Schallplatten reinigen und pflegen – so geht‘s

Vinyl-Freunde kennen es – auf Flohmärkten gekaufte Schallplatten sehen häufig aus, als hätten sie die eine oder andere wilde Party beschallt und wären dann bei Hempels unterm Sofa verschwunden. Der Vinyl-Glanz wird von Staub, Fett und Schmutzablagerungen überdeckt. Das kann sowohl den Klang beeinträchtigen, als auch dem Tonabnehmer schaden. Wie also lassen sich Schallplatten reinigen, ohne dass dabei die Oberfläche beschädigt wird?

Basics fürs die Schallplattenreinigung

Früher oder später landet Staub auf Platten, auch dann, wenn man sie nach Benutzung konsequent zurück in die Schallplattenhülle schiebt. Denn Vinyl (genauer: Polyvinylchlorid) zieht durch statische Aufladung Staub förmlich an. Außerdem bedenken viele nicht, dass sich Staub auch in der Hülle bzw. in der Folie ansammeln kann. Kurzum: Wenn du den Sound von Platten knisterfrei hören willst, solltest du möglichst vor jeder Wiedergabe Staub entfernen. Am einfachsten geht das mit einer Plattenbürste.

Eine solche Bürste sollte eigentlich zur Standardausstattung eines jeden Vinyl-Liebhabers gehören. Du findest im Handel eine ganze Reihe von Varianten unterschiedlicher Bau- und Materialart. Meistens bestehen die Borsten aus Kohle- bzw. Carbonfasern. Dieses Material erzielt in der Praxis gute Ergebnisse.

➥ Die Anwendung ist denkbar einfach – es wird mit den Rillen und ohne Einsatz von Wasser oder anderen Flüssigkeiten gebürstet.

Hilfreiche (und weniger hilfreiche) Hausmittel zum Reinigen von Schallplatten

Komplizierter wird es, wenn Staub oder andere Ablagerungen an der Oberfläche der Platte kleben. Dann hilft in der Regel nur eine Nassreinigung. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du zu einem professionellen Reinigungsmittel und einem Mikrofasertuch greifst. Rührst du selbst ein Reinigungsmittel an, kannst du zwar Geld sparen, aber schnell auch Schaden verursachen. Vielen Vinyl-Liebhabern sträuben sich die Nackenhaare, wenn sie hören, dass nur Alkohol, Wasser und ein Tropfen Spülmittel für eine Schallplatten-Reinigungslösung gebraucht würden.

Tatsächlich würde eine solche Lösung mindestens Rückstände hinterlassen, wenn nicht sogar das Material angreifen. Als Alkohol hat sich Isopropanol bewährt, das auch in den meisten im Handel erhältlichen Reinigungsmitteln verwendet wird. Es wird im Verhältnis von etwa 1:3 oder 1:4 mit Wasser gemischt; im Idealfall handelt es sich dabei um zweifach destilliertes Wasser. Dazu sollte ein Tropfen Netzmittel (Tensid) beigegeben werden. Spülmittel dagegen sind alles andere als optimal, da auch sie Ablagerungen hinterlassen können.

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Discofilm auf Vinyl

Disco … was ? Für Einsteigerohren klingt die Bezeichnung erstmal seltsam. Tatsächlich ist Discofilm ein altbewährtes Mittel, um Schallplatten zu reinigen. Dabei wird eine gelartige Flüssigkeit so verteilt, dass die Plattenoberfläche lückenlos bedeckt ist – natürlich auf beiden Seiten der Platte.

Im Anschluss lässt man das Gel trocknen. Nach Herstellerangabe dauert das abhängig von der Außentemperatur 8 bis 15 Stunden. Der getrocknete Film – und mit ihm die Verschmutzungen – lassen sich nach dem Trocknen am Stück von der Platte abziehen. Dieses Verfahren ist geeignet, um sowohl Staub als auch Fett- und Schmutzablagerungen zu entfernen.

Mit der High-End-Lösung Schallplatten reinigen

Der kostspieligste, aber wohl auch bequemste und wirkungsvollste Weg, um Vinyl von Schmutz zu befreien, sind spezielle Waschvorrichtungen. Aufbau und Preis unterscheiden sich dabei erheblich. Das Gerät des Herstellers Knosti ist beispielsweise für etwa 80 Euro zu haben und vergleichsweise einfach konstruiert. Es besteht aus einem schmalen Tauchbecken mit Bürsten und einer Kurbe. Die 2. Generation des Geräts verfügt außerdem über Schalen, die die Papierlabels vor Flüssigkeit schützen sollen. Die Schallplatte wird über einen Stift eingeklemmt und über eine Kurbel zum Rotieren gebraucht.

Die „Plattenschleuder“ von Okki Nokki ist mit Komponenten wie elektrischem Antrieb und Absaugmotor technisch deutlich aufwendiger und somit auch teurer – rund 450 Euro werden für sie fällig. Dafür verspricht der Vollautomat im wahrsten Sinne des Wortes glänzende Schallplatten und eine einfache Handhabe.

Der TEAC 400BT – Analoger Sound auf digitalen Wegen

Der TN-400BT verbindet authentischen Vinyl-Klang mit der Funktionalität moderner Streaming-Technologie. Möglich wird das durch Plattenspieler-Komponenten auf High-End-Niveau, einem leistungsstarken A/D-Wandler und einem Bluetooth-Modul.

    • ▶ Bluetooth aptX für verlustfreie, kabellose Audiostreams
    • ▶ Gleichbleibende Drehgeschwindigkeit durch Plattenteller aus Aluminium-Guss
    • ▶ Integrierter Phono-Verstärker für einfachen Anschluss an konventionelle Anlagen
    • ▶ Integrierte USB-Ausgang für einfache Digitalisierung der Plattensammlung in CD-Qualität (16 Bit/48 kHz)

Gut mit Schallplattenspielern kombinierbar – Teufel Kombo Anlagen

Fazit: Schallplatten reinigen bei einfachen und schweren Fällen

  • Staub lässt sich einfach mittels Plattenbürsten mit Borsten aus Carbonfasern entfernen
  • Für die Nassreinigung stehen professionelle Reinigungsmittel und Mikrofasertücher zur Verfügung
  • Reinigungslösung kannst du aus Isopropanol, destilliertem Wasser und Netzmittel anrühren
  • Schallplattenwaschmaschinen bieten eine automatisierte Lösung für Schallplatten

Titelbild: ©Marco Verch, bestimmte Rechte vorberhalten Quelle: Flickr

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  1. Fred Schroers
    03. Feb. 2018, 0:13

    Habe jetzt die 40MK ll an AVM Mono Endstufen bin Begeistert

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Teufel Blog Redaktion

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