Ein in Dolby Vision dargestelltes Bild.

Dolby Vision – Beherrscht Dolby jetzt auch Videostandards?

HDR ist einer der wichtigsten Trends im Heimkinobereich und Dolby Vision ist eng damit verbunden. Erstaunlich daran ist, dass es bei Dolby Vision nicht um Soundwiedergabe, sondern um Bilddarstellung geht. Die Abkürzung steht für „High Dynamic Range“ und beschreibt ein Bild mit besonders hohen Kontrastwerten. Wir erläutern, worin nun genau die Verbindung zu den Sound-Experten von Dolby besteht.

Was ist HDR-TV?

Ein HDR-fähiger Fernseher erreicht deutlich höhere Kontrastwerte als herkömmliche LCD-Geräte. Wie sich das äußert, lässt sich am Beispiel einer Sonnenfinsternis gut erklären, die im TV übertragen wird: Bei HDR-TV erscheint der Mond, der sich vor die Sonne geschoben hat, als vollkommen schwarze Scheibe. Die Corona, der helle Strahlenkranz, strahlt dagegen umso intensiver. HDR-TV kommt den Helligkeitswerten der Natur sichtbar näher. Wie steht nun Dolby Vision in Verbindung mit HDR?

Die Darstellung von HDR über Dolby Vision

Eine in Dolby Vision dargestellte Eishöle.
Ein Bild mit erhöhtem Dynamik-Umfang im vergleich zu einem herkömmlichen TV-Bild.

Dolby Vision ist eine für HDR-TV entwickelte Bildoptimierung. Die Besonderheit ist, dass Bilddaten und Fernsehgerät über dynamische Metadaten laufend angepasst beziehungsweise kalibriert werden. Konkret heißt das, dass sich Kontrastwerte und Farbsättigung Bild für Bild verändern. Die Kalifornier folgen dabei einem ähnlichen Prinzip wie bei den Dolby-Soundformaten Dolby Digital und Dolby True HD: Das Bild soll genau so ausgeliefert werden, wie es vom Filmemacher gedacht ist. Schließlich sind nicht alle HDR-fähigen Fernseher exakt gleich kalibriert und manche geben Lichteffekte gerne schon mal etwas überspitzt wieder. Diese „Überoptimierung“ gleicht die Dolby-Lösung wieder aus.

Die Alternative zum Dolby-Standard ist das offene Format HDR10 bzw. die Weiterentwicklung HDR10+. Während HDR10 noch keine dynamische Datenauslieferung unterstützt, ist diese beim Nachfolger möglich. Die Bilddaten werden für einzelne Szenen eigens angepasst.

Bei der Helligkeit hat die Dolby-Technologie mit maximal 10.000 Nits (Einheit für Leuchtdichte) deutlich mehr zu bieten als HDR10. Der Wert ist allerdings wenig aussagekräftig, weil aktuell schon Fernseher mit lediglich 1.000 Nits als HDR-fähig gelten. Momentan gibt es keine TV-Geräte, die 4.000 Nits, geschweige denn 10.000 Nits erreichen. Die am hellsten strahlenden Fernseher kommen auf ca. 2.000 Nits. Im Übrigen leuchtet nie der ganze Bildschirm mit 1.000 Nits oder mehr. Es werden immer nur relativ kleine Objekte bzw. Bildbereiche mit größerer Leuchtkraft dargestellt – beispielsweise Scheinwerfer oder Sterne.
Eine weitere Spezifikation, mit der Dolby Vision vor HDR10+ liegt, ist die Farbtiefe. Das Dolby-System kommt hier auf 12 Bit Farbtiefe, während der Konkurrent 10 Bit erreicht. Allerdings kommt auch dieser Vorteil in der Praxis (noch) nicht zum Tragen, weil es keine Geräte gibt, die 12 Bit darstellen können.
In diesem Video werden die Unterschiede zwischen HDR10 und Dolby Vision erläutert:

Und wie klingt der Sound zu Dolby Vision?

Das kalifornische Unternehmen betritt mit seiner Bildoptimierungs-Technologie Neuland im Heimkinobereich, denn Audio-Wiedergabedaten für die Heimkinoanlage umfasst Dolby Vision nicht. Es ist also vom Einzelfall abhängig, welches Dolby-Audioformat ausgeliefert wird. Dolby 5.1 und True HD sind ebenso möglich wie das objektbasierte Dolby Atmos.

Die Voraussetzungen für Dolby Vision

Für Dolby Vision muss der Fernseher HDR-ready sein und das Dolby-Format verarbeiten können. Die Helligkeitswerte des Bildes müssen dafür kleinteilig steuerbar sein. Das geht zum Beispiel bei OLED-Fernsehern, wie sie etwa LG anbietet. Diese erzeugen das Bild über selbstleuchtende Dioden. Mittlerweile bietet eine Reihe von Herstellern Dolby-Vision-fähige Geräte an, auch im mittleren und niedrigen Preissegment.

Eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung ist, dass die Filmproduzenten und -studios Dolbys Standard annehmen und Inhalte dafür produzieren. Mittlerweile zeichnet sich recht deutlich ab, dass der proprietäre Standard sich auf dem Markt durchsetzen könnte. So haben sich Hollywood-Studios wie Universal, MGM und Warner entsprechend positioniert. Außerdem hat der Streaming-Dienst Netflix mit „Marco Polo“ die erste Serie auch für Dolby Vision produziert. Mittlerweile findet man eine ganze Reihe von Filmen im dynamischen HDR-Format. Die Ultra HD Blu-ray kann auf einer speziellen Datenschicht die zusätzlichen Bilddaten speichern. Erste Filme sind bereits mit Dolby Vision und HDR10+ erschienen. Weil beide Formate auf eine Blu-ray-Disc passen, könnte es durchaus sein, dass sie noch eine Zeitlang nebeneinander existieren werden.

Das Wiedergabegerät benötigt einen speziellen Decoder für Dolby Vision. Ihn findet man auf entsprechenden Blu-ray-Playern, aber auch auf der Xbox One X und der Xbox One S.
Hinweis zu HDMI: Dolby Vision und auch HDR10+ werden vom Standard HDMI 2.0 unterstützt.

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Fehlt nur noch der Sound: Dolby Atmos im Teufel-Repertoire

Sound, der zu Dolby Vision passt, liefert das 3D-Soundformat Dolby Atmos. Dem Heimkinoklang hat Atmos eine neue Dimension hinzugefügt. Mit unseren spielfertigen Systemen kannst du die Höhendimension ohne zusätzliche Deckenlautsprecher umsetzen.

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  • ▶ Unsere Heimkinosysteme in der Übersicht: Dolby-Atmos-Sets, 5.1, 7.1.

Fazit: Dolby Vision ist dabei, sich zu etablieren

  • Dolby Vision ist eine Bildoptimierung für TV-Bilder mit besonders hohen Kontrastwerten (HDR).
  • Die Technologie konkurriert mit dem offenen Standard HDR10.
  • Im Gegensatz zu HDR10 liefert Dolby Vision dynamische Metadaten aus, die je nach Endgerät und Bild angepasst werden.
  • Das jeweilige Soundformat ist unabhängig von Dolby Vision.
  • Bisher bieten vor allem Streaming-Anbieter die Dolby-Bildtechnologie an.
  • Fernseherhersteller halten sich bei Dolby Vision noch zurück.

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Titelbild: ©Dolby
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Teufel Blog Redaktion

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