Junger Mann in Sportkleidung mit In-Ear-Kopfhörern.

Tokio calling: Interview mit einem Berliner Sportler ohne Limits, Ali Lacin

Ali Lacin ist ein Leistungssportler, der jede Challenge annimmt. Erst vor neun Jahren entdeckte der heute 32-Jährige die Leichtathletik für sich und feierte bereits einige internationale Triumphe. Der beidseitig oberschenkelamputierte Sportler wählte bewusst die Disziplin aus, in der sich Menschen aus eigener Kraft in den größten Geschwindigkeiten fortbewegen: den Sprint. Und das mit großem Erfolg: Zuletzt gewann er bei der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft Bronze und qualifizierte sich damit für die Paralympischen Spiele in Tokio 2021.

Wir freuen, dass wir Ali für unseren AIRY SPORTS Kopfhörer begeistern konnten und er neben anderen Sportlern wie Gewichtheberin Saskia Stärk auch für unsere Werbekampagne zum Verkaufsstart zur Verfügung stand. Der Teufel Blog hat den sympathischen Berliner Sportler im Interview.

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Mit Leichtathletik Barrieren bezwingen

Teufel Blog: Ali, schön, dass du die Zeit für ein Interview gefunden hast. Wie bist du zum Leistungssport gekommen?

Ali Lacin: 2011 habe ich eine Reportage über Athleten gesehen, die sich auf die Paralympics vorbereitet haben. Ja, das hat mich wirklich beeindruckt, das hat mich umgehauen! Da dachte ich, dass muss ich machen, weil ich ja auch mit einer Behinderung auf die Welt gekommen bin. Ich kenne es nicht anders, deswegen habe ich keine Phantomschmerzen und bin total belastbar.  Im Anschluss habe ich mich direkt bei meinem zukünftigen Sportverein vorgestellt.

Teufel Blog: Und so bist du zur Leichtathletik gekommen?

Ali Lacin: In dieser Reportage ging es um Leichtathletik. Es ging um eine Athletin, die nach einem Zugunfall beide Beine verloren hat, also im Endeffekt genauso so war wie ich. Sie war danach aber total erfolgreich: Sie hat ihre Beine mit 15 Jahren verloren und dann aber schon mit 19 oder 20 erfolgreich Sport gemacht und auch viele Medaillen gewonnen. Da dachte ich, ich muss das auch machen. Als ich mich dann vorgestellt habe, kam ja eigentlich nur das Sprinten in Frage.

In der Regel ist es im Behindertensport so, dass man die Behinderung herausfordert. Man tut das, was man eigentlich nie machen sollte oder darf. In dem Fall war es für mich das Sprinten, weil ich bis zu diesem Datum nie sprinten konnte, nie schnell laufen, nie springen. Also wollte ich genau das herausfordern. Und genau das Gegenteil beweisen, nämlich dass ich es doch kann.

Junger Mann mit Beinprothesen in der Sprint-Startposition in einer Sporthalle.
Der Sprinter Ali Lacin in der Startposition.

Mit Musik zum Erfolg

Teufel Blog: Was für Musik hörst du am liebsten beim Training?

Ali Lacin: Ich höre gerne Filmmusik, also von Batman, Dark Knight … Hans-Zimmer-Musik vor allem, weil ich dazu einfach abschalten und dann meinen eigenen Film schieben kann. Es geht dann nicht mehr um Batman, sondern um mich. Das heißt, ich kann dann so gut rum phantasieren, dass ich wirklich vergesse, wie viele Runden ich laufe. Dann kann ich sehr lange laufen, auch entspannt laufen. Zum Teil kann ich auch von den Paralympischen Spielen träumen und mir Zuschauer vorstellen. Das ist alles mit Musik möglich. In der Regel höre ich also Filmmusik, aber natürlich ab und zu auch Fitness-Musik, also eher Hip-Hop oder Rap.

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Lesetipp: Interview mit Gewichtheberin Saskia Stärk

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Teufel Blog: Wenn es um Kopfhörer geht, auf was achtest du? Was macht einen guten Sportkopfhörer für dich aus?

Ali Lacin: Ein Bluetooth-Kopfhörer sollte auf jeden Fall genug Reichweite haben, da ich immer meine 400-Meter-Bahnen laufe, und vor allem muss er fest sitzen, er darf nicht aus dem Ohr fallen. Das hatte ich leider schon mal, dass die Kopfhörer vom Ohr abgefallen sind. Sowas ist echt nervig, deshalb muss er einfach einen super Halt haben. Das ist mir sehr wichtig bei Sportkopfhörern.

Immer das Ziel vor Augen

Teufel Blog: Was bedeutet Freiheit für dich?

Ali Lacin: Freiheit bedeutet für mich, Dinge tun zu können, die auch alle anderen tun können. Also Sachen, die jedermann tun kann. Das war für mich auch der Punkt beim Sport: Freiheit war für mich, auf Prothesen zu sprinten. Auf einmal das Gefühl zu haben, wie es ist, schnell laufen zu können. In dem Moment habe ich mich einfach total frei gefühlt. Und das war wirklich etwas Besonderes damals.

Teufel Blog: Was sind die nächsten Ziele, die du dir gesetzt hast?

Ali Lacin: Dieses Jahr ist zwar das Corona-Jahr, aber sportlich denke ich, ist es ein sehr entspanntes Jahr, in dem man wirklich sehr gut mit Blick auf Tokio [Anm. d. Red. Olympische Spiele 2021] aufbauen kann. Deswegen bin ich super motiviert dieses Jahr. Ich möchte einfach nur extrem viel Kraft aufbauen und dann auch Gold in Tokio holen. Und das ist auf jeden Fall realistisch.

Junger Mann läuft in einer Sporthalle auf Beinprothesen.
Die Paralympischen Spiele fest im Visier: Ali Lacin beim Training.

Ein Berliner kommt ins Schwärmen

Teufel Blog: Was bedeutet Berlin für dich?

Ali Lacin: Berlin ist mein Zuhause.  Auch wenn ich türkische Wurzeln habe, ist die Türkei für mich eher ein Reiseland. Berlin ist für mich die geilste Stadt: man kann immer was unternehmen, man ist immer unterwegs, man hat so viele Möglichkeiten in Berlin. Nicht nur freizeitmäßig, sondern auch sportmäßig ist es ja die Sport-Metropole. Und da bin ich echt glücklich, dass ich Berliner bin.

Teufel Blog: Ali, danke für das Interview. Wir wünschen Dir maximalen sportlichen Erfolg.

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Teufel Blog Redaktion

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