Person hält Smartphone mit niedrigem Akkustand und angeschlossenem Ladekabel in der Hand
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Tiefentladung: Wie du einen tiefentladenen Akku vielleicht noch rettest

Zuletzt aktualisiert:

13.08.2026

Ob beim Handy, E-Bike, Akkuschrauber oder aber bei Kopfhörern und Lautsprechern: Ein tiefentladener Akku kann sehr ärgerlich sein. Was genau eine Tiefentladung ist, wie sie zustande kommt und wie du einen tiefentladenen Akku eventuell wiederbeleben kannst, das erfährst du in diesem Ratgeber.

Was ist eigentlich eine Tiefentladung?

Viele kennen das Problem: Ein Akku lässt sich nicht mehr laden. Ein möglicher Grund dafür kann eine Tiefentladung (auch „Tiefenentladung“) sein. Das bedeutet, dass der Akku nicht mehr genügend Spannung aufweist. Ladegeräte weigern sich dann, den Akku aufzuladen – ein Schutzmechanismus. Jeder Akku hat eine sogenannte Entladeschlussspannung – bei einem Lithium-Ionen-Akku beispielsweise sind das 2,5 Volt pro Zelle. Fällt die Spannung unter diesen Wert, kommt es zu einer Tiefentladung. Diese gilt es möglichst zu vermeiden, denn sie kann den Akku schädigen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass nichts mehr geht.

Lesetipp: In unserem Blog lernst du mehr über verschiedenen Akkutypen und ihre Unterschiede.

Wie kommt es zur Tiefentladung eines Akkus?

Die häufigste Ursache einer Tiefentladung ist, dass ein Akku über lange Zeit nicht geladen wird. Gerade bei Lithium-Ionen-Akkus, die heutzutage in den allermeisten elektronischen Geräten verbaut sind und auch bei Lautsprechern und E-Bikes zum Einsatz kommen, ist dies fatal. Grund ist die Selbstentladung, die sich bei diesen Akkus nicht vermeiden lässt: Sie geben auch bei Nichtbenutzung kontinuierlich Ladung ab. Obwohl es sich dabei nur um geringe Mengen handelt, kann ein Lithium-Ionen-Akku schon nach wenigen Monaten vollständig entladen sein. Wird er dann nicht alsbaldig wieder aufgeladen, sinkt auch die Spannung und es kommt zur Tiefentladung.

Eine andere mögliche Ursache ist ein Defekt der Elektronik. Akkubetriebene Geräte verfügen in der Regel über ein Batteriemanagementsystem (BMS), das den Akku vor zu hoher und zu niedriger Spannung schützt. Funktioniert dieser Schutz nicht, besteht die Gefahr einer Tiefentladung.

Es kann aber auch sein, dass der Akku erschöpft ist. Wie die Erfahrung zeigt, lässt die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus mit der Zeit nach. Irgendwann gelangt dieser Prozess an sein natürliches Ende – der Akku lädt dann nicht mehr auf und ist somit unbrauchbar.

Die häufigsten Ursachen für tiefentladene Akkus im Überblick:

  • Selbstentladung bei langem Nichtgebrauch
  • Defekte Elektronik des Geräts
  • Akku ist erschöpft
  • Falsches Aufladen bzw. falsches oder defektes Ladegerät

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Wie schädlich ist eine Tiefentladung für den Akku?

Durch eine Tiefentladung sinkt für gewöhnlich die Lebensdauer eines Akkus. Es können aber auch irreversible Schäden auftreten, die zu Kurzschlüssen führen können. Lithium-Ionen-Akkus sind besonders empfindlich – im Worst Case können sie bei einer Tiefentladung Feuer fangen, was jedoch bei neueren Akkus kaum noch vorkommt. Allerdings lässt die Kapazität eines mehrmals tiefentladenen Akkus deutlich nach, die Lebensdauer verkürzt sich also erheblich. Lädt der Akku gar nicht mehr auf, ist es um ihn geschehen. Deshalb solltest du Tiefentladungen möglichst immer vermeiden. Tipps dazu findest du unten.

Tiefentladenen Akku reparieren – eine gute Idee?

Wenn ein Akku nicht mehr lädt, solltest du zunächst prüfen, ob tatsächlich eine Tiefentladung vorliegt. Bei frei zugänglichen Akkukontakten kannst du die Spannung mit einem Multimeter messen: Stelle das Gerät auf Gleichspannung (DC), halte die rote Messspitze an den Pluspol und die schwarze an den Minuspol und lies den angezeigten Wert ab. Die gemessene Spannung kannst du anschließend mit der Nennspannung bzw. den Herstellerangaben des Akkus vergleichen. Bei geschlossenen Akkupacks solltest du den Akku nicht öffnen, um an einzelne Zellen zu gelangen. Hier ist im Zweifel eine Fachperson die bessere Anlaufstelle.

Aber was tun, wenn der Akku tatsächlich tiefentladen ist und nicht mehr auflädt? Zunächst einmal solltest du davon Abstand nehmen, den Akku eigenhändig aufzuschrauben oder mit einem anderen Akku parallelzuschalten – außer du weißt wirklich, was du tust. Auf YouTube gibt es etliche Videos wie zum Beispiel dieses hierIm neuen Tab öffnen, die zeigen, wie sich mit einfachen Tricks ein Akku wiederbeleben lässt. Wir raten dir jedoch davon ab – aus folgendem Grund: Ein wiederbelebter Akku – insbesondere in der Lithium-Ionen-Form – ist instabil und stellt eine potenzielle Brandgefahr dar! Außerdem wird seine Kapazität weiter sinken, sodass die Lebensdauer so oder so überschaubar bleiben dürfte.

Lesetipp: Erfahre in einem anderen Beitrag mehr darüber, was die Ursachen für einen Akkubrand sein können.

Akku lädt nicht mehr – ist er wirklich tiefentladen?

Wenn ein Akku nicht mehr reagiert, muss nicht zwingend eine Tiefentladung vorliegen. Auch ein defektes Ladegerät, ein beschädigtes Kabel oder eine ungeeignete Temperatur können dazu führen, dass der Akku nicht lädt. Ist der Akku sehr kalt oder heiß, solltest du ihn zunächst bei normaler Raumtemperatur temperieren lassen und erst anschließend einen neuen Ladeversuch starten.

Eine weitere mögliche Ursache ist das Batteriemanagementsystem (BMS). Diese elektronische Schutzschaltung überwacht den Akku und kann den Lade- oder Entladevorgang unterbrechen, wenn beispielsweise Spannung oder Temperatur außerhalb des zulässigen Bereichs liegen.

Tiefentladenen Akku wieder aufladen: So gehst du vor

Bevor du den Akku austauschst, kannst du einige sichere Schritte ausprobieren:

  1. Passendes Ladegerät anschließen

    Verwende nur ein für den Akku bzw. das Gerät vorgesehenes Ladegerät und lasse den Akku zunächst einige Zeit angeschlossen. Bei einer starken Entladung kann es dauern, bis das Gerät wieder eine Reaktion zeigt.

  2. Ladevorgang beobachten

    Prüfe, ob der Akku nach einiger Zeit wieder geladen wird und das Gerät startet. Wird der Akku ungewöhnlich heiß, verformt er sich oder ist aufgebläht bzw. beschädigt, solltest du den Ladevorgang abbrechen und ihn nicht weiterverwenden.

  3. Bei ausbleibender Reaktion nicht weiter experimentieren

    Wird der Akku trotz längerer Ladezeit weiterhin nicht erkannt oder geladen, solltest du auf weitere eigene Wiederbelebungsversuche verzichten. Lass den Akku stattdessen vom Hersteller oder einem Fachbetrieb prüfen.

  4. Akku gegebenenfalls ersetzen

    Lässt sich der Akku nicht mehr laden oder verliert er nach kurzer Zeit wieder seine Energie, kann die Tiefentladung ihn dauerhaft geschädigt haben. In diesem Fall ist ein Austausch die sinnvollste Lösung.

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VARTA Energy Power BankIm neuen Tab öffnen: In dem schicken Gehäuse dieser PowerbankIm neuen Tab öffnen steckt ein 10.000 mAh starker Lithium-Ionen-Akku, der zum Beispiel deinen portablen Bluetooth-BoxenIm neuen Tab öffnen oder deinem Smartphone unterwegs den nötigen Ladenachschub sichert. Über die verschiedenen USB-Anschlüsse lädst du bis zu drei Geräte gleichzeitig. Mit an Bord ist auch die neueste VARTA Advanced Safety Technology.

VARTA Wireless Power BankIm neuen Tab öffnen: Mit diesem Modell brauchst du nicht mal ein Kabel – der integrierte Wireless Charger lädt Qi-kompatible Geräte auch einfach kabellos auf. Daneben sind alle Features der ersten Powerbank enthalten.

Hinweis: Achte darauf, auch die Powerbank regelmäßig nachzuladen, damit ihr Akku sich nicht tiefenentlädt und dich im Fall der Fälle nicht im Stich lässt!

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Tipps: Akku vor Tiefentladung schützen

In diesem Ratgeber hast du gelernt, dass nicht die beste Idee ist, einen tatsächlich tiefentladenen Akku wiederzubeleben. Wie aber verhinderst du, dass sich ein Akku tiefentlädt? Hier einige Tipps, wie du eine Tiefentladung vermeidest:

  • Ladestand regelmäßig prüfen: Lass Lithium-Ionen-Akkus bzw. akkubetriebene Geräte nicht dauerhaft ungenutzt, sondern prüfe mindestens alle paar Wochen den Ladestand und lade ggf. nach.
  • Vor Nichtbenutzung aufladen: Falls du einen Akku über längere Zeit nicht brauchst, lade ihn zu 60–80 % auf, bevor du ihn weglegst.
  • Richtig lagern: Bewahre Akkus stets bei Zimmertemperatur auf und halte sie von direkter Sonneneinstrahlung fern.
  • Richtig laden: Entlade den Akku deines Geräts möglichst niemals in den einstelligen Prozentbereich. Schließ bereits ab 20 % das Ladegerät an. Der ideale Ladestand von Lithium-Ionen-Akkus liegt zwischen 20 und 80 %.
  • Tiefentladeschutz einsetzen: Je nach Akkutyp kann ein Tiefentladeschutz sinnvoll sein. Da dieser bei Lithium-Ionen-Akkus besonders wichtig ist, verfügen die meisten Akkus dieses Typs bereits standardmäßig über ein Batteriemanagementsystem (BMS).

Gut zu wissen: Die akkubetriebenen Geräte von Teufel haben einen integrierten Ladeschutz, der dir hilft, den Akku richtig zu laden. Falls doch mal ein Akku schlappmachen sollte, bietet Teufel für einige seiner Geräte auch ErsatzakkusIm neuen Tab öffnen an.

Häufige Fragen zu Akku-Tiefentladung

Woran erkenne ich, ob ein Akku tiefentladen ist?

Ein tiefentladener Akku reagiert häufig nicht mehr auf das Ladegerät oder das Gerät lässt sich nicht mehr einschalten. Das allein beweist jedoch noch keine Tiefentladung: Auch ein defektes Ladekabel, ein ungeeignetes Ladegerät, eine ungünstige Temperatur oder eine Schutzabschaltung der Akku-Elektronik können dahinterstecken.

Kann man einen tiefentladenen Akku wieder aufladen?

Ein tiefentladener Akku lässt sich in manchen Fällen noch aufladen, sofern die Zellen nicht dauerhaft geschädigt wurden und die Schutzschaltung das Laden zulässt. Verwende dafür ausschließlich ein für den Akku vorgesehenes Ladegerät und beobachte den Ladevorgang. Eigenständiges Öffnen, Überbrücken oder „Anstoßen“ mit einer externen Spannungsquelle solltest du vermeiden.

Ist ein tiefentladener Lithium-Ionen-Akku gefährlich?

Ein tiefentladener Lithium-Ionen-Akku kann dauerhaft geschädigt sein. Besonders vorsichtig solltest du bei Akkus sein, die sich aufblähen, verformen, auslaufen oder ungewöhnlich heiß werden. Solche Akkus dürfen nicht weiter geladen, verwendet oder geöffnet werden und sollten fachgerecht entsorgt werden.

Wie lässt sich eine Tiefentladung verhindern?

Eine Tiefentladung lässt sich vermeiden, indem du Lithium-Ionen-Akkus nicht vollständig leer werden lässt und sie bei längerer Nichtbenutzung nicht entladen lagerst. Für die längere Lagerung empfiehlt sich ein Ladestand von etwa 60 bis 80  %. außerdem sollte der Akku vor extremer Hitze und Kälte geschützt und bei längerer Lagerzeit gelegentlich nachgeladen werden.