Dank moderner Kirchensoundanlage: Der neue Orgelklang in der Gedächtniskirche zu Berlin

In unserem vorigen Blogartikel über die Erweiterung der Kirchenorgel in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche haben wir von einem ungewöhnlichen Soundprojekt berichtet, bei dem acht Teufel Subwoofer den Orgelklang mit modernen digitalen Mitteln im Tieftonbereich unterstützen.

Christoph Klug, Leiter des Projekts und Elektronik-Ingenieur bei Teufel, erwähnte bereits im Frühjahr, dass es Pläne gibt, auch das Schwellwerk der Orgel mit digitalen Solostimmen zu ergänzen. Diese Pläne wurden im Laufe des Sommers 2018 umgesetzt – pünktlich zur Weihnachtszeit erklingt die Karl-Schuke-Orgel nun besser als je zuvor. Christoph beschreibt für uns die zweite Phase der Erweiterung, von dessen klanglicher Vollendung sich jeder Besucher der Gedächtniskirche selbst überzeugen kann.

Rückblick – was bisher geschah

In der ersten Projektphase wurde das Pedal der Orgel mit digitalen Registern erweitert, um dem Instrument die bisher fehlende Grundtönigkeit und Gravität zu verleihen. Dies geschah durch Ergänzung von digitalen 32-Fuß- und 16-Fuß-Registern, die bis in den erweiterten Tiefton-Frequenzbereich von 16 Hertz (Hz) hinabreichen. Diese tiefen Orgeltöne werden von acht Teufel S 6000 THX Subwoofern wiedergegeben. Neben den lauten und kräftigen Pedal Stimmen wurden aber auch sehr leise digitale Pedalregister wie ein Zartbass 16 Fuß ergänzt, um auch bei sehr leisem Pianissimo-Orgelspiel über erweiterte Klangfarbenmöglichkeiten zu verfügen.

Leistungsstarke Home-Cinema-Subwoofer ermöglichen die geforderte Tieftonwiedergabe für digitale 32-Fuß-Register hinunter bis 16 Hz

Projektphase 2: Neue Stimmen für Schwellwerk & Co.

Die Qualität und Wiedergabe der digital ergänzten Orgelstimmen sowie deren klangliche Mischung und Verschmelzung mit den Pfeifenregistern gefiel den involvierten Kirchenmusikern Helmut Hoeft und Prof. Wolfgang Seifen derart gut, dass in einer zweiten Projektphase zusätzliche digitale Orgelstimmen für die Manuale Positiv, Hauptwerk und Schwellwerk angefragt wurden.

Hierzu wurde ein zweites Lautsprechersystem im Schwellwerk der Orgel installiert, mit zwei Teufel Cubycon US 5305/6 Subwoofern. So können auch im Schwellwerk digitale Register bis 30 Hz hinab realisiert werden, z. B. die Bombarde 16 Fuß.

Blick von unten in das Orgel-Schwellwerk: Subwoofer im „schwebenden“ Einsatz

Die Feinabstimmung: Abendsessions in der Kirche

Die gesamte digitale Klangerzeugung mit vier Ahlborn Midi-Soundmodulen, Mischpulten und digitalen Frequenzweichen wurde von Teufel in einem Rack hinter der Orgel installiert. Während etlicher Abendsessions wurden die Lautsprecher in Zusammenarbeit mit den Kirchenmusikern Helmut Höft und Prof. Wolfgang Seifen an die Raumakustik des Kirchensaals angepasst und die klangliche Intonation der digitalen Stimmen optimiert. So sind der moderne digitale Sound und der klassische analoge Klang der Kirchenorgel praktisch nicht mehr voneinander zu unterscheiden.

Wie in einem Cockpit: das Steuer-Rack der Kirchensoundanlage, versteckt hinter der Orgel

Sind jetzt alle Register gezogen? Der neue Klang der Kirchenorgel

Mit der zweiten Ausbaustufe verfügt die Hybridorgel-Installation in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche über 63 Pfeifenregister, kombiniert mit 32 digitalen Registern. Orgelbau Karl Schuke fertigte ein Bedienpult aus Buchenholz mit gravierten Registerschaltern für die digitalen Stimmen am Spieltisch. Orgelbau Laukhuff erweiterte die Programmierung der Setzeranlage, damit die digitalen Stimmen auch über Midi-Befehle ansteuerbar sind. Mit diesem Bedienkonzept registrieren die Organisten die digitalen Stimmen in gewohnter Weise bei Gottesdiensten sowie im Konzertbetrieb.

Das Bedienpult der Orgel mit den Erweiterungen

Auch die Studierenden der Universität der Künste nutzen übrigens die nun deutlich erweiterte Klangfarbenvielfalt dieser Hybridorgel bei ihrer Ausbildung durch Prof. Wolfgang Seifen.

Lesetipp: Beeindruckender Orgel-Sound – die Disposition der Hybridorgel-Installation (mit Auflistung aller verfügbaren Register)

Wo kann man das Projekt hören?

Christoph Klug erklärt die Integration der Teufel Subwoofer in das Orgelklangbild

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg können Interessierte den Klang selbst erleben. Hier gibt es einen Kalender mit aktuellen Terminen der Gedächtniskirche.

Für optimalen Sound nicht nur in der Kirche: Subwoofer von Teufel

Aktiv-Subwoofer S 6000 SW mit Schutzgitter.
Der S 600 SW: High-End-Sub mit rausch- und verzerrungsarmer Endstufe.
  • Aktiv-Subwoofer S 6000 SW: Dieser High-End-Tieftöner eignet sich für den Einsatz in Surround- und Stereo-Sets sowie für AV-Receiver mit und ohne THX-Lizenz. Mit seinem 300-mm-Chassis schafft es der Frontfire-Subwoofer bis hinab zu einer Grenzfrequenz von 25 Hz. Um selbst dann noch möglichst geringe Verzerrungen zu haben, verfügt er über einen deutlich vergrößerten Bassreflexkanal. So stimmt auch beim Griff in die tiefsten Klangschubladen einfach alles.
  • Flach-Subwoofer T 4000 Wireless: Innovation gehört zu unseren Stärken, und so versteht es sich fast von selbst, dass Teufel auch einen Subwoofer anbietet, der platzsparend unter das Sofa oder an die Wand passt, ohne Kompromisse beim Sound zu machen. Die Bass-Performance dieses Flach-Tiefstaplers entspricht genau der des S 4000 SW, was perfekten Klang bis runter auf 35 Hz bedeutet.

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  1. Peter Miese
    14. Jan. 2019, 13:15

    Gute Sache!

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Autor

Teufel Blog Redaktion

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