FLAC-Player – HiFi in der Hosentasche

Zuletzt haben wir hier die Geschichte der MP3-Player nachgezeichnet und mussten dabei feststellen, dass sich die Hochzeit der mobilen MP3-Player langsam, aber sicher dem Ende neigt. Mitverantwortlich dafür sind hochauflösende und verlustfreie Musikformate, allen voran das FLAC-Format. Sie werden nicht nur bei HiFi-Enthusiasten immer beliebter. Infolgedessen steigt auch die Nachfrage nach mobilen Musikabspielgeräten, die solche verlustfreien Musikdateien abspielen können. Wir stellen dir einige FLAC-Player für hochauflösende Musik vor.

Sonys neue Walkmans

Sony, die Mutter des portablen Musikplayers, brachte 2012 mit der F800-Serie die ersten Walkmans mit FLAC-Unterstützung heraus. Sie erinnerten nicht nur optisch an Smartphones: Auch das Android-Betriebssystem ähnelte dem eines Smartphones, was für Musikliebhaber vielleicht nicht erste Wahl ist. Dafür wurden dank des Betriebssystems viele verschiedene Musikservices wie Spotify und Co. unterstützt.

Bis heute laufen einige der Sony-Player mit Android – so auch der NW-A105. Dieser High Resolution Walkman gibt FLAC-Dateien mit bis zu 24 Bit und (theoretisch) 384 kHz wieder. Allerdings ist die Speicherkapazität mit 16 GB etwas knapp bemessen – schließlich benötigt FLAC ein Vielfaches an Speicherplatz im Vergleich zu MP3. Dafür sieht der Player richtig schick aus und weckt mit einer Benutzeroberfläche im Musikkassetten-Stil geradezu nostalgische Gefühle.

Ähnlich im Design, jedoch günstiger in der Anschaffung sind die Modelle der Axx-Reihe. Angefangen mit dem NWZ-A15 von 2014 bis zum aktuellen NW-A55 handelt es sich ebenfalls um High-Resolution-Geräte. Diese sind etwas kleiner, stehen den größeren Varianten klanglich aber in nichts nach.

Sony NW-A35
Der Sony NW-A35

FiiO – starker Sound aus Guangzhou

Bereits im Sommer 2013 begann die chinesische Firma FiiO Electronics Technology ihren FLAC-Player FiiO X3 zu vermarkten. Dieser bestach vor allem durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, hatte jedoch Schwächen in der Benutzerführung. Für den Einstieg in die Welt der portablen Hi-Res-Player eignete sich vor allem der X1, der 2014 mit einem Preis von 99 Dollar erstmals auf den Massenmarkt abzielte. Die neueren Modelle X5 (3. Generation) und X7 (2. Generation) sind zwar mitunter deutlich teurer, verfügen dafür aber über Touchscreens und Speicherkapazitäten von 32 GB aufwärts.

Alle FLAC-Player der FiiO-X-Serie spielen FLAC-Dateien mit bis zu 24 Bit bei 192 kHz ab. Die Geräte konnten in Tests wiederholt gute Kritiken einheimsen. Im direkten Vergleich zu einem iPod Classic mit der gleichen ALAC-Musikdatei wurde dem X5 sogar ein wesentlich besserer Klang bescheinigt.

FiiO X3
Der FiiO X3

Auch iPods sind Lossless-Player

Wo wir gerade beim iPod sind: Auch dieser kann verlustfreie Dateien abspielen – allerdings nicht im FLAC-, sondern in Apples sehr ähnlichem ALAC-Format. Das steht dem FLAC-Format rein qualitativ in nichts nach und bietet ebenfalls bis zu 24 Bit bei 192 kHz. Einen Haken hat die Sache allerdings: Der iPod gibt seine ALAC-Dateien nicht wie ein High-End-Player wieder. Dafür ist er sehr verbreitet – wenn du also zu Hause noch einen iPod hast, könntest du erstmal damit ausprobieren, ob du generell Gefallen an Lossless-Formaten unterwegs findet.

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HiFiMan – High-End-Player aus China

HiFiMan Electronics ist wie FiiO ein chinesischer Audiogeräte-Hersteller, mit Fokus auf High-End-Produkte. Der Klang von FLAC-Playern wie dem HM-901 (seit 2014) ist laut Testberichten, etwa von CNET, fantastisch. Preislich bewegen sich die Geräte meist im oberen dreistelligen Bereich; bei den Top-Modellen geht es sogar in vierstellige Regionen. Das Design ist etwas gewöhnungsbedürftig, grundsätzlich aber funktional gehalten.

Ein interner Speicher ist bei den Playern von HiFiMan nicht vorhanden, du kannst sie aber mit microSD-Karten bis zu 256 GB bestücken. 24 Bit / 192 kHz sind auch hier der Hi-Res-Standard. Außerdem lassen sich die Geräte als Digital-Analog-Wandler in eine bestehende HiFi-Kette integrieren.

Teufel Kopfhörer für verlustfreie Soundwiedergabe

Bei so hochwertigen Spielern wie den FLAC-Playern kommt es natürlich auch auf die Qualität der Kopfhörer an. Schließlich kommt bei dir nur das an, was deine Kopfhörer auch abbilden können. Diese Modelle von Teufel sind ideal für Hi-Res-Player:

Teufel MASSIVE
Teufels mobiles Basswunder: Der MASSIVE
  • MASSIVE: Dieser geschlossene Over-Ear-Kopfhörer holt alles raus, was in deinem FLAC-Player drinsteckt. Die dynamische Wiedergabe mit unaufdringlichen Höhen und satten Bässen ist genau das, wovon du als HiFi-Liebhaber träumst. Eine effektive Außenschalldämpfung sorgt zusätzlich dafür, dass du unterwegs und zu Hause nur den besten Klang auf deine Ohren bekommst.
  • REAL BLUE NC: Wenn du es weniger massiv magst und trotzdem HiFi-Sound ohne Kompromisse haben möchtest, ist der REAL BLUE genau richtig für dich. Noise Cancelling lautet das Zauberwort – dank dieser aktiven Geräuschunterdrückung klingt unser geschlossener Bluetooth-Kopfhörer noch besser.

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Fazit: Mittlerweile gute Auswahl bei FLAC-Playern

Hi-Res-Player sorgen schon seit ein paar Jahren für Furore auf dem HiFi-Markt. Obwohl der von Neil Young initiierte Pono-Player 2017 eingestellt wurde, gibt es inzwischen eine gute Auswahl an hochwertigen FLAC-Playern. Die Qualität hat natürlich ihren Preis. Musikpuristen wird das egal sein, der Generation iPod weniger. Aber auch sie wird durch Einstiegsmodelle wie den FiiO X1 bedient. Generell hat sich das Angebot im Bereich unterhalb von 300 Euro sehr verbessert, sodass die Hürde für den Sprung zum verlustfreien FLAC-Format auch bei den mobilen Geräten zunehmend niedriger wird.

Bild 1: © By TopGear-V12 (Own work) via Wikimedia; bestimmte Rechte vorbehalten

Bild 2: © By Alexander Kozlov (Own work) via Wikimedia Commons; bestimmte Rechte vorbehalten

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  1. Hannes Partsch
    08. Jan. 2017, 16:44

    Leider steht im Artikel nicht drin, was nun den großen Unterschied zwischen FLAC-Playern und den iPODs ausmacht, wo doch beide mit 192kHz und 24 bit arbeiten. Noch dazu, wo das ALAC-Format dem FLAC-Format offensichtlich in nichts nachsteht. Das zu erfahren wäre doch eine wesentliche Information.
    Meine Meinung zu dem Ganzen ist jedoch die: Es mag sein, daß Puristen da und dort – im direkten Vergleich wohlgemerkt – noch etwas heraushören. Das schwächste Glied in der Kette ist aber das menschliche Gehör. 20 kHz hören Kinder und ev. noch Jugendliche (wenn sie sich in den Diskos nicht eh schon das Gehör ruiniert haben). Als Erwachsener und schon etwas älterer Mensch muß man froh sein, wenn 16 kHz noch zu hören sind. Daher dünkt mich die Aussage des Neil Young abgehoben, wenn er meint, daß sich die klassische CD wie „unter Wasser“ anhört. Natürlich ist das Bessere meist der Feind des Guten, aber ich bin überzeugt davon, daß von 100 Leuten vielleicht 1 den Unterschied zwischen einer 44,1kHz/16bit Samplingrate und einer 192kHz/24 bit Samplingrate heraushört.
    Wo es sehr wohl einen Unterschied in der Qualität gibt, der auch mitunter hörbar ist, das ist der Unterschied zwischen mp3-codierten Musikstücken und Musikstücken auf der klassischen CD, denn irgendwo muß sich die gewaltige Datenreduktion auf einer mp3-Datei bemerkbar machen.
    Daher noch och ein Wort zum „verlustfreien“ Verfahren:
    Jedes Samplimg eines analogen Signals ist verlustbehaftet. Je höher die Samplingrate, umso geringer ist dieser Verlust. Auch wenn die D/A-Wandlung über noch so raffinierte Filter erfolgt, ein geringer Verlust ist immer da, allerdings kaum oder nicht hörbar! Der erste Verlust entsteht bei der A/D-Wandlung, der zweite bei dessen Umkehrung. So gesehen wäre die klassische, analoge Vinylplatte der ideale Tonträger, wären da nicht andere, störende Effekte. Aber das ist eine andere Geschichte und mit Puristen auch nicht diskutierbar.

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