FLAC in Mp3 umwandeln

Eigentlich könnte die MP3-Datei so langsam von der Bildfläche verschwinden. Denn sie ist alles andere als zeitgemäß: verlustbehaftet und weit weg von der Qualität einer handelsüblichen CD. Der einzige Grund, warum sich die MP3 einst so rasant verbreitet hatte, war die geringe Größe dieses Dateiformates. Als digitaler Speicherplatz noch knapp und teuer war, legte sie die Weichen für die Verbreitung digitaler Musik. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen digitalen Musikformaten und ihrer Geschichte, lesen Sie hier. Inzwischen ist Speicherplatz aber weitaus günstiger, als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Das lässt viel mehr Möglichkeiten bei der Digitalisierung von Musikdateien zu.

Verlustfreie Formate, allen voran das Open Source Format FLAC, stellen den neuen Standard dar. Sie sind von der Qualität her ebenbürtig mit einer herkömmlichen CD, verbrauchen aber weitaus weniger Speicherplatz. Möglich ist das, durch einen „klügeres“ Komprimierungsverfahren: Es werden zwar genauso viele digitale Informationen gespeichert wie bei einer CD, allerdings werden die Informationen bis zu 30 Prozent platzsparender archiviert. Wer also seine CD-Sammlung digitalisieren möchte, sollte heute unbedingt zu einem verlustfreien Format wie beispielsweise dem FLAC-Format greifen. Einen kleinen Haken gibt es leider auch hierbei, da viele Abspielgeräte wie MP3-Player und Co. keine FLAC’s abspielen können, sondern nur MP3-Dateien.

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Sich deshalb aber extra einen neuen MP3-Player mit FLAC-Unterstützung zukaufen, ist eigentlich unnötig. Denn FLAC to MP3 Converter gibt es zu Hauf im Internet. Wer sich erstmal für eine Software entschieden hat und diese nach seinen Ansprüchen eingerichtet hat, kann seine FLAC-Dateien binnen kürzester Zeit in MP3’s umwandeln, um sie so auch auf dem MP3-Player oder Ähnlichem nutzen zu können. Welche Software sich am besten eignet, lässt sich nicht so einfach sagen. Das Angebot an unterschiedlichen Programmen ist einfach zu groß. Wer auf der Suche nach einem Flac to MP3 Converter ist, sollte einfach sein Betriebssystem bei der Suche im Internet mitangeben sowie entscheiden, ob er Geld dafür ausgeben möchte oder nicht.

Kostenfreie Programme müssen qualitativ nicht schlechter sein, als eine kostenpflichtige Software. In der Regel bieten kostenpflichtige Programme aber mehr Komfortfunktionen, die gerade beim Konvertieren größerer Sammlungen sinnvoll sein können. Für den Anfang und gerade dann, wenn es nur darum geht, schnell ein paar Alben zu konvertieren, kann man guten Gewissens zu einer Freeware greifen. Ein empfehlenswerter FLAC to MP3 Converter wäre unter Windows beispielsweise der Free Audio Converter – gibt es hier inklusive Anleitung. Mit ein paar wenigen Klicks kommt damit schnell zum Ergebnis. Zu beachten gibt es dabei eigentlich nicht viel, außer ein paar Einstellungen bezüglich der MP3-Qaulität.

Free Studio FLAC Converter
Free Studio FLAC to MP3 Converter

Das kostenlose Free Studio für Windows enthält den Free Audio Converter und weitere praktische Tools.

FLAC in MP3 konvertieren – Thema Bitrate

Als Besitzer einer Musikbibliothek bestehend aus hochwertigen FLAC-Dateien, muss man sich um die Bitrate (Abtastrate) nicht mehr viel Gedanken machen. Bei verlustbehafteten Formaten wie dem MP3- oder AAC-Format, ist sie dagegen ausschlaggebend für die Klangqualität. Lag der frühere Standardwert noch bei 128kbps, sollte man heut nur noch in 320kbps konvertieren. Nahezu jeder FLAC to MP3 Converter sollte einem diese Einstellmöglichkeit bieten. Zwar unterscheiden sich auch hier die Meinungen, der eine erkennt zwischen einer MP3 mit 128kbps und einer mit 320kbps keinen Unterschied, der andere schon. Wer aber ohnehin von einer FLAC-Datei ausgeht, sollte aus seinem FLAC to MP3 Converter das Beste rausholen und lieber mehr als weniger Kilobit pro Sekunde (kbps) konvertieren.

FLAC in MP3 umwandeln – den Unterschied hören

Es ist wie vieles in der HiFi-Welt ein diskussionswürdiges Thema: Hört man einen Unterschied zwischen einer FLAC und MP3-Datei? Die Antwort: definitiv ja! Nicht immer aber kann man einen Unterschied hören. Dafür kann aber das Dateiformat nichts, sondern das Equipment über das das Musikstück wiedergeben wird. Es besteht beispielsweise ein ganz offensichtlicher Unterschied, vergleicht man ein und dasselbe Stück im MP3 und im FLAC-Format. Es sind schlicht und ergreifend mehr Informationen in einer FLAC-Datei gespeichert und das kann, vorausgesetzt das Equipment stimmt, auch ein Laie hören. Probieren Sie es doch am besten einfach Mal aus, wenn sie Ihr erstes Album konvertiert haben.

HiFi-Enthusiasten sprechen von mehr Tiefe – die Musik hört sich einfach voller und echter an. Am besten wechselt man ein paar Mal zwischen FLAC und MP3-Datei, denn vor allem der Schritt zurück zur MP3 offenbart die Lücken in der Tonspur einer MP3-Datei. Diese Lücken lägen eigentlich außerhalb des für Menschen hörbaren Bereiches – 1999 glaube man das jedenfalls noch – dennoch scheint man diese Verluste wahrzunehmen. Für den Einsatz unterwegs, auf dem MP3-Player oder dem Smartphone sollte MP3 Qualität aber vollkommen ausreichend sein. Zwar kann man über Kopfhörer grundsätzlich sogar noch eher feinere Klangnuancen wahrnehmen, dafür sollte man sich aber in aller Ruhe zuhause niederlassen. Unterwegs spielt ja meist auch die Umgebungslautstärke eine Rolle.

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Fazit: FLAC to MP3 – easy!

Seine FLAC-Dateien für den MP3-Player oder das Smartphone in MP3-Dateien zu konvertieren, ist dank unzähliger kostenfreier und kostenpflichtiger Programme ein Kinderspiel. Das Ganze dauert zudem nicht viel Länger als eine CD zu „rippen“, kann deshalb auch mal schnell beim Bestücken des MP3-Players gemacht werden. Achten Sie bei der Auswahl Ihres bevorzugten FLAC to MP3 Converters unbedingt darauf, dass die sogenannten ID3-Tags mitkonvertiert werden. Dabei handelt es sich um so Informationen wie Interpret, Titel und Albumname, die nicht bei jedem FLAC to MP3 Converter mitumgewandelt werden. Vor allem bei größeren Mengen an Musik wäre das nachträgliche hinzufügen dieser Informationen viel Arbeit.

Bild 1: © By Moving Picture Experts Group ([1]) [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Bild 2: © By DVDVideoSoft, Tim Schulz via Wikimedia Commons

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Teufel Blog Redaktion

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