Lautsprecher einmessen in Christophs Messlehre

[Teil 1] „Christophs kleine Messlehre“

An dieser Stelle wird es in Zukunft jeden Monat einen Artikel geben, der durchaus technisch, aber dennoch verständlich, einen breiten Einblick in die Art und Weise bringt, wie wir bei Teufel in der Lautsprecherentwicklung vorgehen, was wir messen, wie wir messen, und warum wir denken, dass das so Sinn macht.

Es gibt viel Literatur zu diesem Thema, die jedoch oft so umfangreich und detailliert ist, dass man sich als HiFi- oder Heimkinoenthusiast eigentlich gar nicht damit belasten will. Hier geht es darum zu vermitteln, wie ein Lautsprecher funktioniert, welche Einflussmöglichkeiten es gibt, um ihn zu optimieren und wo es Grenzen gibt, die sich nur sehr schwer erweitern lassen. Die Grundlage dafür sind immer akustische und elektrische Messungen.

Was verlangen wir von einem Lautsprecher?

Damit ein Lautsprecher unseren Ansprüchen gerecht wird, braucht es eigentlich nicht viel. Er soll lediglich das wiedergeben, was auf dem jeweiligen Medium vorhanden ist – denn darum geht es ja – eine CD, eine Blu-ray Disc oder die Streams im Web so zu hören, wie sie abgemischt wurden.

Entsprechend wird ein Lautsprecher von Teufel, im Rahmen des Machbaren, ein gutes Rund- oder Abstrahlverhalten haben, wenig Klirren verursachen, einen möglichst linearen Schalldruckverlauf aufweisen, um wenig verfärbt zu klingen und eine unkritische Impedanz haben, damit er an vielen verschiedenen Verstärkern und AV-Receivern arbeiten kann. Das sind alles Dinge, die man messen kann. Wenn sie stimmig sind und zu einander passen, klingt ein Lautsprecher normalerweise schon so gut, dass man ohne den direkten Vergleich mit anderen Lautsprechern eigentlich nichts vermisst oder gar etwas Störendes bemerkt.

Mess-Software kann man schon für wenige Hundert Euro kaufen. Sie besteht normalerweise aus der eigentlichen Software, die dem PC sagt, was mit dem Signal getan werden soll. Hinzu kommt ein Mikrofon, das die Signale von dem zu messenden Lautsprecher aufnimmt und eine Art Soundkarte oder ein anderes Interface, das die elektrischen Signale vom Mikrofon in für den PC verwertbare  Daten umwandelt. Bei Teufel kommt in 90% der Fälle das System „Monkey Forest“ von Four Audio zum Einsatz. Darüber hinaus arbeiten wir noch mit einem Analysesystem, das Herr Prof.  Dr. Klippel entwickelt hat. Es ermöglicht als erstes Werkzeug weltweit, einen Treiber unter dem Einfluss großer Leistungen zu beurteilen.

Davor war es lediglich möglich, die den Treiber als Schwingsystem beschreibenden sog. „Thiele-Small Parameter“ bei Leistungen um 0,5 Watt zu messen und zu beurteilen. Mit dem Klippel-Analyzer ist es möglich umfangreiche Daten zu sammeln, solange bis der Treiber durch den Schalldruck zerstört wird.

Fortsetzung folgt…

[Teil 1] „Christophs kleine Messlehre“
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