Riesige Filmauswahl, einfache Umsetzung und herausragender Sound – Dolby Atmos hat in den vergangenen Jahren die Herzen der Heimkino-Fans erobert. Der Unterschied zu bisherigen Surround-Sound-Systemen besteht darin, dass auch Klangeffekte von oben realistisch wiedergegeben werden. Atmos-Anlagen verfügen dafür über zusätzliche Effekt-Lautsprecher. Diese können an die Decke geschraubt werden, allerdings gibt es auch eine andere Methode, die Höhendimension abzubilden.
Hinweis zur Bezeichnung: Die Anzahl der Deckenlautsprecher wird mit einer dritten Zahl angegeben. Eine 5.1-Anlage mit zwei Höhenlautsprechern würde man also als 5.1.2 auszeichnen.
Dolby Atmos – Basics und Wissenswertes im Teufel Tutorial
Auch für das Thema Dolby Atmos haben wir ein Teufel Tutorial auf YouTube. Lass dir von Lisa, zeigen, wie easy du Dolby Atmos zu Hause einrichten kannst.
Vom großen Versprechen zum Standard
2014 kamen die ersten Atmos-Systeme auf den Markt. A/V-Receiver-Hersteller Onkyo machte den Auftakt. Schon da sprach man davon, dass Atmos die größte Innovation im Heimkinobereich seit der Einführung von Surround-Sound-Anlagen in den 1980er-Jahren sein würde. Und so überrascht es nicht, dass sich der 3D-Sound-Standard schnell etabliert hat. Dazu dürfte auch seine einfache Integration beigetragen haben.
Das sind die wesentlichen Voraussetzungen für Dolby Atmos:
- Ein A/V-Receiver, der Dolby Atmos decodieren kann.
- Ein Lautsprecher-Set, das für Dolby Atmos lizenziert ist.
- Tonmaterial, das für Dolby Atmos abgemischt ist.
Die Anzahl der Blu-rays mit Dolby-Atmos-Tonspur ist mittlerweile beträchtlich. Darüber hinaus sind einige Filmtitel auch auf Netflix mit Atmos-Sound verfügbar – wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.
In großen kommerziellen Kinos kommt Atmos schon länger zum Einsatz. Flächendeckend verbreitet ist der Standard allerdings auch dort nicht – hier eine Liste der Dolby-Atmos-Kinos in Deutschland.
Gut zu wissen: In puncto Dolby-Atmos-Verfügbarkeit ist der Streaming-Underdog Apple TV+ Top.
Objektbasiert statt kanalbezogen – die Technik hinter Dolby Atmos
Dolby Atmos arbeitet anders als seine Vorgänger nicht nur kanalbezogen, sondern mit sogenannten Klangobjekten. Bei den „alten“ Dolby-Standards für 5.1- oder 7.1-Systeme wurde der Ton genau für die verfügbaren sechs beziehungsweise acht Kanäle abgemischt. Jedem Kanal bzw. Lautsprecher waren eigene Audioinformationen zugeordnet. Wenn das Geräusch einer in der linken Bildhälfte sichtbare Explosion auch auf der linken Seite ertönen sollte, mussten die vorderen und hinteren Lautsprecher auf der linken Seite mit entsprechenden Klangdaten angesteuert werden.
Das schränkte die Hersteller von Heimkinoanlagen insofern ein, als sie nur eine vorgeschriebene Anzahl an Lautsprechern verwenden konnten. Dolby Atmos kann dagegen mit einem Set von mindestens acht (5.1.2) Lautsprechern ebenso arbeiten wie mit bis zu 64 Kanälen. Das ist den Klangobjekten zu verdanken.

Wenn Filmemacher nun in Dolby Atmos produzieren, können sie die besagten Klangobjekte räumlich darstellen, ohne sich auf einen bestimmten Kanal festlegen zu müssen. Eine Explosion auf der linken Bildseite wird nun einfach als Geräusch aus einer bestimmten linken Position festgelegt. Das Fundament oder der sogenannte Klangteppich besteht dabei weiterhin aus einem klassischen 5.1/7.1-Konstrukt.
Dolby Atmos im Heimkino integrieren
Atmos-Heimkino-Anlagen kombinieren in der Regel 5.1- oder 7.1-Sets mit zusätzlichen Lautsprechern für die Höhendimension. Die Aufstellung der Surround-Lautsprecher bleibt dabei bestehen. Die zusätzlichen Höhenlautsprecher können entweder an der Decke angebracht oder im Raum bzw. auf Front- oder Surround-Lautsprechern aufgestellt werden.
Der Vorschlag, die Atmos-Lautsprecher nicht an der Decke zu platzieren, klingt erstmal nicht ganz schlüssig – schließlich sollen die Soundeffekte so klingen, als würden sie von oben kommen. Das Geheimnis des Verfahrens besteht in gezielt eingesetzten Schallreflexionen. Denn die Atmos-Lautsprecher werden zur Decke hin ausgerichtet und sind so konfiguriert, dass die Klangeffekte am Platz des Hörers als Höheneffekte ankommen.
Dolby Atmos als Standard ist im Übrigen abwärtskompatibel und wird auch von einem herkömmlichen 5.1-System wiedergegeben – nur eben ohne die entsprechenden Signale für die Deckenlautsprecher.
Sound-Höhenflug mit Teufel und Dolby Atmos
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Fazit zu Dolby Atmos
- Dolby Atmos ist ein Soundstandard zur Wiedergabe von Höheneffekten, der in Kinos und Heimkinos zum Einsatz kommt.
- Die Höheneffekte werden über Deckenlautsprecher oder nach oben abstrahlende Lautsprecher wiedergegeben.
- Für Atmos-Sound müssen das Lautsprecher-Set und der Receiver Atmos unterstützen. Außerdem muss das Film- und Tonmaterial im Atmos-Format vorliegen.
- Atmos-Klang gibt es nicht nur auf Blu-rays; auch Streaming-Anbieter wie Netflix bieten entsprechende Filme.
Häufige Fragen zu Dolby Atmos
Für Dolby Atmos brauchst du nicht zwingend Deckenlautsprecher, da auch nach oben abstrahlende Lautsprecher genutzt werden können, die den Sound über Reflexionen von der Decke als Höheneffekt wiedergeben. Systeme wie die CINEBAR 22 setzen dabei auf virtuelles Dolby Atmos, bei dem seitliche Treiber und Raumreflexionen dafür sorgen, dass Klang auch ohne echte Deckenlautsprecher von oben zu kommen scheint.
5.1.2 bei Dolby Atmos bedeutet, dass ein System aus fünf Lautsprechern, einem Subwoofer und zwei zusätzlichen Höhenlautsprechern besteht.
Der Unterschied zwischen Dolby Atmos und klassischem Surround Sound besteht darin, dass Dolby Atmos objektbasiert arbeitet und Klänge frei im Raum platzieren kann, während Surround Sound auf feste Kanäle beschränkt




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