Lautsprecher anwinkeln: Dem Schall die Richtung vorgeben

Für einen optimalen Heimkinoklang müssen die Lautsprecher richtig aufgestellt und ausgerichtet sein. Zunächst gilt es, für die einzelnen Speaker der Anlage die richtige Position im Raum zu finden und im zweiten Schritt musst du die Lautsprecher anwinkeln. Genau diese Ausrichtung zum Hörplatz – wenn man so will die Feinjustierung – werden wir im Folgenden beleuchten.

Warum überhaupt Lautsprecher anwinkeln?

Durch das An- oder auch Einwinkeln von Lautsprechern beeinflusst du den Ausgangspunkt der Schallquelle und den Weg, auf dem die Schallwellen den Hörbereich erreichen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Klangeindruck und je nach Lautsprechertyp sind unterschiedliche Ausrichtungen gefragt. Bei den Hauptlautsprechern links und rechts vom Fernseher und dem Center ist es wichtig, dass sie auf den Hörbereich ausgerichtet sind.

Für die Effektlautsprecher, unabhängig davon ob 5.1- oder 7.1-Anlage, gilt das Gegenteil. Die Schallwandler sollen den Schall in den Raum, aber nicht direkt auf den Hörer abstrahlen. Diese Unterschiede ergeben sich aus den Aufgaben, die Lautsprecher innerhalb einer Heimkinoanlage übernehmen.

Hier findest du ausführliche Aufstellungstipps für Lautsprecher mit wichtigen Informationen zu Abständen und Höhen.

Wann welcher Klang gefragt ist

Die Frontlautsprecher geben vor allem die Stimmen und Filmmusik wieder. Dabei ist es wichtig, dass die Schallwellen den Hörer auf direktem Weg erreichen. Es soll ein gerichteter Klangeindruck entstehen, so, als würde eine Person zu einem sprechen. Bei Surround-Effekten kommt es dagegen eher darauf an, dass ein diffuser Klangeindruck entsteht. Man bekommt sozusagen mehr vom Raum zu hören.

Beim Rauschen des Windes oder dem Verkehrslärm können wir in der Realität auch nicht klar sagen, aus welcher Richtung die Geräusche kommen. Ein diffuser Klang entsteht, wenn Schallwellen von Wänden und anderen Oberflächen im Raum vielfach reflektiert werden, bevor sie auf unser Ohr treffen.

Schritt für Schritt die verschiedenen Lautsprecher anwinkeln

Center-Lautsprecher mit leicht angewinkelten Standfüßen
Der Center des 5.1 Cets LT 5
  • Center-Lautsprecher: Der Center-Lautsprecher sollte möglichst direkt auf die Hörer – abstrahlen; wenn diese auf dem Sofa sitzen, befinden sich ihre Ohren in einer Höhe von etwa 1 m. Deswegen solltest du den Center nicht auf dem Boden aufstellen. Häufig wird er auf einem Sideboard o. ä. platziert, in einer Höhe von etwa 50 cm. Bei einer solchen Aufstellung ist es sinnvoll, durch Unterlegen von Gegenständen wie CDs den Center-Lautsprecher anzuwinkeln, damit der Schall mehr nach oben abgestrahlt wird.
  • Frontlautsprecher: Die beiden Frontlautsprecher stehen in der Regel in jeweils gleichem Abstand links und rechts vom Fernseher. Allgemein gilt, dass sie nicht gerade in den Raum, sondern zum Hörplatz gerichtet abstrahlen sollten. In welchem Winkel auf horizontaler Achse, hängt vor allem von den Abständen zwischen den Lautsprechern und zum Hörplatz ab. In einem klassischen Stereodreieck (gleichschenkliges Dreieck) würde der Anstellwinkel 60 Grad entsprechen.
  • Effektlautsprecher: Diese hängen meist in erhöhter Position oberhalb der Köpfe an Wänden seitlich des Hörbereichs. Meist spricht nichts dagegen, dass sie gerade in den Raum gerichtet sind. Der diffuse Klangeindruck bleibt erhalten, weil ein Großteil der Schallwellen wegen der erhöhten Position von den Wänden reflektiert wird, bevor sie beim Hörer ankommen. Bei geringer Entfernung zur Position des Hörers (weniger als 1,5 m) kann es sich allerdings auszahlen, die Satelliten so auszurichten, dass sie nicht direkt in seine Richtung abstrahlen.
  • Subwoofer: Eine Feinjustierung des Subwoofers ist nicht notwendig. Bässe (Schallwellen mit geringer Frequenzen) breiten sich kugelförmig und nicht gerichtet im Raum aus. Ob man den Sub nun anwinkelt oder nicht, hat keine hörbaren Auswirkungen. Seine Position im Raum kann den Klang dagegen durchaus beeinflussen, wie du in unseren Tipps zum Aufstellen des Subwoofers nachlesen kannst.

In der Praxis hängt die ideale Ausrichtung immer auch von den Raumgegebenheiten ab. Um das Optimum aus den Frontlautsprechern herauszuholen, solltest du immer den Klangeindruck von parallel abstrahlenden und angewinkelten Lautsprechern vergleichen. Eine parallele Ausrichtung, also nicht direkt auf den Hörbereich gerichtet, schwächt den Eindruck der Töne im mittleren und hohen Frequenzbereich eher ab. Durch das Anwinkeln auf den Hörbereich treten sie dementsprechend eher in den Vordergrund.

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Aus Metall gefertigte Spikes zum Ankoppeln von Lautsprechern

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  • Lautsprecher Spikes: Die Spikes werden in die vorgesehene Öffnung im Lautsprecherboden geschraubt. Die Ankopplung der Lautsprecher verbessert den Klang im gesamten Frequenzbereich.
  • Wandhalter AC 7500 SM: Kompaktlautsprecher sind in Regalen häufig nicht gut aufgehoben. Eine funktionale Alternative ist dieser Wandhalter. Der aus Metall gefertigte Halter ist sehr robust, und durch die Scharniere lassen sich die Lautsprecher auf der horizontalen Achse anwinkeln.
  • Standfuß Raumfeld M: Zwei Standbeine für die Raumfeld M. Die Stands mit einer Höhe von 62 cm bringen die Raumfeld M auf die optimale Spielhöhe und sehen dazu noch verdammt gut aus.
Die Stands erleichtern das Lautsprecher anwinkeln und bieten die ideale Höhe
Die Konstruktion ist aus Aluminium und Stahl gefertigt

Fazit: Jeder Lautsprechertyp braucht eine eigene Ausrichtung

  • Durch das horizontale und vertikale Anwinkeln lassen sich das Abstrahlverhalten und der Klangeindruck von Lautsprechern beeinflussen.
  • Bei Frontlautsprechern ist eher direkter Klang gefragt. Die beiden Hauptlautsprecher und der Center sind daher in der Regel auf den Hörbereich ausgerichtet.
  • Klangeffekte sollen den Hörer einhüllen und nicht direkt lokalisierbar sein. Deswegen sollten die Speaker nach Möglichkeit oberhalb des Hörbereichs angebracht sein.
  • Bässe lassen sich wegen der kugelförmigen Ausbreitung der Schallwellen nicht orten, der Sub muss deswegen nicht angewinkelt werden.

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Teufel Blog Redaktion

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