Moments of Rock: „Let It Be“ – das letzte Album der Beatles

Die Beatles haben die Geschichte der Rock- und Popmusik geprägt wie keine andere Band. Die vielbeachteten Wiederauflagen ihrer Studioalben – allen voran Sgt. Pepper, das White Album und zuletzt Abbey Road – haben das einmal mehr unter Beweis gestellt. Dieses Jahr steht das nächste Ereignis an: das 50-jährige Jubiläum von Let It Be. Zu diesem Anlass wird es auch einen völlig neu zusammengestellten Film geben. Was macht das letzte Beatles-Album so anders als die anderen?

Rauf aufs Dach und zurück zu den Wurzeln

Am 30. Januar 1969 geschah in der Londoner Savile Row etwas, das in die Musikgeschichte eingehen sollte: Die Beatles entschieden sich, ihr finales Konzert zu geben, und zwar auf dem Dach des Hauses Nr. 3, in dem sich ihr Aufnahmestudio befand. Eine spontane Entscheidung, ebenso naheliegend wie außergewöhnlich, wie sich George Harrison erinnert:

„Es war viel einfacher, als irgendwo anders aufzutreten. Außerdem hatte das keiner bisher getan, also würde es interessant sein, zu sehen, was passiert, wenn wir dort oben spielen.“

Dass sie damit die ersten sein würden, stimmte zwar nicht – gerade einmal zwei Monate vorher waren bereits Jefferson Airplane auf ein New Yorker Dach gestiegen –, aber das Rooftop Concert der Beatles wurde legendär, und Michael Lindsay-Hogg, der Regisseur des letzten originalen Beatles-Films, setzte es als Schlusspunkt seiner Let It Be-Doku ein. Doch was im Film gezeigt wird, ist vermutlich nur die halbe Wahrheit.

„Get Back“: Der Anfang vom Ende der Beatles

In den letzten Jahren ihres Bestehens waren die Beatles keine Live-Band mehr: Seit 1966 waren sie nicht mehr aufgetreten, sondern hatten sich voll und ganz den Studioaufnahmen gewidmet. Daraus waren wegweisende Klassiker wie Sgt. Pepper’s Lonely Heartsclub Band oder The Beatles (genannt das „Weiße Album“) entstanden. Doch 1968 wollte Paul McCartney die Band wieder zurück zu ihren Wurzeln führen – mit dem Projekt Get Back, aus dem später das Album Let It Be hervorging. Daneben reifte die Idee, den Entstehungsprozess zu filmen und damit die mit den Jahren abgehobenen Fab Four wieder nahbar zu zeigen. Das sollte gelingen – jedoch nicht so, wie es sich McCartney vorgestellt hatte.

Der Film, der ursprünglich ebenfalls Get Back heißen sollte, zeigt in weiten Teilen eine Band, die nach Meinung von Kritikern im Grunde keine Band mehr ist. Zu sehr seien John, Paul, George und Ringo mit sich selbst beschäftigt. Wahrscheinlich ist es vor allem dem Keyboarder Billy Preston, den Harrison als fünften Musiker dazuholte, zu verdanken, dass die Arbeit an Get Back dennoch voranging. Preston ist ebenso beim Rooftop Concert zu sehen.

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„In times of troubles“: Gescheiterte Pläne und ein Geniestreich

Erst im Mai 1969 war man so weit, eine komplette Version des Albums zusammenzustellen. Es gab jedoch keinen Konsens über den abschließenden Mix. Unterdessen nahmen die Querelen der Beatles untereinander immer mehr zu. Besonders John und Paul hatten sich voneinander entfremdet, weshalb Lennon die Band im Herbst verließ. Paul gab später zu Protokoll:

„Ich sagte: ‚Wir sollten auf die Suche nach unseren Wurzeln gehen. Vielleicht machen wir dann Schluss, oder wir kommen zu der Überzeugung, dass wir es immer noch drauf haben.‘ John sah mir in die Augen und sagte: ‚Ich glaube, du bist bescheuert.‘“

Umso erstaunlicher, dass in dieser Zeit der Geniestreich Abbey Road entstand, das letzte Album der Beatles, das vor dem Auseinanderbrechen der Band erschien. Get Back hingegen lag für ein halbes Jahr auf Eis. Nach einem erneuten Anlauf im Dezember gelang es erst im Frühjahr 1970, das Projekt fertigzustellen – ohne McCartney. Lennon und Harrison beauftragten dafür Phil Spector, damals Starproduzent und berühmt für seinen opulenten „Wall of Sound“. Er schaffte es, das mittlerweile Let It Be getaufte letzte Beatles-Album für die Veröffentlichung im Mai vorzubereiten. Die ursprünglichen Versionen blieben jahrzehntelang unter Verschluss.

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Diesen Zebrastreifen kennt wohl jeder.

„Mother Mary comes to me“: Ein enttäuschter Pilzkopf und ein Starregisseur

Über die Güte von Spectors Mix gingen die Meinungen von Anfang an auseinander. Während die anderen drei Beatles durchaus begeistert waren, zeigte sich McCartney äußerst unzufrieden. Er empfand vor allem die Orchesterarrangements als unpassend und die Songs insgesamt als viel zu überladen. George Martin, der 1969 noch Abbey Road produziert hatte, bezeichnete Let It Be gar als „Schund“. Es sollte bis 2003 dauern, ehe mit Let It Be … Naked eine Version erschien, die den Fassungen des ursprünglichen Albums nahekam.

Für dieses Jahr dürfen sich Beatles-Fans nicht nur auf eine Neuauflage des Albums freuen. Auch der Film soll wiederveröffentlicht werden. Zudem arbeitet Starregisseur Peter Jackson (Der Herr der Ringe) seit einem Jahr mit dem vorhandenen Material an einer neu zusammengestellten Dokumentation. Diese könnte ein neues Licht auf die Entstehung des letzten Beatles-Albums werfen. Die Veröffentlichung wurde inzwischen für den September angekündigt. Die Vorfreude steigt!

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Interessante Fakten über den Song „Let It Be“

  • Das Lied wurde von Paul McCartney geschrieben. Es nimmt Bezug auf Pauls Mutter Mary. Sie starb, als er 14 war.
  • Es existieren verschiedene Versionen des Songs: der Single-Mix von George Martin, der Album-Mix von Phil Spector, die Anthology-Version (Take 1), die Let It Be … Naked-Version sowie die unveröffentlichten Mixes aus den Get Back-Sessions.
  • John Lennon mochte den Song überhaupt nicht, höchstwahrscheinlich wegen der christlich angehauchten Botschaft. Auf dem Album quiekt Lennon unmittelbar davor: „and now we’d like to do ‚Hark, the Angels Come‘“ – womit er das Lied ins Lächerliche zog.
Die Beatles - letztes Album Let it be
Die Beatles – am Beginn ihrer Karriere
Bild2 ©skeeze bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: pixabay

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Teufel Blog Redaktion

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