Auf der Rückseite eines (AV-)Verstärkers bzw. einer Kompaktanlage findest du in der Regel etliche Anschlüsse, deren Sinn und Zweck sich für Laien nicht sofort erschließen. Sobald du allerdings einige grundlegende Begriffe kennst und ein paar Kabeltypen unterscheiden kannst, sieht das Ganze bereits weniger kompliziert aus. Außerdem eröffnen sich mit etwas zusätzlichem Wissen eventuell ganz neue Möglichkeiten: Beispielsweise, wenn du bemerkst, dass du das alte Kassettendeck schon längst an die Stereoanlage hättest anschließen können. Wir erklären dir den AUX-Anschluss und weitere Anschlusstypen am Verstärker.
Der AUX-Anschluss (Eingang oder Ausgang)
Schnittstellen mit der Bezeichnung AUX (für engl. auxiliary) waren die ersten Schnittstellen überhaupt und sind immer noch weit verbreitet. Hierbei handelt es sich einfach gesagt um analoge Audio-Eingänge oder -Ausgänge, an denen du Zuspieler oder Abspieler deiner Wahl anschließen kannst. Das kann das alte Kassettendeck sein, um längst vergessene Musikschätze wiederzubeleben, oder auch ein moderneres Abspielgerät wie ein MP3-Player oder ein Smartphone.
Am weitesten verbreitet sind AUX-Anschlüsse im Cinch-Format. Häufig findet man auch Miniklinken-Anschlüsse. Ein Adapterkabel, wie auf dem folgenden Bild zu sehen, fungiert als Audio-Adapter zwischen Miniklinke und Cinch.

Auch AUX-Ausgänge sind häufig im Cinch-Format zu finden. Hier werden externe Recordergeräte oder auch aktive Lautsprecher angeschlossen. Für den Subwoofer findet sich auf der Receiver-Rückseite in der Regel ebenfalls ein eigener Ausgang. Er ist oftmals mit „Sub out“ beschriftet und wird häufig per Mono-Cinch-Kabel angeschlossen.
Den Plattenspieler mit der Anlage verbinden – welches Kabel?
Das Anschließen von Plattenspielern gestaltet sich meist etwas komplizierter. Sie können zwar auch ohne spezielle Kabel am Verstärker angeschlossen werden, allerdings ist fraglich, ob sie dann auch tatsächlich funktionieren. Oft ist das Signal der Geräte zu schwach, sodass du lediglich ein paar leise Geräusche hören wirst – wenn überhaupt.
Die Lösung bringt ein Vorverstärker. Dieser kann entweder im Plattenspieler selbst integriert oder Bestandteil des Verstärkers sein. Befindet sich der Vorverstärker im Plattenspieler, kannst du problemlos den AUX-Anschluss des Verstärkers nutzen. Ist er im Verstärker verbaut, findest du neben dem AUX- auch einen sogenannten Phono-Eingang, über den Plattenspieler ohne integrierten Vorverstärker angeschlossen werden müssen. Verfügen weder Verstärker noch Plattenspieler über einen integrierten Vorverstärker, musst du zu einem Phono-Verstärker greifen.
Lesetipp: Im Teufel Blog findest du zudem eine Übersicht der Audio-HiFi-Verstärker.
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Line In mit abweichenden Bezeichnungen
Mancher Hersteller trägt zur Verwirrung bei, indem er für die Audio-Eingänge seiner Geräte zahlreiche unterschiedliche Bezeichnungen benutzt. Dann befinden sich am Verstärker Eingänge, die mit den Begriffen „Line In“, „CD“ oder „Tuner“ betitelt sind. Doch keine Sorge: Bei all diesen Eingängen handelt es sich im Grunde um AUX-Anschlüsse, ausgenommen lediglich der bereits erwähnte Phono-Eingang. Die unterschiedlichen Bezeichnungen dienen in erster Linie der Ordnung der einzelnen Geräte. So kann man später schnell auf den entsprechenden Kanal schalten und hat genau das Gerät ausgewählt, das sich am entsprechenden Eingang befindet.
Digitale Vertreter
Bei den meisten Audio-Eingängen und allen, die wir bisher in diesem Text behandelt haben, handelt es sich um analoge Anschlüsse. Es gibt aber auch – gerade bei aktuellen Modellen – digitale Audio-Eingänge. Zum Beispiel einen Eingang für ein Koaxialkabel oder einen TOSLINK-Eingang.
An digitale Audio-Eingänge können keine analogen Geräte angeschlossen werden, sondern nur Zuspieler mit digitalem Ausgang. Für die Verwendung mit einem MP3-Player oder einem anderen analogen Zuspielgerät ist dieser Eingang also nicht geeignet. Dafür aber für alle digitalen Zuspieler, beispielsweise eine Spielekonsole. Diese schließt man in der Regel über HDMI an, aber auch die Verbindung über ein TOSLINK-Kabel ist möglich. Auch wer eine hochwertige Soundkarte in seinem Computer verbaut hat, findet dort meist einen TOSLINK- oder Koaxial-Ausgang. Das ist meist die beste Möglichkeit, seinen Computer mit dem Verstärker zu verbinden.
Lesetipp: Erfahre in unserem Blog, wofür sich HDMI- und TOSLINK-Anschlüsse jeweils eignen.
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Fazit: Der AUX-Anschluss ist meist dein bester Freund
Was auf den ersten Blick verwirrend aussieht, entpuppt sich nach der Klärung einiger Grundbegriffe als weitaus weniger kompliziert.
- Ein AUX-Anschluss ist ein analoger Audio-Eingang.
- Welches Kabel zum jeweiligen AUX-Eingang passt, hängt vom Anschlussgerät ab. Es helfen die jeweils unterschiedlichen Bezeichnungen am Receiver.
- Digitale Audio-Eingänge wie TOSLINK oder HDMI können nur von Geräten mit einem entsprechenden Anschluss gespeist werden.
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