Clubhouse: Was hat es damit auf sich und was sind Alternativen?

Plötzlich war es da und hat einen riesigen Hype ausgelöst: Clubhouse. Die Mischung aus Podcast und Social Media funktioniert ausschließlich über das gesprochene Wort: Es sind keine schriftlichen Kommentare möglich, alles ist live, nichts wird archiviert. Es geht ums Zuhören – und Gehörtwerden – und ums Dabeisein. Doch die Präsenz in den Medien hat schnell wieder abgenommen. Wie steht es aktuell um Clubhouse? Haben es alternative Dienste bereits verdrängt?

Podcast? Streaming-Dienst? Social Media? Was ist Clubhouse eigentlich?

Clubhouse zu definieren ist im ersten Moment gar nicht so einfach, auch wenn das Prinzip simpel ist. In verschiedenen virtuellen Räumen unterhalten sich Menschen miteinander – und andere Nutzer hören zu. Das kann spontan passieren oder nach Vorankündigung in einem Kalender. Auch der Beitritt zu bestimmten Gruppen ist möglich. Ein Moderator leitet jede Unterhaltung, lässt Zuhörer auf Wunsch ebenfalls etwas sagen und schaltet sie anschließend wieder stumm. Das Ziel sind angeregte Diskussionen. Die Kamera bleibt dabei aus, Textnachrichten sind ebenfalls nicht möglich: Clubhouse ist ein reines Audio-Format.

App Clubhouse Benutzeroberfläche
Das Objekt der Begierde von vielen: Die Audio-only-App Clubhouse

Du kannst Clubhouse also ähnlich wie einen Podcast nutzen oder du nimmst aktiv an den Diskussionen teil, beides ist möglich. Zudem werden die Gesprächsrunden bei Clubhouse nur für kurze Zeit und interne Zwecke aufgezeichnet (zum Nachvollziehen von Beschwerden und Meldungen über Belästigungen oder ähnliches). Du kannst also nur live dabei sein und ein Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt nicht nochmal abspielen. Dies ist der wohl größte Unterschied zu klassischen Podcasts. Genauso wie die Tatsache, dass du Clubhouse nur nutzen kannst, wenn du von einem anderen User eingeladen wirst. Dies schließt viele Personen aus – lange Zeit zusätzlich diejenigen, die über Android-Geräte verfügen. Denn bis zum Mai 2021 gab es Clubhouse lediglich für iPhone und Co.

Übrigens: Das Prinzip, dass man nur mit Einladung teilnehmen kann, soll sich womöglich zukünftig ändern. Noch befindet sich Clubhouse in der Beta-Phase, was laut den Gründern der Grund dafür ist, die Nutzerzahlen auf diese Weise zu beschränken. Geht dann jedoch mit der Exklusivität auch ein gewisser Reiz verloren?

Kleine Retrospektive: Die kurze, aber bewegte Geschichte von Clubhouse

Ab Frühjahr 2020 war Clubhouse in den USA im App-Store und wurde sofort von vielen Prominenten genutzt. Und wo Oprah ist, wollen scheinbar alle sein. Ins Leben gerufen wurde die Audio-only-App von Paul Davison und Rohan Seth – ehemaligen Mitarbeitern von Pinterest und Google. Nach Deutschland kam der Hype erst Anfang 2021. Die Downloadzahlen der App erreichten schnell einen Höhepunkt von 9,5 Millionen weltweit im Februar. In Deutschland war Clubhouse zu dem Zeitpunkt die am häufigsten heruntergeladene iOS-App. Doch auch das ebbte schnell wieder ab: im April luden sich bereits weniger als eine Million Nutzer Clubhouse auf ihr Smartphone.

Die Downloadzahlen der App schossen in kürzester Zeit in die Höhe – und ebbten dann wieder ab. Ein dauerhafter Trend?

Die Gründe dafür sind vermutlich vielfältig. Der erste große Hype entstand aufgrund der Exklusivität: Nicht jeder konnte dabei sein, viele befürchteten, etwas zu verpassen. Doch wer unbedingt dabei sein wollte, fand sicher schnell einen Weg. Und eine große Nutzergruppe wurde sowieso ausgeschlossen: die Android-Nutzer. Es dauerte auch nicht lang, bis Kritik laut wurde. Diese reichte von Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung bis zur fehlenden Möglichkeit, Belästigungen und Fehlverhalten von Nutzern melden oder nachvollziehen zu können: In dem Zuge entstand die kurzzeitige interne Speicherung der Gespräche.

Einen medienwirksamen Skandal gab es ebenfalls bereits nach kurzer Zeit. Der Ministerpräsident Thüringens Bodo Ramelow plauderte etwas zu losgelöst im vermeintlich vertraulichen, exklusiven Kreis und gestand, dass er während wichtiger Sitzungen Candy Crush spiele, und bezeichnete Angela Merkel als „Merkelchen“. Die Empörung folgte sogleich – und die Talkrunden wurden Nutzerberichten zufolge weniger offenherzig. Und dadurch vielleicht auch langweiliger? In jedem Fall nahm das Angebot ab, immer weniger Diskussionsrunden werden angekündigt, immer weniger nutzen Clubhouse. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Umstand durch die Android-App und die damit verbundenen steigenden Nutzerzahlen wieder wandelt.

Lautsprecher von Teufel

Es geht auch anders: Alternativen zu Clubhouse

Es hat lange gedauert, bis die Nutzer der verschiedenen Betriebssysteme mitgenommen wurden – diese Wartezeit haben andere genutzt, um Konkurrenzprodukte zu entwickeln. Außerdem bieten manche Plattformen bereits seit längerem ähnliche Formate an. Folgende Alternativen zu Clubhouse könnten für dich interessant sein, wenn du das Prinzip der Audio-only-App magst.

Twitter Spaces

  • In sogenannten „Spaces“ können Nutzer statt kurzer Textnachrichten Audio-Tweets absetzen.
  • Twitter Spaces ist aktuell noch in der Testphase und nur für Nutzer mit mehr als 600 Followern verfügbar.
  • Twitter denkt bereits an Monetarisierung: Es soll zukünftig möglich sein, für seinen „Space“ Eintritt zu verlangen.

Discord

  • Existiert bereits seit 2015.
  • In Gruppen sind sowohl Voice-Chats als auch Text-Chats möglich.
  • Außerdem können Fotos, Videos und andere Dateien hochgeladen und mit anderen geteilt werden.
  • Über 100 Millionen monatliche Nutzer.

Stereo

  • Auch bei Stereo kannst du dir Live-Gespräche anhören und selbst etwas dazu beitragen.
  • Die Gespräche werden jedoch aufgezeichnet und lassen sich später wie Podcasts auffinden und anhören.
  • Teilweise werden die Inhalte auch auf Spotify und anderen Podcast-Plattformen veröffentlicht.

Dive

  • Dive ist genauso wie Clubhouse nur mit einer Einladung nutzbar – und das soll auch so bleiben.
  • Zielgruppe sind Gründer, Start-ups und Co., die hier eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung finden.

Hotline

  • Hotline ist ein Dienst von Facebook.
  • Neben reinen Audio-Chats gibt es die Möglichkeit, die Kamera einzuschalten und schriftlich Fragen zu stellen.
  • Andere Zuhörer sehen die Fragen und können diese liken.
  • Durch die Features insgesamt ein vielversprechendes Format für ein Frage-Antwort-Format mit Experten.

Zuhören und teilnehmen: Alles möglich mit Teufel

Lachende Frau in Café mit Kopfhörer SUPREME ON und Smartphone
Du hörst nur, was du willst – wo auch immer du bist: SUPREME ON auf die Ohren und die Nebengeräusche ausblenden.

Ob Konzertaufnahme oder Diskussionsrunde: Was an deine Ohren kommt, soll bitte gut klingen! Mit den Lautsprechern von Teufel genießt du beste Soundqualität. Ein Kopfhörer mit eingebautem Mikro ist ideal, wenn du dich auch selbst beteiligen willst und andere deine Argumente gut mitbekommen sollen.

  • SUPREME ON: Kopfhörer auf, Clubhouse an und den Talkrunden lauschen – egal wo du bist. Ob auf dem heimischen Sofa, beim Wäscheaufhängen, dem Spaziergang mit dem Hund oder in der Bahn: Mit dem Bluetooth-Kopfhörer SUPREME ON hast du alle Freiheiten. Der Ton ist exzellent, dank Linear-HD-Treiber und effektiver Außenschalldämpfung. Und die zwei verbauten Mikrofone nehmen deine Stimme in hoher Klangqualität auf.
  • MOTIV GO: Du genießt es vor allem zuhause, anderen beim Quatschen zuzuhören? Der mobile Bluetooth-Lautsprecher MOTIV GO begleitet dich von Raum zu Raum und zaubert dir mit zwei Vollbereichstreibern, unterstützt durch zwei passive Bassmembranen starken Stereoklang. Auch hier verbirgt sich ein Mikrofon unter der formschönen Hülle. Ein Knopfdruck, und du diskutierst mit.

Selbstverständlich ist die Soundqualität bei Clubhouse nur maximal so gut, wie die Sprachaufnahme des Moderators und der Diskussionsteilnehmer. Es kommt also stark darauf an, welches Equipment am anderen Ende genutzt wird. Solltest du selbst bei Clubhouse oder anderen ähnlichen Diensten aktiv mitmischen und selbst regelmäßig Gespräche veranstalten wollen: Ein gutes Mikrofon ist dann Pflicht. Schließlich gibt es gerade bei Clubhouse keine Option, deine Sprachaufnahme nachträglich zu bearbeiten: Es ist alles live.

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Kurz zusammengefasst: So kannst du Clubhouse nutzen

  • App aus dem App-Store oder Google Play Store downloaden und dich registrieren.
  • Jemanden bitten, dich einzuladen: Nur dann kannst du die App tatsächlich nutzen.
  • Clubhouse ist kostenlos, es soll bald möglich sein, Moderatoren freiwillig zu unterstützen.
  • Bist du erstmal in den heiligen Clubhaus-Hallen angekommen, kannst du Räume suchen oder auch selbst erstellen, sei es privat oder öffentlich zugänglich.
  • Als Zuhörer in einem Gespräch kannst du mit einem Klick signalisieren, dass du etwas beizutragen hast, und der Moderator holt dich aufs virtuelle Podium und gibt dein Mikro frei.

Bild 1: ©artcoastdesign. Quelle: Unsplash.

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Teufel Blog Redaktion

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