowie einem USB-Anschluss für das Digitalisieren von Vinyl. 
  • ▶Der Vollautomatik-Plattenspieler DUAL DT 400 USB mit Riemenantrieb ist geeignet für LP und Singles. Die Automatik des guten Stücks setzt den Tonarm selbst ab, führt ihn nach Spielende zurück und stoppt den Plattenteller. So kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren: Lieblingsplatten hören.
  • ▶Der DUAL DT 500 USB überzeugt neben dem hochwertigen Tonabnehmer von Audio-Technica durch nützliche Extras wie einem integrierten Vorverstärker sowie einem USB-Anschluss für das Digitalisieren von Vinyl. Der HiFi-Plattenspieler mit Riemenantrieb ist perfekt geeignet für LP und Singles.

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Fazit: Auch mit Ü-70 noch gut drauf

  • Seit 1949 feiern wir einen Hit nach dem anderen mit der Vinyl-Single: 17,5 Zentimeter voll mit Musik.
  • Vinyl löste Schellack als Material für Schallplatten 1958 endgültig ab.
  • Die Verkaufszahlen von Schallplatten stiegen in den letzten Jahren rasant an – und neue Technologien wollen die Vinyl-Scheiben zukunftsfähig machen. Und ganz ehrlich: Die besten Stücke und Originale kommen durch das Zusammenspiel von Scheibe, Rille und Nadel nicht nur klanglich, sondern auch optisch einfach super zur Geltung.  

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Titelbild: ©Gavin St. Ours bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr

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  1. Arthur
    06. Jul. 2019, 20:30

    Hallo liebes Teufel Team,

    ich glaube der Boom hält noch länger an. So ein Schmuckstück macht im Wohnzimmer halt auch was her. :)

    Der TEAC TN-300 macht übrigens einen edlen Eindruck auch mich.

    Weiter so Teufel!

    Liebe Grüße
    Arthur

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