An Mauern hochklettern, auf Geländern balancieren, über Treppen springen – Parkour sieht auf den ersten Blick spektakulär aus und ist deswegen auf Social Media auch zurecht im Trend. Hinter dem urbanen Bewegungssport steckt aber auch ein Konzept – eine klare Idee von Effizienz, Kontrolle und Verantwortung. Wir erklären dir, was Parkour eigentlich ist, woher der Sport kommt, wie er heute gelebt wird und warum es dabei weniger um Show als um Haltung geht.
Was ist Parkour?
Parkour ist die Kunst, sich möglichst schnell und direkt von A nach B zu bewegen. Alles, was im Weg steht, wird nicht umgangen, sondern bewusst überwunden. Mauern, Geländer oder Treppen sind dabei kein Problem, sondern Teil des Weges. Ein bisschen wie bei Jump’n’Run-Games wie Super Mario Bros., nur eben im echten Leben.
Im Mittelpunkt steht immer die Funktion. Bewegungen sollen effizient sein, Energie sparen und jederzeit kontrollierbar bleiben. Eigentlich geht es auch nicht darum, besonders spektakulär auszusehen, sondern darum, sich an unterschiedliche Umgebungen anzupassen und sicher voranzukommen.
Die Stadt als Sportplatz
Für Parkour sind keine speziellen Anlagen nötig. Die Stadt reicht völlig aus. Mauern, Geländer, Treppen oder Dächer sind überall zu finden und jedes Element stellt andere Anforderungen. Beim Parkour ist ein Hindernis nicht durch seine Größe oder Höhe definiert. Entscheidend ist, wie es genutzt wird. Manchmal ist eine niedrige Mauer technisch anspruchsvoller als ein großes Dach. Man arbeitet mit dem Vorhandenen und passt sich an die Umgebung an.
Parkour Techniken im Überblick
| Technik (französisch) | Technik (englisch) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Passement rapide | Speed Vault | Schneller, lauforientierter Sprung, bei dem das Hindernis möglichst ohne Temporeduktion überwunden wird. |
| Passement de sécurité | Safety Vault | Sehr stabiler und vielseitiger Sprung, ideal für Einsteiger und kontrollierte Bewegungen. |
| Atterrissage de précision | Precision Landing | Gezielt kontrollierte Landung auf kleiner Fläche, entscheidend für Gelenkschutz und Balance. |
| Roulade | Roll | Technik zur Energieverteilung nach Sprüngen, reduziert die Belastung auf Knie, Hüfte und Rücken. |
| Saut de précision | Precision Jump | Präziser Sprung auf eine klar definierte Zielfläche, Fokus auf Genauigkeit statt Weite. |
| Saut de chat | Cat Leap | Sprung auf ein vertikales Hindernis mit anschließendem Festhalten, oft kombiniert mit Kletterbewegungen. |
| Passe muraille | Wall Run | Nutzung der Wand, um Höhe zu gewinnen und sich nach oben weiterzubewegen. |
| Tic Tac | Tic Tac | Abstoßen an einer Wand oder Fläche, um die Bewegungsrichtung zu ändern oder Höhe zu erzeugen. |
Was ist der Unterschied zwischen Parkour und Freerunning?
Oft fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Freerunning. Beim Freerunning sind Tricks, Drehungen und akrobatische Stunts erlaubt. Parkour bleibt da aber etwas nüchterner. Wenn eine Bewegung keinen Zweck erfüllt, ist sie verzichtbar.
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Ist Parkour ein Sport?
Als Sportart lässt sich Parkour nur bedingt einordnen. Es gibt keine Wettkämpfe, keine Punktzahlen und keine festen Regeln. Stattdessen geht es um individuelle Entwicklung, Körperkontrolle und den bewussten Umgang mit Raum und Bewegung. Parkour ist quasi eine Philosophie in Bewegung. Ähnlich wie beim Home Workout, ist Parkour eine sportliche Bewegung, die du für dich machst.
Die Ursprünge von Parkour
Parkour basiert auf der Idee, den eigenen Körper möglichst effizient und vielseitig einzusetzen. Die Wurzeln reichen zurück zum militärischen Hindernistraining, dem „Parcours du combattant“. Dabei ging es nicht nur um Eleganz, sondern um Belastbarkeit und Funktionalität. Ziel war es, den kürzesten Weg zum Ziel zu finden.
Die „Méthode naturelle“
Eine wichtige Inspirationsquelle war dabei die sogenannte méthode naturelle, ein ganzheitliches Trainingskonzept des französischen Offiziers Georges Hébert. Seine Devise: „Être fort pour être utile“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie, stark sein, um nützlich zu sein. Laufen, Klettern, Springen, Schwimmen, Werfen sind aus dieser Perspektive alles Skills, die Menschen von Natur aus können.
David Belle und der ursprüngliche Parkour-Gedanke
Wenn Parkour ein Gesicht hat, dann das von David Belle. Er kam ursprünglich aus dem Turnen und der Leichtathletik, zog das Training in der freien Natur aber bewusst der Halle vor, inspiriert von der Méthode Naturelle. Ende der 1980er Jahre übertrug Belle diesen Ansatz auf die Beton- und Stahllandschaft des Pariser Vororts Lisses.
Aus anfänglich kindlichen Verfolgungsjagden über Treppen, Tischtennisplatten, Papierkörbe und kleine Bäche entwickelten sich mit der Zeit immer komplexere Routen- im Fachjargon „Lines“ – über Mauern, Zäune, Baugerüste und schließlich sogar Fassaden und Hochhäuser. So entstand nach und nach eine neue Bewegungsform.
Für Belle war Parkour dabei nie Selbstzweck oder Show, sondern eine Methode, um Körper und Geist gleichermaßen zu schulen – kontrolliert, effizient und jederzeit funktional. Risiko wurde nicht gesucht, sondern vermieden. Auch wenn sich Parkour später weiterentwickelte, blieb dieser Kern bis heute erhalten.
Parkour auf der Leinwand
Filme wie Yamakasi brachten Parkour Anfang der 2000er erstmals ins Rampenlicht. Den nachhaltigen Eindruck hinterließ Banlieue 13 vor allem deshalb, weil die Parkour-Szenen ohne Schnitte, Seile oder digitale Effekte auskommen. Roh und echt zeigt David Belle die verschiedenen Stunts, Sprünge und Balanceakte.
Von Parkour zu Ninja Warrior
Parkour hat die Art geprägt, wie Hindernisse heute gedacht und bewegt werden. Formate wie Ninja Warrior greifen genau diese Dynamik auf – schnelle Übergänge, kraftvolle Sprünge, präzise Bewegungen –, auch wenn es dabei um einen Wettkampf auf künstlichen Parcours geht und nicht um Parkour im ursprünglichen Sinn.
International sichtbar: Parkour auf YouTube & Instagram
In den sozialen Medien präsentiert sich Parkour heute direkter und internationaler: Während Traceure (so werden Menschen genannt, die Parkour praktizieren) wie Jan Schlappen (oft gemeinsam mit seiner Freundin Rizzo) hierzulande mit kurzen Clips an realen Spots präsent sind, prägen weltweit vor allem große Kollektive das Bild. Allen voran STORROR: Niemand kombiniert technische Präzision so gut mit großen Routen durch die Stadtarchitektur wie die Jungs aus UK. Ihr Stil ist visuell eine Ansage: keine unnötigen Spielereien, sondern klare, starke Aufnahmen, die den Kern von Parkour perfekt treffen. Ehrlich, reduziert und einfach beeindruckend.
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Interessante Parkour Fun Facts
- Wusstest du, dass Musik beim Sport deine Leistung steigern kann? In der Parkour-Szene nutzen viele Athleten Musik, um in den „Flow-Zustand“ zu kommen. Der richtige Rhythmus hilft dabei, Bewegungen wie Sprünge und Landungen perfekt zu synchronisieren.
- Dabei kommt es aber vor allem auf die richtige Musik für das jeweilige Workout an. Während beim Krafttraining oft aggressive Beats dominieren, setzen Parkour-Traceure bei technisch anspruchsvollen Routen oft auf atmosphärische oder instrumentale Tracks, um die Konzentration auf die Präzision nicht zu verlieren.
- Verschiedene Kopfhörerarten eignen sich unterschiedlich gut für dein Workout. Beim Parkour ist der sichere Halt entscheidend:Da man oft über Kopf arbeitet (z. B. bei Wallruns oder Flips), sind fest sitzende In-Ear-Kopfhörer mit Hooks oder spezielle Knochenschall-Kopfhörer beliebt, da diese die Ohren für Umgebungsgeräusche offen halten.
- Beim Sport können unter anderem die verschiedenen Schutzklassen in Bezug auf Staub und Wasser eine Rolle spielen. Da Parkour ein Outdoor-Sport ist, der bei jedem Wetter und oft an rauen Betonwänden stattfindet, ist eine hohe IP-Zertifizierung wichtig. Die Ausrüstung muss nicht nur Schweiß und Regen standhalten, sondern auch den feinen Staub von Mauern und Stein verkraften.
Häufige Fragen rund um Parkour
Parkour ist erlaubt, solange keine Gesetze, Eigentumsrechte oder Sicherheitsvorschriften verletzt werden. Grundsätzlich darfst du dich im öffentlichen Raum bewegen, klettern und springen. Problematisch wird es erst bei Privatgelände, gesperrten Bereichen oder wenn Eigentum beschädigt wird. Viele Parkour-Athleten trainieren deshalb bewusst respektvoll: Sie sind leise, hinterlassen keine Spuren und achten auf Sauberkeit. Kurz gesagt: Parkour ist legal, wenn du Rücksicht nimmst und deine Grenzen kennst.
Für Parkour braucht man keine spezielle Ausrüstung. Es reichen gute Schuhe mit Grip, bequeme Kleidung und ein sicherer Trainingsort aus. Parkour ist bewusst minimalistisch angelegt.
Titelbild: Imago-Images










