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Neues Leben für alte Filme: Zum Welttag des audiovisuellen Erbes


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Filme und aufgezeichnete Musik sind uns allen so vertraut, dass sie ganz selbstverständlich zu unserem Alltag gehören. Vor allem in den letzten Jahrzehnten haben große Bilder und hervorragender Sound Einzug in unsere Wohnzimmer gehalten. Weniger bekannt ist, dass viele alte Filme von Verlust bedroht sind. Schätzungen zufolge sind bereits 50 Prozent aller Filme von 1895 bis 1950 verloren gegangen. Mit diesem Problem beschäftigt sich der Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober.

Der Welttag des audiovisuellen Erbes

Jedes Jahr am 27. Oktober findet der Welttag des audiovisuellen Erbes statt, den die UNESCO zum ersten Mal 2005 ausgerufen hat. Seit etwas mehr als 100 Jahren fangen wir Ton und Bild auf Filmen ein. Der Film ist seitdem ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden. Doch es gehen immer mehr Filme verloren, wenn wir uns nicht aktiv mit ihrem Erhalt beschäftigen. Dafür setzt sich die UNESCO mit dem Welttag ein.

Aber was ist eigentlich das Problem? Können nicht einfach alle Aufnahmen in ein digitales Format überspielt werden? Klingt gut, ist aber leider nicht ganz so einfach. Um besser zu verstehen, worauf es beim Erhalt von audiovisuellen Medien ankommt, lohnt sich ein Blick in die Geschichte der Ton- und Filmtechnik sowie der verwendeten Materialien.

Stummfilme: Vielleicht doch nicht so stumm?

Die erste große Errungenschaft der Filmgeschichte ist der Stummfilm, der bis in die 1920er-Jahre üblich war. Was wir dabei aber gerne vergessen ist, dass auch der Stummfilm niemals wirklich stumm war. Die Musik wurde lediglich nicht aufgezeichnet, sondern während des Films live abgespielt. Je nach gesellschaftlicher Schicht kam der Sound von einem einzelnen Pianisten oder auch von einem Orchester mit 50 bis 60 Musikern.

Dass ein guter Film nicht ohne passenden Soundtrack auskommt, wusste man auch zu dieser Zeit bereits. Denn auch extra komponierte Filmmusik gab es bei den Live-Einspielungen. Ein Stummfilm-Erlebnis müssen wir uns also eher wie Tom & Jerry vorstellen. Die Cartoons kommen auch (fast) ohne gesprochene Worte aus und sind dafür mit reichlich Musik und Geräuschen versehen.

Heute geht man davon aus, dass bereits etwa 80 Prozent aller Stummfilme verloren gegangen sind. Und von denen, die wir heute noch haben, liegen einige nicht mehr in voller Länge, sondern nur noch als Fragment vor.

Filmrollen auf einem Kinematografen
Alte Filmrollen müssen gepflegt werden, um sie zu erhalten und abspielen zu können.

Von der Live-Musik zum Ton vom Band

Erste Experimente mit der Aufzeichnung von Ton machten bereits Thomas Edison und William K. L. Dickson im späten 19. Jahrhundert. In 1920er-Jahren entwickelte sich dann der Tonfilm. Zunächst spielte man parallel zum Film mit dem Grammophon eine Langspielplatte mit der Filmmusik ab. Der erste Film, der nach diesem sogenannten Nadeltonverfahren vertont wurde, war 1927 The Jazz Singer. Allerdings wurde nicht der gesamte Film, sondern nur einige Passagen vertont.

Lichtton

Der erste deutsche Tonfilm wurde im September 1922 in Berlin am Kurfürstendamm aufgeführt. Bei diesem wurde das Lichttonverfahren verwendet. Hierbei gelang es, Ton und Bild auf demselben Trägermaterial abzubilden. Der Ton wird dabei auf dem analogen Film zwischen dem Bild und der Perforation fotografisch abgebildet. Das Abspielgerät tastet den Film ab und überträgt Bild und Ton.

Magnetton

In den 1930er-Jahren versuchte der Magnetton den Lichtton zu verdrängen, was jedoch erst in den späten 1940ern gelang. In den Anfängen des Magnettons wurde ein Magnetband, das den Ton trägt, parallel zum Bild abgespielt. Nach 1950 wurden die beiden Bänder zusammengeklebt, sodass Bild und Ton immer synchron blieben und nur noch ein Abspielgerät gebraucht wurde.

Stereo und Digital

1975 wurde Dolby Stereo eingeführt, eine Weiterentwicklung des Lichttonverfahrens. Dabei wurde mit zwei Tonspuren und vier Kanälen gearbeitet, die dann entweder im linken oder im rechten Lautsprecher wiedergegeben wurden. Das uns bekannte Dolby Digital mit seinen 5.1- oder sogar 7.1-Kanälen wurde 1992 eingeführt. Der erste Kinofilm in dieser Technik war Batman’s Return von 1992. Seit 2014 bringt Dolby den 3D-Sound mit Dolby Atmos in unsere Wohnzimmer.

Tipp: Spannende Geschichten rund um den Film kannst du in der Deutschen Kinemathek in Berlin entdecken.

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Erhaltung und Restaurierung von Filmen

Die verschiedenen Schritte in der Entwicklung der audiovisuellen Medien haben gemeinsam, dass das Bild und später auch der Ton auf einem Film abgebildet werden. Und hierbei liegt auch das Problem hinsichtlich der Erhaltung: Diese Filme bestehen je nach Zeit aus verschiedenen Kunststoffen, die einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen. Das bedeutet, dass sich das Material aufgrund seiner chemischen und physikalischen Eigenschaften und der Umweltbedingungen langsam verändert.

Im Vergleich zu anderen Materialien wie Papier oder Holz altern Kunststoffe relativ schnell. Man kennt das von Haushaltsgegenständen aus Plastik: Was einmal weiß war, wird langsam gelb, und gummierte Griffe werden mit der Zeit klebrig. Ähnlich sieht es bei Filmen aus. So kann es zum Beispiel zu Schrumpfungen oder Verwellungen des Films kommen. Der Film kann durch Kratzer und Staub beschädigt sein. Auch Wassereintrag und in der Folge Schimmel stellen ein Problem dar.

Um einen Film zu digitalisieren und ihn damit langfristig zu erhalten, muss er in der Lage sein, durch ein Abspielgerät zu laufen. Filme müssen daher häufig vor der Digitalisierung zunächst in aufwendiger, präziser Arbeit restauriert werden. Dabei werden sie gereinigt, wieder plan gelegt und schadhafte Stellen in der Perforation werden geklebt. Im Idealfall kann der Film im Anschluss wieder abgespielt werden.

Dann geht es an die Nachbearbeitung des Digitalisats. Hierbei kann störendes Rauschen im Ton entfernt werden. Auch eine Farbkorrektur des Bildes ist möglich. Denn so wie der Stummfilm nicht stumm war, waren auch Schwarz-Weiß-Filme nicht immer nur schwarz-weiß. Anders als bei der Entwicklung des Fernsehers, dessen Bilder zunächst wirklich nur schwarz-weiß waren, wurden die Bilder fürs Kino oft eingetönt, also mit einer einheitlichen Farbe hinterlegt, um die Szene zu untermalen und um Tag und Nacht voneinander zu unterscheiden.

Wie eine Filmrestaurierung in der Praxis aussehen kann, zeigt das folgende Video:

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Fazit

  • Die modernen audiovisuellen Medien Ton und Film sind nur schwer zu erhalten, da die materiellen Träger durch Materialveränderungen relativ schnell altern.
  • Um einen Film langfristig zu erhalten, muss er digitalisiert werden. Häufig ist dafür erst eine aufwendige, manuelle Restaurierung notwendig.
  • Mit dem Welttag des audiovisuellen Erbes soll daran erinnert werden, dass unsere Filmmedien von Verlust bedroht sind, wenn wir uns nicht mit ihrer Erhaltung beschäftigen.

Titelbild: dansamu, Quelle: Pixabay.com Lizenz: Pixabay License.

Bild 1: ©Noom Peerapong. Unsplash. Unsplash License

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Autor

Teufel Blog Redaktion

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