Teatime Teufel Titelbild

Teufel x Rosenthal: Ein klingendes Kunstwerk aus Porzellan

In limitierter Auflage von nur 500 Stück bietet Teufel seit kurzem das erste WLAN-Stereoset aus feinstem Porzellan an. Dieses Meisterwerk entstand in detailverliebter Kooperation mit einem Traditionshaus, welches wohl wie kein anderes für Design aus Porzellan steht – Rosenthal.

Werbekampage zum Vertriebsstart des Teufel x Rosenthal

Kurz nach dem Launch des Teufel x Rosenthal hat uns Julia Bimmerlein, Marketing Managerin bei Rosenthal, besucht. Julia hat mit uns am einem gemütlichen Sonntagnachmittag im März eine Teufel Tea-Time celebriert, bei der Besucher die exklusive Gelegenheit hatten, das klingende Kustwerk aus Porzellan ausführlich Probe zu hören. Im Blog Interview haben wir mit Julia über den Visionär Philip Rosenthal, die Innovationskraft des Traditionsunternehmens und den aufwendigen Herstellungsprozess des besonderen Porzellanlautsprechers gesprochen.

Julia beim Probehören des Teufel x Rosenthal WLAN-Lautsprechers.

Julia im Blog Interview

Nach intensivem Probehören nahm sich Julia noch ausgiebig Zeit, um alle Fragen des Blog Teams zu beantworten.

Blog Team: Hallo Julia, willkommen in Berlin. Kommen wir gleich zu ersten Frage. Also, im Laufe der langen Unternehmensgeschichte hat Rosenthal bereits mit über 150 zeitgenössischen Designern, Architekten und Künstlern zusammengearbeitet, darunter Andy Warhol, Zaha Hadid, Walter Gropius oder das Modelabel Versace. Die Kooperation mit externen Kreativen ist somit Teil der Rosenthal DNA. Dennoch ist die Zusammenarbeit mit einer Lautsprecherfirma eine Premiere, richtig?

Julia: Rosenthal war in der Vergangenheit zwar schon in der Techniksparte tätig und hat beispielsweise Isolatoren aus Porzellan hergestellt, die in Umspannwerken genutzt wurden. Dennoch gab es mit Sicherheit noch keinen klingenden Porzellankörper wie den des Teufel x Rosenthal. Das ist eine echte Premiere!

Premiere für beide – Teufel x Rosenthal vereint technisches Know-how und kreative Schöpfung in neuer Form

Das Unternehmen Rosenthal gibt nun schon seit über 140 Jahren. Kannst du uns mehr über den Sohn des Gründers, Philip Rosenthal jr. und seine Philosophie erzählen?

versace euphoria
Das Vasenobjekt Euphoria stammt aus der Kollektion Rosenthal meets Versace.

Julia: Philip hat den Blick immer nach vorne gerichtet, nie zurück. Und seinen Willen durchgesetzt – entgegen aller Widerstände. Sein Motto war: Geht nicht, gibt´s nicht. Diese Einstellung ist dem Unternehmen bis heute erhalten geblieben. Der Teufel x Rosenthal ist ein gutes Beispiel hierfür. Die Ausgestaltung des externen Verstärker war nicht einfach. Bei diesem Design handelt es sich um eine Freiformfläche, also eine Form, die ohne Kanten auskommt und nur aus Radien besteht.

In vielen Versuchen zur perfekten Form – der Teufel x Rosenthal Amplifier

Anfänglich gab es Bedenken wie der Entwurf des Designers aus Porzellan gefertigt werden soll. Dazu muss man wissen, dass Porzellan beim Brennen sehr weich wird – vor allem beim ersten Brand – und sich daher leicht verformt. Nach mehreren Versuchen haben wir dann endlich die perfekte Form für den Verstärker gefunden. Auch wenn wir während des Prozesses Zweifel hatten, haben wir nicht aufgegeben und an unsere Idee geglaubt.

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

Philip Rosenthal jr.

Von Philip Rosenthal jr. stammt das Zitat. Wie interpretiert ihr als Unternehmen dieses Motto heute?

Julia: Philip Rosenthal jr. war wie sein Vater ein Visionär. Er hat seine Belegschaft am Unternehmen beteiligt und gründete die Rosenthal Studio-Häuser [Anm. der Red.: Rosenthal Shops]. Ich verstehe den Satz folgendermaßen: Manche Menschen sind mit einem gewissen Status zufrieden. Sie sind angekommen, wenn sie den richtigen Partner, die richtige Stadt, die richtige Lebensform gefunden haben. Sie geben sich mit dem zufrieden, was sie haben und hören auf, sich weitentwickeln. Das war für Philip Rosenthal undenkbar: Für ihn gab es kein Ankommen, keinen Stillstand. Auch wir als Unternehmen entwickeln uns ständig weiter und suchen uns neue Herausforderungen, vor allem im Rahmen spannender Kooperation.

Wunderschön!

Der Teufel x Rosenthal Speaker ist der weltweit erste Lautsprecher aus Porzellan. Unsere Leser interessiert natürlich, wie der Fertigungsprozess abläuft.

Julia: Auf Basis eines Kunststoffmodells von dem späteren Porzellanteil wird die zweiteilige Gipsform entwickelt, die später im Werk eingesetzt wird. Der erste Schritt ist das Gießen: In die Form wird oben Porzellanschlicker eingefüllt, der aus Kaolin, Feldspat, Quarz und Wasser besteht und recht flüssig ist. Durch den Gips wird das Wasser aus dem Schlicker gezogen und an der Innenseite der Gipsform bildet sich eine Schicht. Je länger der Schlicker in der Gipsform bleibt, desto dicker wird diese Schicht.

Mehr zur Herstellung auch im Video der  Computer Bild Test.

Die Kunst besteht darin, den Schlicker rechtzeitig abzuschütten, um so die gewünschte Wandstärke der Teufel x Rosenthal Gehäuse zu erzielen. Nun kommt das Entformen: Die Porzellanrohmasse wird aus der Hohlform gelöst und kommt für zwei Tage in die Trockenkammer, um ihr Wasser zu entziehen. Vor dem Brennen werden die filigranen Details für den Einbau der technischen Komponenten per Hand gestochen. Der Rohling wird bei 1400 Grad im Kammerofen gebrannt, wo er seine finale Härte erreicht. Anschließend wird die Oberfläche per Hand abgeschliffen und sandgestrahlt. Um Details wie Bedienelemente und Logo zu erhalten, wird der Verstärker mit einer Sandstrahlmaske versehen. Zum Schluss erhält jedes Lautsprecher-Paar noch einen Logostempel. Jedes Stück ist ein Unikat. Das macht dieses Produkt so besonders.

Da Stillstand für Rosenthal keine Option ist, fragen wir uns natürlich, auf welche Projekte wir uns in Zukunft freuen dürfen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?

Julia: Aktuell entdecken wir das Thema Licht für uns. Zur letzten Ambiente Messe haben wir Vasen mit einer besonderen Oberflächenstruktur ausgestellt, durch die das Licht hindurchscheint. So entsteht aufgrund ihrer unterschiedlichen Wandstärken ein interessanter Effekt. Die Vasen sollen dann später auch als Lampenschirme fungieren. Außerdem kooperieren wir auch viel mit Hochschulen. Da kommen immer interessante Sachen dabei heraus, weil die Studenten einen frischen Blick auf Porzellan als Material haben.

Linktipp > Mehr zur Geschichte von Rosenthal

zaha hadid lapp rosenthal
Die Star-Architektin Zaha Hadid entwarf diese Designobjekt (Bild mit freundl. Genehm. von Rosenthal)

Mehr zum Teufel x Rosenthal

Hingucker – der Teufel x Rosenthal
Teufel x Rosenthal: Ein klingendes Kunstwerk aus Porzellan
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Neueste Beiträge

  1. Dennis
    04. Apr. 2019, 17:30

    Hallo unterstützen die Lautsprecher Apples AirPlay? Oder ist es in Zukunft geplant?

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      04. Apr. 2019, 17:45

      Hallo Dennis, du kannst vom Handy direkt z.B. aus der Apple Music App per Bluetooth streamen, dazu wird AirPlay2 (AirPlay selbst ist ja veraltet) nicht benötigt.

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Autor

Lena

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