Die Geschichte der Kopfhörer – Anfänge der tragbaren Sound-Gadgets

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man meinen, dass die Geschichte der Kopfhörer kaum anders ist als die der Lautsprecher. Immerhin liegt die Vermutung nahe, dass Kopfhörer einfach parallel zu Lautsprechern entstanden. Doch so ganz stimmt das nicht. Die Anfänge der Kopfhörer lassen sich bis in das späte 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Überliefert ist etwa, dass die ersten Geräte bei unvorsichtigem Gebrauch öfter mal für kleine Stromschläge sorgten. Im folgenden Blog erinnern wir an einige markante Meilensteine in der Geschichte der Kopfhörer.

Ende des 19. Jahrhunderts: Die ersten „Kopfhörer“ tauchen auf

Wer der Urvater des ersten tragbaren Kopfhörers war, ist nicht genau bekannt. Aber zumindest der Zeitraum, in dem sie entstanden, steht relativ sicher fest. Im Jahr 1878 wurde nämlich ein Patent für einen elektrodynamischen Schallwandler vergeben – die Geburtsstunde der Lautsprecher.

Da Kopfhörer damals auf einem ähnlichen Funktionsprinzip beruhten, ist davon auszugehen, dass die ersten kopfhörerähnlichen Prototypen kaum etwas anderes waren als normale Lautsprecher, die man sich zunächst einseitig ans Ohr hielt. Ursächlich dafür war die bis dato geringe Ausgabelautstärke, da es an besseren Verstärkern mangelte.

Geschichte der Kopfhörer
Früher Kopfhörer im Einsatz in einer Armeeeinheit (um 1945)

Als Kopfhörer-Pionier gilt in der Geschichte der US-Amerikaner Nathaniel Baldwin, der zwei Mono-Lautsprecher mit einem Kopfbügel verband. Ursprünglich war diese Konstruktion für militärische Zwecke gedacht, doch die umgangssprachlich als „Baldy Phones“ bezeichneten Geräte sorgten rasch für volle Auftragsbücher. Diese Vorläufer der Kopfhörer waren aber nur unzureichend isoliert und versetzten dem Träger Stromschläge, wenn man sie nicht richtig benutzte. Eine „Kinderkrankheit“, an die heutzutage nicht mehr zu denken ist.

1930er-Jahre: Fortschritte beim Tragekomfort und Design

Die 1930er-Jahre – und wir erwähnen es an dieser Stelle gerne – waren die Geburtsstunde der Firma Beyerdynamic. Das Unternehmen wurde in Berlin gegründet und war das erste in der Geschichte, das die industrielle Produktion von Kopfhörern in Angriff nahm und bis heute damit erfolgreich ist.

Der „DT 48“ von Beyerdynamic (um 1935) – Fortschritte beim Tragekomfort

Vergleicht man die ersten Kopfhörer von Baldwin mit denen von Beyerdynamic, zeigt sich, dass Beyerdynamic vor allem am Design und Tragekomfort kräftig geschraubt hat. Interessanterweise ähnelten die ersten Kopfhörer in ihrer Grundform bereits heutigen Modellen. Tatsächlich schaffte es der als „DT-48“ bezeichnete Kopfhörer noch bis 2012 in die Läden, in technischer Hinsicht natürlich immer aktualisiert.

Funfact: Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Folgemodell „DT-49“ entwickelt, das unter dem Namen „Stielhörer“ bekannt wurde und wie eine Mischung aus Duschbrause und Telefon aussah.

Kopfhörer von Teufel für besten Sound

Ab 1950: Wirtschaftswunder bringt Stereo-Kopfhörer

Ab etwa 1950 feierten die ersten Schallplatten ihr Debüt. Diese verfügten in der Regel bereits über Stereospuren. In dieser Zeit wurden auch die ersten Stereo-Kopfhörer von John C. Koss vorgestellt, seinerzeit ein berühmter Jazz-Musiker aus Milwaukee, USA.

Erste Stereo-Kopfhörer (um 1950)

Diese Innovation war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Kopfhörer, denn mit diesem Modell konnte man Musik erstmals auch in Stereo abspielen. Auch der erstaunlich bequeme Sitz der Kopfhörer machte sie zu echten Erfolgsgaranten. Die Erfindung von Koss wurde zum neuen Industriestandard, dem de facto alle folgten. Die Koss Corporation dominierte den US-Kopfhörermarkt in den nächsten 20 Jahren und trug damit entscheidend zur weiteren Entwicklung der Kopfhörer bei.

1960er-Jahre: Meilenstein Transistortechnik

Die Einführung der Transistortechnik in den 1960er-Jahren ermöglichte die Entwicklung der ersten batteriebetriebenen, tragbaren Kopfhörer. Da Kopfhörer bis dahin eigentlich nur in Wohnzimmern zu finden waren, schuf die neue Technologie eine Nachfrage nach Geräten, die sich auch für unterwegs eigneten.

Meilenstein für den portablen Sound – das Transistorradio

1970er-Jahre: Der Ghettoblaster macht die Straßen unsicher

In den 1970er-Jahren sorgten bei der damaligen Elterngeneration riesige tragbare Geräte, mit denen der Nachwuchs die Straßen unsicher machte, für Kopfschütteln. Ghettoblaster jeder Form und Größe machten ihrem Namen alle Ehre und beschallten fortan jede Straßenecke – zuerst in Brooklyn, später dann auch in Europa. Die erfolgreiche Eroberung des urbanen Lebensraums machte Geschichte und ermöglichte den ersten Kopfhören die große Bühne auf den Straßen.

Mit dem Ghettoblaster tauchen auch Kopfhörer vermehrt auf den Straßen auf.

Die 1980er-Jahre: Der Walkman gibt der Entwicklung der Kopfhörer neuen Schwung

1979 brachte Sony mit dem Walkman den ersten tragbaren Kassettenspieler in Miniformat auf den Markt. Das kleine, kompakte Abspielgerät war anders als die Ghettoblaster dauerhaft tragbar und machte das Musikhören unterwegs salonfähig.

Welterfolg: Der Sony Walkman bringt Kopfhörer in jeden Winkel der Welt.

Weiterer Funfact: Angeblich wollte sich der deutschstämmige Auswanderer Andreas Pavel, der 1977 in die USA übergesiedelt war, eine „körpergebundene Kleinanlage für hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen“ – ein ähnliches Gerät wie der Walkman – patentieren lassen. Erst im Jahr 2004 erkannte Sony diesen Erfindergeist nach langem Rechtsstreit an. So wurde Pavel ein weiterer Teil der bewegten Geschichte der Kopfhörer.

Im Zuge des Durchbruchs des Walkmans wurden auch dank neuer Technologien die Kopfhörer immer kleiner. Der tragbare Sound passte plötzlich ins Fluggepäck und in jeden Backpacker-Rucksack. So war es nicht verwunderlich, dass Kopfhörer fortan in jedem Winkel der Welt auftauchten. Die bereits 1983 vorgestellten Ear-Buds – Vorläufer der In-Ears – mussten allerdings noch an paar Jahre auf ihren Durchbruch warten.

Seit 2009: Teufel startet mit Sound2Go

Teufel mischt zwar schon seit 1980 erfolgreich auf dem Audiomarkt mit, doch erst im Jahr 2009 schafften es die ersten Kopfhörer von Teufel in das Sortiment. Viele verschiedene Modelle sind seitdem erschienen und haben den Kopfhörer-Markt ordentlich aufgemischt, darunter zum Beispiel die beliebten AIRY, die ersten Bluetooth-Kopfhörer aus dem Hause Teufel. Von In-Ears und Over-Ears über Bluetooth- bis hin zum Noise-Cancelling-Kopfhörer – mittlerweile bietet Teufel in fast jedem Segment und für jede Sound-Anforderung Kopfhörer an. Welches Modell für dich das passende ist, findest du mit unserem großen Kopfhörer-Vergleich heraus.

Teufel Kopfhörer: Satter Sound für Klangverliebte

Teufel AIRY NG 2018
AIRY Bluetooth-Kopfhörer mit apt-X® von Teufel

Ob als perfekter Begleiter für unterwegs oder als vertrauter Zeitgenosse zu Hause: Mit REAL BLUE NC und AIRY bist du in allen Sound-Belangen auf der sicheren Seite. Ein komfortables Tragegefühl und innovative Technologien machen die Over-Ear-Kopfhörer zur richtigen Wahl für Musikfans, die nie lange auf das Wummern im Ohr verzichten können.

  • REAL BLUE NC: Die Over-Ear-Kopfhörer REAL BLUE NC bringen dir die Ruhe, die du brauchst, um in jeden Ton deiner Playlist einzutauchen und jeden Twist zu spüren. Die Noise-Cancelling-Kopfhörer bieten dir ein Klangerlebnis, das du bisher nicht kanntest. Sie schirmen dich und deine Musik effektiv von den Umgebungsgeräuschen ab. Ohrumschließende Hörer, eine smarte Steuerung und ein ausdauernder Akku mit Schnellladefunktion, der bis zu 60 Stunden durchhält, machen das Paket so überzeugend.
  • AIRY: Das kabellose Bluetooth-Highlight AIRY von Teufel trägt in Sachen Akustik dick auf, ohne abzuheben. Mit den smarten Over-Ear-Kopfhörern streamst du Musik via Bluetooth mit apt-X® von Spotify, Deezer und Co. in Top-Qualität. Mit einer Ausdauer von bis zu 30 Stunden und einem geringen Gewicht sind die Kopfhörer dein zuverlässiger Urban-Begleiter.

Die Geschichte der Kopfhörer: Ein Ausblick

In Zukunft werden Hersteller wahrscheinlich immer weitere kabellose Kopfhörermodelle entwickeln, die die kabelgebundenen allmählich ablösen werden. Drahtlose Kopfhörer, zum Beispiel die MOVE BT von Teufel, verbinden sich über Bluetooth mit dem Abspielgerät und bieten oftmals ein deutlich besseres und flexibleres Tragegefühl. Auch der allseits bekannte Kabelbruch ist mit einem Bluetooth-Kopfhörer Geschichte.

Der MOVE BT ist dank IP54 ein sehr guter Lautsprecher zum Joggen.
Schuhe schnüren, Move BT anlegen und los! Dank IP54 musst du dir auch bei Regen keine Sorgen um die Kopfhörer machen.

Ein weiterer Trend, der sich durchsetzen wird, sind Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Noise-Cancelling-Kopfhörer schirmen dich und dein Gehör fast vollständig von der Umwelt ab, sodass störungsfreies Musikhören mit intensiverem Sound-Erlebnis möglich wird. Zusätzlicher Pluspunkt: Deine Umgebung bekommt von den wummernden Bässen deiner Lieblingssongs nichts mit.

Auf die Ohren, in die Ohren: Over-Ears und In-Ears von Teufel

Die Geschichte der Kopfhörer: Ein Fazit

  • Die Geschichte der Kopfhörer ist unweigerlich mit der Entwicklung der ersten Lautsprecher im ausgehenden 19. Jahrhundert verbunden.
  • Die ersten Modelle bestanden aus zwei Mono-Lautsprechern, die durch einen Bügel verbunden waren. Sie konnten ihrem Träger gerne mal einen Stromschlag verpassen.
  • Die Einführung von Schallplatten mit mehreren Tonspuren setzte in den 1950er-Jahren die Entwicklung der ersten Stereo-Kopfhörer in Gang.
  • Der Walkman regte einen neuen Trend an: Die bis dato großen Kopfhörer wurden immer kleiner.
  • Die Geschichte der Kopfhörer ist noch lange nicht an ihrem Ende angelangt: Dank neuester Technologien lässt sich Musik mittlerweile kabellos über Bluetooth-Kopfhörer hören. Noise-Cancelling-Modelle bringen das Sound-Erlebnis noch einmal auf ein höheres Niveau.
Bild 1: ©No 9 Army Film & Photographic Unit, Quelle: Wikimedia Commons
Bild 2: ©Beyer Dynamic. Quelle: Wikimedia Commons
Bild 3: ©Daderot. Wikimedia Commons
Bild 4: ©Xray40000 Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: flickr
Bild 5: ©TheDash Quelle: flickr

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  1. Vamp898
    17. Aug. 2020, 9:54

    Ob Kabel Kopfhörer langfristig wirklich vollständig abgelöst werden ist so eine Sache. Ich würde mir es wünschen, aber bisher sind die Übertragungsraten zu klein.

    Mit LDAC (was leider keiner der Teufel Kopfhörer kann), kann man, im High-Quality Modus (990kbit/s) zwar inzwischen Verlustfrei AudioCDs übertragen, aber da fängt es schon an mit Verbindungsproblemen wenn das Handy in der Tasche und der Kopfhörer auf dem Kopf ist.

    Hi-Res Audio Kompatibel ist LDAC zwar, aber 990kbit/s reichen dafür natürlich bei weitem nicht aus (24bit/96KHz wären so ~4320kbit/s).

    Also ich bin nicht der größte Fan von Kabeln, sie sind ein Mittel zum Zweck wenn man die beste Tonqualität möchte, aber vermissen würde ich sie nicht wenn das ganze dann zukünftig Kabellos funktioniert.

  2. Schubert Klaus
    08. Nov. 2019, 21:37

    Aber es gab nicht nur Beyer Dynamik und Koss, sondern auch AKG und Sennheiser. Von Sennheiser gab es Jahrzehnte lang den HD414 und eine drahtlose Übertragungsanlage für Schwerhörige. Ds nur zur Komplettierung der großen Namen.

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Teufel Blog Redaktion

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