Die Stereoanlage: Musikgenuss auf zwei Kanälen

Ein Gerät zur Schallreproduktion von Medien – das ist, ganz korrekt ausgedrückt, eine Stereoanlage. Sie wird bereits seit den 1960ern genutzt, um dem ausgiebigen Musikgenuss via Schallplatte, CD oder Streaming zu frönen. Und auch den Fernseher versorgt die Stereoanlage – oder Hi-Fi-Anlage, wie sie auch gern genannt wird – mit Ton.

Aus eins mach zwei: Die Geschichte der Stereoanlage

Die Vorläufer unserer modernen und platzsparenden Stereoanlagen waren die großen Musiktruhen der 50er-Jahre. In einem Möbelstück wurden Radio, Plattenspieler und manchmal auch Fernseher miteinander kombiniert. Der Ton fand seinen Weg monofon an unser Ohr. In den letzten Jahren der 50er waren erste Geräte erhältlich, die zweikanaligen Ton abspielten. Sie entwickelten sich gleichzeitig mit Stereo-Schallplatten. Radiosender konnte man etwas später, ab 1963, stereofon empfangen.

Lesetipp: Stereo zeichnet sich durch zwei gleichzeitige, aber voneinander abgetrennte Schallsignale aus. Sie sorgen dafür, dass räumliches Hören möglich ist. Wie das genau funktioniert und was eigentlich eine Phantomschallquelle ist, kannst du in unserem Artikel zu Stereofonie nachlesen.

Stereoanlagen, die aus mehreren Komponenten bestehen, entwickelten sich in den frühen 1960er-Jahren. Die Lautsprecher waren nun separat im eigenen Gehäuse untergebracht und konnten unabhängig vom Rest der Anlage aufgestellt werden. Optisch unterschieden sie sich jedoch noch etwas von der heute typischen Anlage. In den späten 60ern und frühen 70ern waren Anlagen beliebt, die von oben bedient wurden und häufig mit einer Acrylhaube abgedeckt waren.

Runde Stereoanlage Vision 2000 von 1971 mit Abdeckhaube aus Acryl und Standfuß
Ein besonders ausgefallenes Modell ist der „Vision 2000“ von Designer Thilo Oerke und dem Hersteller Rosita Tonmöbel aus dem Jahr 1971.

Generell waren Stereoanlagen bis in die 1980er-Jahre hinein sehr groß und oft ein prominentes Einrichtungsstück. Da sie einiges kosteten, fungierten sie durchaus auch als eine Art Statussymbol für Musikliebhaber. Ab den 80ern nahmen Stereoanlagen neue Formen an: Der Hi-Fi-Turm entstand, der bis in die 1990er-Jahre hinein sehr beliebt war. Alle Komponenten einer Stereoanlage – Plattenspieler, Verstärker, Radio, Kassettendeck und CD-Spieler – konnten übereinander gestapelt und somit auch flexibel kombiniert werden.

Auch heute noch ist die Stereoanlage eine solide Wahl. Radio und Fernsehen empfangen wir nach wir vor in Stereo, und auch zum Musikhören sind die zwei Kanäle ideal. Beim Ansehen von Blu-rays lauschen wir mittlerweile jedoch einem 5.1-Sound – sofern die entsprechende Anlage vorhanden ist. Und auch Streaming-Plattformen wie Netflix senden immer hochwertigeren Ton.

Doppelt hält besser: Lautsprecher von Teufel

Teufel Stereo L

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Ultima 40 Aktiv

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Teufel Stereo M

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Die Komponenten einer Stereoanlage

Eine Stereoanlage zeichnet sich vor allem durch zwei Tonkanäle aus, jedoch auch dadurch, dass die einzelnen Komponenten getrennt voneinander aufgestellt werden. Grundsätzlich besteht eine Anlage aus mindestens einer Tonquelle, einem Verstärker und zwei Lautsprechern. Damit deckt eine Kompaktanlage alle Stationen der Tonwiedergabe ab: von der Entstehung bis zum Abspielen.

Die Quelle des Tons

Ob Schallplatte, Kassette, CD, Musik-Streaming oder Radio: Deine Anlage kann deine liebste Musik abspielen. Je nachdem, ob du ein Vinyl-Liebhaber bist, ständig das Radio laufen hast oder deine riesige CD-Sammlung rauf und runter hörst, sollte deine Stereoanlage die entsprechenden Quellkomponenten aufweisen.

Der Verstärker

Der Verstärker hat innerhalb der Anlage die Aufgabe, das Signal von der Tonquelle weiterzuleiten, und zwar an die Lautsprecherboxen und eventuell an den Subwoofer. Getreu seinem Namen verstärkt er dabei das Tonsignal. Receiver können ebenfalls die Vermittleraufgabe in der Stereoanlage übernehmen: Sie sind eine Kombination aus Verstärker und Tuner.

Die Lautsprecher

Die Lautsprecher sorgen dafür, dass du auch was auf die Ohren bekommst. Mindestens zwei sollten es in einer Anlage sein – für jeden Kanal einer. Bei Lautsprechern unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Vertretern. Die klassischen passiven Lautsprecher musst du an einen Verstärker anschließen, damit sie das Signal vom Quellgerät verstehen können. Ein Aktiv-Lautsprecher hat bereits einen eingebauten Verstärker und kann beispielsweise direkt mit dem Fernseher verbunden werden.

Moderne Kompaktanlagen: Voller Sound auf kleinem Raum

Große Aufbauten und raumfüllende Lautsprecher kannst du heute immer noch haben – musst du aber nicht. Dank technischem Fortschritt passt großer Ton mittlerweile in kleine Gehäuse. Kompakt- oder Micro-Anlagen liefern dir alles, was du für guten Sound benötigst. Aufstellen, verbinden und an den Strom anschließen: Fertig. Da das Streamen von Musik zunimmt und manch einer gar keine CDs oder Schallplatten mehr einlegt, fallen zudem größere Komponenten in einer Stereoanlage weg und machen sie kompakter.

Regallautsprecher Ultima 20 Kombo in Regal
Die kompakten Regallautsprecher der Stereoanlage Ultima 20 Kombo fügen sich unauffällig in die Einrichtung ein.

Lesetipp: Bei der Wahl der Stereoanlage, die zu dir und zu deinen Räumlichkeiten passt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Lies mehr dazu in unserem Lautsprecher-Ratgeber mit allerlei Tipps zum Platzieren von Boxen und Co. Erfahre zum Beispiel, wie du den Sweet Spot ausfindig machst und was die verschiedenen Anschlüsse bedeuten.

Bluetooth und DAB: Moderne Komponenten einer Stereoanlage

Der Wandel von analog zu digital ist bei der Stereoanlage schon lange vollzogen. Längst hörst du Musik nicht mehr nur von der CD, sondern suchst sie dir passend zur Stimmung online aus. Musik-Streaming ist für moderne Kompaktanlagen kein Problem. Sie verfügen über Bluetooth, über das du blitzschnell und kabellos Musik von deinem Smartphone abspielen kannst. Bluetooth kann jedoch noch eine weitere Funktion haben: Mittlerweile gibt es kabellose Anlagen, die entweder vollständig über Bluetooth kommunizieren oder beispielsweise einzelne Komponenten wie einen Subwoofer über Funk mit dem Rest der Anlage verbinden.

Noch eine technische Errungenschaft auf dem Stereoanlagen-Markt: DAB und der Nachfolger DAB+. Verfügt deine Anlage über diesen Übertragungsstandard, kannst du Digitalradio empfangen: Antenne ade. Eine Stereoanlage mit DAB+ liefert nicht nur eine verbesserte Tonqualität, sondern ermöglicht die Übertragung weiterer Zusatzinformationen, neben der reinen Tonspur.

Die alte Stereoanlage pimpen

Wenn du mit deiner liebgewonnen Anlage in den Genuss neuer Technologien kommen möchtest, gibt es ein paar Möglichkeiten, bestimmte Funktionen zu upgraden:

  • Verpass deiner alten Stereoanlage Bluetooth – über einen Bluetooth-Adapter. Einfach Adapter an die Anlage stecken, und schon kann sie Musik von deinem Smartphone empfangen.
  • WLAN-Streaming im ganzen Haus ist etwas, das auch mit alten Anlagen möglich ist. Der Teufel Streamer beispielsweise erlaubt dir, deine Stereoanlagen in das Streaming-Netzwerk zu Hause zu integrieren.
  • Genug Stereo – Lust aufs nächste Level? Mit den Teufel Ausbau-Sets kannst du einige alte Stereoanlagen erweitern und dir so 5.1-Heimkino-Sound zulegen.

Für zwei kraftvolle Kanäle: Stereoanlagen von Teufel

Stereoanlange Ultima 40 Kombo Power Edition zwei Standlautsprecher, Subwoofer und Receiver
Die Ultima 40 Kombo Power Edition samt Subwoofer sorgt für starken Sound.
  • Ultima 40 Kombo Power Edition: Der Klassiker modern interpretiert. Bei dieser Anlage sorgen zwei form- und klangschöne Standlautsprecher in Kombination mit einem starken Subwoofer für besten Ton. Gemanagt wird der Sound vom Kombo 62 CD-Receiver. Ob ganz klassisch eine Disc, Digitalradio DAB+ oder doch lieber Streaming mit Spotify und Co. – diese Anlage macht dank Bluetooth und NFC so ziemlich alles problemlos mit.
  • Ultima 20 Kombo: Ganz kompakt wird’s mit dieser Stereoanlage. Sie eignet sich mit den 2-Wege-Regallautsprechern ideal für kleinere Räume. Dank Bassreflex-System musst du dir um eine blasse Tonwiedergabe dennoch keine Gedanken machen. Auf den CD-Spieler wurde verzichtet, aber Streaming via Bluetooth erlaubt ebenfalls musikalische Untermalung in jeder Lebenslage.
  • ▶ Noch viel mehr Stereoanlagen und -Lautsprecher findest du im Teufel Online-Shop.

Noch platzsparender: Soundbars von Teufel

Teufel Soundbar Streaming

Teufel Soundbar
Streaming

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Fazit: Das zeichnet eine Stereoanlage aus

  • Mit Stereoanlagen kannst du Sound auf zwei Kanälen genießen – abgespielt von separat aufgestellten Lautsprechern.
  • Die ersten Stereoanlagen wurden ab den späten 50er-Jahren produziert.
  • Noch heute empfangen wir TV- und Radio-Sound in Stereo. Auch für Musikgenuss ist der Standard immer noch ideal. Lediglich im Heimkino vertreiben 5.1- und 7.1-Sound langsam die zwei Kanäle.
Bild 1: © Oliver Kurmis, bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Wikimedia Commons (Bildausschnitt)
Die Stereoanlage: Musikgenuss auf zwei Kanälen
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Neueste Beiträge

  1. Artur
    10. Nov. 2019, 13:29

    Hallo liebes Teufel-Team,

    Die „Vision 2000“ ist mal sowas von 70er. Das ist die Acrylhaube Geschmackssache.

    Da ist mir der HI-FI-Turm schon lieber.

    Liebe Grüße
    Artur

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Teufel Blog Redaktion

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