Audio only – also Inhalte ausschließlich über Ton zu konsumieren – erlebt gerade ein bemerkenswertes Comeback. Ob Nachrichten, Podcasts, Hörbücher oder E-Learning: Das kompakte Audioformat ist längst fester Bestandteil des Medienalltags. Selbst auf klassischen Videoplattformen wie YouTube oder Twitch laufen viele Inhalte inzwischen ganz selbstverständlich im Hintergrund. Doch was ist der Trend, warum ist das so und wie kannst du YouTube und Twitch am besten im Audio-only-Format nutzen?
Gibt es eine Audio-Renaissance?
Das Radio wurde schon mehrfach totgesagt. Spätestens mit dem Siegeszug des Fernsehens schien das rein auditive Medium an Relevanz zu verlieren: Bilder transportieren Informationen schneller, emotionaler und scheinbar umfassender. Doch diese Einschätzung greift zu kurz. Denn Audio hat sich nicht aufgelöst – es hat sich weiterentwickelt.
Heute begegnet uns Audio in vielen neuen Formen: Podcasts, Hörbücher, Audio-Nachrichten, Sprachassistenten oder begleitende Audioformate auf Video- und Social-Plattformen. Statt eines einzelnen Kanals gibt es ein ganzes Ökosystem an auditiven Angeboten. Was all diese Formate verbindet, ist ihre besondere Alltagstauglichkeit.
Audio passt hervorragend zu Lebenssituationen, in denen visuelle Aufmerksamkeit fehlt oder geteilt ist: beim Pendeln, Kochen, Sport, Arbeiten oder Entspannen. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil: Der Inhalt lässt sich parallel hören, ohne dass der Blick dauerhaft gebunden ist.

Der Audio-Trend war dabei keineswegs linear. Nach einer ersten starken Wachstumsphase – insbesondere mit dem Aufkommen von Podcasts während der frühen 2000er – flachte die Entwicklung zwischenzeitlich ab. In den letzten Jahren hat Audio jedoch erneut spürbar an Fahrt aufgenommen. Die steigende Zahl an Plattformen und Endgeräten sorgt dafür, dass Audio only wieder stärker in den Fokus rückt.
Online-Audio: Eine Renaissance in Zahlen
Online-Audio erreicht in Deutschland einen neuen Höchststand: Laut einer LFK-Studie nutzen rund 53 Millionen Menschen ab 14 Jahren zumindest gelegentlich Online-Audio, etwa über Musikstreaming, Webradio, Podcasts oder Hörbücher. Rund 70 % hören mindestens einmal im Monat Online-Audio, knapp 45 % sogar (fast) täglich. Damit setzt sich der Wachstumstrend auch im Vergleich zu 2024 fort.
Besonders dynamisch entwickelt sich erneut der Podcast-Markt. Nach dem starken Wachstum während der Corona-Jahre hatte sich die Nutzung zunächst stabilisiert, zeigt nun aber wieder steigende Zahlen – vor allem bei älteren Zielgruppen ab 50 Jahren. Podcasts erreichen damit zunehmend eine breite Hörerschaft. Dieses Muster entspricht einem bekannten Prinzip der Innovationsforschung: Neue Medienformate verbreiten sich häufig schrittweise von frühen Nutzergruppen in die Breite.
Was ist anders an Audio only – und was bedeutet das für Videoplattformen?
Inhalte, die wir ausschließlich hören, verarbeiten wir anders als gelesene oder visuelle Informationen. Studien aus der Kommunikations- und Medienforschung zeigen, dass auditiver Konsum stärker emotional wirkt, gleichzeitig aber oft weniger detailliert verarbeitet wird. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2020 belegt, dass Hörer sich nach Audio-Inhalten vor allem an emotional hervorgehobene Aspekte erinnern, während Leser Informationen ausgewogener aufnehmen und besser zwischen Details differenzieren.
Audio only beschränkt sich aber nicht allein auf Podcasts und Radio. Auch Videoplattformen werden gern als rein als Audio nebenbei gehört. Denn viele Formate, wie beispielsweise Twitch-Streams, funktionieren auch problemlos ohne Bild.
Lesetipp: Mehr zur auditiven Wahrnehmung erfährst du in unserem Artikel.
Im neuen Tab öffnenKopfhörer von Teufel
Audio only bei YouTube nutzen
YouTube bietet Audio only je nach Gerät und Abo-Modell auf unterschiedlichen Wegen. Wir zeigen dir die gängigsten Optionen.
a) Auf dem PC
Option 1: Chrome-Erweiterung („Audio only“)
- Öffne den Chrome Web Store.
- Suche nach „audio only for youtube”.
- Installiere die Erweiterung.
- Starte YouTube.
- Aktiviere die Erweiterung.

Option 2: Ohne Erweiterung, aber bei reduziertem Leistungsbedarf
- Starte das YouTube-Video.
- Reduziere die Qualität manuell (z. B. auf 144p oder 240p).
- Lasse den Tab im Hintergrund weiter laufen.
b) Auf dem Smartphone
Option 1: Browser im Desktop-Modus
- Öffne YouTube im Browser.
- Gehe ins Browser-Menü.
- Aktiviere „Desktopwebsite anfordern“.
- Starte das Video.
Hinweis: Hintergrundwiedergabe hängt vom Browser und Betriebssystem ab und ist nicht immer möglich.
Option 2: YouTube Premium in der YouTube-App
- In den Einstellungen lässt sich (je nach Gerät) Hintergrundwiedergabe aktivieren. Das ist für die komfortabelste Lösung, wenn du nur den Ton hören möchtest.
Option 3: YouTube Music
- Wenn du YouTube vor allem für Musik- und Audio-Content nutzt, ist YouTube Music oft der „Audio-first“-Weg. Je nach Einstellungen wird weniger auf Video gesetzt.
Audio only bei Twitch aktivieren
a) Auf dem PC
Option 1: Browser-Erweiterung „Twitch Radio Mode“
- Öffne Chrome im Web Store.
- Gib „Twitch Radio Mode“ in die Suchleiste.
- Installiere die Erweiterung.
- Öffne Twitch.
- Aktiviere den Radio-/Audio-Modus in der Erweiterung (Die Bezeichnung kann je nach Tool variieren).

Option 2: Manuell (ohne Tools)
- Öffne den Stream.
- Reduziere die Auflösung (z. B. auf 160p).
- Chat einklappen / Theatermodus deaktivieren
- Stream im Hintergrund laufen lassen
b) Mobil (Twitch App)
- Stream öffnen
- Player-Optionen öffnen (z. B. Zahnrad / Video Options)
- „Audio only“ auswählen
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Fazit: Audio only als ständige Begleitung
- Audio-only-Formate werden immer beliebter, wir nehmen die dort verarbeiteten Informationen jedoch anders wahr.
- Der Modus passt besonders gut zu einem Alltag, in dem Inhalte parallel zu anderen Aktivitäten gehört werden.
- Online-Audio entwickelt sich stabil weiter und erreicht zunehmend neue Zielgruppen.
- YouTube und Twitch unterstützen Audio only, je nach Plattform und Gerät ist das bereits heute auf verschiedene Weise umsetzbar.
Häufige Fragen rund um den Audio-only-Trend
Nein, Lesen wird nicht ersetzt, sondern ergänzt. Hörbücher und Audioformate werden vor allem in Situationen genutzt, in denen Lesen nicht möglich oder unpraktisch ist. Viele Nutzer wechseln je nach Situation zwischen Text und Audio.
Audio und Text wirken unterschiedlich. Audio eignet sich gut für Überblick, Einordnung und narrative Inhalte, während Text Vorteile bei Detailtiefe und analytischem Lesen hat. Entscheidend ist der Nutzungskontext.
Viele Inhalte wie Gespräche, Interviews oder Streams funktionieren auch ohne Bild. Audio-only reduziert Ablenkung, spart Datenvolumen und passt besser zu Multitasking-Situationen.
Nein. Die wachsende Nutzung von Online-Audio, Podcasts und Hörbüchern zeigt, dass Audio only eine stabile und etablierte Form der Mediennutzung ist – nicht nur eine Übergangslösung.
Bilder: Teufel / alle









