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Notizen aus Berlin: Der Weg von der Vision zum IKONIO

Zuletzt aktualisiert:

03.09.2026

Ein Lautsprecher wie der IKONIO entsteht nicht auf dem Reißbrett allein. Hinter seiner Entwicklung stecken zahllose Entscheidungen, Diskussionen und Hörsessions. Senior Acoustic Engineer Massimo erzählt, wie aus einer kühnen Idee ein Lautsprecher mit ganz eigenem Charakter wurde.

Die Vision: große Emotionen, feinste Nuancen

Teufel Blog: Massimo, was war die Vision für den Klang des IKONIO ?

Massimo: Wir haben uns kraftvollen, immersiven Klang vorgestellt, der in der Lage ist, das gesamte Spektrum an Emotionen innerhalb eines Musikstücks zu vermitteln, selbst die feinsten Nuancen. Er sollte dynamisch und eindrucksvoll sein und den gesamten Audiobereich abbilden: angefangen bei den Bässen, die man körperlich spüren kann, bis hin zu den kleinsten Details, sodass der Lautsprecher in den Hintergrund tritt und die Musik im Mittelpunkt steht.

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IKONIO: einzigartiges, skulpturales Design

Üblicherweise würden diese Ansprüche ein großes und sperriges Audiosystem erfordern, das viel Platz in einem Raum einnimmt. Stattdessen wollten wir, dass unsere Kunden und Kundinnen dasselbe intensive Hörerlebnis über einen kompakten All-in-One-Lautsprecher genießen können, der sich schön ins Wohnzimmer integrieren lässt und zusätzlich ein einzigartiges, skulpturales Design hat.

Diese Ambitionen haben zu einem mehrjährigen Entwicklungsprozess geführt, bei der kreative Köpfe aus Entwicklung und Design ihre Expertise gebündelt haben, um komplexe technische Herausforderungen zu überwinden und die ursprüngliche Idee in ein reales Produkt zu verwandeln.

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IKONIO: Ein Detail mit Wiedererkennungswert

Die Herausforderung: Tiefbass auf engstem Raum erzeugen

Teufel Blog: Welche akustische Herausforderung war während der Entwicklung des IKONIO am anspruchsvollsten, und wie wurde sie überwunden?

Massimo: Ohne Frage der Bass. Wir wollten, dass der Bass des IKONIO bis unter 20 Hz hinabreicht und bei sehr hohen Pegeln spielt, doch das Gehäuse besitzt ein besonders kleines Innenvolumen. Tiefen Bass zu erzeugen bedeutet, viel Luft zu bewegen, und dies in einem derart kompakten Gehäuse zu tun, erzeugt enormen Druck, starke mechanische Kräfte und erfordert eine enorme Verstärkerleistung.

Unsere Lösung bestand darin, zwei ganz besondere Acht-Zoll-Tieftöner zu entwickeln, die zu großem linearen Hub und außergewöhnlicher Belastbarkeit fähig sind. Da sich ein Basssignal in alle Richtungen ausbreitet, kann die Position der Tieftöner im Gehäuse aber mit relativ viel Freiheit gewählt werden. Deshalb haben wir sie in eine Kraft kompensierende Anordnung positioniert, wobei ein Tieftöner nach oben und der andere nach unten abstrahlt. Durch ihre gegenläufige Bewegung heben sich die mechanischen Kräfte auf, wodurch das Gehäuse stabil bleibt und unerwünschte Vibrationen minimiert werden konnten.

Wir entschieden uns für ein geschlossenes Gehäusekonzept, um das Hauptaugenmerk auf den Bass-Tiefgang und die Transienten-Präzision zu legen. Das mechanische Design spielte hierbei eine wesentliche Rolle, da das Gehäuse extrem hohen Innendruck aushalten musste und gleichzeitig praktisch zu montieren sein sollte.

Nicht weniger anspruchsvoll war die Entwicklung der Verstärkerarchitektur: Um die angestrebte Performance zu erreichen, war eine Spitzenleistung von mehr als 1000 Watt pro Tieftöner-Kanal erforderlich, was bedeutete, dass die Verstärkerplattform speziell für unsere Anwendung entwickelt werden musste. Anspruchsvolle dynamische Signalverarbeitung ermöglichte es uns, ein vollkommen konsistentes Verhalten bei allen Hörlautstärken sicherzustellen.

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Massimo im Klanglabor: Feintuning bis ins Detail

Insgesamt waren unzählige Entwicklungs- und Optimierungsrunden erforderlich, da Mechanik, Elektronik und Signalverarbeitung im Zusammenspiel entwickelt und schrittweise optimiert werden mussten. Doch wenn man diesen tiefen, allgegenwärtigen Bass erlebt, der aus einem so kompakten Gehäuse hervorgeht, wird schnell klar, warum sich dieser Aufwand gelohnt hat.

Acht Treiber, drei Klangmodi, viele Klangwelten

Teufel Blog: Der IKONIO verfügt über ein ungewöhnliches akustisches Setup. Welche Rolle spielen die einzelnen Treiber, und wie arbeiten sie zusammen, um das gesamte Hörerlebnis zu schaffen?

Massimo: Der IKONIO basiert akustisch auf einem vollständig aktiven 3-Wege-System mit acht speziell entwickelten Treibern: zwei Tieftöner, drei Mitteltöner und drei Hochtöner. Jeder Töner hat eine klar definierte Rolle, doch der unverwechselbare Charakter des IKONIO entsteht durch die Art und Weise, wie sie als ein kohärentes Ganzes zusammenarbeiten.

Die Tieftöner liefern das tieffrequente Fundament: Sie sind nicht nur für den bemerkenswerten Tiefgang verantwortlich, sondern auch für die physische Wirkung und die mühelose Dynamik, die den Lautsprecher deutlich größer erscheinen lassen, als er tatsächlich ist. Auch die Mitteltöner sind entscheidend, denn hier spielen sich Stimmen und viele Instrumente ab. Die Hochtöner übernehmen die oberen Frequenzen und sorgen für Detailreichtum, Klarheit und Offenheit.

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IKONIO: Die Explosionsgrafik zeigt die außergewöhnliche Töner-Anordnung

Was das System einzigartig macht, ist die Anordnung der Mitteltöner und Hochtöner auf der Front sowie den Seitenflächen des Gehäuses. Ihre Platzierung ist das Ergebnis intensiver Simulationen und Prototypen-Entwicklung. Da jeder Treiber über eigene Verstärkung und Signalverarbeitung verfügt, können Pegel, Timing und Phase präzise angepasst werden. Je nach Hörmodus entfaltet der IKONIO seinen Klang so auf ganz unterschiedliche Weise im Raum.

Im wählbaren Immersive-Modus erzeugt das Array eine breite, räumliche Wiedergabe mit präziser Stereoabbildung aus nur einem Lautsprecher. Im Omnidirectional-Modus wird der Klang gleichmäßig im Raum verteilt. Das ist ideal, wenn Menschen sich frei im Raum bewegen und trotzdem überall ein überzeugendes Klangerlebnis genießen sollen. Und im Mono-Reference-Modus bietet das System das fokussierte Abstrahlverhalten eines konventionellen Mono-Lautsprechers.

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Im Messlabor: Daten als Grundlage jeder Entscheidung

Wichtig ist, dass all dies innerhalb einer reinen 3-Wege-Architektur erreicht wird, da wir keine Kompromisse bei der Klangqualität eingehen wollten. So verzichteten wir auf Breitbandtreiber oder Hybridlösungen, wie sie häufig für räumliche Effekte verwendet werden.

Der Feinabstimmungsprozess war besonders intensiv, da jeder Klangmodus sowie die Stereo-Paar-Konfiguration individuell optimiert werden mussten, begleitet von umfangreichen Messungen und Hörsitzungen. Diese Liebe zum Detail ermöglicht es dem IKONIO kontinuierlich die Präzision, Auflösung und Musikalität zu liefern, die von einem High-End-Lautsprecher erwartet wird. Gleichzeitig kann er deutlich lauter spielen, als seine Größe vermuten lässt, und das bei sehr geringen Verzerrungen.

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IKONIO in der Stereo-Paar-Konfiguration

Eine Klangbühne ohne sichtbare Grenzen

Teufel Blog: Was ist das Erste, das einem Hörer auffallen wird und wodurch klingt IKONIO anders als ein konventioneller Lautsprecher?

Massimo: Ich glaube, das markanteste Merkmal ist das Gefühl von Raum und akustischer Tiefe, das IKONIO erzeugen kann. Als einzelner Lautsprecher im Immersive-Modus bietet er ein überraschend breites, dreidimensionales und natürliches Klangbild, das weit über die physischen Grenzen des Produkts hinausreicht. Wird er als Stereo-Paar verwendet, entsteht ein nahezu holografischer Klangeindruck: Einzelne Klangereignisse eines Musikstücks werden mit großer Präzision an ihre ursprünglichen Positionen auf einer großen und lebensechten Klangbühne projiziert.

Ich bin außerdem überzeugt, dass Hörer von der Kraft des Basses beeindruckt sein werden, der nicht nur gehört, sondern auch physisch gespürt werden kann und ein Gefühl von klanglicher Immersion bietet, das bei Lautsprechern dieser Kategorie selten ist.

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IKONIO: Tiefbass, den man nicht nur hört

Der Moment, in dem alles zusammenkam

Teufel Blog: Wenn du nur einen Aspekt nennen könntest: Was macht dich rückblickend besonders stolz beim IKONIO Projekt?

Massimo: Am meisten stolz macht mich, wie viele unterschiedliche Technologien und Disziplinen im IKONIO zu einem stimmigen Ganzen zusammengefunden haben. Möglich war das nur durch die außergewöhnliche Zusammenarbeit des gesamten Teams.

Der IKONIO ist das Ergebnis eines wirklich kollaborativen Prozesses. Während des gesamten Projekts war ich von der Kreativität, der Beharrlichkeit und der lösungsorientierten Haltung des Teams beeindruckt. Zu sehen, wie all dieses Fachwissen und diese Sorgfalt zusammen kamen, war besonders erfüllend.

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Der IKONIO im Video auf YouTube

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Bilder: Teufel