Seit fast vier Jahrzehnten jagen sie durch den Dschungel, über Städte und fremde Planeten: die Predatoren. Was 1987 mit Arnold Schwarzenegger im ersten Predator-Film begann, hat sich zu einem der bekanntesten Sci-Fi-Franchises der Filmgeschichte entwickelt. Heute umfasst die Reihe sieben eigenständige Predator-Filme, zwei Crossover mit der Alien-Reihe und zahlreiche Videospiele. Angesichts der verschiedenen Zeitebenen und Spin-offs ist es gar nicht so leicht, die Übersicht zu behalten. Mit Predator: Killer of Killers und Predator: Badlands kamen 2025 gleich zwei neue Filme hinzu. Wir bringen Ordnung in die Jagd und zeigen dir die Predator-Filme sowohl nach ihrer Veröffentlichung als auch chronologisch nach ihrer Handlung.
Vom Dschungel ins All: So begann die Geschichte der Predatoren
Alles begann in den 80ern im Dschungel Mittelamerikas, als im Film Predator ein Elitekommando unter der Führung von Major Alan „Dutch“ Schaefer (Schwarzenegger) eine geheime Rettungsmission ausführen sollte. Doch schnell wird klar, dass die eigentliche Gefahr nicht von den Rebellen ausgeht. In den Bäumen lauert ein unsichtbarer, außerirdischer Jäger, der die Soldaten beobachtet und sie nacheinander ausschaltet – der Predator!
Regisseur John McTiernan schuf damit einen Meilenstein des Action- und Science-Fiction-Kinos. Predatoren sind hoch entwickelte Wesen mit Tarnfeldern, Wärmesicht und energiebasierten Waffen. Sie jagen nur Gegner, die sie als würdig empfinden, und folgen einem strengen Ehrenkodex.
Spätestens mit den Alien vs. Predator-Filmen wurde deutlich, dass die Predatoren und die Xenomorphen aus Alien im selben Universum existieren. Das Crossover erklärt, dass die Predatoren die Aliens schon seit Jahrhunderten als ultimative Prüfgegner einsetzen. In antiken Tempeln auf der Erde züchteten sie Xenomorphen, um sich in gefährlichen Jagdritualen zu beweisen. Für die Menschen wurden diese Kämpfe zu Mythen und Legenden, die in den Filmen wieder aufgegriffen werden.

Mehr zu den Xenomorphen und ihrer Geschichte findest du in unserem Beitrag über die Alien-Reihe.
Alle Predator-Filme & Crossover in der richtigen Reihenfolge schauen
Wer die Predator-Reihe vollständig erleben möchte, kann sie auf zwei Arten schauen: in der Reihenfolge der Veröffentlichung oder in der chronologischen Abfolge der Handlung. Beide Varianten ergeben Sinn: Die erste zeigt, wie sich das Franchise über Jahrzehnte entwickelt hat, die zweite erzählt die Geschichte der außerirdischen Jäger inhaltlich nachvollziehbar. Zur kompletten Predator-Saga gehören auch die beiden Alien vs. Predator-Filme, die das Universum um spannende Crossover-Momente erweitern und die beiden Kultreihen miteinander verbinden.
Trotz wiederkehrender Themen und Anspielungen kannst du die meisten Predator-Filme auch unabhängig voneinander schauen. Jede Geschichte steht weitgehend für sich und führt neue Figuren, Orte und Zeitebenen ein. Lediglich Predator (1987) und Predator 2 (1990) bauen lose aufeinander auf, ebenso wie Prey (2022) als Vorgeschichte zum Original gilt. Die Alien vs. Predator-Filme sind als eigenständige Crossover-Abenteuer konzipiert und lassen sich ebenfalls separat genießen.
Predator-Filme in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung
Wer die Entwicklung der Franchise erleben möchte, beginnt am besten mit dem Klassiker von 1987 und arbeitet sich bis in die Gegenwart vor:
| Titel | Jahr | Regie | Format | Wo streamen? |
|---|---|---|---|---|
| Predator | 1987 | John McTiernan | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Predator 2 | 1990 | Stephen Hopkins | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Alien vs. Predator | 2004 | Paul W. S. Anderson | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Aliens vs. Predator 2: Requiem | 2007 | Colin & Greg Strause | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Predators | 2010 | Nimród Antal | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Predator – Upgrade | 2018 | Shane Black | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
| Prey | 2022 | Dan Trachtenberg | Streamingfilm | Disney+ |
| Predator: Killer of Killers | 2025 | Dan Trachtenberg und Josh Wassung | Animationsfilm | Disney+ |
| Predator: Badlands | 2025 | Dan Trachtenberg | Kinofilm | Prime Video, Disney+, Apple TV Store |
Hinweis: Die Titel, die bei Amazon Prime Video und Apple TV verfügbar sind, können dort aktuell nur zum Kaufen oder Leihen gestreamt werden. Bei Disney+ sind die Predator-Filme hingegen im Abo inklusive und ohne Zusatzkosten abrufbar.
Chronologische Reihenfolge der Predator-Filme
Wer die Handlung in der zeitlichen Abfolge erleben möchte, sollte die Filme nach ihrer internen Chronologie schauen:
| Titel | Zeitliche Einordnung | Einordnung ins Franchise |
|---|---|---|
| Predator: Killer of Killers – Episode „The Shield“ | 841 | Früheste bekannte Jagd auf der Erde (Wikinger-Zeitalter) |
| Predator: Killer of Killers – Episode „The Sword“ | 1609 | Begegnung im feudalen Japan |
| Prey | 1719 | Jagd im Gebiet der Comanchen |
| Predator: Killer of Killers – Episode „The Bullet“ | 1942 | Begegnung während des Zweiten Weltkriegs |
| Predator | 1987 | Jagd auf Dutchs Elitekommando im Dschungel |
| Predator 2 | 1997 | Fortsetzung mit urbaner Handlung in Los Angeles |
| Alien vs. Predator | frühe 2000er | Erstes offizielles Crossover mit dem Alien-Universum |
| Aliens vs. Predator 2: Requiem | kurz nach Alien vs. Predator | Folgen der Antarktis-Mission |
| Predator: Upgrade | 2018 | Neue Generation genetisch verbesserter Jäger |
| Predators | 2024 | Menschen werden als Beute auf einen fremden Planeten gebracht |
| Predator: Badlands | Zukunft | Spätester bekannter Zeitpunkt der Reihe |
Tarnung zwecklos – Teufel trifft jede Frequenz
Zwei neue Kapitel im Predator-Universum: „Killer of Killers“ & „Badlands“
Nach über 35 Jahren Filmgeschichte ging die Predator-Saga 2025 gleich doppelt weiter. Mit Predator: Killer of Killers und Predator: Badlands wurde das Franchise um zwei sehr unterschiedliche, aber miteinander verbundene Projekte erweitert, die zeigen, wie wandelbar das Universum noch immer ist.
Predator: Killer of Killers (2025)
Im Juni 2025 erschien mit Killer of Killers der erste Animationsfilm des Franchise auf Hulu und Disney+. Das Projekt erzählt drei voneinander unabhängige Geschichten, die in unterschiedlichen Epochen spielen. Regie führte erneut Dan Trachtenberg, der schon für Prey verantwortlich war. Die Anthologie gilt als experimenteller, aber eindrucksvoller Blick auf die Kultur und Philosophie der Jägerspezies und verknüpft erstmals verschiedene Zeitlinien des Franchise miteinander.
Predator: Badlands (2025)
Am 6. November 2025 startete Predator: Badlands in den deutschen Kinos. Inzwischen ist der Film bei Disney+ verfügbar. Dan Trachtenbergs Film spielt in der Zukunft auf einem abgelegenen, lebensfeindlichen Planeten. Im Mittelpunkt steht diesmal der junge Predator Dek, der von seinem Clan verstoßen wurde. Um sich zu beweisen, macht er Jagd auf einen scheinbar unbesiegbaren Gegner und verbündet sich dabei mit der Androidin Thia.
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Sound, der dich in Deckung gehen lässt
Fun Facts rund um das Predator-Universum
- Das typische „Klicken“ ist kein Tier-Sample: Sprecher Peter Cullen erzeugte das Geräusch selbst. Inspiriert wurde er von einem sterbenden Pfeilschwanzkrebs, den er als Kind am Strand beobachtet hatte.
- In den Videospielen „Alien vs. Predator“ (2010) und „Predator: Hunting Grounds“ (2020) können Fans selbst zur Beute oder zum Jäger werden.
- In der Alien vs. Predator-Lore gilt die Erde als Trainingsarena für junge Prädatoren, die dort gegen Xenomorphen antreten müssen, um ihre Ehre zu beweisen.
- Jean-Claude Van Damme war ursprünglich als Predator besetzt, stieg aber aus, weil das Kostüm zu heiß und unbeweglich war. Der Anzug wurde danach komplett neu entworfen.
- Die Predatoren nennen sich selbst „Yautja“ – dieser Name stammt aus Romanen und Comics und wird in den Filmen nie ausgesprochen.
Häufige Fragen zur Predator-Reihe
Die Predator-Filme kannst du in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung oder chronologisch nach der Handlung schauen. Für den ersten Durchlauf empfiehlt sich die Veröffentlichungsreihenfolge, weil sich die Entwicklung der Reihe so am besten nachvollziehen lässt.
Stand 2026 gibt es neun Predator-Filme, wenn die beiden Alien-vs.-Predator-Crossover mitgezählt werden. Ohne die Crossovers umfasst die eigenständige Predator-Reihe sieben Filme.
Alien und Predator werden in den beiden Crossover-Filmen Alien vs. Predator und Aliens vs. Predator 2: Requiem zusammengeführt. Auch Predator: Badlands stellt über die Weyland-Yutani-Technologie eine Verbindung zum Alien-Universum her.
Prey aus dem Jahr 2022 ist ein Prequel zu Predator und spielt im Jahr 1719. Die früheste bekannte Begegnung der Filmreihe zeigt inzwischen jedoch die Wikinger-Episode aus Predator: Killer of Killers, die im Jahr 841 beginnt.
Die Predator-Filme sind größtenteils bei Disney+ im Abo verfügbar. Seit Februar 2026 gehört auch Predator: Badlands dazu. Bei Prime Video und im Apple TV Store können einzelne Titel außerdem gekauft oder geliehen werden. Die Verfügbarkeit kann sich kurzfristig ändern.
Für einen weiteren Predator-Film nach Badlands gibt es noch keinen offiziell bestätigten Titel oder Starttermin. Regisseur Dan Trachtenberg hat allerdings erklärt, dass er weiter an der Reihe arbeiten möchte.
Titelbild: IMAGO Images








